Hallo,
wir haben einen 10 Tage alten Jungen,…bisher sehr liebes Kind , der gestillt wird.
Meine Frau hat nur folgendes kleines Problem…
Gibt es einen Trick, wie man verhindert, dass die Muttermilch nachts oder tagsüber durch die Kleidung „durchleckt“. Unter dem BH trägt sie eine Stilleinlage.
Ist es üblich und sinnvoll bei starkem Milchfluß auch mehrere Stilleinlagen übereinander zu „stapeln“?
ganz verhindern kann man das Durchtröpfeln nicht, das hängt auch von der Milchmenge ab, die produziert und dann auch abgerufen wird.
Nur das was der kleine Mann sich holt, wird auch nachproduziert.
Wenn es nur darum geht, die verräterischen Flecken zu verhindern, die
speziell im Sommer nicht gerade attraktiv wirken, hilft vielleicht etwas Frischhaltefolie als Zwischenlage zwischen Stillpad und BH. Mehrere dieser Einlagen gehen zwar auch, sind aber auch irgendwann in ihrer Aufnahmefähigkeit eingeschränkt.
Eine weitere Möglichkeit wäre, den Stillrhythmus dem natürlichen Verhalten der Brust anzupassen. Ich kannte es mit diesen Anzeichen eigentlich immer nur kurz vor den Mahlzeiten: Sobald das Baby wach war und nur die Futterquelle anschaute, tröpfelte es los.
Ansonsten genießt die Zeit, die Kinder werden leider viel zu schnell groß.
Ein schönes Wochenende wünscht BM
das ist ja eigentlich auch eine Phase in der die Milch auch gebraucht wird.
Wenn es wirklich zuviel ist (was ich weniger glaube), dann soll deine Frau mal eine Tasse Pfefferminztee/Tag trinken, das reduziert ein wenig den Milchfluss. Ich hatte viel zu viel Milch, mir musste man Abstilltabletten geben, damit es weniger Milch wurde.
Probiert das mit dem Tee mal aus. Ansonsten häufiger die Stilleinlage wechseln. Normalerweise pendelt sich die Menge ein. Aber das dauert halt etwas, bei 10 Tagen kann man noch nicht wirklich viel erwarten.
Öfter anlegen würde ich nicht machen, denn das regt zu noch mehr Milchproduktion an.
Mehrere Stilleinlagen stapeln würd ich auch nicht unbedingt machen, weils auch ganz schön aufträgt. Nicht nur optisch, sondern auch vom Druck auf die Brust her.
Ich selbst habe zum einen Kleidung getragen, auf der man Flecken nicht gesehen hat (war aber nicht ganz einfach, da was zu finden ), und zum anderen eben die Stilleinlagen möglichst oft gewechselt.
Wenn ihr eine Nachsorgehebamme habt (wäre auf jeden Fall sehr sehr sinnvoll), dann fragt die, wie es mit Tees und ähnlichem steht. Ist nicht für jeden geeignet, und auf eigene Faust würde ich da nichts probieren, nicht dass sonst hinterher Probleme in die andere Richtung entstehen.
DM-Markt
Hi!
Ich hatte zu Anfang der Stillzeit so tolle Einlagen aus Wolle und Seide. Bloß waren die ständig nass. Da ich mit dem Waschen nicht nachgekommen bin und zudem gelesen hatte, dass man bei ständig nasser und damit kühler Brust eine Brustentzündung bekommen könnte, hab ich mir im Laden so Einmal-Dinger gekauft. Ich hab die daheim ohne Witz kartonweise gehortet. Und nach verschiedenem Probieren hab ich mir immer die DM-Markt-Eigenmarke „Babylove“ gekauft. Die waren spitze! Kann ich empfehlen. Hab 14 Monate gestillt und bin damit super zurecht gekommen. Ab einem gewissen Baby-Alter braucht man auch nicht mehr unbedingt welche.
Also am besten laufend wechseln. Nachts geht dann auch mal was daneben, wenn man nicht aufwacht. Aber das macht ja nix…
ich kann Iris nur zustimmen. Bei starkem Milchfluss helfen die waschbaren Einlagen überhaupt nichts, da müssen die Einmal-Teile her. Unterwegs: Einlage öfter wechseln, ggf. wirklich stapeln, natürlich bringt das was.
Zuhause, wenn kein Besuch da ist: Ich habe wirklich manchmal Waschlappen in den BH gestopft. Nachts, ohne Witz, auch mit BH geschlafen und zeitweise sogar ein ganzes Handtuch mit rein. Ist nicht gerade bequem, aber bevor frau immer völlig durchnässt aufwacht, kann es das kleinere Übel sein.
Aber vielleicht ist es ja bei euch nicht ganz so viel wie es bei mir damals war. Beim zweiten Kind hab ich dann kontrolliert Salbeitee getrunken, um den Milchfluss zu reduzieren. (Aber aufpassen, dass man nicht zu stark reduziert).
Ach ja: Am meisten Milch fließt aus der zweiten Brust, während das Kind an der ersten anliegt. Wenn es die Situation erlaubt, dann während dem Stillen die andere Brust in ein Handtuch packen. Bzw. kann frau allen Ernstes ein Glas drunter halten/stellen. Auf diese Weise ersparte ich mir das Abpumpen, denn die ausgelaufene Milch wurde aufgefangen und eingefroren. Allerdings war der Milchfluss bei mir so heftig, dass ich das Glas gerade am Anfang ca. einen halben Meter WEG halten konnte, um die Milch aufzufangen.
Wenn also beim Stillen oder bei plötzlichem Einschießen der Milch (frau spürt das, es kribbelt so angenehm ) die auslaufende Milch aufgefangen wird, dürfte alles weitere sich - tagsüber - im Tropfenbereich bewegen, wo die normalen Einmaleinlagen ausreichen.