Privatinsolvenz

Guten Abend, nehmen wir mal an, einem Ehepaar gehört ein relativ neues Haus jeweils zu 50 %. Der Ehemann hat Schulden in Höhe von mehreren 100.000 € bei verschiedenen Gläubigern , seine PrivatInsolvenz wurde eröffnet.
Das Haus soll vom Verwalter der Insolvenz verkauft werden. In wie weit wird Rücksicht auf die Ehefrau genommen, die nichts mit der Privatinsolvenz zu tun hat und der 50 % des Hauses gehören?
Wenn der Erlös des Hauses relativ gering wäre, weil es größtenteils noch der Bank gehört, würde dann eventuell von einem Verkauf abgesehen werden?
Oder ist die Last der Schulden zu schwerwiegend?

Hallo,

da die Insolvenz nur den Ehemann betreffen, die Verbindlichkeiten auf das Haus aber vermutlich von beiden zu tragen sind, wäre vermutlich erst zu prüfen, zu welchem Preis das Haus verkauft werden kann, hierbei sind dann die Gesamtkosten/Verbindlichkeiten des Hauses in Abzug zu bringen und der „Rest“ dann zur jeweiligen Hälfte der Ehefrau und Ehemann zugeschlagen.
Wenn da ein „zu geringer Preis“ raus kommt, könnte die Verwertung des Hauses aus wirtschaftlichen Gründen durchaus von der Ehefrau durchkreuzt werden. Je nach Wert der Immobilie sollte man dann aber doch einen RA einmal aufsuchen.

lG