Problem

Hallo zusammen,ich weis nicht ob ich hier richtig bin.
Aber meine Frage wäre: Der Klassenlehrer meiner Tochter(15)meint ,meine Tochter hätte ein sozialkommunikatives Problem.Meine Frage ist:Bitte was heisst das und was meint er damit.

vielen Dank für eure Hilfe

Gruss Immi

sozialkommunikatives Problem

Hallo, Immi,
na, da würde ich den Herrn aber schon fragen, was genau er damit meint.

Möglicherweise fällt es deiner Tochter gelegentlich schwer, Konflikte mit Worten statt mit Taten (oder Tätlichkeiten) zu lösen.

Genausogut aber könnte es sein, dass sie sehr schüchtern ist und sich nicht traut Probleme anzusprechen, die sie mit anderen hat.

Also zwei ganz gegensätzliche Möglichkeiten.

Ich würde schon darauf bestehen, dass er dies genauer darlegt und ggf. mit konkreten Beispielen belegt.

Auf jeden Fall ist wohl ein Gespräch mit dem Lehrer angesagt. Aber natürlich auch mit der Tochter - allerdings da nur auf der informativen und nichtemotionalen Schiene. Denn in diesem Alter liegen, wie Neurologen herausgefunden haben, die Nerven im Wortsinn blank. Aber Du kennst Deine Tochter sicher gut genug um zu wissen, wie man etwas sachlich mit ihr besprechen kann und ihr den Eindruck rüberbringt, dass man gern helfen möchte, wenn sie es zuläßt.

Viel Glück!
Eckard

Was hat der Lehrer den noch dazu gesagt?
Das eine Wort heißt ja nur, dass sie Probleme im sprachlichen Umgang mit anderen Menschen haben soll. Und damit kann man ja noch nichts anfangen. Ich hoffe, er hat dir nicht nur ein Fremdwort hingeknallt sondern noch mehr dazu gesagt oder einen baldigen Gesprächstermin vorgeschlagen?
Gruß!
Christian

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Hallo,

das kann heißen:

a) Sie hat ein sozialkommunikatives Problem. Dann solltest Du herausfinden, wie sich das äußert.

b) Der Lehrer ist einer von der Sorte, die bei jeder Charaktereigenschaft des Kindes, die seinen Unterricht stört, das Kind als psychisch krank erklärt (siehe auch ADS, wird in dem Zusammenhang gerne verantwortungslos „diagnostiziert“). Damit zieht er sich aus der Verantwortung und aus der Affäre und gibt den schwarzen Peter an die Eltern zurück. In dem Fall bitte ein ernstes Wort mit dem Lehrer sprechen.

Grüße
Andreas

Hallo

Ich hoffe, er hat dir nicht nur ein
Fremdwort hingeknallt sondern noch mehr dazu gesagt oder einen
baldigen Gesprächstermin vorgeschlagen?

Wenn das nicht der Fall ist, würde ich auch ein kleines bisschen eher davon ausgehen, dass der Lehrer ein Problem mit deiner Tochter hat und sich über sie ärgert, und dass sonst vielleicht alles weitgehend in Ordnung ist.

Mir hat auch mal ein Lehrer den Gedanken nahegelegt, dass mit meinem Sohn wohl was nicht in Ordnung sei, und dass er wahrscheinlich ADS habe, und ein Gespräch mit der Beratungslehrerin empfohlen. Die ist dann gar nicht von diesem Lehrer informiert worden, was denn mit meinem Sohn nicht in Ordnung sei, das Gespräch war also überflüssig.

Ich hatte zufällig einen umfangreichen Fragebogen zu Hause, den Lehrer ausfüllen sollen, wenn ein Kind auffällig ist (der würde dann an einem Psychologen weitergegeben werden, zur Diagnostik). Den hatte ich dem Lehrer zukommen lassen mit der Bitte, ihn auszufüllen. Eine Antwort darauf habe ich nie erhalten. - Das Ganze war also von dem Lehrer nur so dahingesagt worden.

Viele Grüße
Thea

Hallo Eckard,

wie üblich ein schöner Beitrag von Dir, aber hier:

Aber natürlich auch mit der Tochter - allerdings da nur auf
der informativen und nichtemotionalen Schiene.

Da meinst Du wohl „ohne zu schimpfen“.

Denn aus genau diesem Grund:

Denn in diesem
Alter liegen, wie Neurologen herausgefunden haben, die Nerven
im Wortsinn blank. Aber Du kennst Deine Tochter sicher gut
genug um zu wissen, wie man etwas sachlich mit ihr besprechen
kann und ihr den Eindruck rüberbringt, dass man gern helfen
möchte, wenn sie es zuläßt.

habe ich mich bei meiner Tochter in dem Alter immer darum bemüht, ihr bei jedem Gespräch, das als Kritik an ihr verstanden werden hätte können, gleich mit rüberzubringen, dass sie ohne Wenn und Aber mein Kind ist, und dass ich sie alleine aus dem Grund immer liebhaben werde. Und dies ist auch eine emotionale Schiene, die ich in diesem Zusammenhang für sehr wichtig halte.

Grüße, Karin

Und dies ist auch eine emotionale Schiene,
die ich in diesem Zusammenhang für sehr wichtig halte.

Hallo, Karin,
davon ging ich allerdings grundsätzlich aus, das halte ich für selbstverständilich, wenn es vielleicht auch notwendig scheint das manchmal zu dazuzusagen.
Ich meinte vor allem, das man bei diesem Gespräch auf den erhobenen Zeigefinger verzichten sollte und eher von gleich zu gleich das Problem besprechen sollte.
Gerade in diesem Alter sind die Jugendlichen eben mal ganz einfach Kinder, die „auf den Arm“ wollen und dann unvermittelt wieder junge Erwachsene, die natürlich und berechtigterweise auch als solche behandelt werden wollen. Nicht immer ganz einfach, festzustellen, wen man da gerade vor sich hat, vor allem, weil diese Zustände ja oft recht unvermittelt einander abwechseln.

Genauso wichtig ist auch das Gespräch mit dem Lehrer, der mit einer solchen Behauptung hervorgetreten ist ohne sie - wenn ich das recht verstanden habe - ausreichend und deutlich genug zu begründen und zu erklären. Die zitierte Äußerung kann zwar eine durchaus fundierte Wertung sein, aber halt auch ebenso leicht nur ein wichtigtuerisches Geschwafel.

Grüße
Eckard

Gruß
Eckard

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