Hallo an alle,
noch vor 2 Jahren hieß es, leasen für Privatpersonen ist total uninteressant.
Hat sich daran etwas geändert?
Meiner Freundin wurde ein Leasingangebot für ihren privat zu nutzenden PKW gemacht. Sie will unbedingt abschließen, da sie ein neues Auto bekommt und die Rate relativ günstig ist.
Das Ganze ist ein „Leasingangebot mit Kilometerabrechnung“
Fahrzeugpreis ca: 17.000 Euro
Laufzeit: 36 Monate
Gesamtfahrleistung: 60.000 km
Mehrkilometer: 6,68 cent
Minderkilometer: 2,23 cent
monatl. Leasingrate: 193,59 Euro
Was ist davon zu halten, rechnet sich das?
Ist es besser einen Ratenkauf zu machen, da wäre die monatliche Belastung allerdings ca 300 Euro und eine Restschuld von ca. 8.000 Euro übrig.
Damit wäre das leasen besser, allerdings gehört einem da ja nix am Schluss!
Für konstruktive Antworten wäre ich sehr, sehr dankbar.
Bitte keine Allgemeinplätze sondern etwas Beweiskräftiges.
Damit wäre das leasen besser, allerdings gehört einem da ja
nix am Schluss!
Nur 36 Monatsraten ? Keine Sonderzahlung ? Wenn sie Pech hat, muß sie noch für kleinere Schäden etwas zahlen. Welches Auto hat nach 3 Jahren keine Kratzer im Lack oder Flecken im Polster ? Ich würde über eine Bank finanzieren (dann kann sie vielleicht noch den Kaufpreis etwas drücken) und nicht leasen.
Das Ganze ist ein „Leasingangebot mit Kilometerabrechnung“
Fahrzeugpreis ca: 17.000 Euro
Laufzeit: 36 Monate
Gesamtfahrleistung: 60.000 km
Mehrkilometer: 6,68 cent
Minderkilometer: 2,23 cent
monatl. Leasingrate: 193,59 Euro
Klingt fast zu gut um wahr zu sein - hast Du vielleicht eine Sonderzahlung zu Vertragsbeginn vergessen?
Ansonsten müßte das Auto nach 3 Jahren und 60.000 km einen Restwert von über EUR 10.000,- haben (sonst würde die Leasing-Firma kräftig draufzahlen), das klingt bei einem Neupreis von EUR 17.000 eher unwahrscheinlich! Um was für einen Wagen handelt es sich denn?
Ist der kalkulierte Restwert angegeben?
Hi Werner,
das stimmt, der Restwert dürfte bei ca. 10.000 Euro liegen, es ist ein Opel Meriva mit diversem zusätzlichen Schnickschnack …
Abgekürzt habe ich das Ganze tatsächlich:
Kaufpreis 23.000 Euro
Anzahlung 5.000 Euro
damit Finanzierungssumme von 17.000 Euro
Allerdings ist das mit dem Restwert nur eine mündliche Aussage und nicht Bestandteil des schriftlichen Angebotes, was ich ehrlich gesagt komisch finde.
Alles was nicht schriftlich fixiert ist, ist für mich nicht existent.
Das beantwortet aber nicht meine Frage:
Ist das ein gutes Angebot, oder verdient daran nur die Opel-Bank und der Vertreter des Opel-Hauses?
Grüße hacky
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo hacky!
Habe auch ein Fahrzeug geleast (mittlerweile schon das zweite). Ebenfalls mit Kilometerabrechnung. Bei mir war es so, dass der Händler (Bekannter) halt recht viel Rabatt gegeben hat, über 15%. Beispiel 1. Fzg.:
Listenpreis ca. 24.800 Euro
Raten über die zwei Jahre ca. 220,-
Anzahlung 3000,-
Restwert lt. Kilometerabrechnung Brutto ca. 15.500 Euro. D.h., ich habe unterm Strich nicht mal die komplette Differenz von Listenpreis zu Restwert gezahlt. Und das, obwohl das Ganze ja noch haufenweise zinsen kostet.
Wenn bei Euch der Restwert tatsächlich nur 10.000 betragen sollte, dann ist es etwa so wie bei mir und denke mal durchaus ein gutes Angebot.
Auf jeden Fall steht der Restwert im Vertrag und sollte Euch schon vorher bekannt sein!!! Die Werte werden vorher nach Richtlinien festgelegt, die Fahrleistung usw. berücksichtigen (z.B. 51%, 45% usw…) Wenn mal auf diversen Herstellerseiten die Finanzierungsbeispiele nach Konfiguration eines beliebigen Fzg. ansiehst, kanns sein dass das irgendwo angegeben ist. Versuch es mal bei Opel auf der Homepage direkt.
Warum ist es für Privatpersonen nicht interessant? Ist das nur
so ein Gefühl von dir oder lässt sich das rechnerisch belegen?
Was willst Du rechnerisch belegt haben ? Mir war immer das Risiko zu groß, bei Rückgabe des Fahrzeuges Kosten für Schadensbehebung beahlen zu müssen (welches Auto ist nach drei Jahren noch wie neu?).
Außerdem: Auch beim Leasingvertrag muß der Kaufpreis finanziert werden, der Händler und das Werk schenken Dir nichts. Der Zins, den Händler bzw. Werk zahlen müssen, ist bei Finanzierung oder Leasing der gleiche, egal was der Händler Dir vorrechnet. Wenn also die Rate beim Leasing deutlich niedriger ist, als bei der Finanzierung, werden Beträge zeitlich nahc hinten verschoben. Im Extremfall wird dadurch bezahlt, dass das Fahrzeug zurückgegeben wird und der Leasingnehmer mit leeren Händen dasteht.
Wen das nicht stört, der soll leasen (mit dem Risiko der Zahlung bei Abgabe). Aber einen großen Vorteil sehe ich in dieser Konstruktion für eine Privatperson nicht.