Privatnutzung von Drohnen-Abwehrsystemen

1.) Welche Drohnen-Abwehrsysteme (im folgenden „Drohminator“ genannt) stellen einen guten Kompromiss zwischen Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, einer Reichweite von bis zu 500 Metern, automatischem Allround-Scan und Preis dar?

2.) Wenn mich eine Spionage- oder Spähdrohne (wer auch immer die gegen meine Privatsphäre einsetzt) attackiert und ich diese mit Hilfe des Drohminators in der Luft eliminiere, handele ich ja in NOTWEHR - oder hat sich da bereits irgendein Rechtsgelehrter eine pfiffige Gegenargumentation einfallen lassen, so dass man mir möglicherweise die Kosten für
a) die Ausschaltung/Unbrauchbarmachung der Drohne selbst und
b) den katastrophalen Großschaden auf der nebenher führenden Autobahn anlasten könnte, wo die sterblichen Überreste der Drohne einen Gefahrguttransporter mit 30 Tonnen Nitroglycerin - dummerweise mitten in der Rushhour, wo alles im Stau stand, und es deshalb zu mehreren 100 Kollateral-Totalschäden kam - so unglücklich trafen, dass das ICE-Unglück von Eschede dagegen eher ein „kleineres“ genannt werden könnte?

hi,

mit dieser Frage gegen die FAQ:1129 zu verstoßen, ist schon nen Ding für sich.

grüße
lipi

1.) Welche Drohnen-Abwehrsysteme (im folgenden „Drohminator“
genannt) stellen einen guten Kompromiss zwischen
Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, einer Reichweite von bis
zu 500 Metern, automatischem Allround-Scan und Preis dar?

Ich empfehle da sowas.
http://data3.primeportal.net/artillery/dieter_krause…

2.) Wenn mich eine Spionage- oder Spähdrohne (wer auch immer
die gegen meine Privatsphäre einsetzt) attackiert und ich
diese mit Hilfe des Drohminators in der Luft eliminiere,
handele ich ja in NOTWEHR

Ganz sicher.

a) die Ausschaltung/Unbrauchbarmachung der Drohne selbst und
b) den katastrophalen Großschaden auf der nebenher führenden …

Naja ein bischen Verlust ist ja immer!

Der Plem

Upps. Natürlich betrifft mich die Frage nicht allein, sondern sämtliche Weltbürger. Stimmt, da ist es falsch, dass ich die „Ich“-Form gewählt hatte.

Ich bitte die Moderation, meine Frage zu löschen (oder kann ich sie selbst ändern?), so dass ich das „Ich“ durch das allgemeine „Man“ ersetzen kann.
Oder übersehe ich da noch etwas?

Gruß Fatz

Ah! Danke!
Man* hat die Tipps verstanden und nimmt sie dankbar entgegen.

*) Man darf hier nicht „ich“ schreiben. Da muss man mich noch dran gewöhnen. Aber ist ja richtig: Die Frage betrifft ja ALLE Weltbürger, denn offenbar ist mit Eintritt in das dritte Jahrtausend die Privatsphäre weltweit abgeschafft worden.

Danke, Fatz

Wende dich doch mal an Rheinmetall Air Defence

Die haben z.B sowas im Angebot
http://en.wikipedia.org/wiki/Skyshield

Vorteil: ausgesprochen wirksam
Nachteile: Preis, bei Anwendung wird man von Blauen Dämonen in eine Kerkerdimension verschleppt (In Bayern: Grüne Dämonen)

LG
Mike

Hallo,

1.) Welche Drohnen-Abwehrsysteme (im folgenden „Drohminator“ genannt) stellen einen guten Kompromiss zwischen Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, einer Reichweite von bis zu 500 Metern, automatischem Allround-Scan und Preis dar?

Wenn dann jeder Nachbar so ein Teil hat, dann schießen die sich alle gegenseitig ab, wenn sie in Reichweite sind? Und dann haben die Spionagedrohnen freie Bahn ;o)

2.) Wenn mich eine Spionage- oder Spähdrohne (wer auch immer die gegen meine Privatsphäre einsetzt) attackiert und ich diese mit Hilfe des Drohminators in der Luft eliminiere, handele ich ja in NOTWEHR - oder hat sich da bereits irgendein Rechtsgelehrter eine pfiffige Gegenargumentation einfallen lassen, so dass man mir möglicherweise die Kosten für
a) die Ausschaltung/Unbrauchbarmachung der Drohne selbst und

Da gibt es sicher Konstellationen, wo man das so drehen könnte.

b) den katastrophalen Großschaden auf der nebenher führenden Autobahn anlasten könnte, wo die sterblichen Überreste der Drohne einen Gefahrguttransporter mit 30 Tonnen Nitroglycerin - dummerweise mitten in der Rushhour, wo alles im Stau stand, und es deshalb zu mehreren 100 Kollateral-Totalschäden kam - so unglücklich trafen, dass das ICE-Unglück von Eschede dagegen eher ein „kleineres“ genannt werden könnte?

Da würde ich mir eher weniger Sorgen machen. Solche Drohnen, die nur die Privatsphäre ausspähen, sind so klein und leicht, dass sie vom Himmel und Dir gegen den Kopf fallen können ohne größeren Schäden zu verursachen. Einen Gefahrguttransporter würde sowas eher nicht schaden.

Grüße

Ganz herzlichen Dank für die sachdienlichen Hinweise!

Aber um ehrlich zu sein, hatte ich mehr an einen „Drohminator“ gedacht, den man ständig in der Hosentasche bei sich tragen kann und der vielleicht mit einer Art Hochleistungs laser system arbeitet, das die Drohne mehr oder weniger in 0,1 bis 0,2 Sekunden bei einer Trefferwahrscheinlichkeit von >99,5% innerhalb eines Radius’ von 500 Metern pulverisiert (Drohnen-Restmüll wird natürlich bleiben - und kann dann vielleicht sogar der Kriegswaffenindustrie zum Recycling zugeführt werden …).

Und bei „Rundum-Scan“ hatte ich die Vorstellung eines Miniradar-Systems, das permanent z. B. in einer Mütze integriert den Luftraum halbkugelförmig um mich herum (Radius etwa 500 bis 1000 Metern) auf drohnenverdächtige Signale hin abtastet.
Bei erkannter Drohnengefahr müsste ein lauter Signalton abgegeben werden und gleichzeitig der untere Teil der Mütze (mit Schlitzen für Augen und Mund - wie bei Pussy Riot oder bei den MEKs/SEKs) automatisch herabfallen.

Rheinmetall ist zwar gleich hier um die Ecke, aber preislich wollen die mir einfach nicht entgegenkommen.

Und was die Dämonen angeht: Hilft da überhaupt das katholische Standardritual des Exorzismus’ ?

LG Fatz

Da würde ich mir eher weniger Sorgen machen. Solche Drohnen,
die nur die Privatsphäre ausspähen, sind so klein und leicht,
dass sie vom Himmel und Dir gegen den Kopf fallen können ohne
größeren Schäden zu verursachen. Einen Gefahrguttransporter
würde sowas eher nicht schaden.

Na ja, ich denke eben gern an alle Möglichkeiten. Ich hab’ schon zu oft erlebt, dass manchmal gaaanz dumme Zufälle zusammen kommen. Und aus der Chaostheorie wissen wir ja, was schon der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Welt hier bei uns anrichten kann …

Allerdings - nach einer Nacht Darüberschlafen - bin ich mir sicher, dass in einem Rechtsstaat doch der HALTER der Drohne für die durch sie angerichteten (Kollateral-)Schäden haftet.
Und dass bringt mich gleich auf eine ganz neue Idee: Ich gründe eine Drohnen-Haftpflichtversicherung! Weil ich sicherheitshalber damit rechnen muss, dass da irre hohe Entschädigungssummen zu zahlen sind, setze ich die typische Jahresprämie für eine Standarddrohne im 7- bis 8-stelligen Euro-Bereich an.

Wenn sich der erste (wahrscheinlich die Regierung) bei mir versichern lassen und den Erstbeitrag gezahlt hat, mach’ ich mich damit gleich vom Acker und für den Rest ein schönes Leben in Ecuador oder Venezuela. Bestimmt hängt der „Versicherte“ seinen finanziellen Schaden nicht an die große Glocke - es wäre einfach zu peinlich für ihn!

LG Fatz

Mal fröhlich weiter gewitzelt.

1.) Welche Drohnen-Abwehrsysteme (im folgenden „Drohminator“
genannt) stellen einen guten Kompromiss zwischen
Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, einer Reichweite von bis
zu 500 Metern, automatischem Allround-Scan und Preis dar?

Reichweite bis zu 500 Metern - du kennst die übliche Flughöhe von Aufklärungsdrohnen nicht.

2.) Wenn mich eine Spionage- oder Spähdrohne (wer auch immer
die gegen meine Privatsphäre einsetzt) attackiert und ich
diese mit Hilfe des Drohminators in der Luft eliminiere,
handele ich ja in NOTWEHR

Nein. Es handelt sich nur eventuell um einen rechtwidrigen Angriff.
Dieser kann dann aber einfacher durch Rückzug aus dem Blickfeld der Drohne abgewendet werden. Somit besteht kein Recht auf Zerstörung.

Hallo,

Na ja, ich denke eben gern an alle Möglichkeiten. Ich hab’ schon zu oft erlebt, dass manchmal gaaanz dumme Zufälle zusammen kommen. Und aus der Chaostheorie wissen wir ja, was schon der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Welt hier bei uns anrichten kann …

Das wissen wir? Und der Schmetterling haftet dann dafür?

Allerdings - nach einer Nacht Darüberschlafen - bin ich mir sicher, dass in einem Rechtsstaat doch der HALTER der Drohne für die durch sie angerichteten (Kollateral-)Schäden haftet.

Nö, so pasuchal auch nicht. aber eine gute Rechtsschutzversicherung bzw. ein paar Rücklagen für einen guten Anwalt können sicher hilfreich sein.

Und dass bringt mich gleich auf eine ganz neue Idee: Ich gründe eine Drohnen-Haftpflichtversicherung! Weil ich sicherheitshalber damit rechnen muss, dass da irre hohe Entschädigungssummen zu zahlen sind, setze ich die typische Jahresprämie für eine Standarddrohne im 7- bis 8-stelligen Euro-Bereich an.
Wenn sich der erste (wahrscheinlich die Regierung)

Die versichern nicht mal unbedingt ihre Kfz.

bei mir versichern lassen und den Erstbeitrag gezahlt hat, mach’ ich mich damit gleich vom Acker und für den Rest ein schönes Leben in Ecuador oder Venezuela. Bestimmt hängt der „Versicherte“ seinen finanziellen Schaden nicht an die große Glocke - es wäre einfach zu peinlich für ihn!

Drohnen fliegen bestimmt auch bis Südamerika.

Grüße

Reichweite bis zu 500 Metern - du kennst die übliche Flughöhe
von Aufklärungsdrohnen nicht.

Stimmt, aber an diese „Riesendinger“, die uns Steuerzahler arm machen, hatte ich auch nicht gedacht. Das wäre ja tatsächlich „Zerstörung von wertvollem Kriegsgerät“ und damit unredlich.

[…]
…NOTWEHR

Nein. Es handelt sich nur eventuell um einen rechtwidrigen
Angriff.
Dieser kann dann aber einfacher durch Rückzug aus dem
Blickfeld der Drohne abgewendet werden. Somit besteht kein
Recht auf Zerstörung.

Mir schwebten da eher diese kleinen Dinger mit Hubschrauberrotoren und einer Größe von rund einem halben Meter „Durchmesser“ vor, wie sie von paranoiden Nachbarn, unlauteren Wettbewerbern, organisierten Bandenkriminellen, der Pozilei oder meiner eifersüchtigen Freundin gegen mich eingesetzt werden, während ich - mehr oder weniger unbekleidet - harmlos, nichtsahnend in meinem „bösen* Zimmer“ (oder bei gutem Wetter auch schon mal unter freiem Himmel) mit Gleichgesinnten sinnlichen Freuden fröhne.

Wenn da so eine „Klein-Spähdrohne“ angeschwebt kommt und mich/uns in der Manier eines gemeinen Spanners (oder der STASI) frech anglotzt, fotografiert, filmt etc. dann muss ich mir das doch sicher nicht gefallen lassen. Andernfalls verliere ich hiermit den Glauben an den demokratischen Rechtsstaat. (Na ja, vielleicht macht dieser Glaubensverlust ja auch nichts, wenn da gar nichts mehr ist, an das man noch glauben könnte).

*)Natürlich nur im moralischen Sinn „böse“!

Das wissen wir? Und der Schmetterling haftet dann dafür?

Na ja, wie wir seit Einstein wissen, ist auch Wissen etwas sehr Relatives. Ich kann ja das meiste, was irgendeine „Wissen“-schaft behauptet, gar nicht nachprüfen.
Aber ich glaube nicht, dass der Schmetterling dann dafür haftet. Wenn er mitgekriegt hat, dass ER der Auslöser für den Weltuntergang (nur mal so als Beispiel) war, wird er sich aus dem Staub machen - wenn er gescheit ist. Schmetterlingsflucht sozusagen.

Die versichern nicht mal unbedingt ihre Kfz.

Uiuiui! Das hätte ich aber nicht von der Regierung gedacht, denn das wäre ja ein Zeichen von Intelligenz …

Drohnen fliegen bestimmt auch bis Südamerika.

Bestimmt denkst Du jetzt an diese großen …Dingsbums- Hawks , für die uns irgendeine weit entfernte Firma jede Menge Geld abknöpft und sie dann nicht mal selbst steuern lässt, geschweige denn, uns detaillierte Serviceunterlagen (Konstruktions- und Schaltpläne, Programmierung etc.) aushändigt.
Aber die meine ich gar nicht. Ich weiß nicht was mich da so sicher macht, aber ich glaube kaum, dass jemand so ein Dings auf mich ansetzt. Dafür bin ich ein zu kleines Licht. Das lohnt nicht. Obwohl …
was ist, wenn da ein gelangweilter Officer tief unter der Erde am Steuerpult sitzt und ihn plötzlich der Wahnsinn überfällt (spontane psychotische Überschwemmung wegen Ausfall neuronaler Blockierungen seitens des Frontalhirns oder bestimmter Hirnbotenstoffe) ?

Bibber, Fatz! (Jetzt muss ich mir wohl doch Sorgen machen).