Problem mit Bauer

Guten morgen,
Hoffe ich halte mich an die Vorgaben des Boardes hier…

mich plagt seit einiger Zeit ein Bauer in der Gegend.
Ich bin freier Hundetrainer und da Grundstücke zum drauf schaffen im
Raum Stgt nicht zu bekommen sind, fragte ich bei der Stadtverwaltung
was ich machen könne. Dort wurde mir gesagt daß in der Zeit von Sept.
-März ich mich frei auf den Feldern bewegen dürfe.
Nun kam es daß ich mich regelmäßig mit einigen Freunden zum
Hundetreffen (privat)verabredete. Dafür gingen wir auf eine in der
Nähe liegende Wiese.
Im April kam dann der Bauer und meinte ich solle ihm Schadensersatz
für die angeblichen Verluste die durch das Betreten einer Futterwiese
im Winter entstanden sind bezahlen.
Über den Sommer hinweg beobachtete ich daß die Wiese gut um Saft
stand und er 4 Grasernten einfahren konnte.

Auf der Wiese toben ganzjährig bis zu 60 Hunde täglich rum. Wir waren
innerhalb der Vegetationsphase, also ab 1.März, genau 3x drauf a 1
Stunde.

Kann er mich jetzt wirklich für alles beschuldigen und von mir
Schadensersatz verlangen?

Muss er den Schaden nicht amtlich nachweisen lassen?

Vielen Dank für die Hilfe schon jetzt

Hallo.

Als rechtlicher Laie würde ich sagen, dass die Stadt eine andere Vorstellung von einer Futterwiese hat als der Bauer. Letzterer weiss nämlich, dass man durch seine „Fußdapscher“ Pflanzen zerstören kann, was auch eine geringere Ernte und damit geringere Einnahmen zur Folge hat. Gehört dem Bauern die Wiese überhaupt oder ist diese nur gemietet ?
ABER: der Bauer muss den Schaden amtlich bestätigen lassen und auch beweisen können, wer die Schuldigen waren. Ganz ungeschoren wirst Du wohl nicht davonkommen, im Minimum kann das Betreten der Wiese zu bestimmten Zeiten untersagt werden. Und was die Ersatzzahlungen angeht: erst beweisen, dann zahlen. Vielleicht nicht alles, aber einen Teil davon.

HTH
mfg M.L.

Hi,

Einerseits: erst mal müsste er einen Schaden nachweisen (z.B. geminderte Erntemenge.

Andererseits: Du hast der Gemeinde eine falsche Frage gestellt. Das was Du auf der Wiese treibst, geht über „Betreten“ weit hinaus. Es ist ja letztlich eine regelmäßige Nutzung des fremden Eigentums zu Deinen wirtschaftlichen Zwecken.

Wäre ich der Bauer, würde ich mit Dir zumindest auch mal Klartext reden, das Nutzen meines Eigentums verbieten, und wenn Du es trotzdem nicht unterlassen würdest, ggf. auf Unterlassung klagen.

Problem wäre für mich, dass die Hunde nicht nur rumlaufen, sondern auch ihren Kot in größeren Mengen hinterlassen. Damit besteht letztlich auch die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern auf die gefütterten Tiere.

Was würdest Du z.B. sagen, wenn Du eine Wiese hast, und der örtliche Modellflugverein veranstaltet auf dieser Wiese gegen Deinen Willen regelmäßig Modellflugwettbewerbe?

GGf. solltest du mal mit diesem oder anderen Bauern reden, die ggf. stillgelegte Flächen haben, und sie gegen eine Gebühr nutzen lassen. Das wäre sicher eine bessere Lösung.

A.

was ich machen könne. Dort wurde mir gesagt daß in der Zeit
von Sept.
-März ich mich frei auf den Feldern bewegen dürfe.

Hallo !

Wie kann die Stadt über fremde Grundstücke verfügen??!!

Nähe liegende Wiese.
Im April kam dann der Bauer und meinte ich solle ihm
Schadensersatz
für die angeblichen Verluste die durch das Betreten einer
Futterwiese
im Winter entstanden sind bezahlen.

Mit Recht! Ihr hättet zmindest den Bauern vorher fragen können.

Über den Sommer hinweg beobachtete ich daß die Wiese gut um
Saft
stand und er 4 Grasernten einfahren konnte.

Vier Grasernten?? Das glaubst Du doch nicht selbst!

Kann er mich jetzt wirklich für alles beschuldigen und von mir
Schadensersatz verlangen?

Das kann er, weil er der Eigentümer ist!

mfgConrad