Privater PKW zwingend

Meine Fraundin hat leider einen Beruf, bei dem sie niemals wirklich genug Geld verdienen würde, um zu einem bescheidenen Familienleben beitragen zu können, trotz guter fundierter Ausbildung. Trotzdem sucht sie händeringend nach Anstellung.
Zunehmend bekommt sie nun Angebote, auf die sie sich bewerben muss, bei denen aber gleich dabei steht, „privater PKW zwungend“. Nach unseren Recherchen wird so was dann mit ca. 10-12 ct/km vergütet. Doch wir konnten keinen PKW ausfindig machen, der sich mit 12ct/km unterhalten läßt. Zunächst haben wir auch gar kein Geld für die Anschaffung, später - im Job - nicht genügend Geld, um ein Dahrlehen abzutragen. Meine Freundin würde 140% für die Versicherung zahlen müssen, Steuern, Benzin, Ölwechsel, Reparaturen, Reifen, TÜV/ASU usw. usf. Das alles ist mit 12 ct nicht zu schaffen.
Sie wurde die Tage dermaßen von einem AG beschimpft und angemacht, wieso sie die Frechheit habe, sich ohne Auto zu bewerben. Angeblich habe sie nur kein Auto, „weil sie nicht arbeiten will“, aus lauter Boshaftigkeit also.
Da bleibt uns die Spucke weg. Ist das heute so üblich? Wer hat Erfahrung gemacht, sein Privateigetnum in Firma zu investieren? Was ist zu beachten, damit dabei noch Gewinn rauskoimmt? Was passiert, wenn der PKW kaputt geht, nicht über den TÜV kommt und kein Geld für neuen da sit?

Danke für Anregungen.

WW

zwungend". Nach unseren Recherchen wird so was dann mit ca. 10-12 ct/km vergütet.

Wo habt ihr das her ? ich kenne Leute, die fahren gerne mit ihrem privaten PKW für ihren AG, weil sie mehr Kilometergeld bekommen, als der Wagen kostet.

machen, der sich mit 12ct/km unterhalten läßt. Zunächst haben
wir auch gar kein Geld für die Anschaffung, später - im Job -
nicht genügend Geld, um ein Dahrlehen abzutragen.

Dann sindd as nicht die richtigen Jobs für Deine Freundin.

Sie wurde die Tage dermaßen von einem AG beschimpft und
angemacht, wieso sie die Frechheit habe, sich ohne Auto zu bewerben.

Zwar ziemlich unhöflich, jedoch in der Sache nicht ganz unberechtigt.

Da bleibt uns die Spucke weg.

Berechtigterweise.

Erfahrung gemacht, sein Privateigetnum in Firma zu investieren?

Siehe oben.

Was ist zu beachten, damit dabei noch Gewinn
rauskoimmt? Was passiert, wenn der PKW kaputt geht, nicht über
den TÜV kommt und kein Geld für neuen da sit?

Mit dem Kilometergeld sind alle Aufwendungen abgegolten. D.h. der AN muß das Fahrzeug unterhalten und trägt das Risiko.

Hallo,

Meine Fraundin hat leider einen Beruf, bei dem sie niemals
wirklich genug Geld verdienen würde, um zu einem bescheidenen
Familienleben beitragen zu können, trotz guter fundierter
Ausbildung.

Also arbeitet sie nicht in dem Bereich wie ihre Ausbildung war?

(…)

Zunehmend bekommt sie nun Angebote, auf die sie sich bewerben
muss, bei denen aber gleich dabei steht, „privater PKW
zwungend“.

Welcher Teil des Arbeitsmarktes ist denn das?
Ich kenne solche Stellenanzeigen nur für einfache Tätigkeiten, bei denen man ausser eigenem Geld nichts mitbringen muss und auch keine Ausbildung braucht. Meistens sind das irgendwelche dubiose Verkaufsstellen wo man auf eigene Verantwortung Leuten Dinge andreht, die sie eigentlich nicht brauchen.

Nach unseren Recherchen wird so was dann mit ca.
10-12 ct/km vergütet.

Das geht nur bei älteren Autos und mit etwas praktischem Geschick.
Ich finde das das unseriös.

(…)

Sie wurde die Tage dermaßen von einem AG beschimpft und
angemacht, wieso sie die Frechheit habe, sich ohne Auto zu
bewerben.

Da hat er in der Sache aber recht.
Ich frage mich aber immer noch, was für dubiose Stellen das sein sollen.

(…)

zwingend vernünftigen Job suchen

Meine Fraundin hat leider einen Beruf, bei dem sie niemals
wirklich genug Geld verdienen würde,

Nanu. Dann ist es ein Beruf aus Leidenschaft. Hat auch was.

um zu einem bescheidenen Familienleben beitragen zu können, trotz guter :fundierter Ausbildung. Trotzdem sucht sie händeringend nach Anstellung.

Ja, so geht es vielen Menschen in dieser Zeit.

Zunehmend bekommt sie nun Angebote, auf die sie sich bewerben
muss,

Vermittlungsvorschläge?

bei denen aber gleich dabei steht, „privater PKW
zwungend“.

Hier muss man erstmal schauen, wieso der PKW tatsächlich „zwingend“ sein soll?
Normalerweise kann es den AG völlig egal sein, wie der AN an den Arbeitsplatz kommt. Hauptsache er erscheint pünktlich.
Liegt der Arbeitsplatz, aber so was von verkehrsungünstig, ist es natürlich erforderlich, dass der AG privat mobil ist, um den Arbeitsplatz zu erreichen.
Dies sollte erstmal geklärt werden mit dem AG.

Manchmal geht es auch um was anderes, weil der AN für den AG dienstliche Fahrten mit seinem Privat-PKW machen soll. Geht es allerdings um eine komplette Außendiensttätigkeit, sollte der AG eigentlich einen PKW zur Verfügung stellen. Denn auch eine angemessene Spesenregelung ist meist nicht mehr wert, als die Nutzung eines Firmen-PKW.

Auch kann es ein, dass es Leiharbeitsfirmen sind, die den Privat-PKW beim AN sehen wollen, damit die den AN überall entsenden können und der mit seinen Privat-PKW fährt. Die Erstattung der Kosten ist hier absolut miserabel.
Es gibt es sogar Leiharbeitsfirmen, die erzählen den AN, dass die sich die restlichen Kosten (also Werbekosten) von ihrer Lohnsteuer widerholen sollen.
Das muss man sich vorstellen! Da bringt also inzwischen der Leiharbeiter seine eigene Lohnsteuer mit in die Firma ein. Sozusagen als private Einlage!

Nach unseren Recherchen wird so was dann mit ca.
10-12 ct/km vergütet.

Klingt genau so, wie ich es eben beschrieben habe. Da ist ja selbst das Bundesreisekostengesetz Gold dagegen.
http://www.jusline.de/Bundesreisekostengesetz_(BRKG)…
Eine ordentliche renomierte Firma erstattet gewöhnlich oberhalb des BRKG bis zum steuerlichen Höchstsatz.

Doch wir konnten keinen PKW ausfindig
machen, der sich mit 12ct/km unterhalten läßt.

Das schaffen nur solche Kleinwagen, die man mit Versicherungskennzeichen fahren kann. Sind Benziner, eigentlich sogar echte Autos. Etwa so groß wie der Smart und benötigen keine pol. Zulassung.

Zunächst haben wir auch gar kein Geld für die Anschaffung, später - im Job -
nicht genügend Geld, um ein Dahrlehen abzutragen. Meine
Freundin würde 140% für die Versicherung zahlen müssen,
Steuern, Benzin, Ölwechsel, Reparaturen, Reifen, TÜV/ASU usw.
usf. Das alles ist mit 12 ct nicht zu schaffen.

Das ist ein Teufelskreis. Ohne PKW kein Job und mit Job kein Geld für den PKW.
Es ist besser das zu lassen. Dadurch kann die ganze Finanzlage notleidend werden und nachher steht Peter Zwegat vor der Tür.

Sie wurde die Tage dermaßen von einem AG beschimpft und
angemacht, wieso sie die Frechheit habe, sich ohne Auto zu
bewerben. Angeblich habe sie nur kein Auto, „weil sie nicht
arbeiten will“, aus lauter Boshaftigkeit also.

Der AG gehört angezeigt bei der Arbeitsagentur. So was kann man nicht vermitteln. Solche Unterstellungen grenzen ja schon an übler Nachrede.

Da bleibt uns die Spucke weg. Ist das heute so üblich?

Üblich ist das keineswegs, aber es nimmt zu. Der Arbeitsmarkt wird immer enger und da können sich die, die Arbeit zu vergeben alles herausnehmen. Zumindest deneken das manche AG.

Wer hat Erfahrung gemacht, sein Privateigetnum in Firma zu
investieren? Was ist zu beachten, damit dabei noch Gewinn
rauskoimmt?

Es kann kein Gewinn entstehen, wenn die Erstattung geringer als die Kosten sind. Denn würde man vom Nettolohn zubuttern. Das geht nur, wenn genügend Nettolohn vorhanden wäre.

Was passiert, wenn der PKW kaputt geht, nicht über
den TÜV kommt und kein Geld für neuen da sit?

Die Kündigung kommt dann.

Da hat er in der Sache aber recht.

Ich vermute,daß das Angebot von der Bundesagentur für Arbeit kam und die ungeachtet erfüllter Voraussetzungen einfach *irgendwen* aus ihrem Computer rausgesucht haben, der dann das Pech hatte,sich dort bewerben zu müssen. Wenn die BA also weiß,daß die Frau kein Auto hat, ist es genaugenommen die Schuld der BA,daß der Arbeitgeber sich mit unpassenden Bewerbern rumschlagen muss. Leider ist es eher die Regel als die Ausnahme,daß Arbeitslose mit unpassenden Stellenangeboten zugemüllt werden,während passenden Stellenangeboten ungesehen im Computer vergammeln…

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Ich frage mich aber immer noch, was für dubiose Stellen das
sein sollen.

(…)

Kein Geld Verdienen + Pkw zwingend erforderlich = Zeitarbeitsfirma.

Passt auch zu der Theorie mit den Vermittlungsvorschlägen von der Agentur für Arbeit.

Ja, das kam von der ARGE, sie MUSSTE sich unverzüglich bewerben. Die Stelle war knapp 200 km weit weg, da kämen auch noch horrende Pendelkosten auf uns zu, weil ich hier eine feste Anstellung habe und nicht umziehen kann. Da wir bald heiraten werden und Kinder haben wollen, kommt eine Fernehe nicht in Frage :frowning:( Dilemma. Oder ich müßte meinen Job kündigen :frowning:( damit kommen wir auch nicht weiter.
Es handelt sich bei diesen stellen um betreutes Wohnen für Kranke, usw. Sie wäre also einen Großteil der Arbeitszeit mit dem PKW unterwgs und je nachdem, wie weit die Kunden auseinanderwohnen, entsprechend Kilometer.
Vom Amt hörste dann nur: Da muss sie hinziehen, dann muss sie ebend ein Auto kaufen, wenn sie die Stelle bekommt.
Meine Fraundin schreibt meist schon in die Bewerbung: Führerschein ja, Auto nein. Und trotzdem wird sie angemacht. Wenn ihr jemand ein gutes Auto für einige 100 EUR, bis 300 EUR verkaufen würde, dann könnte man so was vielleicht mal so lange machen, bis sich was anderes findet. Aber mit einer Schrottkiste, da ist die Panne und der (verschuldete) Jobverlust vorprogrammiert :frowning:(

Wenn ihr jemand ein gutes Auto für einige 100 EUR, bis 300 EUR
verkaufen würde, dann könnte man so was vielleicht mal so
lange machen, bis sich was anderes findet.

Das würde ich lassen, es sei denn du bist sehr handwerklich geschickt oder kennst einen guten Mechaniker, der das für „fast umsonst“ reparieren würde. Und selbst dann sollte man auf die Karre nicht angewiesen sein. Da steckst du dann locker Tausende Euros an Reparaturen rein und die Karre stirbt am nächsten Tag.

Gruß,
Andreas