Privaten Anschluss für Freifunk zu verfügung stellen?

Hallo WWW`ler,

ich bin am überlegen meinen Anschluss für Freifunk zur Verfügung zu stellen.

Was gibt es für Risiken für mich Privat? Muss ich meinen Provider informieren?

Interessiert jemand in einem Mietshaus ob es free wifi gibt, wenn die meisten Bewohner eh WLAN haben?
Hat jemand Erfahrungen damit?

Grüße

Ingomar

Hi,

sollte eigentlich alles auf der Freifunkseite zu finden sein. https://freifunk.net/worum-geht-es/haufige-fragen/ oder unter https://freifunk.net/wie-mache-ich-mit/community-finden/ eine Freifunk Gruppe in der Nähe finden und direkt fragen. Viel Spaß.

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Gute Idee, feine Sache.

Das kommt darauf an. In den allermeisten Communities praktisch keine, da die Daten von Deinem Freifunk-Router gewissermaßen durch einen Tunnel in das Netz der Freifunk-Initiative gebracht werden und von dort ins Internet geleitet werden. Von aussen ist es also nicht zu erkennen, von wessen Anschluß die Daten kommen (und Du bist das noch etwas unklare Problem der Störerhaftung los).

Es gibt auch Communities, die die Option bieten, direkt über den eigenen Internet-Anschluß auszuleiten, da hast Du das Problem nicht.

Welche Community käme für Dich in Frage?

Zudem gibt es das theoretische Risiko wie bei jeder Hardware in Deinem Netz, das jemand den Freifunk-Router aus der Ferne kapert und sich dann in Deinem internen Netz befindet. Ich persönlich glaube, dass die meisten Home-User in dem Hinblick weitaus kritische Geräte in ihrem Netz betreiben, aber vorsichtige Leute betreiben ihren Freifunk-Router am Gäste-Anschluß ihrer Fritzbox (oder wie auch immer deren Internet-Router heißt). Da muss man dann sehen, was man zusätzlich freigeben muss, damit das funktioniert, der Gästeanschluß ist per Voreinstellung recht weit zu.

Nein, eher nicht. Etliche Provider haben Klauseln, die mit Freifunk kollidieren könnten (Stichwort: den Anschluß anderen zur Verfügung stellen), da musst Du im Zweifel lesen und für Dich interpretieren und abwägen.

Der Freifunk-Traffic dürfte aber in den meisten Installationen deutlich unter dem liegen, was heute üblicherweise in den Haushalten für Netflix und den anderen üblichen Verdächtigen bei draufgeht, von daher glaube ich, dass Du da ohnehin eher unter dem Radar fliegen wirst.

Durchaus. Das mag Leute interessieren, die zu Besuch sind, sei es bei Dir oder bei anderen. Feine Sache, wenn man einfach so das WLAN nutzen kann ohne sich einzuloggen.

Ja, durchaus.

  • Eigenes größliches Haus mit drei Parteien und einem(!) Internetanschluß.
  • Große Außenfläche, die zusätzlich gut mit WLAN versorgt ist
  • Richtfunk zu einem Über-Über-Nachbar mit anderem Provider, falls mal ein Provider wackelt.
  • Richtfunk-Verbindung in den Nachbarort (die Motivation dazu entstand nicht zuletzt, als mitten in der Home-Office-Zeit ein Glasfaserfresser die komplette Internetanbindung unseres Dorfes weggebaggert hat).

Je nachdem wie gut der Kontakt zu den „Mitbewohnern“ ist, wie die Bedürfnisse sind, wie zuverlässig die Freifunk-Community ist, kann man durchaus auch Zugänge „bündeln“ und gegebenenfalls auch einsparen. Dabei aber nicht vergessen, dass der Betrieb der Infrastruktur für die Community Geld kostet: gerade wenn Dir Freifunk hilft, Geld einzusparen solltest Du überlegen, ob Du nicht zumindest einen Teil an die Gemeinschaft zurückgibst.

Sebastian

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