Hallo Ivo oder Raimund,
habe zur Zeit ein Problem im XETRA-Handel, genauer gesagt bei SYSKOPLAN
Zum ersten Mal wurde ich mit erdrutschartigen Kursverlusten konfrontiert (jeden Tag so 5-8%). In den ersten 2 Tagen wollte ich noch aussteigen.
Also z.b. der ASK-Kurs im XETRA lag bei 21.78 mit 1200 Aktien. Diesen unterbot ich mit 21.77 und tagesgültigem Limit. Nur wenige Minuten später kam irgendein Idiot und unterbot diesen wieder mit 21.50. Ich saß natürlich mit meinem TAGESGÜLTIGEM Limit festgenagelt, obwohl ich gern wieder unterboten hätte. So konnte ich den ganzen Tag zwangsweise NICHT verkaufen wegen der Tagesgültigkeit des Limits.
Dem nächsten Tag dasselbe Problem > wieder unterboten und wieder erholte sich der Kurs nicht mehr.
Ich war bei 23.51 eingestiegen und jetzt ist der ASK Kurs bei 20.03 **SCHLUCK**…!
Außerdem ist mir folgendes aufgefallen.
Im XETRA kann ich mit meinem Online-Formular nur mit Limit, Ultimo oder GTC verkaufen, in Frankfurt an der Parkett-Börse per Limit, Stop-Loss oder Bestens.
Frankfurt nützt mir aber nicht so viel da das Volumen dort zu wenig ist, da ich immer große Mengen kaufe/verkaufe.
Der Ausweg dürfte eine GTC Order sein. Aber wie cancele ich mein Limit? Ich hab da im Odermanager eine Option gesehen aber wenn ich bei einer normalen Limitverkauf drauf klicke erscheint „Streichungszeit überschritten“. Naja ich probier das mal aus!
Außerdem ist mir unklar wieso SYSKOPLAN so gefallen ist nach dieser Ad-Hoc:
Der Gütersloher Softwareanbieter Syskoplan schließt ein Übertreffen seiner Prognosen im Geschäftsjahr 2002 nicht aus. „Wenn sich die wirtschaftliche Situation stabilisiert, ist es möglich, dass wir 2002 unsere Planzahlen übertreffen werden“, sagte Syskoplan-Finanzvorstand Jochen Meier der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Im kommenden Frühjahr wolle Syskoplan seine Ziele überarbeiten. Bislang erwartet die Gesellschaft für 2002 einen Umsatz von 73,8 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 10,8 Millionen Euro. In diesen Planzahlen sei allerdings noch nicht der Betrag des Joint Ventures mit der Melitta-Gruppe enthalten, den Meier mit rund sieben Millionen Euro bezifferte. Das Joint Venture solle am 1. Januar starten, sagte Meier.
An den Planungen für 2001, die einen Umsatz von 56,3 Millionen Euro und ein Ebit von 8,15 Millionen Euro vorsehen, hält Syskoplan Meier zufolge fest. „Vorbehaltlich extremer Ereignisse gehen wir davon aus, dass wir unsere Planzahlen erreichen werden“, sagte Meier. Trotz der Belastungen nach den Anschlägen in den USA, die auch die amerikanischen Aktivitäten von Syskoplan getroffen hätten, seien die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres nach Plan gelaufen. Syskoplan habe in diesem Zeitraum einen Umsatz von 41,227 (Vorjahr: 27,749) Millionen Euro und ein Ebit von 5,899 (4,869) Millionen Euro erzielt.
Meier sagte, in den USA sei es nach den Anschlägen am 11. September zu Verschiebungen und Verzögerungen von Projekten gekommen. „Es herrscht eine hohe Verunsicherung am Markt. Wir spüren das zur Zeit zu einem gewissen Teil, aber nicht mit brachialer Gewalt“. Meier sagte, Syskoplan könne dies jedoch durch das Geschäft in Europa und Deutschland auffangen, so dass das Unternehmen insgesamt in der Gruppe in Plan liege. Ohne die Ereignisse vom September hätte Syskoplan 2001 sogar die Planungen übertroffen, sagte Meier.
Meier sagte, die Bereiche, in denen Syskoplan positioniert sei, Customer Relationship Management (Kundenbeziehungsmanagement), Business Intelligence und Supply Chain Management hätten bei den Kunden nach wie vor eine hohe Priorität. Zudem verfüge die Gesellschaft über entsprechende Referenzprojekte bei VW, SAP oder Audi, so dass Syskoplan von der allgemeinen Zurückhaltung der Kunden bei Softwareinvestitionen nicht so stark betroffen sei.
In Europa und Deutschland wolle sich Syskoplan weiter auf seine Märkte fokussieren und sich im ersten Halbjahr 2002 in den USA nach Akquisitionen umschauen. Der Anteil des Auslandsumsatzes solle bis 2004 auf 40 Prozent von 29 Prozent im Jahr 2002 ansteigen, kündigte Meier an.
Syskoplan hatte im Frühjahr seine Planzahlen für 2001 auf einen Umsatz von 56,3 Millionen Euro und ein Ebit von 8,15 Millionen Euro angehoben. Zuvor war das Unternehmen von einem Umsatz von 50,9 Millionen Euro und einem Ebit von 6,81 Millionen Euro ausgegangen. Das Unternehmen ist seit dem 2. November am Neuen Markt notiert und war mit einem Ausgabepreis von 24 Euro an die Börse gekommen. „Die Entscheidung, an den Neuen Markt zu gehen, war richtig und Syskoplan viel gebracht“, sagte Meier mit Blick auf den Einbruch des Segmentes in den vergangenen zehn Monaten.