Privatpatient beim Kinderarzt - möglich?

Hallo,

meine Enkelin ist 14 Monate alt und gesetzlich über meine Tochter krankenversichert.

Nach mehreren sehr schlechten Erfahrungen beim Kinderarzt (abgefertigt werden, stundenlanges Warten, Unfreundlichkeit, Desinteresse) hat meine Tochter nun einen sehr guten anderen Kinderarzt gefunden.
Dieser hat einen hervorragenden Ruf und eine erste (selbst gezahlte) Behandlung bei ihm war wirklich gut.
Er rechnet jedoch nicht über Krankenkassen ab, sondern behandelt ausschliesslich Privatpatienten.

Nun die Frage: Gibt es eine Zusatzversicherung, die (zumindest 80 Prozent) die Behandlungskosten übernimmt? Wie sieht es mit Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) und Impfungen aus? Wird so etwas übernommen? Welche Versicherung bietet sowas an und was kostet sowas im Monat (ca)?

Im Internet finde ich unter Zusatzversicherung ambulant immer nur Sachen für Heilpraktiker und Zahnarzt. Oder ist es das?

Danke und schöne Grüße
Helmut

Guten Tag, Herr Körschgen.
Es gibt auch ambulante Zusatzversicherungen…
Da der besagte Kinderarzt wahrscheinlich seine Kassenzulassung zurückgegeben hat, ist Ihre Enkelin also immer als Privatpatientin bei ihm in Behandlung.
Ob Sie die Honorare aus eigener Tasche bezahlen oder eine zusätzliche Ergänzungs- (im Paket z.B. für mponatlich 39 Euro) oder Vollversicherung (z.B. 95 Euro) für Ihre familienversicherte Enkelin abschließen, hängt von der Höhe der Honorare ab…

Beste Grüße

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nun die Frage: Gibt es eine Zusatzversicherung, die (zumindest
80 Prozent) die Behandlungskosten übernimmt? Wie sieht es mit
Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) und Impfungen aus?
Wird so etwas übernommen? Welche Versicherung bietet sowas an
und was kostet sowas im Monat (ca)?

Ob Sie die Honorare aus eigener Tasche bezahlen oder eine
zusätzliche Ergänzungs- (im Paket z.B. für mponatlich 39 Euro)
oder Vollversicherung (z.B. 95 Euro) für Ihre
familienversicherte Enkelin abschließen, hängt von der Höhe
der Honorare ab…

Hallo Frank,

wie soll sich die Enkelin denn privat vollversichern, sie ist doch gesetzlich über Ihre Mutter versichert?

Das was hier benötigt wird, ist eine ambulante Zusatzversicherung und kostet knapp 30.- € bei meiner Firma. Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen sind da drin, Heilpraktiker jedoch nicht (kann natürlich bei anderen Gesellschaften anders sein!).

Zu beachten ist aber das in solchen Fällen in der GKV das Kostenerstattungsprinzip gewählt werden muss. Also erst beim Arzt zahlen, dann bei der GKV einreichen und dann bei der privaten Zusatzversicherung.

Schöne Grüße, Bernhard

Hallo Frank,

wie soll sich die Enkelin denn privat vollversichern, sie ist
doch gesetzlich über Ihre Mutter versichert?

Das was hier benötigt wird, ist eine ambulante
Zusatzversicherung und kostet knapp 30.- € bei meiner
Firma. Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen sind da
drin, Heilpraktiker jedoch nicht (kann natürlich bei anderen
Gesellschaften anders sein!).

Zu beachten ist aber das in solchen Fällen in der GKV das
Kostenerstattungsprinzip gewählt werden muss. Also erst beim
Arzt zahlen, dann bei der GKV einreichen und dann bei der
privaten Zusatzversicherung.

Schöne Grüße, Bernhard

Hallo Bernhard.
Die Tatsache, dass die Enkelin familienversichert ist, bedeutet doch nicht, dass sie keine weitere private Vollversicherung haben darf. Zumindest ist mir hierzu kein Gestz bekannt, es geht ja nicht um die Befreiung von der GKV.
Beste Grüße
Frank

zunächst vielen Dank für Ihre Antworten!

Hallo,

vielen Dank für Ihre Antworten.

Bei meiner Internetsuche habe ich lediglich ambulante Zusatzversicherungen gefunden, die Heilpraktiker, Sehhilfen und Zähne absichern - und das für ca. 10 €.

Zu einem normalen Kinderarzt mit allen regelmäßigen Untersuchungen kann man mit diesen Versicherungen allerdings nicht, bzw. diese erstatten die Behandlung später nicht.

Die Frage ist auch, ob sich die Versicherung bei einem Beitrag über 30 € rechnet. Bei einem angenommenen monatlichen Versicherungsbetrag von 35 € wären das im Jahr 420 €.

Ich habe überhaupt keine Ahnung, was so eine privatärztliche Behandlung bei einfachem Gebührensatz kostet?

Bekannte meiner Tochter sind auch neuerdings bei diesem Kinderarzt und haben für ein Beratungsgespräch über 1 Stunde ca. 5 € bezahlt, für eine ausführliche Vorsorgeuntersuchung 120 €.

Was kostet also z. B. eine Untersuchung, wenn das Kind z. B. hustet, also wenn die Lunge und die Bronchen abgehört und in den Hals geschaut wird, der allgemeine Zustand des Kindes beurteilt wird und dann ein Hustensaft verschrieben wird?

Ich habe so das Gefühl, dass man - wenn das Kind nicht ausserordentlich an etwas besonders schwerem erkrankt - ohne Versicherung wohl günstiger weggkommt (auf mehrere Jahre gesehen)?

Meine Tochter und ihr Mann können sich übrigens nicht privat vollversichern, da das Einkommen zu niedrig ist.

Danke und viele Grüße
Helmut

Hallo,
eine private Vollversicherung für die Enkelin ist nicht möglich, da sie die Voraussetzungen dafür gar nicht hat. Was möglich ist, ist ein umfassender privater Ergänzungsschutz zur ges. Krankenkasse. Dieser kommt der Vollversicherung nahe.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Hartmut, noch ein paar Antworten mehr:

Die Frage ist auch, ob sich die Versicherung bei einem Beitrag
über 30 € rechnet. Bei einem angenommenen monatlichen
Versicherungsbetrag von 35 € wären das im Jahr 420
€.

Krankenversicherungen sind grundsätzlich nicht dazu da, sich zu rechnen, sondern um finanzielle Risiken einer Behandlung an den Versicherer abzugeben. Sie sind kein Sparstrumpf mit Gewinngarantie. Würden sich solche Versicherungen „rechnen“, also alle Versicherungsnehmer mehr Geld erhalten, als sie einzahlen, wäre das ja ein sehr dummes Geschäft für das Versicherungsunternehmen.

Ich habe überhaupt keine Ahnung, was so eine privatärztliche
Behandlung bei einfachem Gebührensatz kostet?

Bekannte meiner Tochter sind auch neuerdings bei diesem
Kinderarzt und haben für ein Beratungsgespräch über 1 Stunde
ca. 5 € bezahlt, für eine ausführliche
Vorsorgeuntersuchung 120 €.

Was kostet also z. B. eine Untersuchung, wenn das Kind z. B.
hustet, also wenn die Lunge und die Bronchen abgehört und in
den Hals geschaut wird, der allgemeine Zustand des Kindes
beurteilt wird und dann ein Hustensaft verschrieben wird?

Bei einer privatärztlichen Behandlung kostet das ungefähr soviel:
1x GOÄ 3 (Beratung mind. 10 Minuten) mit dem Regelsatz (2,3)= 20,11 €
1x GOÄ 7 (Untersuchung der Brustorgane) = 21,45
1x K1 (Kleinkinderzuschlag) = 6,99
Hustensaftverschreibung ist umsonst

Zusammen also 48,55 €. Dazu kommt noch der Hustensaft (3.- €), den die GKV nicht erstattet.

Wie viel davon die GKV erstattet, weiß ich leider nicht, ich tipp mal 20.- €? Macht also ca. 30.- € zum selber zahlen. Das ist aber nur die Grunduntersuchung (wie oben geschildert), nichts spezielleres.

Ich habe so das Gefühl, dass man - wenn das Kind nicht
ausserordentlich an etwas besonders schwerem erkrankt - ohne
Versicherung wohl günstiger weggkommt (auf mehrere Jahre
gesehen)?

Natürlich kommt man günstiger weg, die normale Behandlung wird ja von der GKV erstattet. Und wie oben gesagt, die Versicherungsunternehmen wollen ja auch was verdienen.

Hier geht es eher um den „Status“ Privatpatient. Was also eine Stunde warten im Wartezimmer wert ist, Terminvergabe usw…

Viele Grüße, Bernhard