Probearbeit - so ok?

Hallo alle miteinander,

ich hab da mal eine Frage zum Probearbeiten. Allerdings möchte ich vorab sagen dass ich keine rechtlichen Bedenken oder Fragen dazu habe, rein „menschlich“ gesehen.

Also man nehme an, eine Person bewirbt sich bei einem Kaufhaus und wird ohne Vorstellungsgespräch zur Probearbeit eingeladen. Soweit so gut.
Dann am ersten Tag wird sie/er ca 10 Min durch den 1. Stock geführt und aus der eigentlichen Abteilung in eine andere mit Inventur geschoben.
(Ohne Erklärung oder irgendein Wort, also da ist ein Praktikant, kannst besitmmt gerade gebrauchen)
Gut ich meine da ist viel zu tun usw.

Nun hat die Person nie im Verkauf gearbeitet und sich erhofft was zu lernen bzw. dass jemand sich mit einem einwenig befasst.
Aber sie/er räumt stundenlang Regale ein und keiner spricht mit ihr/ihm.

Später kommt ein Mitarbeiter zu ihr/ihm und fragt wie lange sie/er arbeitet.
Sie/Er hat dazu keine Info bekommen und sagt das auch.
Darauf hin soll sie/er 10 Stunden bleiben und die nächsten Tage auch so lange, weil es ja gerade praktisch ist wegen der Inventur.

Sie/Er weiß dann immer noch nix über den Betrieb oder was man da eigentlich in der Abteilung in der sie/er arbeiten sollte eigentlich so macht. (Sie/Er hat dann auch eine Stunde Pause dazwischen bekommen - da wo die zuständigen Leute für die Regale auch Pause hatten, weil sie/er da ja keine Anweisungen treffen konnten).

Meine Meinung dazu ist ja, dass man zumindest einwenig in die Sachen eingewiesen werden sollte, bzw. keine Probearbeit anbieten sollte wenn gerade keiner Zeit hat für einen Probearbeiter.
Wie seht ihr das denn so?

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten und fürs Lesen meiner Frage!
Lg

Hallo

Der Schilderung zufolge ist hier weder ein Praktikumverhältnis noch eine unverbindliche Probearbeit, sondern ein unbefristetes Arbeitsverhältnis anzunehmen.

Es scheint mir dem AG auch nicht darum zu gehen, dem AN etwas beizubringen oder ihn kennenzulernen.

Billige Arbeitskraft (wenn nicht sogar umsonst).

Gruß,
LeoLo

Hi,

Nun hat die Person nie im Verkauf gearbeitet und sich erhofft was zu lernen bzw. dass jemand sich mit einem einwenig befasst.
Aber sie/er räumt stundenlang Regale ein und keiner spricht mit ihr/ihm.

Das mit den Praktika ist oft ein schmaler Grat.
In der Theorie wäre es natürlich gut wenn beide Seiten sich kennenlernen.

Praktisch gesehen ist es einerseits oft so, daß Probearbeiter als billige Arbeitskräfte „missbraucht“ werden.

Es kommt darauf an ob danach tatsächlich eine Aussicht auf den Job besteht.

Die Tatsache daß Du da tagelang Regale einräumst und keinen Menschen siehst IST eine legitime Beschäftigung. Wenn Du da die Ausbildung machst wirst Du eine ganze Menge solcher Tage erleben. Kein Betrieb hat Azubis um dann die „lästigen“ Hintergrundarbeiten von teuren, erfahrenen Festangestellten machen zu lassen.

Darauf hin soll sie/er 10 Stunden bleiben und die nächsten Tage auch so lange, weil es ja gerade praktisch ist wegen der Inventur.

Ok! 10 Stunden unbezahlt buckeln würde mich auch stutzig machen.

Vielleicht will der Betrieb aber auch vor der Einstellung testen ob der Bewerber belastbar und willig ist. Gerade im Einzelhandel muss man Zeiten extremster Arbeitsbelastung abkönnen (Weihnachtsgeschäft, Inventuren, SSV, etc.)

Meine Meinung dazu ist ja, dass man zumindest einwenig in die Sachen eingewiesen werden sollte, bzw. keine Probearbeit anbieten sollte wenn gerade keiner Zeit hat für einen Probearbeiter.

Um Fachliches wirds bei einem kurzen Praktikum selten gehen. Eher darum ob man arbeiten kann, bzw. die Grundtugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Fleiß zeigt.
Ausserdem lernt man kaum bei irgendwas so viel über die Ware und die Örtlichkeiten wo was in einem Laden liegt wie bei der Inventur.

Informationen sind eine „Holschuld“! Es ist in der Ausbildung nicht mehr wie in der Schule wo einem massenhaft Information ständig wiederholt präsentiert wird. Nur wer viel fragt wird auch viele Antworten erhalten.

Wie seht ihr das denn so?

Ohne selbst dabei gewesen zu sein schwierig zu sagen.
Aber nur zur Info: Es gibt Branchen wo die begehrten Ausbildungsbetriebe ihre Azubi-Anwärter bis zu 3 Monate fast für umsonst knüppeln lassen um die potentiellen Abbrecher schon im Vorfeld auszusortieren.

Da muss jeder selbst entscheiden ob ihm die entsprechende Stelle wichtig genug ist.

Für Dich ist es doch gar nicht schlecht schon vorher zu sehen daß bei dem Laden nicht alles eitel Sonnenschein ist, oder?

Viel Glück
Gruß
Nick

Vielen Dank schon mal für die Antworten!
Allerdings habe ich wohl vergessen zu erwähnen dass es sich hier nicht um eine Ausbildungsstelle sondern um eine mögliche Festanstellung gehandelt hätte. (Also Quereinstieg)
Lg

Billige Arbeitskraft (wenn nicht sogar umsonst).

  • umsonst, ohne Vergütung

Danke für die Meinung, die teile ich auch.
Lg

Hi,

sondern um eine mögliche Festanstellung

Dann streich was ich vorher geschrieben habe! Das ist Verarschung!

Beim Probearbeiten für eine Festanstellung müssten unbedingt die fachlichen Qualitäten abgeklopft werden.
Wenn das offensichtlich nicht passiert würde ich die ihre Inventur alleine weiter machen lassen.

Gruß
Nick

Dann streich was ich vorher geschrieben habe! Das ist
Verarschung!

Beim Probearbeiten für eine Festanstellung müssten unbedingt
die fachlichen Qualitäten abgeklopft werden.
Wenn das offensichtlich nicht passiert würde ich die ihre
Inventur alleine weiter machen lassen.

Danke für die Antwort! Ich konnte mir auch nicht vorstellen dass das so ok ist!
Lg
Loga

Ich würde sagen, dass das typisch Einzelhandel ist…
Denke seine Pause sollte man gerade als Probearbeiter (man bekommt ja kein Geld) auf jeden Fall machen!

LG