Guten Tag,
Guten Morgen Riobs,
vielleicht kann mir mal jemand seine Meinung schreiben.
Ich möchte ein Haus kaufen und habe nun zwei Angebote
vorliegen.
Bei nur zwei Angeboten solltest Du Dir auf jeden Fall noch weitere Angebote einholen. Vergleichen kannst Du unter http://www.vergleich.de/baugeld.html , allerdings sind das meistens Anbieter bei denen Du nur mit Fax, Mail und Telefon kommunizieren kannst. Wenn Du einen Berater vor Ort haben willst, versuche es mal mit der Freien Hypo (http://www.freie-hypo.de ). Hier weiss ich allerdings nicht, ob die ein Büro in Deiner Nähe haben.
Eines ist von der LBS, die würden den gesamten Kaufpreis von
160TEUR zunächst über die Sparkasse finanzieren, mit einer
Zinsbindung von 10Jahren und danach würden 38.000EUR durch ein
Bauspardarlehen zu 2,95% abgelöst. Übrig bleiben dann immer
noch 100.000EUR die ich umschulden müsste, nach Ablauf der
Zinsbindung. Bei der Gesamtsumme würde das erstrangige
Darlehen zu
4.25% verzinst (41.000EUR) und das Nachrangdarlehen zu 5%
(119.000EUR)
Puh! Das klingt kompliziert - und was Du am Ende zahlst weißt Du nicht. Ich würde die Zinsen für den zu finanzierenden Betrag über 20 Jahre festschreiben(oder länger, aber dafür gibt es nur wenige Angebote). Dann hast Du am Ende nur noch einen kleinen Restbetrag den Du zu neuen Zinssätzen abschließen mußt. Wenn Du es Dir leisten kannst, setze eine hohe anfängliche Tilgung an, bei ca. 2,5% pro Jahr von der kreditsumme bist Du nach 20 Jahren komplett fertig mit dem Darlehen. Solltest Du noch Eigenmittel haben lohnt es sich, diese auch einzusetzen (bis auf eine Reserve).
Das zweite ist von der Volksbank und die arbeiten mit
Bausteinen. D.h. das erste Darlehen wäre 80TEUR von der VoBa
verzinst zu 4.76%, dann ein KfW-Darlehen über 35TEUR zu 4.05%
und die Vorfinanzierung einer Lebensversicherung von 38TEUR zu
ebenfalls 4.76%. Ebenfalls 10Jahre Zinsbindung und
Eigenkapital von knapp 8TEUR aus einem Bausparvertrag.
Zusätzlich würde hier nach 12 Jahren ein Bauspardarlehen über
70.000EUR eingesetzt und die Lebensversicherung ausgezahlt, so
das dieser Punkt wegfällt. Alles in allem hätten wir für knapp
120.000EUR für 2 Jahre ein Zinsrisiko.
Das klingt ja noch komplizierter und sehr provisionsorientiert(LV, Bausparer). Ich glaube der Berater muß noch ein paar Verkaufsziele dieses Jahr erreichen.
Was mache ich nun am besten? Ich habe gehört, KfW-Darlehen
hätten auch so Ihre Tücken und wären nicht unbedingt das Gelbe
vom Ei. Ich habe alles für mich ausgerechnet und hatte den
Eindruck, das beide Angebot unterm Strich auf dasselbe
hinauslaufen. Nur ist die Dame von der LBS mit der typischen
Sparkassen-Mentalität gesegnet. Dort wird man als Bittsteller
und nicht als Kunde behandelt. Wenn ich also nach Symphatie
gehen könnte, würde ich die Volksbank wählen.
Vielleicht kann jemand helfen und mir Tipps zum Kfw-Darlehen
geben? Die von der LBS halten nix davon…
Das Wohneigentumsprogramm der KfW ist von den Zinssätzen meist nicht oder nicht viel besser als normale Bankdarlehen - Deshalb lohnen sich diese oft nicht. Dies ist aber nur direkt in den Angeboten zu vergleichen. Meiner Meinung nach haben KfW-Darlehen vor allem folgende Nachteile:
- Förderzinsen gibt es nur die ersten 10 Jahre (und dann „normale“ Zinsen) Wie hoch die in 10 Jahren sein werden weiss niemand.
- Vierteljährliche Zahlungsweise: Dein Gehalt bekommst Du jeden Monat ausgezahlt, aber die KfW-Rate wird nur alle drei Monate belastet. Es gehört schon eine Menge Disziplin dazu, um den jeweiligen Betrag jeden Monat zurückzulegen.
Danke,
Bitte - ich hoffe ich konnte weiterhelfen!
christine
Gruß Schlarzi