Problem / Depression?

Hallo zusammen,

Ich sitze hier, sollte eigentlich Arbeiten und weiß gar nicht so recht was los ist. Die gesamte Geschichte zu erzählen dauert ein wenig, dieser Beitrag ist wohl eher als Hilfegesuch zu sehen, da ich momentan nicht so recht weiß wie ich mich verhalten soll.
Um dafür hilfreiche Ratschläge bekommen zu können, werde ich euch wohl über die gesamte Geschichte informieren müssen.
Im Herbst 2002 stellte ich eine permanente Niedergeschlagenheit bei mir fest, welche auch von suizidalen Gedanken begleitet wurde. Da mir die Situation zu bedrohlich zu werden schien und ich damals Verantwortung meiner Familie gegenüber trug, entschloss ich mich an einen Arzt zu wenden und kam in die Hände einer wirklich sehr kompetenten Psychiaterin. Aufgrund der negativen Entwicklungstendenz meines Privatlebens (Verlust des Kindes, Trennung von der Ehefrau), entschloss ich mich dann im April 2003 auf dringendes Anraten meiner Ärztin hin, mich in eine 12-wöchige, stationäre Behandlung in einer Fachklinik für Psychotherapie zu begeben.
Im Rahmen dieses Aufenthaltes wurde eine schwere depressive Episode, eine schizoide Persönlichkeitsstörung sowie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung festgestellt. Als mein ehemaliger Arbeitgeber erfuhr, dass ich psychische Probleme hatte, durch die Krankmeldung und den Arztstempel, bekam ich die betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen. Im Januar 2004 schaltete sich dann die BfA ein und empfahl mir den Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik für 6 Wochen. Ergebnis diesen Aufenthalts war die Antragsstellung auf eine Umschulung zum IT-Kaufmann, welche Anfang 2005, also diesen Jahres, auch bewilligt wurde. Seit Februar befinde ich mich in einem Berufsförderungswerk und schule zum IT-Kaufmann um.
Nun stellen sich hier jedoch wieder Probleme, meine Depressivität prägt sich wieder weiter aus, die Schlafstörungen nehmen wieder zu und die absolute Antriebslosigkeit macht sich wieder breit. Momentan weiß ich einfach nicht wie ich mich verhalten soll, da ich mich nicht an die internen Stellen des Hauses mit der Problematik wenden möchte und mir der Antrieb fehlt eine externe Stelle aufzusuchen.
Ich habe einfach das Gefühl, dass mir die notwendige Zeit fehlt die ich für mich brauche um mich stabil halten zu können.

Ich habe für Lösungsvorschläge offene Augen.
Dankender Gruß
Thorsten

Hallo Thorsten

Aufgrund diverser Erfahrungen bin ich der Meinung, dass Depressionen immer auch eine organische Komponetne haben, oder anderes gesagt, dass auch organische üprobleme mithelfen, depressionen auszulösen.
Wenn man diese Probleme herausfindet, dann kann man diese gut behandlen und die depressionen nehmen dann auch meist sehr ab.

Wenn Du möchtest, kann ich dir einen fragebogen zusenden, aufgrund dessen, ich vermutungen äussern kann, was es sein könnte, bzw was Du medizinisch unterscuchen lassen soplltest

Gruss
beat

Hallo…

Ich hätte Interesse an dem Fragebogen - warum nicht?
Meine Mailadresse: [email protected]

Gruß
Thorsten

Hallo, Ihr beiden,

in der Tat: „Fragebogen, warum nicht!“ Warum nicht? Weil er nicht schadet. Daß er etwas nützt, ist hier freilich denkbar unwahrscheinlich.

Auffällig in Ihrem Bericht, Thorsten, von Ihrer Odyssee ist das Fehlen von Angaben über die derzeitige Medikation. Haben Sie 'was verschrieben bekommen, wenn ja, was, und v.a. nehmen Sie’s auch brav ein?

Ihr Bericht sieht leider verteufelt „nach 'was Endogenem aus“ (familiäre Belastung?). Dagegen ist m.W. bis jetzt noch kein Kraut gewachsen, um es ganz ungeschminkt zu sagen. Mit Medikamenten kann man die Beschwerden dämpfen und hat sie vielleicht sogar zeitweise im Griff, im Grunde aber bleibt für den Patienten und den Arzt nicht viel anderes, als sich ins Schicksal zu ergeben. Psychotherapie bringt, so denn meine Ferndiagnose = Verdachtsdiagnose stimmt, gar nichts außer Beistand bei der Bewältigung peripherer Probleme.

Noch ist nicht alles machbar.

mfg
Klaus

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Hallo Klaus

in der Tat: „Fragebogen, warum nicht!“ Warum nicht? Weil er
nicht schadet. Daß er etwas nützt, ist hier freilich denkbar
unwahrscheinlich.

Wie kannst du so was wissen? Kennst du den Fragebogen?

Gruss
Beat

Ihr Bericht sieht leider verteufelt „nach 'was Endogenem aus“

Hallo Klaus,

endogen?? Thorsten hat nicht nur sein Kind verloren, sondern sich auch von seiner Partnerin getrennt. Anschließend ist er gekündigt worden, hat dann seinen Beruf aufgegeben und schult derzeit um. Ich finde es eigentlich normal, wenn jemand unter solch belastenden Lebensumständen depressiv wird. Vor allem wenn die Kündigung während bzw. auf Grund der Psychotherapie erfolgt ist.

Beste Grüße
Anna

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Hallo Thorsten,

Du hast ja eine Menge mitgemacht in den letzten Jahren. Viele Menschen wären schon bei einem einzigen dieser Dinge - Kündigung, Trennung, Umschulung - in eine Krise geraten. Wenn sich solche Dinge häufen, ist doch klar, dass Du deprimiert bist, vielleicht an Dir zweifelst und keinen Antrieb mehr hast, etwas zu unternehmen. Wie sieht denn Dein Umfeld aus? Hast Du nette Kollegen, einen Freundeskreis oder eine Familie, die Dir Halt bietet? Hast Du Spass an Hobbies und was machst Du in Deiner Freizeit? Macht Dir die Umschulung Freude? Ich weiß nicht, ob Medikamente das Ideale sind. Klar, Depressionen können auch durch Stoffwechseldefekte verursacht sein. Aber in Deinem Fall sind es ganz klar die Lebensumstände, die Dir zusetzen. Es gibt ja quasi keinen Bereich in Deinem Leben, der stabil ist. Deshalb auch meine Frage nach Freunden und Familie. Wenn Du hier ansetzen könntest, wäre das schon mal ein ganz ganz dicker Pluspunkt. Freunde, die Dir zuhören und eine Familie, die für Dich da ist.

Mein Rat wäre, zunächst mal Deine jetzige Gemütsverfassung als etwas Normales anzusehen. Jeder, wirklich jeder, hätte unter diesen Umständen so wie Du reagiert. So - und nun kann es nur wieder aufwärts gehen. Vielleicht sind es die kleinen Dinge, die Dir Freude verschaffen können und Halt bieten im Alltag. Ein Kollege, der Dich immer nett grüsst oder ein Arzt, der zuhört … machst Du eigentlich Sport? Das wäre bestimmt was für Dich, um aus der Antriebslosigkeit herauszukommen. Schwimmen oder Walking. Oder Wandern. Was ich auch ganz super finde, ist der Umgang mit Tieren. Vielleicht lachst Du jetzt, aber es ist so: Probier es mal aus! Bestimmt gibt es in der Nähe irgendwo ein Tierheim. Die haben immer diese „Gassi-Geher“. Du meldest Dich an, bekommst einen Hund und gehst mit dem Gassi. Die Hunde freut es, und Dich freut es bestimmt auch. Vielleicht kannst Du ja auch mal eine Hund von Freunden ausleihen.

Ich hoffe, Dir ein wenig geholfen zu haben. Finde ich übrigens toll, dass Du ins Forum geschrieben hast.

Liebe Grüße
Anna

Depression: endogen/psychogen
Hallo Klaus!

Ihr Bericht sieht leider verteufelt „nach 'was Endogenem aus“
(familiäre Belastung?).

Ich dachte, die Unterteilung endogen/psychogen hätte man weitestgehend aufgegeben, da die Abgrenzung schwierig ist und sich herausgestellt hat, dass auch bei psychogenen Depressionen die Stoffwechselvorgänge im Gehirn beeinflusst sind.
Ist dem, außerhalb der ICD-Kategorisierung, nicht so?

Grüße
Christiane

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Hallo Beat,

ich weiß nicht, ob ich ihn kenne, da Sie ihn nicht bezeichnen. Ich kenne aber genügend viele Fragebogen, um mir ein Urteil bilden zu können, was von davon zu erwarten ist.

Gruß Klaus.

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Hallo Klaus

Du wirst ihn sicher nicht kennen. Und da er ganz anderes ist, kannst du Dir auch kein urteil bilden. Schliesslich ist die Grundlage des Fragebogens ganz eine Andere (organisch).
Sogar wenn Du aus dem Wissensbereich des Ansatzes kommen würdest, was ich doch mehr als nur bezweifle, wäre es immer noch mehr als komisch, über etwas zu urteilen das man nicht kennt

Gruss
beat

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Hallo Beat,

ich bin ganz neugierig geworden. Würdest Du mir den Fragebogen auch einmal zusenden?

Viele Grüße,
Sam

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Hallo Beat,

streite mich nicht mit Ihnen herum. Habe meine Meinung gesagt und begründet. Ich verlange nicht, sich ihr anzuschließen.

Ihre Rüge zur Kenntnis genommen. Bewirkte keine Meinungsänderung.

Überlasse Ihnen das letzte Wort in dieser Angelegenheit, werde also zu einer neuerlichen Replik keine Stellung nehmen.

Gruß
Klaus

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Verstehe

Über etwas urteilen das man nicht kennt und auf dieses Urteil trotzdem beharren.

Finds gelinde gesagt komisch, aber muss es akzeptieren. Zum Glück bilden sich gerichte nicht so eine meinung.

Gruss
beat