Problem mit dem Vater meines Kindes (sehr lang)

Zum Namen

Es gibt da auch ganz nette Kompromisse, z.B. „Adam“

Das sehe ich auch so.

Diese Namensgeschichte ist doch ein reiner Machtkampf zwischen den Eltern und für das Kind völlig kontraproduktiv. Im Interesse des Kindes (!) sollte man einen Namen wählen, der in beiden Kulturkreisen akzeptiert ist und weder hochgezogene Augenbrauen noch ein „häää buchstabieren Sie das mal“ provoziert. Alles andere halte ich für unnötige Quälerei für das Kind - und zwar völlig unabhängig davon, welche Beziehung die Eltern jetzt haben oder nicht.

Gruß
dataf0x

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Hallo Data

Alles andere halte ich für unnötige Quälerei für
das Kind - und zwar völlig unabhängig davon, welche Beziehung
die Eltern jetzt haben oder nicht.

Finde ich ebenfalls! Gute Idee mit dem kulturell übergreifenden Namen!
Da gibts ja viele. Die rein türkischen hingegen finde ich weniger schön. Die vielen „ü“ und so… :wink:
Gruß,
Branden

Hallo

Die rein türkischen hingegen finde ich
weniger schön. Die vielen „ü“ und so… :wink:

„Schön“ bzw. eher „apart“ sollte nicht das Kriterium sein (ich finde türkische Namen schön), sondern Nützlichkeit. Eltern, die ihren Kindern exotische Namen geben, sind meisten Egoisten. Wenn nationale Identitäten weitergegeben werden sollen, dann gibt es trotzdem gute Kompromisse.

Auf die Dauer nutzt ein schöner Name wenig, wenn man ihn ständig buchstabieren muß, die Aussprache korrigieren muß oder die Leute nichtmal wissen, welches Geschlecht das jetzt sein soll. Ideal ist heutzutage ein Vorname, der weltweit bzw. in vielen Sprachen bekannt ist. Ich bin jedenfalls ewig dankbar, daß ich so einen Namen (zufällig) bekommen habe. Würde für mein Kind ebenfalls nach diesen Kriterien aussuchen.

Gruß
dataf0x

´:Aber dass er sich weigert,

den deutschen Namen zu nennen - nun, das ist für mich ein
Problem. Ich habe kein Problem mit dem türkischen Namen,
deshalb wird er auch einen bekommen. Aber der Rufname ist
nunmal der Rufname. Und der muß auch vom Vater in den Mund
genommen werden, punkt.

Irgendwie habe ich den Eindruck, Dir ist noch gar nicht klar, welche Probleme künftig auf Dich zukommen werden, dass Du Deine Zeit damit verschwenden kannst, Dir um solchen Pipifax Gedanken zu machen und einen Konflikt zu zelebrieren der irgendwo auf Rang 468 rangieren sollte.

Ich finde den Wunsch nach einem Namen, der dem türkischen Kulturkreis entspringt grundsätzlich legitim. Nun möchtest Du einen deutschen…gut, ist auch legitim. Der Vorschlag mit den zwei Namen ist auch noch nachvollziehbar…und den Rest bringt die Zeit…da läuft nämlich noch viel Wasser den Berg runter, bis Dein Problem wirklich relevant wird. Meine Großeltern haben mich übrigens (ich oute mich da mal…*gg*) die ersten Lebensjahre nur Spatz genannt…das hat mir auch nicht geschadet. Euer Sohn wird schon wissen, wer er ist, egal wie er von Euch angeredet wird.

Ja, und? Ganz ehrlich, wenn ich in Spanien geboren worden
wäre, spanische Staatsbürgerin wäre und dort mit einem Mann
ein Kind hätte, dass ER aufzieht würde ich nicht und niemals
auf einem deutschen Erstnamen bestehen.

Mal davon abgesehen, dass es leicht ist,etwas nicht zu würden, was einem so nie passieren kann…es ist egal, wie DU das machen würdest…es ist nämlich nicht nicht schlimm, da anders drüber zu denken.

Habe ich mich auch nie gegen gewehrt. Der darf zu seinen
Großeltern in die Türkei, der kann ihm türkisch beibringen,
der kann ihm seine Kultur nahebringen, der kann alles machen.

So wie Du schon um den Namen kämpfst befürchte ich ehrlich, dass Du da noch gewaltige Probleme haben wirst Deine vermeintliche Toleranz auch umzusetzen. Und ich weiß, wie schwer es schon mit einem getrennten Vater ist, der nur eine andere Auffassung darüber hat, wen Kinder alles grüßen müssen…:wink:

Ja, sorry. Aber ich hab alle Probleme deswegen gehabt, ich hab
gelitten, hatte keine Krankenversicherung, kein Geld und
alles.

Das Du keine Krankenversicherung hast ist doch aber nun wirklich nicht sein Verschulden…

Das ging ihm auf gut deutsch am Arsch vorbei. Und
sobald es um IHN geht (wohlgemerkt um IHN, nicht um das Kind),
soll ich einverstanden sein und einfach nicken? Nö…

Wo geht es um ihn? Findest Du es nicht doch etwas albern, dass er den Namen des Kindes für weniger wichtig halten soll, als Du es offenbar selbst tust???

Ich glaube Du projezierst im Moment alle Ängste und Frustrationen die Du verständlicherweise hast, auf diesen blöden Namen und darüber auf den ‚Verursacher‘ Deiner Probleme. Ich würde da etwas nachsichtiger sein mit dem werdenden Papa…der sich doch auch erst mal auf die Situation einstellen muss…Männer - auch deutsche - können das bekanntlich besser, wenn das Kind erst mal da ist und sie was greifbares haben.

Und wie heißt es so schön…Warum Türen zuschlagen, die man auch angelehnt lassen kann.

Alles Gute für Mutter, Kind und auch den Vater. :wink:

Gruß Maid

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Hallo!

Irgendwie habe ich den Eindruck, Dir ist noch gar nicht klar,
welche Probleme künftig auf Dich zukommen werden, dass Du
Deine Zeit damit verschwenden kannst, Dir um solchen Pipifax
Gedanken zu machen und einen Konflikt zu zelebrieren der
irgendwo auf Rang 468 rangieren sollte.

Ich habe ja auch wichtigere Probleme eigentlich. Aber wenn er davon abhängig macht, ob er sich um das Kind kümmert… Inzwischen hat er mir mitgeteilt, dass er mit dem Kind nichts zu tun haben will, wenn ich mich wegen des Namens nicht nach ihm richte.

Ich finde den Wunsch nach einem Namen, der dem türkischen
Kulturkreis entspringt grundsätzlich legitim.

Ich ja auch.

Nun möchtest Du

einen deutschen…gut, ist auch legitim.

Ich finde, auch ein bißchen legitimer. Da wir erstens hier wohnen und zweitens ich das Kind großziehe und er noch gar nicht gesagt hatte, ob er sich überhaupt jemals kümmern wird.

Der Vorschlag mit den

zwei Namen ist auch noch nachvollziehbar…und den Rest bringt
die Zeit…da läuft nämlich noch viel Wasser den Berg runter,
bis Dein Problem wirklich relevant wird. Meine Großeltern
haben mich übrigens (ich oute mich da mal…*gg*) die ersten
Lebensjahre nur Spatz genannt…das hat mir auch nicht
geschadet. Euer Sohn wird schon wissen, wer er ist, egal wie
er von Euch angeredet wird.

Deine Großeltern haben sich aber nicht ihr Leben lang geweigert, dich mit Deinem richtigen Namen anzusprechen, oder? Ich finde, da gibt es einen Unterschied. Nachher weigert er sich irgendwann, mit ihm deutsch zu sprechen?

Mal davon abgesehen, dass es leicht ist,etwas nicht zu würden,
was einem so nie passieren kann…es ist egal, wie DU das
machen würdest…es ist nämlich nicht nicht schlimm, da anders
drüber zu denken.

Ist es auch nicht. Aber er kann halt nicht erwarten, dass ich dazu dann einfach ja und amen sage.

So wie Du schon um den Namen kämpfst befürchte ich ehrlich,
dass Du da noch gewaltige Probleme haben wirst Deine
vermeintliche Toleranz auch umzusetzen. Und ich weiß, wie
schwer es schon mit einem getrennten Vater ist, der nur eine
andere Auffassung darüber hat, wen Kinder alles grüßen
müssen…:wink:

Ich muß nicht um den Namen kämpfen. Das tut er. Und zwar so, dass er mir jetzt mitgeteilt hat, dass er keinen Kontakt zu seinem Sohn wünscht, wenn er ihn mit einem deutschen Namen ansprechen soll, denn das käme für ihn nicht in Frage. Wenn Ihr das immer noch verteidigt - bitte. Ich würde soweit im Leben nicht gehen und ich habe auch kein Problem, dass er ein halber Türke ist. Für seinen Vater scheint es aber inakzeptabel zu sein, dass er ein halber Deutscher ist.

Das Du keine Krankenversicherung hast ist doch aber nun
wirklich nicht sein Verschulden…

Darum geht es doch gar nicht. Entweder man unterstützt und hilft mit, etwaige Probleme aus der Welt zu schaffen, wenn ein Kind kommt oder nicht! Da geht es doch nicht um Schuld! Außerdem war es leider auch nicht meine, sondern die meines Arbeitgebers, der mich abgemeldet hatte. Das nur nebenbei. Wenn das Kind dann krank ist, ist es auch nciht seine Schuld. Das heißt, dann muß er nciht helfen, oder wie? Super Einstellung!

Wo geht es um ihn? Findest Du es nicht doch etwas albern, dass
er den Namen des Kindes für weniger wichtig halten soll, als
Du es offenbar selbst tust???

Für so wichtig halte ich den Namen nicht. Ich lasse mir aber keinen bestimmten Namen aufzwingen von jemandem, der mir mehr oder weniger gezeigt hat, dass ihm die WIRKLICH wichtigen Dinge am Arsch vorbeigehen und nicht interessieren. Ich habe mich um den Rest schon gekümmert - und zwar um ALLES - ganz alleine, ohne irgendeine Hilfe. Und ohne einen Pfennig Geld.

Ich glaube Du projezierst im Moment alle Ängste und
Frustrationen die Du verständlicherweise hast, auf diesen
blöden Namen und darüber auf den ‚Verursacher‘ Deiner
Probleme. Ich würde da etwas nachsichtiger sein mit dem
werdenden Papa…der sich doch auch erst mal auf die Situation
einstellen muss…Männer - auch deutsche - können das
bekanntlich besser, wenn das Kind erst mal da ist und sie was
greifbares haben.

Tut mir leid. Aber er hatte jetzt lange Zeit, sich darauf einzustellen. Ich kann mir auch nicht erlauben, einfach zu sagen „oooch, ich brauch noch ein bißchen“ und in der Zeit mich nicht um das Kind zu scheren. Ich finde es echt krass, wie Ihr von der Mutter alles erwartet. Für den Vater soll die ganze Zeit Verständnis aufgebracht werden und dann kann der sich am besten noch den Namen aussuchen. Nee, klar… Nicht mit mir :wink:

Und wie heißt es so schön…Warum Türen zuschlagen, die man
auch angelehnt lassen kann.

Ich habe ihn entscheiden lassen. Er hat mir jetzt ganz offiziell eine e-mail geschrieben, dass für ihn ein Kontakt nur unter seinen Voraussetzungen in Frage kommt. Und das heißt außerdem, dass er alles fifty-fifty mitentscheiden will. Aus Frankfurt. Und das geht nun mal nicht, da wird mir wohl jeder zustimmen.

Alles Gute für Mutter, Kind und auch den Vater. :wink:

Naja, dann danke erstmal. Aber ganz ehrlich - der Vater scheint ja wohl auf alle Fälle vorzugehen…

Gruß Maid

Gruß,

M.

Ich habe ja auch wichtigere Probleme eigentlich. Aber wenn er
davon abhängig macht, ob er sich um das Kind kümmert…

Irgendwo hatte ich gelesen, dass Du diejenige warst, die zuerst damit gedroht hat, den Vater des Kindes gar nicht erst anzugeben…

Inzwischen hat er mir mitgeteilt, dass er mit dem Kind nichts
zu tun haben will, wenn ich mich wegen des Namens nicht nach
ihm richte.

Das wundert mich nicht…ich finde das zwar ebenso kindisch wie Deine Haltung, aber sowas kommt eben bei raus, wenn man glaubt man sei immer ein wenig mehr im Recht als der andere, dem man angeblich so furchtbar tolerant gegenüber steht. Aber Du bist nicht tolerant, Du willst Dir hier nur Streicheleinheiten für den eigenen Dickkopf holen. :wink: Verstehe mich nicht falsch, ich verurteile das nicht, ich finde das sehr sehr menschlich, es hilft nur leider nicht Konflikte zu entschärfen.

Ich finde, auch ein bißchen legitimer.

Das ist wie tot oder schwanger…mehr oder weniger geht nicht.

Deine Großeltern haben sich aber nicht ihr Leben lang
geweigert, dich mit Deinem richtigen Namen anzusprechen, oder?

Nein, meine Großeltern haben zugesehen, wie meine Mutter auch noch den Familiennamen meines (verstorbenen) Vaters von der Geburtsurkunde hat streichen lassen, Namensänderung nannte man das. Sie haben um meinetwillen alles getan, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Ich sehe das Ganze also auch ein wenig aus der Sicht eines von schweren Familienkonflikten betroffenen Kindes. Glaube mir, das Kind wird es Dir nicht danken, wenn Du hart bleibst. Und das ist diese blöde Name eigentlich nicht wert.

Dein Kind ist aber noch gar nicht auf der Welt und das Leben seines Vaters vermutlich noch lang nicht zu Ende…er spinnt, zugegeben, aber das heißt ja nicht, dass er das auch wirklich durchzieht. Du hast die Situation so verfahren wie jetzt ist, mit Deiner Haltung selbst herbeigeführt, es ist an Dir, sie auch wieder zu entschärfen.

Ich finde, da gibt es einen Unterschied. Nachher weigert er
sich irgendwann, mit ihm deutsch zu sprechen?

Ja klar…immer mit dem Schlimmsten rechnen und darauf schon vorsorglich reagieren…aber wir haben ja überhaupt keine Vorurteile.

Ist es auch nicht. Aber er kann halt nicht erwarten, dass ich
dazu dann einfach ja und amen sage.

Und umgekehrt…Du musst natürlich nicht drauf eingehen, aber dann beschwer Dich nicht.

Ich muß nicht um den Namen kämpfen. Das tut er. Und zwar so,
dass er mir jetzt mitgeteilt hat, dass er keinen Kontakt zu
seinem Sohn wünscht, wenn er ihn mit einem deutschen Namen
ansprechen soll, denn das käme für ihn nicht in Frage. Wenn
Ihr das immer noch verteidigt - bitte. Ich würde soweit im
Leben nicht gehen und ich habe auch kein Problem, dass er ein
halber Türke ist. Für seinen Vater scheint es aber
inakzeptabel zu sein, dass er ein halber Deutscher ist.

Der Vater kämpft grade nicht gegen den Sohn sondern gegen Dich. Weißt Du, wenn er so schlecht wäre, wie Du ihn hier darstellst, hätte er sich gleich gar nicht mehr bei Dir gemeldet…wenn er sowieso kein Geld hat, dann kann ihm das nämlich alles scheißegal sein, scheint es aber nicht, sonst würde ihm der Name nicht so wichtig sein…für ihn vielleicht die einzige Möglichkeit, sich einzubringen und etwas von sich an das Kind weiter zu geben…Du wirst ja sonst alle Möglicheiten haben und zeigst schon jetzt, dass Du auf Deinen Spielregeln bestehen wirst…er darf nur mitspielen, wenn er das akzeptiert. Du hast doch gedroht, ihn gar nicht als Vater anzugeben…er zieht nur noch gegen.

Noch mal, mir geht es nicht darum ihn zu verteidigen, ich plädiere nur dafür, das Du ehrlich zu Dir selber bist…mach es wie Du willst und wie es Dir dabei am besten geht…aber schiebe Die Schuld dafür nicht anderen in die Schuhe. Irgendwann wird Dein Sohn dich fragen, wie es denn war damals…auch daran sollst Du mal denken. Es ist an Dir Großmut zu zeigen…dafür kannst Du an anderen Stellen um so leichter Deine Vorstellungen durchsetzen. Das nennt man Diplomatie und die hat doch meist mehr bewirkt als Krieg.

Wenn das Kind dann krank ist, ist es auch nciht seine Schuld.
Das heißt, dann muß er nciht helfen, oder wie? Super
Einstellung!

Jetzt arbeitest Du schon wieder mit blanken Unterstellungen…genauso, wie Du es mit Dem Papa Deines Kindes machst. Was bitte hat Deine in der Vergangenheit fehlende Krankenversicherung mit einer künftigen Krankheit Deines Kindes zu tun? Und wo bitte hat irgendjemand irgendwas dazu geäußert, wer dann wie zu helfen hat? Du kannst doch nicht auf vollkommen unbewiesene Zukunftsvisionen hin jemanden verurteilen.

Ich habe
mich um den Rest schon gekümmert - und zwar um ALLES - ganz
alleine, ohne irgendeine Hilfe. Und ohne einen Pfennig Geld.

Der ‚Rest‘ kommt erst noch, glaube mir.

Tut mir leid. Aber er hatte jetzt lange Zeit, sich darauf
einzustellen. Ich kann mir auch nicht erlauben, einfach zu
sagen „oooch, ich brauch noch ein bißchen“ und in der Zeit
mich nicht um das Kind zu scheren. Ich finde es echt krass,
wie Ihr von der Mutter alles erwartet.

Ja weißt du…ich bin selber Mutter und weiß, was man von denen so erwartet. Du hast es bisher nur zum schwanger sein geschafft, da kannst Du eigentlich noch gar nicht wirklich mitreden…:wink: Aber keine Angst, trotz vieler Probleme, von denen Du noch nicht mal träumst, es lohnt sich.

Natürlich hast Du zur Zeit den schwereren Part und klar wäre es schön, wenn alle Männer der Welt das wüssten und dann den Fauen optimal zur Seite stehen, aber so ist es nun mal nicht, es nutzt nix die ungerechte Welt zu betrauern. Aber so so ein werdender Vater ist auch ein ganz normaler=schwacher Mensch und für ihn ist im Moment gar nix da…Du spürst das Kind jeden Tag…er nicht. Das meine ich mit greifbar und drauf einstellen. Das liegt nun mal in der Natur der Sache und Männer können auch nix dafür, dass es so ist, wie es ist.

Für den Vater soll die
ganze Zeit Verständnis aufgebracht werden und dann kann der
sich am besten noch den Namen aussuchen. Nee, klar… Nicht
mit mir :wink:

Warum nicht? Wenn es ihm hilft, sich als Vater zu fühlen soll Dich das doch freuen. Oder willst Du das vielleicht gar nicht? Es ist natürlich einfacher einen Sündenbock zu haben als sich eine Kindheit lang mit dem externen Vater zu arrangieren.

Ich habe ihn entscheiden lassen. Er hat mir jetzt ganz
offiziell eine e-mail geschrieben, dass für ihn ein Kontakt
nur unter seinen Voraussetzungen in Frage kommt.

Sorry, da kann ich nur müde lächeln…Du hast ihn genau nichts entscheiden lassen sondern ihn schlicht erpresst. Das einzige was für Dich spricht ist, das Schwangere nicht wirklich rational denken können und dafür können sie auch nichts. :wink:

Und das heißt
außerdem, dass er alles fifty-fifty mitentscheiden will. Aus
Frankfurt. Und das geht nun mal nicht, da wird mir wohl jeder
zustimmen.

Das würde zumindest verdammt schwierig, aber man könnte den Vater ja mal fragen, wie er sich das konkret vorstellen würde…vielleicht sieht er selbst ein, dass es nicht so einfach ist und ihr einigt auf bestimmte Eckpunkte. So, wie ihr zur Zeit drauf seid sehe ich da allerdings keinen Kompromiss.

Naja, dann danke erstmal. Aber ganz ehrlich - der Vater
scheint ja wohl auf alle Fälle vorzugehen…

Für wen? Welche Motivation sollte ich haben, den Vater zu bevorzugen? Ich weiß nur, dass die Verantwortung den eigenen Kindern gegenüber mehr umfasst, als sich in Namensfragen zu verschleißen. Und eben WEIL das Kind bei Dir leben wird wirst Du wohl oder übel diejenige sein, die auch mal über ihren Schatten springen muss.

Gruß Maid :smile:

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Irgendwo hatte ich gelesen, dass Du diejenige warst, die
zuerst damit gedroht hat, den Vater des Kindes gar nicht erst
anzugeben…

nein, habe ich nicht! ich habe ihm gesagt, dass es verschiedene möglichkeiten gibt und er eine wählen soll. ER durfte entscheiden und hat das jetzt getan.

Inzwischen hat er mir mitgeteilt, dass er mit dem Kind nichts

Das wundert mich nicht…ich finde das zwar ebenso kindisch
wie Deine Haltung, aber sowas kommt eben bei raus, wenn man
glaubt man sei immer ein wenig mehr im Recht als der andere,
dem man angeblich so furchtbar tolerant gegenüber steht. Aber
Du bist nicht tolerant, Du willst Dir hier nur
Streicheleinheiten für den eigenen Dickkopf holen. :wink: Verstehe
mich nicht falsch, ich verurteile das nicht, ich finde das
sehr sehr menschlich, es hilft nur leider nicht Konflikte zu
entschärfen.

okay. du meinst also, er sollte den namen bestimmen. später auch alles bestimmen, was er bestimmen will. alles andere ist dickköpfig von mir?

Ich finde, auch ein bißchen legitimer.

Das ist wie tot oder schwanger…mehr oder weniger geht nicht.

entschuldige, dass ich vielleicht das falsche wort gewählt habe. ich weiß ja nicht, ob du kinder hast. aber du kannst ja dann den vater alles entscheiden lassen. oder warum nicht einfach irgendwen? er wird das kind schließlich nicht besser kennen als der nachbar. bravo!

Deine Großeltern haben sich aber nicht ihr Leben lang
geweigert, dich mit Deinem richtigen Namen anzusprechen, oder?

Nein, meine Großeltern haben zugesehen, wie meine Mutter auch
noch den Familiennamen meines (verstorbenen) Vaters von der
Geburtsurkunde hat streichen lassen, Namensänderung nannte man
das. Sie haben um meinetwillen alles getan, den Kontakt nicht
abreißen zu lassen. Ich sehe das Ganze also auch ein wenig aus
der Sicht eines von schweren Familienkonflikten betroffenen
Kindes. Glaube mir, das Kind wird es Dir nicht danken, wenn Du
hart bleibst. Und das ist diese blöde Name eigentlich nicht
wert.

jetzt sag es mir bitte ganz genau: was ist daran schlimm, wenn das kind einen deutschen und einen türkischen namen hat? ich gehe inzwischen davon aus, dass du der meinung bist, er sollte nur einen türkischen namen bekommen, den der vater bestimmt. richtig? sag mir bitte, warum du das so siehst.

Dein Kind ist aber noch gar nicht auf der Welt und das Leben
seines Vaters vermutlich noch lang nicht zu Ende…er spinnt,
zugegeben, aber das heißt ja nicht, dass er das auch wirklich
durchzieht. Du hast die Situation so verfahren wie jetzt ist,
mit Deiner Haltung selbst herbeigeführt, es ist an Dir, sie
auch wieder zu entschärfen.

ach so. weil er den namen nicht alleine bestimmen darf, habe ich die situation herbeigeführt? und daduch, dass er sich nicht kümmert, mich nur anschreit und sagt, er wolle entscheiden - das ist also auch meine schuld?

Ich finde, da gibt es einen Unterschied. Nachher weigert er
sich irgendwann, mit ihm deutsch zu sprechen?

Ja klar…immer mit dem Schlimmsten rechnen und darauf schon
vorsorglich reagieren…aber wir haben ja überhaupt keine
Vorurteile.

vorurteile? wenn jemand sagt, er weigert sich, sein kind mit deutschem namen anzusprechen, dann denke ich liegt auch das nahe! er meinte auch, er würde anderen leuten, vor allem seinen eltern nicht erzählen, dass ich deutsche bin. aber nein, vollkommen unwahrscheinlich, dass da später noch was kommt - klar!

Ist es auch nicht. Aber er kann halt nicht erwarten, dass ich
dazu dann einfach ja und amen sage.

Und umgekehrt…Du musst natürlich nicht drauf eingehen, aber
dann beschwer Dich nicht.

Ich muß nicht um den Namen kämpfen. Das tut er. Und zwar so,
dass er mir jetzt mitgeteilt hat, dass er keinen Kontakt zu
seinem Sohn wünscht, wenn er ihn mit einem deutschen Namen
ansprechen soll, denn das käme für ihn nicht in Frage. Wenn
Ihr das immer noch verteidigt - bitte. Ich würde soweit im
Leben nicht gehen und ich habe auch kein Problem, dass er ein
halber Türke ist. Für seinen Vater scheint es aber
inakzeptabel zu sein, dass er ein halber Deutscher ist.

Der Vater kämpft grade nicht gegen den Sohn sondern gegen
Dich. Weißt Du, wenn er so schlecht wäre, wie Du ihn hier
darstellst, hätte er sich gleich gar nicht mehr bei Dir
gemeldet…

hat er ja auch nciht. siehe mein erstes posting. ich mußte seine nummer herausbekommen, weil ner sich über drei monate nicht gemeldet hatte.

wenn er sowieso kein Geld hat, dann kann ihm das

nämlich alles scheißegal sein, scheint es aber nicht, sonst
würde ihm der Name nicht so wichtig sein…

warum dann keine unterstützung für mich? warum hat er noch nicht einmaöl gefragt, ob das kind gesund ist? sorry - wenn ich mich um jemanden schere ist mir der name egal. danjn ist es erstmal wichtig, ob es dem kind gutgeht.

für ihn vielleicht

die einzige Möglichkeit, sich einzubringen und etwas von sich
an das Kind weiter zu geben…Du wirst ja sonst alle
Möglicheiten haben und zeigst schon jetzt, dass Du auf Deinen
Spielregeln bestehen wirst…er darf nur mitspielen, wenn er
das akzeptiert. Du hast doch gedroht, ihn gar nicht als Vater
anzugeben…er zieht nur noch gegen.

nochmal: habe ich gar nicht gedroht!!! ich habe sogar gesagt, dass ich es nicht gerade begrüßen würde, ihm die entscheidung aber offengelassen. ICH WILL DAS NICHT - das war seine entscheidung. und ich ändere4 das jederzeit, wenn er will.

Noch mal, mir geht es nicht darum ihn zu verteidigen, ich
plädiere nur dafür, das Du ehrlich zu Dir selber bist…

bis jetzt hast du alles verteidigt.

mach

es wie Du willst und wie es Dir dabei am besten geht…aber
schiebe Die Schuld dafür nicht anderen in die Schuhe.

wie gesagt - ich habe langsam angst vor ihm. und jemand, der sagt, dass ein sohn ohne türkischen namen für ihn ncihts wert ist - da werde ich nciht mehr darum kämpfen, dass er als vater anerkannt ist. und das habe ich versucht.

Irgendwann wird Dein Sohn dich fragen, wie es denn war
damals…auch daran sollst Du mal denken. Es ist an Dir
Großmut zu zeigen…dafür kannst Du an anderen Stellen um so
leichter Deine Vorstellungen durchsetzen.

eben nicht! er hat doch schon gesagt, dass er alles mitentscheiden will! auch wie lange ich stille usw - sorry, ist nicht drin!!!
Das nennt man

Diplomatie und die hat doch meist mehr bewirkt als Krieg.

wie gesagt - wenn ich irgendwas diplomatisches bei ihm mitbekommen hätte, dann ja. aber so nicht. dann hat das kind ständig eine mutter mit problemen, weil der vater alles entscheiden will und die mutter unter druck setzt.

Wenn das Kind dann krank ist, ist es auch nciht seine Schuld.
Das heißt, dann muß er nciht helfen, oder wie? Super
Einstellung!

Jetzt arbeitest Du schon wieder mit blanken
Unterstellungen…genauso, wie Du es mit Dem Papa Deines
Kindes machst. Was bitte hat Deine in der Vergangenheit
fehlende Krankenversicherung mit einer künftigen Krankheit
Deines Kindes zu tun?

gar nichts. war nur ein anderes beispiel, woran er auch keine schuld hat und aber trotzdem helfen kann.

Und wo bitte hat irgendjemand irgendwas

dazu geäußert, wer dann wie zu helfen hat? Du kannst doch
nicht auf vollkommen unbewiesene Zukunftsvisionen hin jemanden
verurteilen.

wenn er wirklich vater sein will, muß er auch mithelfen. punkt. hat erwsich bisher geweigert. also - was heißt das wohl? das er das später anders macht? ich finde es der hammer, wie du anscheinend denkst, dass der vater gar nichts zu leisten hat (vor allem vor der geburt) aber noch mehr rechte hat als die frau (darf den namen bestimmen), die das kind großzieht.

Ich habe
mich um den Rest schon gekümmert - und zwar um ALLES - ganz
alleine, ohne irgendeine Hilfe. Und ohne einen Pfennig Geld.

Der ‚Rest‘ kommt erst noch, glaube mir.

ich meinte, das was vor der geburt war. den rest.

Tut mir leid. Aber er hatte jetzt lange Zeit, sich darauf
einzustellen. Ich kann mir auch nicht erlauben, einfach zu
sagen „oooch, ich brauch noch ein bißchen“ und in der Zeit
mich nicht um das Kind zu scheren. Ich finde es echt krass,
wie Ihr von der Mutter alles erwartet.

Ja weißt du…ich bin selber Mutter und weiß, was man von
denen so erwartet. Du hast es bisher nur zum schwanger sein
geschafft, da kannst Du eigentlich noch gar nicht wirklich
mitreden…:wink: Aber keine Angst, trotz vieler Probleme, von
denen Du noch nicht mal träumst, es lohnt sich.

ach, ich denke, wenigstens übers schwanger sein, darf ihc mitreden, oder? bitte…
so, du hast also den vater alles entscheiden lassen? dur wirst wohl nciht alleinerziehend sein. ich kenne viele alleinerziehende frauen, aber keine hat bisher entscheidungen dem vater überlassen, wenn er das kind nur ein paarmal im jahr sieht, wenn er bock hat. okay - du würdest es anders machen. ich nicht.

Natürlich hast Du zur Zeit den schwereren Part und klar wäre
es schön, wenn alle Männer der Welt das wüssten und dann den
Fauen optimal zur Seite stehen, aber so ist es nun mal nicht,
es nutzt nix die ungerechte Welt zu betrauern.

neenee, lieber pampert man die väter auch noch und gibt ihnen alles, was sie wollen - sie haben es ja viiiiiiiiiel schwerer, nicht wahr?

Aber so so ein

werdender Vater ist auch ein ganz normaler=schwacher Mensch
und für ihn ist im Moment gar nix da…Du spürst das Kind
jeden Tag…er nicht. Das meine ich mit greifbar und drauf
einstellen. Das liegt nun mal in der Natur der Sache und
Männer können auch nix dafür, dass es so ist, wie es ist.

ich weiß. er kann ja für gar nix was. hast du schon oft genug betont. im gegensatz zu mir!!!

Für den Vater soll die
ganze Zeit Verständnis aufgebracht werden und dann kann der
sich am besten noch den Namen aussuchen. Nee, klar… Nicht
mit mir :wink:

Warum nicht? Wenn es ihm hilft, sich als Vater zu fühlen soll
Dich das doch freuen.

du, klar! dann darf er so lange alles entscheiden, bis er sagt „so, jetzt fühle ich mich als vater“, oder? super!
Oder willst Du das vielleicht gar nicht?
liebend gerne. darum hatte ich gehofft, er würde sich kümmern und sich interessieren. und deshalb habe ICH den kontakt gehalten, nicht er! und ich habe acuh die letzten 10 seitenlangen mails geschrieben und die letzten 10 anrufe getätigt. so ist das. aber das heißt natürlich nix… - der arme!

Es ist natürlich einfacher einen Sündenbock zu haben als sich
eine Kindheit lang mit dem externen Vater zu arrangieren.

sündenbock? ach nö - keine lust. rauch ich ganz sicher nicht. ich werde auch nciht schlecht über seinen vater reden. aber ich werde auch nciht deshalb alle seine forderungen erfüllen. für mich ist das erpressung: ich werde mich nur um das kind kümmern, wenn meine forderungen erfüllt werden. sowas mache ich nicht. da bekomme ich angst. er hat das so getan! und einen menschen, der mich so erpressen will, vor dem habe ich angst. ganz einfach. und dann mache ich mir nämlich um mein kind auch sorgen.

Ich habe ihn entscheiden lassen. Er hat mir jetzt ganz
offiziell eine e-mail geschrieben, dass für ihn ein Kontakt
nur unter seinen Voraussetzungen in Frage kommt.

Sorry, da kann ich nur müde lächeln…Du hast ihn genau nichts
entscheiden lassen sondern ihn schlicht erpresst.

bitte? naja, wer hier wen erpresst…

Das einzige

was für Dich spricht ist, das Schwangere nicht wirklich
rational denken können und dafür können sie auch nichts. :wink:

naja, wer hier wohl nciht rational denken kann. ich bin froh, dass ich keinen verrückten entscheidungen treffen lassen werde. jemand für den ein kind ohne türkischen namen nichts wert ist!!! das ist für mich verrückt! aber klar - ich bin schwanger und irrational.
ich finde deine einstellung sowas von krass, das glaubst du gar nicht…

Und das heißt
außerdem, dass er alles fifty-fifty mitentscheiden will. Aus
Frankfurt. Und das geht nun mal nicht, da wird mir wohl jeder
zustimmen.

Das würde zumindest verdammt schwierig, aber man könnte den
Vater ja mal fragen, wie er sich das konkret vorstellen
würde…

habe ich getan. daraufhin meinte er, ich frage ihn und dann wird abgestimmt. und wenn wir nicht gleicher meinung sind, dann kommt er und das wird genau durchgeprochen. klaaaaaaaaaaa! und seine unterschrift brauche ich dann für alles!

vielleicht sieht er selbst ein, dass es nicht so

einfach ist und ihr einigt auf bestimmte Eckpunkte. So, wie
ihr zur Zeit drauf seid sehe ich da allerdings keinen
Kompromiss.

ganz genau. ich auch nicht mehr. ich werde mich um das kind kümern. er hat sich dagegen entschieden. weil er mit ihm nciht einfach machen kann, was er will.

Naja, dann danke erstmal. Aber ganz ehrlich - der Vater
scheint ja wohl auf alle Fälle vorzugehen…

Für wen? Welche Motivation sollte ich haben, den Vater zu
bevorzugen?

keine ahnung. im moment hat bei der aber der vater mehr rechte als ich und ich alle pflichten. für IHN muß man verständnis haben, ER hat probleme. bei mir ist es einfach irrationalität und ICH erpresse. nee klar. habe ich nicht gemacht. ich habe ihm mehrere möglichkeiten aufgezeigt, so daß er sich für eine entscheiden kann. ER hat mich erpresst.

Ich weiß nur, dass die Verantwortung den eigenen

Kindern gegenüber mehr umfasst, als sich in Namensfragen zu
verschleißen.

richtig. und genau deshlab möchte ich, dass er akzeptiert, dass ich zwar über alles mit ihm rede, im endeffekt aber ICH die enstcheidungen treffe, weil es nun mal anders nciht geht und das kind einen festen rahmen braucht. da kann man nciht über jeden scheiß streiten und ihn aus frankfurt herholen. sollte das aber so sein, will er nicht vater sein. d.h. - klar - mutter sollte nachgeben und er darf dann enstcheiden, oder wie? das mache ich nciht - gott, bin ich stur…
Und eben WEIL das Kind bei Dir leben wird wirst

Du wohl oder übel diejenige sein, die auch mal über ihren
Schatten springen muss.

wie gesagt - habe ich oft genug getan. geschrieben, angerufen, gebettelt, dass er scih interessiert, sich kümmert. er hat noch nciht mal sowas in der art getan. aber männer müssen sowas wohl nciht?!
ganz ehrlich - noch keiner hat mir in der sache bisher solche sachen unterstellt. im gegenteil - die leute, die das bisher mitbekommen haben, meinten sie hätten schon längst aufgegeben und sich gar nicht mehr mit ihm auseinandergesetzt. aber gut - deine meinung, die ich (ganz ehrlich, zum glück für das kind!) nciht übernehmen werde, weil ich mich nciht erpressen lasse von ihm.

Gruß Maid :smile:

gruß,
m.

Hi n.h.,

wie ist Dein Männerbild? Männer wollen nur ficken und wenn sie eine Frau schwängern, hauen sie ab? Männer sind unzuverlässige Schweine, die alles haben und entscheiden wollen, aber nichts machen?..

Sicherlich hat jeder Mensch seinen Charakter, seine Stärken und Schwächen. Was Du jedoch leider nicht zu sehen scheinst, und das hat nichts mit Schuld zu tun, ist, dass Du aufgrund Deiner eigenen blinden Flecken, Deiner wohl eigenen ungeklärten inneren Konflikte, auch Menschen zu Verhalten bringst, was sie sonst möglicherweise nicht oder wenigstens nicht so leicht an den Tag legen würden.

Wie ist bzw. war denn Deine Beziehung zu Deinem Vater oder der Vaterfigur in Deiner Kindheit? Ich weiß nicht wieoft ich von Dir gelesen habe, dass Du Dich darüber empörst, dass hier ein paar meinen, er, der Mann, dürfe alles entscheiden.

Lese Dir bitte mal mein Beispiel mit dem Urlaub (Posting kommt noch)durch. Vielleicht kannst Du Dir die Situation auch umgekehrt vorstellen. Visualisiere mal, Du bekommst das Kind, und er ist alleinerziehender Vater und Du zahlst ihm Unterhalt. Mal eine moderne Version. :smile: Du zahlst, darfst Dich mit ihm über Entscheidungen reden, doch treffen wird ausschließlich er sie. Dh. Du kannst reden was Du willst, kannst Dir den Mund fusselig reden, kannst bitteln und betteln, die besten Argumentationen bringen, Dir kann was wichtig sein wie es mag, Scheiß drauf, denn Du bist ohne Einfluß, Du darfst nur zahlen. Klar, Du kannst ja sagen, was Du möchtest, doch es hängt von seinem Wohlwollen ab, von dem wie er gerade drauf ist oder was schlichtweg er als richtig ansieht, ob auch mal Deine Wünsche und Vorstellungen berücksichtig werden. Wie würdest Du Dich fühlen?

Wie würdest Du Dich fühlen?

Ich kann gut verstehen, dass ein Mensch, gleich ob Mann oder Frau, dann darauf verzichtet, überhaupt was vorzuschlagen, wozu denn auch?! Wozu würdest Du Dir denn dann wirklich überhaupt im umgekehrten Fall gebraucht vorkommen? Zum Zahlen, ja. Und dann könntest Du vielleicht auch noch denken, Du bist nur zum Pampern der Entscheidungen von ihm auf der Welt. Du darfst Dir entweder anhören wie schlecht, falsch oder beschissen Deine Vorschläge hinsichtlich Kindererziehung sind oder sollst ihn dafür bewundern, anhimmeln und loben wie toll seine sind, wenn ihr mal nicht einer Meinung seid. Und das stelle ich mir bei Euch öfter vor, nicht weil es so sein müßte, sondern weil Du gerne Machtkonflikte heraufbeschwörst. Er vielleicht auch, das weiß ich nicht.

Ich käme mir, gleich ob Mann oder Frau, schlichtweg verarscht von Dir vor. Ich darf zahlen, darf zwar was sagen, doch die Entscheidung wird dann immer von einem anderen Menschen getroffen, obwohl die Entscheidung auch mein Kind, auch ein Teil von mir, angehen würden. Wozu sollte ich dann überhaupt was vorschlagen? Im Grunde machst Du doch eh was DU WILLST und was Du für richtig hältst. Was soll also das überhaupt, dass Du mit ihm viel besprechen möchtest, wenn Du eh selbst entscheidest? Wieso bitte willst Du überhaupt mit ihm über Entscheidungen sprechen? Wieso?

Du hast hier als Beispiel für Eure unterschiedlichen Vorstellungen die Namensgebung aufgeführt. Und hier zeigt sich ein klassischer Machtkonflikt. Du kannst Dir natürlich nun dadurch Dein Männerbild bestätigen, dass die arme Frau alles machen muss und der Mann kümmert sich um nichts, darf aber alles entscheiden. Doch vielleicht bist Du auch mal so ehrlich zu Dir, und schaust Dir mal an, was Du selbst dazu beiträgst, dass er sich so verhält?!

Ich weiß nicht, ob er sich sonst häufiger oder genauso wenig gemeldet hätte. Immerhin seid Ihr seit 10 Jahren mehr oder minder gute Bekannte. Von wem ist denn bislang immer der Kontakt ausgegangen? Dir oder ihm, oder gleichermaßen?

Du schreibst, er könne doch nicht wegen Konflikte die er mit Dir hat, deshalb sich um sein Kind nicht kümmern. Du schreibst ihm allerdings vor wie dieses Kümmern auszusehen hat, und darauf hat kaum jemand Bock. Du sagst, Du hättest ihn entscheiden lassen. Lese doch selbst mal nach, was Du geschrieben hast, was los ist, wenn er nicht das Kind so nennt wie Du willst?

Hast Du denn nur einmal versucht zu verstehen weshalb ihm der türkische Name so wichtig ist? Hast Du auch schon mal was gesagt, was Du im Eifer des Gefechtes dann hinterher gar nicht so ernst gemeint hattest? Du legst hier jede Aussage auf die Goldwaage. Wenn er keinen türkischen Namen bekäme, wäre er nichts wert. Weißt Du was er damit sagen will und wie es zu dieser Aussage überhaupt kam? Vermutlich nicht. Lass’ ihm und Dir doch Zeit etwas zu entwickeln. Wenn Du im Vorfeld schon alles so starr festlegen magst, wenn sich schon am Anfang die Fronten verhärten, wo soll hier bitte eine Chance auf Entwicklung und Wachstum sein?

Er mag Deutschtürke sein und vielleicht wird ihm nun angesichts seines Kindes bewußt, dass bei ihm schon vieles von dem Türkischen verloren ging, das er seinem Sohn gar nicht mehr weitergeben kann (z.B. perfektes Türkisch, alle türkischen Sitten und Gebräuche usw.) und deshalb möchte er eben das wenigstens etwas im Namen davon weiterlebt. Scheinbar verstehst oder willst Du auch gar nicht verstehen, weshalb der Name für ihn wichtig ist. Dir ist ja auch aus anderen Gründen Dein Namenswunsch wichtig. Beides ist legitim und zwar gleichwertig. Und je mehr Du dann nein sagst, desto mehr pocht er verständlicherweise auch auf gemeinsame Entscheidungen. Wobei Du dann in Deiner Angst gleich befürchtest, er wolle dann sogar Alles entscheiden. Mir scheint, Du provozierst aus unbewußten Gründen die Situation eine frustrierte Alleinerziehende zu werden.

Ich denke nicht, dass Deine Probleme mit ihm darauf basieren, dass er Deutschtürke ist, die kommen vielleicht nur hier noch etwas stäker zu Tage. Ich denke, es wäre wirklich mal hilfreich, Du schaust Dir mal Dein Männerbild an. Wie hast Du etwaige Partner erlebt, wie Deinen Vater?

Hier wurde einiges geschrieben, dem ich in Gänze zustimme, vor allem von Maid auch. Du hast das hingegen so interpretiert als gemeint werden würde, der Mann habe keine Pflichten und dafür aber alle Rechte (mal überspitzt ausgedrückt). Deine große Angst ist wohl, der Mann dürfe alles bestimmen. Und weil das Du auf keinen Fall (noch mal) erleben magst, willst Du den Spieß umdrehen. Doch das wird ebenso schief gehen bzw. sicherlich nicht gut für’s Kind sein. Weder dass nur einer das Sagen hat ist richtig noch dass nur der Andere das Sagen hat ist richtig. Wenn Du ihn Entscheidungen wirklich mit einbeziehen magst, dann musst Du ihm auch zugestehen, dass mal was entschieden wird, was Dir nicht so sehr in den Kram passt. Wenn es für den Vater wichtig ist und dem Sohn nichts ausmacht bzw. auch dem Sohn wichtig ist, dann wäre es angebracht auch mal etwas geschehen zu lassen, das nicht Deine ausdrückliche Zustimmung findet.

Ich bitte Dich den Thread mal später mit etwas Abstand nochmal zu lesen. Und ich würde mal mir die Vaterbeziehung, das Männerbild in ein paar Therapiestunden anschauen und bearbeiten. Andernfalls könnte das eintreffen, was Deine schlimmsten Ängste und Befürchtungen sind. Doch wenn dem so kommen sollte, dann sicherlich nicht, weil die Männer unbedingt alle so sind, sondern weil Du auch Deinen Teil dazu beigetragen hast, dass sie aus ihrer eigenen Lebensgeschichte heraus so reagieren müssen.

Und darüberhinaus empfehle ich Euch eine neutrale dritte Person die zwischen Euch vermittelt, eine Art Mediator, eine Beratungsstelle.

Guten Rutsch für Dich uns Kind,

Romana

Hallo!

wie ist Dein Männerbild? Männer wollen nur ficken und wenn sie
eine Frau schwängern, hauen sie ab? Männer sind unzuverlässige
Schweine, die alles haben und entscheiden wollen, aber nichts
machen?..

Nee, sicher nicht! Im Gegenteil! Hatte bisher äußerst angenehme Beziehungen und „abgehauen“ ist hier in diesem Fall ja auch keiner.

Sicherlich hat jeder Mensch seinen Charakter, seine Stärken
und Schwächen. Was Du jedoch leider nicht zu sehen scheinst,
und das hat nichts mit Schuld zu tun, ist, dass Du aufgrund
Deiner eigenen blinden Flecken, Deiner wohl eigenen
ungeklärten inneren Konflikte, auch Menschen zu Verhalten
bringst, was sie sonst möglicherweise nicht oder wenigstens
nicht so leicht an den Tag legen würden.

Ach so - ich bringe also andere Leute dazu, sich irgendwie zu verhalten. Wow - wenn ich das könnte, dann hätte ich das sicher zum Positiven angewendet. Geil, was Du mir so zutraust…

Wie ist bzw. war denn Deine Beziehung zu Deinem Vater oder der
Vaterfigur in Deiner Kindheit? Ich weiß nicht wieoft ich von
Dir gelesen habe, dass Du Dich darüber empörst, dass hier ein
paar meinen, er, der Mann, dürfe alles entscheiden.

Danke, ging so. Ich habe mich nur darüber empört, dass anscheinend manche meinen, dass Leute, sie kein Interesse an ihrem Kind haben und das auch zeigen, aber trotzdem über alles entscheiden und miterziehen möchten problematisch sein können. UNd ich glaube, mit dieser Meinung stehe ich gar nciht so alleine da.

Lese Dir bitte mal mein Beispiel mit dem Urlaub (Posting kommt
noch)durch. Vielleicht kannst Du Dir die Situation auch
umgekehrt vorstellen. Visualisiere mal, Du bekommst das Kind,
und er ist alleinerziehender Vater und Du zahlst ihm
Unterhalt. Mal eine moderne Version. :smile:

Okay, kein Problem.

Du zahlst, darfst

Dich mit ihm über Entscheidungen reden, doch treffen wird
ausschließlich er sie. Dh. Du kannst reden was Du willst,
kannst Dir den Mund fusselig reden, kannst bitteln und
betteln, die besten Argumentationen bringen, Dir kann was
wichtig sein wie es mag, Scheiß drauf, denn Du bist ohne
Einfluß, Du darfst nur zahlen.

Das habe ich auch nie gesagt! Ich habe nur gesagt, dass wenn man sich uneinig ist, EINER die Entscheidung treffen muß, weil es sonst immer nur Theater gibt. Und das ist nun mal der Erziehende.

Klar, Du kannst ja sagen, was

Du möchtest, doch es hängt von seinem Wohlwollen ab, von dem
wie er gerade drauf ist oder was schlichtweg er als richtig
ansieht, ob auch mal Deine Wünsche und Vorstellungen
berücksichtig werden. Wie würdest Du Dich fühlen?

Vielleicht nicht gut. Aber es ist vielleicht besser für das Kind, wenn es da kein Tauziehen und ständigen Streit gibt. Mir geht es ja dann auch nicht immer gut!!! Außerdem - noch mal, ich habe auf seine Bitte Rücksicht genommen!!!

Ich kann gut verstehen, dass ein Mensch, gleich ob Mann oder
Frau, dann darauf verzichtet, überhaupt was vorzuschlagen,
wozu denn auch?! Wozu würdest Du Dir denn dann wirklich
überhaupt im umgekehrten Fall gebraucht vorkommen? Zum Zahlen,
ja. Und dann könntest Du vielleicht auch noch denken, Du bist
nur zum Pampern der Entscheidungen von ihm auf der Welt. Du
darfst Dir entweder anhören wie schlecht, falsch oder
beschissen Deine Vorschläge hinsichtlich Kindererziehung sind
oder sollst ihn dafür bewundern, anhimmeln und loben wie toll
seine sind, wenn ihr mal nicht einer Meinung seid. Und das
stelle ich mir bei Euch öfter vor, nicht weil es so sein
müßte, sondern weil Du gerne Machtkonflikte heraufbeschwörst.
Er vielleicht auch, das weiß ich nicht.

Er kann doch alles vorschlagen und wenn ich damit AUCH einverstanden bin, wird das gemacht. Und das kommt bestimmt nicht zu selten vor! Und dass ich gerne Machtkonflikte heraufbeschwöre - sieh es wie Du willst. Aber ich werde nicht jemanden bei allem mitentscheiden lassen, der so offen zeigt, dass ihm das Kind eigentlich am Arsch vorbeigeht und vielleicht hin und wieder es mal sehen will, wenn er nix besseres vorhat. Und das ist das was er mehr oder weniger gesagt hat. Mehr als einmal im Monat schafft er es ja sowieso nicht usw usf. Er will jua die Pflichten nicht mit übernehmen. Und damit meine ich icht die 150 Euro Unterhalt, sondern dass man sich auch Zeit nehmen muß, um sein Kind kennenzulernen.

Ich käme mir, gleich ob Mann oder Frau, schlichtweg verarscht
von Dir vor. Ich darf zahlen, darf zwar was sagen, doch die
Entscheidung wird dann immer von einem anderen Menschen
getroffen, obwohl die Entscheidung auch mein Kind, auch ein
Teil von mir, angehen würden. Wozu sollte ich dann überhaupt
was vorschlagen? Im Grunde machst Du doch eh was DU WILLST und
was Du für richtig hältst. Was soll also das überhaupt, dass
Du mit ihm viel besprechen möchtest, wenn Du eh selbst
entscheidest? Wieso bitte willst Du überhaupt mit ihm über
Entscheidungen sprechen? Wieso?

Okay, dann sag mir mal bitte genau, wie das aussehen soll. Beide treffen die Entscheidungen - aha. Er wohnt in Frankfurt, ich in Berlin. Das heißt, ich bräuchte dann für ALLES seine Unterschrift - egal, ob er jetzt mal 6 Wochen nicht da war oder doch. Der Unterschied ist: Das Kind kann sich auf MICH verlassen - auf ihn nicht, denn er macht, worauf er Bock hat. Er wird gar nichts an seinem Leben ändern. Und er wird das Kind kaum kennen - und dann soll er entscheiden? Er akzeptiert es doch bis jetzt noch nciht mal richtig, nur unter Voraussetzungen, die er vorgibt! Nee, sorry - DU kannst das ja gerne so machen. Mir geht es um mein Kind und nicht darum, ob er jetzt alles bekommt, was er gerne hätte. Bei einem Kind muß jeder Abstriche machen, auch er. Ich mache sie, in dem ich mein Leben lang für dieses Kind da bin und mich darum kümmere. Er macht es, indem er halt nicht alles mitentscheiden darf, was das Kind angeht.

Du hast hier als Beispiel für Eure unterschiedlichen
Vorstellungen die Namensgebung aufgeführt. Und hier zeigt sich
ein klassischer Machtkonflikt. Du kannst Dir natürlich nun
dadurch Dein Männerbild bestätigen, dass die arme Frau alles
machen muss und der Mann kümmert sich um nichts, darf aber
alles entscheiden. Doch vielleicht bist Du auch mal so ehrlich
zu Dir, und schaust Dir mal an, was Du selbst dazu beiträgst,
dass er sich so verhält?!

Ich habe das so vorgeschlagen, dass der Junge noch einen türkischen Namen bekommt! Was ist daran schlimm? Der Vater weigert sich, seinen Sohn dann mit dem anderen Namen auch anzureden. Das tue ich nicht! Und das geht einfach nicht, dass er sich weigert und mehr oder weniger sagt, er nähme einen deutschen Namen nicht in den Mund und sein Sohn ist NUR Türke. Das stimmt nun mal nicht. Das ist nun mal halbhalb! Und wenn er das nicht akzeptieren kann…

Ich weiß nicht, ob er sich sonst häufiger oder genauso wenig
gemeldet hätte. Immerhin seid Ihr seit 10 Jahren mehr oder
minder gute Bekannte. Von wem ist denn bislang immer der
Kontakt ausgegangen? Dir oder ihm, oder gleichermaßen?

Eher gleichermaßen. Seit ich schwanger bin von MIR ganz alleine, ich hab ihn informiert, was es wird, wie es mir geht etc. Er hat sich nicht einmal gemeldet und es kam auch noch nie mal eine Frage.

Du schreibst, er könne doch nicht wegen Konflikte die er mit
Dir hat, deshalb sich um sein Kind nicht kümmern. Du schreibst
ihm allerdings vor wie dieses Kümmern auszusehen hat, und
darauf hat kaum jemand Bock.

Tja, dann muß er halt mal was tun, worauf er keinen Bock hat! Ich schreibe das ja nicht vor, aber es muß vorher geklärt sein! ER WILL SICH DOCH NICHT KÜMMERN! Auch vor dem Namensproblem war da doch NIX, NADA! Als ich dann meinte, dass es ein Junge wird, fing er mit dem Namenskram an - und zwar nur damit. Der Rest interessierte ihn immer noch nicht.

Du sagst, Du hättest ihn

entscheiden lassen. Lese doch selbst mal nach, was Du
geschrieben hast, was los ist, wenn er nicht das Kind so nennt
wie Du willst?

Es geht nicht darum, dass er das Kind so nennt, wie ich will, sondern wie es heißt. Er kann den türkischen Namen IMMER verwenden. Er solol sich nur nicht dem deutschen Namen, der nun mal der Rufname ist verweigern. Und das tut er. Und untergräbt damit alles. Denn wie gesagt - ich weigere mich nicht, dem Kind einen türkischen Namen zu geben und ihn auch so zu nennen.

Hast Du denn nur einmal versucht zu verstehen weshalb ihm der
türkische Name so wichtig ist?

Ja, habe ich. DESHALB BEKOMMT DER JUNGE JA AUCH NOCH EINEN!

Hast Du auch schon mal was

gesagt, was Du im Eifer des Gefechtes dann hinterher gar nicht
so ernst gemeint hattest? Du legst hier jede Aussage auf die
Goldwaage. Wenn er keinen türkischen Namen bekäme, wäre er
nichts wert.

Er hat das wortwörtlich in Mails und SMS so geschrieben.

Weißt Du was er damit sagen will und wie es zu

dieser Aussage überhaupt kam? Vermutlich nicht.

Nein. Bei solchen Aussagen muß ich das auch ehrlich gesagt nicht mehr.

Lass’ ihm und

Dir doch Zeit etwas zu entwickeln. Wenn Du im Vorfeld schon
alles so starr festlegen magst, wenn sich schon am Anfang die
Fronten verhärten, wo soll hier bitte eine Chance auf
Entwicklung und Wachstum sein?

Weil er mich jetzt erpresst und unter Druck setzt. Und ich ihm zeigen möchte, dass das nicht funktioniert. Denn er wird es sonst immer wieder tun. und ich habe langsam Angst vor ihm. Glaub es mir oder nicht. Und was soll das Kind denn mit einem Vater, der offen sagt, dass er ihn nicht anspricht, wenn er keinen türkische Namen hat. Noch nicht mal beide in Kombination!!! das ist doch irre!

Er mag Deutschtürke sein und vielleicht wird ihm nun
angesichts seines Kindes bewußt, dass bei ihm schon vieles von
dem Türkischen verloren ging, das er seinem Sohn gar nicht
mehr weitergeben kann (z.B. perfektes Türkisch, alle
türkischen Sitten und Gebräuche usw.) und deshalb möchte er
eben das wenigstens etwas im Namen davon weiterlebt.

Hab ich ja auch gesagt, dass das okay ist! Er darf da mit ihm soweit alles machen.
Scheinbar

verstehst oder willst Du auch gar nicht verstehen, weshalb der
Name für ihn wichtig ist.

Doch. UNd deshalb - wie gesagt - einen türkischen Namen bekommt der Junge.

Dir ist ja auch aus anderen Gründen

Dein Namenswunsch wichtig. Beides ist legitim und zwar
gleichwertig. Und je mehr Du dann nein sagst, desto mehr pocht
er verständlicherweise auch auf gemeinsame Entscheidungen.

Zum letzten Mal: ICH HABE NICHT NEIN GESAGT!!! Hast Du mein Posting überhaupt gelesen?

Wobei Du dann in Deiner Angst gleich befürchtest, er wolle
dann sogar Alles entscheiden. Mir scheint, Du provozierst aus
unbewußten Gründen die Situation eine frustrierte
Alleinerziehende zu werden.

Keine Angst. Frustrierend wäre, wenn er mich weiterhin erpreßt.

Ich denke nicht, dass Deine Probleme mit ihm darauf basieren,
dass er Deutschtürke ist, die kommen vielleicht nur hier noch
etwas stäker zu Tage. Ich denke, es wäre wirklich mal
hilfreich, Du schaust Dir mal Dein Männerbild an. Wie hast Du
etwaige Partner erlebt, wie Deinen Vater?

Ähm - mein Vater ist kein etwaiger Partner :wink: Ansonsten - eher gleich starke Persönlichkeiten. Es geht auch nicht um mein Männerbild, da habe ich kein bestimmtes. Es geht um das Bild von IHM. Und das hat scih jetzt ganz klar genauer gezeichnet. Und nciht zum positiven…

Hier wurde einiges geschrieben, dem ich in Gänze zustimme, vor
allem von Maid auch. Du hast das hingegen so interpretiert als
gemeint werden würde, der Mann habe keine Pflichten und dafür
aber alle Rechte (mal überspitzt ausgedrückt). Deine große
Angst ist wohl, der Mann dürfe alles bestimmen. Und weil das
Du auf keinen Fall (noch mal) erleben magst, willst Du den
Spieß umdrehen.

Quatsch! Sagen wir mal - nicht der Mann, sondern einfach der Elternteil, der nicht erzieht. Und der sogar noch offen sagt, dass er eigentlich auch kein großes INteresse hat. Das Kind nur sehen will, wenn es gerade gut paßt. Aber trotzdem alles mitentscheiden will. Klar, kann in manchen Fällen auch die Frau sein.

Doch das wird ebenso schief gehen bzw.

sicherlich nicht gut für’s Kind sein. Weder dass nur einer das
Sagen hat ist richtig noch dass nur der Andere das Sagen hat
ist richtig. Wenn Du ihn Entscheidungen wirklich mit
einbeziehen magst, dann musst Du ihm auch zugestehen, dass mal
was entschieden wird, was Dir nicht so sehr in den Kram passt.

Tut mir leid, ich lasse niemanden entscheiden, der kein Interesse hat, noch nicht EINMAL was gefragt hat, noch nciht einmal guten Willen gezeigt hat und, so selten er das Kind sieht, ihn nicht richtig kennen wird. Wenn er gezeigt hätte, dass er auch Verantwortung übernehmen will. Bitte. Aber bis jetzt kam gar nichts und dieser Typ erpresst mich wegen des Namens und hat Angst vor seinen Eltern! Ganz ehrlich, der hat für mich und das Kind noch gar nichts getan - ich hab mich ständig bei ihm gemeldet und alles versucht. Ihm alles mitgeteilt. Alles außer der Namessache geht ihm am Arsch vorbei. Und sorry - das ist dann kein Kümmern sondern reiner Stolz.

Wenn es für den Vater wichtig ist und dem Sohn nichts ausmacht
bzw. auch dem Sohn wichtig ist, dann wäre es angebracht auch
mal etwas geschehen zu lassen, das nicht Deine ausdrückliche
Zustimmung findet.

Ja klar, kann ja passieren. Bei der Namenssache wären wir nun beide zum Zug gekommen. Aber das reicht ihm nicht. Du tust die ganze Zeit so, als hätte ich ihm das verwehrt. Hab ich doch gar nciht! Mir macht nur diese Weigerung Angst, den deutschen Namen um alles in der Welt nciht in den Mund zu nehmen.

Ich bitte Dich den Thread mal später mit etwas Abstand nochmal
zu lesen. Und ich würde mal mir die Vaterbeziehung, das
Männerbild in ein paar Therapiestunden anschauen und
bearbeiten.

Baby, das kannst Du Dir echt sparen - danke auch :smile:

Andernfalls könnte das eintreffen, was Deine

schlimmsten Ängste und Befürchtungen sind. Doch wenn dem so
kommen sollte, dann sicherlich nicht, weil die Männer
unbedingt alle so sind, sondern weil Du auch Deinen Teil dazu
beigetragen hast, dass sie aus ihrer eigenen Lebensgeschichte
heraus so reagieren müssen.

Danke. Ich weiß, dass nicht alle Männer gleich sind. Dafür hatte ich ja auch schon ein paar :wink: Und Dein Ruminterpretieren finde ich ein bißchen peinlich. Wahrscheinlich siehst Du auch in jeder Handbewegung ein Psychose.

Und darüberhinaus empfehle ich Euch eine neutrale dritte
Person die zwischen Euch vermittelt, eine Art Mediator, eine
Beratungsstelle.

Ich war beim Jugendamt. Wird Dir nicht gefallen, aber die haben gesagt, dass ich AUF KEINEN FALL darauf eingehen soll und sie mir raten, dass der Vater das Kind nur mit einer dritten Person sehen darf (falls er es denn überhaupt sehen will).

Guten Rutsch für Dich uns Kind,

Danke, Dir auch nachträglich.

Romana

Hi n.h.,

Wow - wenn ich das könnte, dann hätte ich das

sicher zum Positiven angewendet. Geil, was Du mir so
zutraust…

Jeder Mensch hat auf einen anderen Menschen eine Wirkung, bewußt oder unbewußt, mehr oder weniger. Es geht schon bei banalen Dingen los wie stell’ Dir mal vor, Du gehst in ein sündhaft teures Restaurant und möchtest Dich so richtig gut mit jemanden verwöhnen lassen. Die Bedienung ist nicht nur sehr ruppig sondern hat auch noch den Finger in der Suppe. Und nun stelle Dir dieselbe Situation vor so wie sie für Dich sein sollte. Ich denke der Abend kann Dir auf unterschiedliche Weise in Erinnerung bleiben. So wird die Bedienung die Dich nicht kennt auch Einfluß auf Deinen so schön geplanten Abend haben.

Je näher sich Menschen sind oder je mehr sie von einander abhängig sind bzw. machen, desto größer können sie sich auch gegenseitig manipulieren oder einfach nur bewußt oder unbewußt beeinflussen. Und ich denke nicht, dass das Du hier machst, Dir sonderlich bewußt ist.

Wie ist bzw. war denn Deine Beziehung zu Deinem Vater oder der
Vaterfigur in Deiner Kindheit? Ich weiß nicht wieoft ich von
Dir gelesen habe, dass Du Dich darüber empörst, dass hier ein
paar meinen, er, der Mann, dürfe alles entscheiden.

Danke, ging so. Ich habe mich nur darüber empört, dass
anscheinend manche meinen, dass Leute, sie kein Interesse an
ihrem Kind haben und das auch zeigen, aber trotzdem über alles
entscheiden und miterziehen möchten problematisch sein können.
UNd ich glaube, mit dieser Meinung stehe ich gar nciht so
alleine da.

Ja, so würdest Du nicht allein dastehen und so wie Du es hier gerade eben schreibst bzw. wie Du es siehst, würde ich Dir zustimmen. Doch Du hast nun schon ein paar Sachen mehr geschrieben, möglicherweise nicht alles. Dennoch finde ich, Du förderst dieses Verhalten.

Schau, anfänglich war es ihm gleich, ob Du das Kind bekommst oder nicht. Und nun möchte er in allen Erziehungsfragen mitreden. Woher kam der Wandel?

Du sprichst z.B. davon ihn entscheiden zu lassen. Ich empfinde das als Erpressungsversuch. Du sagst, er habe entweder keine Pflichten oder er müsse das Kind bei seinem ersten Namen rufen. Wenn er sich dann jedoch dazu entscheidet, mit dem Kind nichts zu tun haben zu wollen, was DU ihm selbst als eine Wahlmöglichkeit angeboten hast, passt es Dir auch wieder nicht. Du machst Dich hier selbst zum Opfer und beschwerst Dich dann auch noch. Okay, Du magst das wohl nicht sehen, daher auch mein Verständnis. Für mich heißt das jedoch, dass Du ihm zwar diese angebliche Alternative angeboten hast wie er sich entscheiden kann, doch im Grunde meintest Du doch, er solle sich so entscheiden wie es Du für richtig befindest, nämlich das Kind so zu rufen wie Du es willst. Es soll so laufen wie Du es magst oder gar nicht. Und wenn er dann eben „gar nicht“ sagt, passt es Dir auch nicht, und Du sagst, er käme seinen Pflichten nicht nach. Das mag ja dann auch so sein, und ich weiß nicht wie es wäre, würdest Du nicht ihn zu manipulieren suchen und würdet Ihr nicht diese Machtspielchen spielen.

Lese Dir bitte mal mein Beispiel mit dem Urlaub (Posting kommt
noch)durch. Vielleicht kannst Du Dir die Situation auch
umgekehrt vorstellen. Visualisiere mal, Du bekommst das Kind,
und er ist alleinerziehender Vater und Du zahlst ihm
Unterhalt. Mal eine moderne Version. :smile:

Okay, kein Problem.

Was ist kein Problem? Habe das Posting noch nicht geschickt. Wäre es kein Problem für Dich zu zahlen und nichts mitbestimmen zu dürfen? Wäre es okay für Dich nur Vorschläge unterbreiten zu dürfen und dann auf das Wohlwollen des anderen Erziehungsberechtigten zu hoffen?

Du zahlst, darfst

Dich mit ihm über Entscheidungen reden, doch treffen wird
ausschließlich er sie. Dh. Du kannst reden was Du willst,
kannst Dir den Mund fusselig reden, kannst bitteln und
betteln, die besten Argumentationen bringen, Dir kann was
wichtig sein wie es mag, Scheiß drauf, denn Du bist ohne
Einfluß, Du darfst nur zahlen.

Das habe ich auch nie gesagt! Ich habe nur gesagt, dass wenn
man sich uneinig ist, EINER die Entscheidung treffen muß, weil
es sonst immer nur Theater gibt. Und das ist nun mal der
Erziehende.

Lass’ es einfach auf Dich zukommen. Das lässt sich nicht starr beantworten. Doch ich finde, man sollte einfach offen sein, und wenn auch keine Einigung möglich ist bzw. scheint, dass man zum Wohle des Kindes schaut, was ihm am wichtigsten ist und so entscheidet, auch wenn einem das selbst nicht immer gefallen muß. Und das lese ich bei Dir nicht. Wie ist es denn, wenn er und Dein Sohnemann mal was wollen, was Dir gegen den Strich geht, dem Sohn aber nicht schaden würde oder vielleicht aus seiner Sicht sogar gut täte? Würdest Du dann die beiden machen lassen können?

Klar, Du kannst ja sagen, was

Du möchtest, doch es hängt von seinem Wohlwollen ab, von dem
wie er gerade drauf ist oder was schlichtweg er als richtig
ansieht, ob auch mal Deine Wünsche und Vorstellungen
berücksichtig werden. Wie würdest Du Dich fühlen?

Vielleicht nicht gut. Aber es ist vielleicht besser für das
Kind, wenn es da kein Tauziehen und ständigen Streit gibt. Mir
geht es ja dann auch nicht immer gut!!! Außerdem - noch mal,
ich habe auf seine Bitte Rücksicht genommen!!!

Du hast mal geschrieben es sei ein sehr guter Bekannter und dann ein doch wieder nicht so guter Bekannter. Wenn ich mal von seiner Dir unbekannten Adresse absehe, wie gut hast Du ihn denn gekannt? Ich denke, wenn man ein Kind zusammen hat, dann stehen einfach auch Auseinandersetzungen an. Manch ein Mensch hat es nicht gelernt sich auseinander zu setzen, ist ihm zu stressig, hat Angst als Opfer aus der Situation immer rauszukommen… Kann es sein, dass Du deshalb alles an Dich reißen möchtest, weil Du echte Konfrontationen scheust?

Auf welche Bitte hast Du Rücksicht genommen? Dass das Kind auch einen türkischen Namen hat? Nun, ist es nicht selbstverständlich, dass auch das andere Elternteil hier mitreden darf? Und hast Du ihn damit nicht auch erpresst, sprich gesagt unter welchen Umständen er den Namen sagen darf bzw. nicht sagen darf, und was daraus folgen würde, wenn er sich nicht daran halten will?

Ich kann gut verstehen, dass ein Mensch, gleich ob Mann oder
Frau, dann darauf verzichtet, überhaupt was vorzuschlagen,
wozu denn auch?! Wozu würdest Du Dir denn dann wirklich
überhaupt im umgekehrten Fall gebraucht vorkommen? Zum Zahlen,
ja. Und dann könntest Du vielleicht auch noch denken, Du bist
nur zum Pampern der Entscheidungen von ihm auf der Welt. Du
darfst Dir entweder anhören wie schlecht, falsch oder
beschissen Deine Vorschläge hinsichtlich Kindererziehung sind
oder sollst ihn dafür bewundern, anhimmeln und loben wie toll
seine sind, wenn ihr mal nicht einer Meinung seid. Und das
stelle ich mir bei Euch öfter vor, nicht weil es so sein
müßte, sondern weil Du gerne Machtkonflikte heraufbeschwörst.
Er vielleicht auch, das weiß ich nicht.

Er kann doch alles vorschlagen und wenn ich damit AUCH
einverstanden bin, wird das gemacht. Und das kommt bestimmt
nicht zu selten vor! Und dass ich gerne Machtkonflikte
heraufbeschwöre - sieh es wie Du willst. Aber ich werde nicht
jemanden bei allem mitentscheiden lassen, der so offen zeigt,
dass ihm das Kind eigentlich am Arsch vorbeigeht und
vielleicht hin und wieder es mal sehen will, wenn er nix
besseres vorhat. Und das ist das was er mehr oder weniger
gesagt hat. Mehr als einmal im Monat schafft er es ja sowieso
nicht usw usf. Er will jua die Pflichten nicht mit übernehmen.
Und damit meine ich icht die 150 Euro Unterhalt, sondern dass
man sich auch Zeit nehmen muß, um sein Kind kennenzulernen.

Ich kann nicht beurteilen wieoft er sein Kind sehen mag oder letztendlich sehen wird. Ich finde nur, dass durch Konflikte mit der Mutter sich das nicht gerade verbessert. Nunja, außerdem wohnt er ja auch eine Ecke wohl weg. Dh. wenn so stünde mal im Raum ob Du näher zu ihm hin ziehst oder er näher zu Dir. Also, wenn Du auch von einem Unfall sprichst bei der Schwangerschaft, so spielt halt die Entfernung auch eine Rolle. Natürlich könnte er dennoch alle zwei Wochen kommen. Lass’ es auf Dich zukommen.

Ich käme mir, gleich ob Mann oder Frau, schlichtweg verarscht
von Dir vor. Ich darf zahlen, darf zwar was sagen, doch die
Entscheidung wird dann immer von einem anderen Menschen
getroffen, obwohl die Entscheidung auch mein Kind, auch ein
Teil von mir, angehen würden. Wozu sollte ich dann überhaupt
was vorschlagen? Im Grunde machst Du doch eh was DU WILLST und
was Du für richtig hältst. Was soll also das überhaupt, dass
Du mit ihm viel besprechen möchtest, wenn Du eh selbst
entscheidest? Wieso bitte willst Du überhaupt mit ihm über
Entscheidungen sprechen? Wieso?

Okay, dann sag mir mal bitte genau, wie das aussehen soll.
Beide treffen die Entscheidungen - aha. Er wohnt in Frankfurt,
ich in Berlin. Das heißt, ich bräuchte dann für ALLES seine
Unterschrift - egal, ob er jetzt mal 6 Wochen nicht da war
oder doch. Der Unterschied ist: Das Kind kann sich auf MICH
verlassen - auf ihn nicht, denn er macht, worauf er Bock hat.
Er wird gar nichts an seinem Leben ändern. Und er wird das
Kind kaum kennen - und dann soll er entscheiden? Er akzeptiert
es doch bis jetzt noch nciht mal richtig, nur unter
Voraussetzungen, die er vorgibt! Nee, sorry - DU kannst das ja
gerne so machen. Mir geht es um mein Kind und nicht darum, ob
er jetzt alles bekommt, was er gerne hätte. Bei einem Kind muß
jeder Abstriche machen, auch er. Ich mache sie, in dem ich
mein Leben lang für dieses Kind da bin und mich darum kümmere.
Er macht es, indem er halt nicht alles mitentscheiden darf,
was das Kind angeht.

Bei einem Kind müsse jeder Abstriche machen… Was sind Deine? Bekommt er alles was er gerne hätte? Denke nicht. Außerdem hat er ja anfänglich auch gesagt, Du sollst machen wie Du willst. Dass er das Erziehungsrecht für sich mit in Anspruch nimmt, kam ja erst später. Und wohl deshalb weil gleich ein Machtkonflikt über den Namen entstanden ist. Ich kann ja verstehen, dass Du dem Kind einen Namen geben magst, der Dir gefällt. Das ist vollkommen klar. Doch auch der Kindsvater hat hier ein Recht, finde ich. Du bezeichnetest es als Zugeständnis. Ich weiß nicht ob es so gemeint war, doch es kam für mich so als gnadenvoller Akt vor, dass Du das erlaubst, dass der Junge auch einen türkischen Namen bekommt. Und da fühlte ich mich sehr unwohl.

Klar, die meiste Zeit wird das Kind bei Dir sein und somit solltest Du es auch am besten kennen. Ob das Kind nun gerne Milch trinkt oder Linkshänder wird, ob er beim draußen spielen sich leicht erkältet oder einfach ein sehr ernstes Kind wird… diese Dinge werden Dir als erstes wohl auffallen und es ist an Dir entsprechend darauf einzugehen, z.B. dann dem Kindsvater zu sagen, dass es auch noch einen Schal braucht, wenn es draußen gar nicht mehr so kalt ist. Oder wenn das Kind eine Milchunverträglichkeit haben sollte, dass auch der Vater für Alternativen sorgt. Klar, sowas ist doch selbstverständlich. Und so gesehen wird vieles so laufen wie Du es willst bzw. wie es für das Kind richtig ist. Es wird jedoch aber auch andere Dinge geben. Was wenn Du möchtest, dass der Kleine ins Ballett geht und der Vater möchte, dass er Fußball spielt? Wäre es da nicht angesagt, den Sohn entscheiden zu lassen und wenn er es nicht weiß, beide Sachen ausprobieren zu lassen und dann entscheiden zu lassen? Das greift nun nicht wirklich, da es sich um fiktive Beispiele handelt. Doch das was Du schreibst und wie Du es schreibst, läßt mich nun mal denken, dass gleich wie der Kindsvater drauf ist, Du ihn somit eher vertreibst bzw. so Probleme in Form von z.B. Machtkonflikten vorprogrammiert sind.

Du hast hier als Beispiel für Eure unterschiedlichen
Vorstellungen die Namensgebung aufgeführt. Und hier zeigt sich
ein klassischer Machtkonflikt. Du kannst Dir natürlich nun
dadurch Dein Männerbild bestätigen, dass die arme Frau alles
machen muss und der Mann kümmert sich um nichts, darf aber
alles entscheiden. Doch vielleicht bist Du auch mal so ehrlich
zu Dir, und schaust Dir mal an, was Du selbst dazu beiträgst,
dass er sich so verhält?!

Ich habe das so vorgeschlagen, dass der Junge noch einen
türkischen Namen bekommt! Was ist daran schlimm? Der Vater
weigert sich, seinen Sohn dann mit dem anderen Namen auch
anzureden. Das tue ich nicht! Und das geht einfach nicht, dass
er sich weigert und mehr oder weniger sagt, er nähme einen
deutschen Namen nicht in den Mund und sein Sohn ist NUR Türke.
Das stimmt nun mal nicht. Das ist nun mal halbhalb! Und wenn
er das nicht akzeptieren kann…

Ja, was ist wenn er es nicht akzeptieren kann, dann soll er vom Sohn ganz weg bleiben? Wie ist es denn mit Deinem Verständnis für seine Kultur, sein Denken… das Kind ist noch gar nicht auf der Welt und schon wird bestimmt wie er gerufen werden muss. Lass’ doch den Vater mal wie er meint. Das kann sich doch auch wieder ändern. Wie ich geschrieben hatte, könnte ich mir vorstellen, dass es für den Kindsvater auch nicht einfach ist, wenn er sieht, dass seine Nachkommen immer deutscher werden (was auch immer das heißen mag) und dass sich nicht nur bei sondern auch durch ihn schon Türkisches verloren hat und weiterhin verlieren wird, von Generation zu Generation. Vielleicht macht ihm das auch zu schaffen und vielleicht ist ihm deshalb ein türkischer Name wichtig. Und wenn Du daran noch Forderungen knüpfst, ob, wann, wieoft er seinen Wunschnamen sagen kann, da ist doch klar, dass er sich dagegen wehrt. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird, heißt es. Lass’ die Dinge doch mehr auf Dich zukommen. Und verstehe auch mal weshalb für ihn der Name so wichtig ist, konfrontiere ihn damit, vielleicht wird ihm dann auch manches klar-er. Und im Laufe der Zeit wird sich das mit dem Namen schon in eine Lösung einpendeln, die auch okay für den Sohn ist.

Ich weiß nicht, ob er sich sonst häufiger oder genauso wenig
gemeldet hätte. Immerhin seid Ihr seit 10 Jahren mehr oder
minder gute Bekannte. Von wem ist denn bislang immer der
Kontakt ausgegangen? Dir oder ihm, oder gleichermaßen?

Eher gleichermaßen. Seit ich schwanger bin von MIR ganz
alleine, ich hab ihn informiert, was es wird, wie es mir geht
etc. Er hat sich nicht einmal gemeldet und es kam auch noch
nie mal eine Frage.

Ja, das ist hochgradig frustrierend. Wir kennen ja ihn und seinen Charakter nicht. Und niemand weiß hier was Euch sonst aneinander gebunden hat, was Euch miteinander verbindet. Nun ist eine neue Situation geschaffen, denn Ihr beide werdet immer durch den Sohn auf gewisse Weise miteinander verbunden sein. Vielleicht braucht er auch mal Zeit um sich an den Gedanken zu gewöhnen, vielleicht weiß er selbst noch gar nicht wie er mit der Situation umgehen kann / soll. Das entschuldigt natürlich nicht sein scheinbar gleichgültiges, desinteressierte Verhalten. Du mußt ja wissen, was Euch die Jahre über verbunden hat. Und wenn es z.B. nur eine Sauftour war, dann will oder kann er vielleicht auch gar keine größeren Bindungen hier eingehen. Kläre einfach selbst für Dich die Qualität Eures Kontaktes.

Du schreibst, er könne doch nicht wegen Konflikte die er mit
Dir hat, deshalb sich um sein Kind nicht kümmern. Du schreibst
ihm allerdings vor wie dieses Kümmern auszusehen hat, und
darauf hat kaum jemand Bock.

Tja, dann muß er halt mal was tun, worauf er keinen Bock hat!
Ich schreibe das ja nicht vor, aber es muß vorher geklärt
sein! ER WILL SICH DOCH NICHT KÜMMERN! Auch vor dem
Namensproblem war da doch NIX, NADA! Als ich dann meinte, dass
es ein Junge wird, fing er mit dem Namenskram an - und zwar
nur damit. Der Rest interessierte ihn immer noch nicht.

Er will sich nicht kümmern? ER wollte zahlen, er schrieb was vom Kinderwagen… er ist zu Dir gekommen… Wie gesagt, ich weiß nicht was für ein Mensch er ist und wie er zu Dir und zu seinem Kind steht, doch dass er nichts tut, stimmt nicht. Er macht vielleicht nicht das in dem Maß wie Du es möchtest, doch er hat schon was getan. Du schreibst ihm nichts vor? Was ist es denn dann? Entweder oder! Und Du nennst das als Wahlmöglichkeit. Dreh’ mal den Spieß um, wie würdest Du Dich in selbiger Situation fühlen? Ich verstehe und würde sicherlich ähnlich empfinden, wenn ein Kindsvater sich scheinbar nur für den Namen interessiert. Doch ist dem wirklich so? Ich weiß es nicht. Du meintest mal, Du hättest ihm gesagt, dass er sich nicht kümmern würde, dass er sich nicht mal dafür interessiere, wie es der werdenden Mutter und dem Kind ginge. Du schriebst auch, dass er gemeint habe, er würde sich sehr wohl dafür interessieren. Lügt er nun oder kommt sein Interesse bei Dir nur nicht an? Was meint er denn, wie er sein Interesse äußert? Die Frage hatte ich schon mal gestellt und keine Antwort erhalten.

Du sagst, Du hättest ihn

entscheiden lassen. Lese doch selbst mal nach, was Du
geschrieben hast, was los ist, wenn er nicht das Kind so nennt
wie Du willst?

Es geht nicht darum, dass er das Kind so nennt, wie ich will,
sondern wie es heißt.

Witzig. Und wer gibt dem Kind den Namen? Du doch!

Er kann den türkischen Namen IMMER

verwenden.

In vorigen Postings las ich es so, als könnte er auch mal den türkischen Namen sagen, doch halt nicht immer. Und nun kann er immer? Lass’ es einfach auf Dich mehr zukommen, vertraue darauf, dass sich das klärt. Versuche mal mit ihm zu erörtern, weshalb ihm der Name so wichtig ist, was er mit dem Namen verbindet… und dass er eben sich nicht dem Namen sondern dem Jungen weitergibt. Und da ist es gleich, ob der einen deutschen oder türkischen Namen hat. Dennoch ist es an ihm das Kind so oder so nennen zu können. In erster Linie muß es ja für das Kind stimmen und das hängt einfach auch davon ab, wie die Eltern mit den unterschiedlichen Namen umgehen werden.

Er solol sich nur nicht dem deutschen Namen, der

nun mal der Rufname ist verweigern. Und das tut er.

Lass’ das Kind erstmal zur Welt kommen, werde lockerer und ich denke, auch der Kindsvater wird wieder loslassen können und das Kind sowohl als auch rufen.

Und

untergräbt damit alles. Denn wie gesagt - ich weigere mich
nicht, dem Kind einen türkischen Namen zu geben und ihn auch
so zu nennen.

Meinst Du nicht, dass Du hier sehr generalisierst? Was ist ALLES das er hier untergraben soll? Er würde ja dennoch zahlen wollen, das Kind sehen wollen, sich um das Kind kümmern wollen… Wenn das so eintrifft, wieso untergräbt er dann alles?

Hast Du denn nur einmal versucht zu verstehen weshalb ihm der
türkische Name so wichtig ist?

Ja, habe ich. DESHALB BEKOMMT DER JUNGE JA AUCH NOCH EINEN!

Gut.

Hast Du auch schon mal was

gesagt, was Du im Eifer des Gefechtes dann hinterher gar nicht
so ernst gemeint hattest? Du legst hier jede Aussage auf die
Goldwaage. Wenn er keinen türkischen Namen bekäme, wäre er
nichts wert.

Er hat das wortwörtlich in Mails und SMS so geschrieben.

Das ist für mich eine doofe Aussage. Wenn der Sohn als Deutscher nichts wert wäre, so ist der Junge immer noch ein Teil von ihm und somit zur Hälfte deutsch, und wenn Deutsch nichts wert ist, wieso ist er dann in Deutschland und wieso verhält er sich dann „deutsch“ aus Deiner Sicht? Ich glaube nicht, dass das reine Bequemlichkeit oder Anpassung ist, sondern dass manches auch von Vorteil ist. Und es geht ja auch gar nicht darum, dass er das Türkische an ihm ablegt, sondern das lebt was ihm gemäß ist, gleich ob türkisch oder deutsch. Und dasselbe gilt für den Sohn.

Weißt Du was er damit sagen will und wie es zu

dieser Aussage überhaupt kam? Vermutlich nicht.

Nein. Bei solchen Aussagen muß ich das auch ehrlich gesagt
nicht mehr.

Solche Aussagen habe ich schon öfter gehört, also das ist nichts Spezielles von ihm. :smile: Ich denke solche Sätze sind teils unreflektiert übernommen. Warum ist er denn in Deutschland? Hätte die Türkei ihm das alles geboten was er hier auch hat, so wäre er kaum hier, sondern dort geblieben. Mag sein, dass er dafür hier auf manches widerum verzichten muss, doch jeder Mensch wählt das kleinere Übel in der Regel. Und die Bereiche in denen die verschiedenen Kulturen aufeinander prallen und wo man die andere Kultur nicht verstehen kann oder der eigenen zugegen läuft, wird dann wohl pauschalisierend als „schlecht“ abgetan. So freizügig wie manche Mädchen hier rumlaufen, mag einen konventionell denkenden Türken eher schockieren und da mag schnell der Gedanke an „Nutte“ da sein, auch wenn dem gar nicht so ist. Ich hatte mal eine Klassenkameradin, die von ihrer Schwester jeden Tag zur Schule gebracht wurde und wieder abgeholt wurde. Nur unter dieser Voraussetzung überhaupt durfte sie die Schule besuchen, und das war eh schon was Tolles angeblich. Sie erzählte von einer Freundin deren Eltern mit ihrem Freund nicht einverstanden waren. Daraufhin wurde die Freundin als Hure aus dem Haus geworfen und entsprechend geächtet. Ich denke, in so Aussagen, wie dass der Junge sonst nichts wert sei, stecken halt diese Sachen mit drin, deren Kultur, die dann stellenweise unsere nicht verstehen will / kann und auch nicht annehmen möchte. Doch da er hier lebt und sich ein Stück auch angepaßt haben dürfte, ist wohl nicht alles so schlecht. Vielleicht wäre ein Forum für Eltern unterschiedlicher Kulturen doch eine gute Idee? :smile:

Lass’ ihm und

Dir doch Zeit etwas zu entwickeln. Wenn Du im Vorfeld schon
alles so starr festlegen magst, wenn sich schon am Anfang die
Fronten verhärten, wo soll hier bitte eine Chance auf
Entwicklung und Wachstum sein?

Weil er mich jetzt erpresst und unter Druck setzt. Und ich ihm
zeigen möchte, dass das nicht funktioniert. Denn er wird es
sonst immer wieder tun. und ich habe langsam Angst vor ihm.
Glaub es mir oder nicht. Und was soll das Kind denn mit einem
Vater, der offen sagt, dass er ihn nicht anspricht, wenn er
keinen türkische Namen hat. Noch nicht mal beide in
Kombination!!! das ist doch irre!

Wenn er nun den Sohn nicht mal in Kombination beider Namen ansprechen möchte, so hat sich doch das auch erst entwickelt. Anfänglich war er doch noch gar nicht so stur drauf, oder? Du siehst leider nicht, dass Du ihn auf Deine Weise genauso zu epressen versuchst. Von daher noch mal möchte ich Dir eine Beratungsstelle, einen Mediator, ein paar Therapiestunden nahe legen.

Er mag Deutschtürke sein und vielleicht wird ihm nun
angesichts seines Kindes bewußt, dass bei ihm schon vieles von
dem Türkischen verloren ging, das er seinem Sohn gar nicht
mehr weitergeben kann (z.B. perfektes Türkisch, alle
türkischen Sitten und Gebräuche usw.) und deshalb möchte er
eben das wenigstens etwas im Namen davon weiterlebt.

Hab ich ja auch gesagt, dass das okay ist! Er darf da mit ihm
soweit alles machen.

Soweit? Wie weit? Das hört ja schon am Anfang beim Namen auf. Wie empfindet er das? Was bedeutet der Name für ihn? Ich könnte mir vorstellen, dass er das Gefühl hat, das Türkische verleugnen zu sollen im Kind bzw. er weiß und erlebt, wie nun immer mehr Deutsches das Kind annehmen wird und Türkisches verlieren wird. Versuche doch bitte auch mal das zu sehen und dass dieser Prozess möglicherweise schmerzhaft für ihn ist und auch etwas Zeit braucht. Wenn Du locker läßt, wird er es wohl auch wieder tun (können). Lass’ ihn das Kind rufen wie er mag und Du kannst ja beide Namen verwenden. Ich denke schon, dass er im Laufe der Zeit durchaus sich dann auch für beide Namen erwärmen können wird. Und irgendwann wird der Sohn vielleicht auch sagen, wie er denn gerufen werden möchte.

Scheinbar

verstehst oder willst Du auch gar nicht verstehen, weshalb der
Name für ihn wichtig ist.

Doch. UNd deshalb - wie gesagt - einen türkischen Namen
bekommt der Junge.

Dir ist ja auch aus anderen Gründen

Dein Namenswunsch wichtig. Beides ist legitim und zwar
gleichwertig. Und je mehr Du dann nein sagst, desto mehr pocht
er verständlicherweise auch auf gemeinsame Entscheidungen.

Zum letzten Mal: ICH HABE NICHT NEIN GESAGT!!! Hast Du mein
Posting überhaupt gelesen?

Wer unterstellt hier wem was? Okay, Du hast nicht nein gesagt, doch Du hast bestimmen wollen, wie den Bedingungen sind unter denen der Junge den Namen bekommt. Wie würde Dir das umgekehrt passen?

Wobei Du dann in Deiner Angst gleich befürchtest, er wolle
dann sogar Alles entscheiden. Mir scheint, Du provozierst aus
unbewußten Gründen die Situation eine frustrierte
Alleinerziehende zu werden.

Keine Angst. Frustrierend wäre, wenn er mich weiterhin
erpreßt.

Das tust Du nicht minder.

Ich denke nicht, dass Deine Probleme mit ihm darauf basieren,
dass er Deutschtürke ist, die kommen vielleicht nur hier noch
etwas stäker zu Tage. Ich denke, es wäre wirklich mal
hilfreich, Du schaust Dir mal Dein Männerbild an. Wie hast Du
etwaige Partner erlebt, wie Deinen Vater?

Ähm - mein Vater ist kein etwaiger Partner :wink: Ansonsten -
eher gleich starke Persönlichkeiten. Es geht auch nicht um
mein Männerbild, da habe ich kein bestimmtes. Es geht um das
Bild von IHM. Und das hat scih jetzt ganz klar genauer
gezeichnet. Und nciht zum positiven…

Frau orientiert sich aber bewußt oder unbewußt an dem wie sie ihren Vater erlebte, so das nicht - sofern nötig - aufgearbeitet wurde. Du hast mal geschrieben, Du könntest ihn Dir als Vater vorstellen. Was hätte ihn denn da als Vater ausgezeichnet? Und was hat Euch die 10 Jahre über miteinander verbunden?

Hier wurde einiges geschrieben, dem ich in Gänze zustimme, vor
allem von Maid auch. Du hast das hingegen so interpretiert als
gemeint werden würde, der Mann habe keine Pflichten und dafür
aber alle Rechte (mal überspitzt ausgedrückt). Deine große
Angst ist wohl, der Mann dürfe alles bestimmen. Und weil das
Du auf keinen Fall (noch mal) erleben magst, willst Du den
Spieß umdrehen.

Quatsch! Sagen wir mal - nicht der Mann, sondern einfach der
Elternteil, der nicht erzieht. Und der sogar noch offen sagt,
dass er eigentlich auch kein großes INteresse hat. Das Kind
nur sehen will, wenn es gerade gut paßt. Aber trotzdem alles
mitentscheiden will. Klar, kann in manchen Fällen auch die
Frau sein.

Klar, so wie Du es hier nun so schreibst, kann kaum jemand da was dagegen haben. Doch wie kam es dazu, dass er alles mitentscheiden wollte. Das war nicht von Anfang an so. Und was hast Du dazu beigetragen? Das wäre mal interessant zu ergründen.: Ob er nun im Grunde sowieso keine innigere Bindung zum Kind aufbauen wollte / könnte, vermag ich nicht zu sagen, doch dass Du auch Deinen Teil zum Misslingen beiträgst. Siehe Machtspiele, Erpressungsversuche…

Doch das wird ebenso schief gehen bzw.

sicherlich nicht gut für’s Kind sein. Weder dass nur einer das
Sagen hat ist richtig noch dass nur der Andere das Sagen hat
ist richtig. Wenn Du ihn Entscheidungen wirklich mit
einbeziehen magst, dann musst Du ihm auch zugestehen, dass mal
was entschieden wird, was Dir nicht so sehr in den Kram passt.

Tut mir leid, ich lasse niemanden entscheiden, der kein
Interesse hat, noch nicht EINMAL was gefragt hat, noch nciht
einmal guten Willen gezeigt hat und, so selten er das Kind
sieht, ihn nicht richtig kennen wird. Wenn er gezeigt hätte,
dass er auch Verantwortung übernehmen will.

Momentchen… wie soll denn bitte die Verantwortung aussehen? An was soll er denn bitte Interesse entwickeln können, was er nicht fühlt so wie Du. Das mag nun nicht schön sein, doch so mag es einigen Männern erstmal gehen. Doch auch in Folge, wie soll er eine Beziehung zu einem Kind aufbauen wollen oder gar können, wenn er kein Mitspracherecht im Grunde hat? Stell’ Dir vor, Du finanzierst einen Urlaub, doch der Partner bestimmt wohin es geht, in welche Lokale ihr geht, was ihr gemeinsam unternehmt… Du darfst zwar auch Vorschläge machen, doch es wird gemacht was der Partner will. Wieso solltest Du dann zahlen wollen bzw. den Urlaub überhaupt machen wollen? Du hast von vorneweg schon bestimmen wollen wie er sich zu kümmern hat. Und ob er sich nun tatsächlich nicht kümmern will / kann oder nicht, weiß ich nicht. Doch es gab diverse Ansatzpunkte mal was zu klären. Z.B. wie meint er dass er sich interessiert und kümmert? Und wieso kommt das bei Dir nicht an bzw. wie kommt das bei Dir an?

Bitte. Aber bis

jetzt kam gar nichts und dieser Typ erpresst mich wegen des
Namens und hat Angst vor seinen Eltern! Ganz ehrlich, der hat
für mich und das Kind noch gar nichts getan -

immerhin ist er gekommen wenn Du es wolltest. Das mag nicht viel sein, aber es ist mehr als nichts. Und er hatte sich zu manchem bereit erklärt. Vielleicht lief es auch nicht so wie Du es wolltest, dass er von sich aus Dir das anbietet… doch er sagte auch nicht nein. Lass’ Deine Wunschvorstellungen los so wie er sein sollte und lernen ihn als Kindsvater so zu nehmen wie er ist, was er Dir und dem Kind geben kann.

ich hab mich

ständig bei ihm gemeldet und alles versucht. Ihm alles
mitgeteilt. Alles außer der Namessache geht ihm am Arsch
vorbei. Und sorry - das ist dann kein Kümmern sondern reiner
Stolz.

Mag sein, dass es auch Stolz ist. Doch vermutlich stecken noch andere Gründe dahinter. Und vielleicht beginnt das Kind für ihn auch mit dem Namen erst. Versuche ihn und seine Kultur, seine Denkweise besser zu verstehen. Unterhalte Dich auch mal mit seiner Schwester oder anderen Menschen aus der Türkei kommend.

Wenn es für den Vater wichtig ist und dem Sohn nichts ausmacht
bzw. auch dem Sohn wichtig ist, dann wäre es angebracht auch
mal etwas geschehen zu lassen, das nicht Deine ausdrückliche
Zustimmung findet.

Ja klar, kann ja passieren. Bei der Namenssache wären wir nun
beide zum Zug gekommen. Aber das reicht ihm nicht. Du tust die
ganze Zeit so, als hätte ich ihm das verwehrt. Hab ich doch
gar nciht! Mir macht nur diese Weigerung Angst, den deutschen
Namen um alles in der Welt nciht in den Mund zu nehmen.

Du hattest geschrieben, dass er mit einem türkischen Zweitnamen anfänglich einverstanden war. Was hat sich seitdem geändert? Was hast Du selbst dazu beigetragen?

Ich bitte Dich den Thread mal später mit etwas Abstand nochmal
zu lesen. Und ich würde mal mir die Vaterbeziehung, das
Männerbild in ein paar Therapiestunden anschauen und
bearbeiten.

Baby, das kannst Du Dir echt sparen - danke auch :smile:

Baby? Verwechelst Du da gerade nicht was?! Ich finde schon, dass Du mit etwas Abstand den Thread nochmal lesen solltest. Fand auch sehr richtig was Maid geschrieben hat. Manchmal sieht man ja mit Abstand die Dinge neu bzw. anders.

Andernfalls könnte das eintreffen, was Deine

schlimmsten Ängste und Befürchtungen sind. Doch wenn dem so
kommen sollte, dann sicherlich nicht, weil die Männer
unbedingt alle so sind, sondern weil Du auch Deinen Teil dazu
beigetragen hast, dass sie aus ihrer eigenen Lebensgeschichte
heraus so reagieren müssen.

Danke. Ich weiß, dass nicht alle Männer gleich sind. Dafür
hatte ich ja auch schon ein paar :wink: Und Dein
Ruminterpretieren finde ich ein bißchen peinlich.
Wahrscheinlich siehst Du auch in jeder Handbewegung ein
Psychose.

Nee, nur Neurose. :smile: Du hast um Meinungen gebeten und ich habe davon eine abgegeben. Sie passt Dir nicht und nun ist mein Ruminterpretieren peinlich? Auch gut. Doch dann frage bitte nicht bzw. schreibe nicht, dass Du Antwort von mir haben möchtest.

Und darüberhinaus empfehle ich Euch eine neutrale dritte
Person die zwischen Euch vermittelt, eine Art Mediator, eine
Beratungsstelle.

Ich war beim Jugendamt. Wird Dir nicht gefallen, aber die
haben gesagt, dass ich AUF KEINEN FALL darauf eingehen soll
und sie mir raten, dass der Vater das Kind nur mit einer
dritten Person sehen darf (falls er es denn überhaupt sehen
will).

Naja, Jugendamt weiß auch nicht immer alles und hat Zeit sich beide Seiten anzuhören. Da sitzen auch nur Menschen. Und was soll bitte heißen, dass Du auf keinen Fall drauf eingehen sollst? Worauf auf keinen Fall? Auf den zweiten Namen? Dachte der ist beschlossene Sache. Verstehe nicht. Tja, dass er das Kind mit einer dritten Person sehen darf, mag bei manchen Menschen sicherlich seine Berechtigung haben. Wie das bei dem Kindsvater hier ist, ob er seinen Sohn beispielsweise entführen würde, weiß ich nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass je weniger ihr einem gemeinsamen Nenner findet, umso weniger könnte er sich überhaupt interessieren für’s Kind oder umso mehr könnte der Gedanke in ihm wachsen, dass das Kind als Türke in der Türkei aufwachsen soll. Von daher bitte ich Dich nochmal in Deinem eigenen Interesse und vor allem auch im Interesse des Kindes, besucht mal gemeinsam eine Beratungsstelle.

Ciao,
Romana

Guten Rutsch für Dich uns Kind,

Danke, Dir auch nachträglich.

Romana

Hallo!

Jeder Mensch hat auf einen anderen Menschen eine Wirkung,
bewußt oder unbewußt, mehr oder weniger. Es geht schon bei
banalen Dingen los wie stell’ Dir mal vor, Du gehst in ein
sündhaft teures Restaurant und möchtest Dich so richtig gut
mit jemanden verwöhnen lassen. Die Bedienung ist nicht nur
sehr ruppig sondern hat auch noch den Finger in der Suppe. Und
nun stelle Dir dieselbe Situation vor so wie sie für Dich sein
sollte. Ich denke der Abend kann Dir auf unterschiedliche
Weise in Erinnerung bleiben. So wird die Bedienung die Dich
nicht kennt auch Einfluß auf Deinen so schön geplanten Abend
haben.

Da hast Du wohl recht. Nur denke ich, dass Du kaum beurteilen kannst, wie in unserer Situation wer auf wen genau Einfluß genommen habe. Dass ich vielleicht auf SEIN Verhalten reagieren könnte, das scheint ja auch hier wieder gar nicht zur Debatte zu stehen.

Je näher sich Menschen sind oder je mehr sie von einander
abhängig sind bzw. machen, desto größer können sie sich auch
gegenseitig manipulieren oder einfach nur bewußt oder unbewußt
beeinflussen. Und ich denke nicht, dass das Du hier machst,
Dir sonderlich bewußt ist.

Das ist mir auch klar. Nur habe ich immer ziemlich offen mit ihm geredet (was gegen das „Manipulieren“ spricht) - außerdem habe ich ihm auch einen Wunsch erfüllt. Welchen hat er mit erfüllt? Dass er sich um etwas kümmert? Nein. Dass er sich auch nur ein einzigen Mal meldet? Nein. Aber das scheint ja für Dich alles okay zu sein - Hauptsache, er darf aussuchen, wie das Kind genannt wird. Wie das Kind vielleicht darunter leidet, dass es einen ersten Namen hat und der Vater immer sagt „Ich nenn Dich aber nur anders!“ - das scheint ja auch egal zu sein. Das würde ich dem Kind nie antun. Und sollte er irgendwann mal nur bei seinem türkischen Namen gerufen werden wollen, dann tue ich das.

Ja, so würdest Du nicht allein dastehen und so wie Du es hier
gerade eben schreibst bzw. wie Du es siehst, würde ich Dir
zustimmen. Doch Du hast nun schon ein paar Sachen mehr
geschrieben, möglicherweise nicht alles. Dennoch finde ich, Du
förderst dieses Verhalten.

Inwiefern fördere ich das? Anscheinend ja nur, dass ich nicht einfach zustimme, dass er sich weigert, den Namen des Kindes in den Mund zu nehmen! Was anderes habe ich nicht getan!!! Wenn das mein großer Fehler ist, dann bitte - das lade ich mir gerne auf! Wenn ich mir gerade überlege, jemand würde sich weigern, meinen Namen in den Mund zu nehmen - puuh. Das würde mir sehr wehtun!

Schau, anfänglich war es ihm gleich, ob Du das Kind bekommst
oder nicht. Und nun möchte er in allen Erziehungsfragen
mitreden. Woher kam der Wandel?

Das ist kein Wandel. Jetzt wo die Entscheidung getroffen ist, möchte er mitentscheiden. OHNE FÜR JEMANDEN VON UNS DA ZU SEIN! Das ist es doch. Ich hätte doch die Probleme gar nicht, wenn er sich nicht so abwertend und ablehnend mir und dem Kind gegenüber verhalten würde, schon jetzt. Er hat ja auch dann gesagt, eine Abtreibung wär besser gewesen, aber jetzt wo er kommt, soll er wenigstens einen türkischen Namen bekommen. Dann haben wir uns geeinigt, dass er einen zweiten türkischen Namen bekommt. Man kann ihn ja dann auch bei beiden nennen. Woraufhin er meinte, er würde bei seinem Sohn niemals einen deutschen Namen in den Mund nehmen. Woretwörtlich. Und das findest Du okay? Da soll ich zustimmen? Niemals.

Du sprichst z.B. davon ihn entscheiden zu lassen. Ich empfinde
das als Erpressungsversuch. Du sagst, er habe entweder keine
Pflichten oder er müsse das Kind bei seinem ersten Namen
rufen.

Nicht, dass er das Kind bei seinem ersten Namen immer rufen muß. Nur vielleicht auch am Anfang, wenn der das sonst noch nicht so gut begreift. Ich hab keine Lust, dass mein Kind vom Auto angefahren wird, nur weil der Vater, der alle paar Monate kommt, ihn nciht bei dem Namen ruft, den er persönlich als Rufnamen kennt, sondern plötzlich ganz was anderes. Dann reagiert er nämlich nicht und bumms. Das ist nur ein Beispiel. Das ist keine Erpressung, da geht es ums Kind. Und dann soll er wenigstens auch den anderen Namen akzeptieren. Darum geht es mir doch. Er will ihn sein Leben lang nciht in den Mund nehmen! Und das ist respektlos gegenüber mir und vor allem dem Kind! Stell Dir das doch nur mal vor! Das ist doch eine Arschlochtour!

Wenn er sich dann jedoch dazu entscheidet, mit dem Kind

nichts zu tun haben zu wollen, was DU ihm selbst als eine
Wahlmöglichkeit angeboten hast, passt es Dir auch wieder
nicht.

Ich sage nicht, dass es mir nicht paßt. Ich sage nur, dass ich es wahnsinnig traurig finde. Das ist etwas anderes. Und ich mache ihm deswegen auch keine Vorwürfe. Nur zeigt es mal wieder, dass ihm nichts daran liegt. Und er hat bisher in den letzten 7 Monaten noch nicht mal andeutungsweise etwas anderes gezeigt.

Du machst Dich hier selbst zum Opfer und beschwerst

Dich dann auch noch. Okay, Du magst das wohl nicht sehen,
daher auch mein Verständnis.

Ich mache mich nicht zum Opfer. Ich sage nur, dass es nicht sein kann, dass er den Rufnamen seines Sohnes nicht nennen wird. Und das ist doch leider erst das erste Problem. Was ist denn, wenn er sich dann weigert, mit ihm deutsch zu reden? Sorry, aber ich finde diesen Typen so rigoros, dass ich mir das gut vorstellen kann. Und er hat wortwörtlich gesagt, dass er mit dem Kind nichts zu tun haben will, wenn er auch nur einmal den deutschen Namen in den Mund nehmen muß. Ich weiß ja nicht, was Du noch brauchst, um ihn nicht mehr zu verteidigen - mir reicht das, ehrlich gesagt.

Für mich heißt das jedoch, dass

Du ihm zwar diese angebliche Alternative angeboten hast wie er
sich entscheiden kann, doch im Grunde meintest Du doch, er
solle sich so entscheiden wie es Du für richtig befindest,
nämlich das Kind so zu rufen wie Du es willst.

Nein. Er soll das Kind so rufen, wie es heißt!!! Und das ist nun einmal ein Rufname und ein Zweitname, den er auch aussuchen kann. Nur soll erhalt uach bedenken, dass das am Anfang schwierig für das Kind ist. Das habe ich recherchiert und mir uach bestätigen lassen. Und dass er ihn da sonst mit beiden Namen anspricht oder so ähnlich. Aber er nimmt den ersten Namen nicht in den Mund und er hat auch schon gesagt, dass sein Sohn fü ihn Türke ist und basta! Nix da halbhalb. Für mich ist er halb Türke und halb Deutscher - aber ihm scheint das echt peinlich zu sein. Vielleicht bekommt er ja dann auch Probleme mit seiner Familie - keine Ahnung. Aber das ist dann seine Sache und dann soll er das auch zugeben.

Es soll so

laufen wie Du es magst oder gar nicht.

Nicht, wie ich mag. Sondern wie wir es erst abgesprochen haben und auch wie es für das Kind am besten ist. Und kein Mensch kann mir erzählen, dass es für ein Kind gut ist, wenn der Vater sich weigert, seinen Namen in den Mund zu nehmen. Und das hat er explizit gesagt - nicht nur einmal.

Und wenn er dann eben

„gar nicht“ sagt, passt es Dir auch nicht, und Du sagst, er
käme seinen Pflichten nicht nach.

Das stimmt so nicht. Wenn er sich ganz raushalten will ist das traurig. Aber damit ist er auch sämtlicher Pflichten entbunden. Lies nochmal genau. Es ging um seine „Pflichten“ bis zur Geburt. Und das sind noch nicht einmal Pflichten, sondern einmal nachfragen oder anrufen wäre schon für mich evcht schön gewesen. Dann hätte ich da nicht immer hinterher sein müssen.

Das mag ja dann auch so

sein, und ich weiß nicht wie es wäre, würdest Du nicht ihn zu
manipulieren suchen und würdet Ihr nicht diese Machtspielchen
spielen.

Wie gesagt - Manipulation wie? Er möchte etwas, was offensichtlich für das Kind nicht gut ist und nicht gesund ist. Dem stelle ich mich entgegen. Und ich werde auch nicht nachgeben, weil er es so will. Und so werde ich das auch in Zukunft handhaben. Wer dem Kind etwas Negatives will, der wird ausgebremst. Das ist, glaube ich, die Aufgabe einer Mutter. Und ich habe die Beweise und auch schon mit befreundeten Psychologen gesprochen - die haben mir auch schon gesagt, dass es angenehm bestimmt nicht für das Kind ist, wenn der Vater sich weigert

  1. seinen Rufnamen auszusprechen
  2. anzuerkennen, dass er ein halber Deutscher ist

Was ist kein Problem? Habe das Posting noch nicht geschickt.
Wäre es kein Problem für Dich zu zahlen und nichts
mitbestimmen zu dürfen?

Liebe Romana. Es geht hier nicht ums Geld. Das habe ich schon tausendmal geschrieben. Beschwer Dich beim Staat, dass der dazu verpflichtet. Ich habe damit nichts zu tun.
Wenn ich ein Kind hätte, das beim Vater lebt. Nun, dann würde ich schon akzeptieren, dass er es wahrscheinlich besser kennt! Und eher Entscheidungen treffen kann. Wenn ich zahle - okay - dafür habe ich dann das Besuchsrecht. Und dass der Vater mich dann über alles informiert und auch mal fragt - das finde ich selbstverständlich. Ich würde aber nicht erwarten, dass jeder Fifty-fifty entscheidet. Denn das geht schon rein von der Logistik her nicht.

Wäre es okay für Dich nur Vorschläge

unterbreiten zu dürfen und dann auf das Wohlwollen des anderen
Erziehungsberechtigten zu hoffen?

Das ist sicher nicht Wohlwollen. Das ist bestimmt besseres Wissen. Es ist doch anders, wenn er regelmäßig kommt und das Kind kennenlernt. Aber das hat er doch gar nciht vor! Einmal im Monat, wenn es hochkommt. Und schon jetzt hat er doch keinen Bock. Als ich meinte, dass ich ihn dann zur Geburt anrufe, damit er gleich herkommt, wollte er das ja auch nciht („ja, mal schauen, wie es passt, blablabla“). Supervater, echt. Aber Du scheinst ihn ja für recht kompetent zu halten.

Lass’ es einfach auf Dich zukommen. Das lässt sich nicht starr
beantworten. Doch ich finde, man sollte einfach offen sein,
und wenn auch keine Einigung möglich ist bzw. scheint, dass
man zum Wohle des Kindes schaut, was ihm am wichtigsten ist
und so entscheidet, auch wenn einem das selbst nicht immer
gefallen muß. Und das lese ich bei Dir nicht.

Es geht darum, worum es geht. Ganz einfach. Bei anderen Dingen, vielleicht. Und wenn er sich doch mal über irgendwas informiert hätte, da wäre ich die letzte die sich das nicht anhört. Aber er weiß, sorry, nix, interessiert sich für nix und soll dann wahrscheinlich jede zweite Entscheidung treffen? Nein!!!

Und Du hast mir immer noch nicht gesagt, wie das ablaufen sollte mit dem geteilten Sorgerecht. Wenn jetzt beide unterschiedlicher Meinung sind, tausendmal diskutiert. WAS wird denn dann gemacht? Bitte sag es mir! Mal er, mal ich? Das heißt, er sagt: „Der Junge wird Moslem“ - dann sage ich: „Ja super, die Entscheidung mit den blauen Schühchen hatte ich ja getroffen, Du bist jetzt sowieso dran“ oder wie? Er hat doch auch nicht einmal gesagt, dass er sich kümmern will. Dann wäre die Situation ja auch noch einmal anders…

Wie ist es denn,

wenn er und Dein Sohnemann mal was wollen, was Dir gegen den
Strich geht, dem Sohn aber nicht schaden würde oder vielleicht
aus seiner Sicht sogar gut täte? Würdest Du dann die beiden
machen lassen können?

Erstmal: Bitte NIEMALS das Wort „Sohnemann“ mir gegenüber benutzen :wink:

Es ist doch was komplett anderes, wenn der Kleine dann alt genug ist um auch was zu sagen. Es geht doch um die Zeit, wo noch alle Entshceidungen für ihn getroffen werden müssen. Und was ihm gut tut, wird gemacht. So ist das. Auch was der Vater vorschlägt! Wenn man das überlegt und zu dem Schluß kommt, dass das gut für den Kleinen ist - klar!!! Aber wenn der Vater sagt „Der bekommt jetzt eine Woche lang Buttercremeeinläufe“, dann sage ich bestimmt nicht ja, weil er das jetzt gerade will!

Klar, Du kannst ja sagen, was

Du möchtest, doch es hängt von seinem Wohlwollen ab, von dem
wie er gerade drauf ist oder was schlichtweg er als richtig
ansieht, ob auch mal Deine Wünsche und Vorstellungen
berücksichtig werden. Wie würdest Du Dich fühlen?

Hmmm. Wenn er gute Argumente hat, warum das NICHT gut für das Kind wäre, müßte ich wohl oder übel nachgeben. Und wenn er die nicht hat, würde ich ihm soweit zutrauen, dass er das alles nochmal überdenkt, wenn ihm selbst kein Argument einfällt. Wenn mir kein Argument für meine Entscheidung einfällt, dann denke ich auch nochmal drüber nach!

Du hast mal geschrieben es sei ein sehr guter Bekannter und
dann ein doch wieder nicht so guter Bekannter. Wenn ich mal
von seiner Dir unbekannten Adresse absehe, wie gut hast Du ihn
denn gekannt? Ich denke, wenn man ein Kind zusammen hat, dann
stehen einfach auch Auseinandersetzungen an. Manch ein Mensch
hat es nicht gelernt sich auseinander zu setzen, ist ihm zu
stressig, hat Angst als Opfer aus der Situation immer
rauszukommen… Kann es sein, dass Du deshalb alles an Dich
reißen möchtest, weil Du echte Konfrontationen scheust?

Nochmal: Ich möchte nicht alles an mich reißen. Ich möchte, dass er sich kümmert und dass er für den Kleinen da ist. Und ja - ich möchte ihn gerne in alles mit einbeziehen. Nur ist das schwierig, weil:

  1. er kein Interesse zeigt (wohlgemerkt für das Kind, nicht für den Namen)
  2. er noch gar nicht so sagen kann, wie oft er das Kind überhaupt sehen kann/will
  3. er zeigt, dass er das Kind wohl nciht vollständig akzeptieren könnte (siehe Name, halbdeutsch sein)
  4. er nun mal ganz woanders wohnt und ein gemeinsames Sorgerecht in solchen Fällen fast nicht möglich ist. Und auch nicht sonderlich sinnvoll
  5. er jetzt gezeigt hat, dass ihm dieses Kind auf gut deutsch am A… vorbeigeht(außer natürlich als reiner Türke, dann wäre es wohl was anderes)

Auf welche Bitte hast Du Rücksicht genommen? Dass das Kind
auch einen türkischen Namen hat? Nun, ist es nicht
selbstverständlich, dass auch das andere Elternteil hier
mitreden darf?

Nicht zwangsläufig. Das Recht (von staatlicher Seite) habe ich! Und das finde ich okay, wenn er nur seinen Samen spendet, ICH diejenige bin, die mein Leben umkrempelt und sich um das Kind sorgt - für IHN alles bleibt wie es ist - er ein bißchen was zaheln muß, wenn er Kontakt will (was meiner Meinung nach legitim ist, denn ich habe auch die bisherigen Schulden) und ansonsten mal vorbeikommt, wenn er Bock hat. Und die 150 Euro - auf die kann ich scheißen, darum geht es mir nicht. Ich kann nichts dafür, dass der Staat da hinterher ist. Mir ist das egal.
Er kann das auch ruhig mal nett finden, dass ich mich anders verhalte als er, der alles deutsche verteufelt. Denn ich tue das mit dem türkischen nicht - deshalb der Name, deshalb seine Freiheiten, dass er alles mit dem Kleinen machen darf.

Und hast Du ihn damit nicht auch erpresst,

sprich gesagt unter welchen Umständen er den Namen sagen darf
bzw. nicht sagen darf, und was daraus folgen würde, wenn er
sich nicht daran halten will?

Wie schon oben beschrieben: Was dem Kind offensichtlich und nachweislich schadet und wehtut, das weiß ich zu verhindern. Punkt. Und ich habe mir das nicht einfach gemacht. Aber das Kind ist mir wichtiger als sein Wille. Wie gesagt - hätte ich einmal das Gefühl gehabt, er würde das Kind auch lieben können und wäre da - dann hätte man da so vieles gemeinschaftlich machen können. Aber wie gesagt - hätte ich nciht ständig um Kontakt und Gespräche gebettelt, wäre da nichts zustande gekommen.

Ich kann gut verstehen, dass ein Mensch, gleich ob Mann oder
Frau, dann darauf verzichtet, überhaupt was vorzuschlagen,
wozu denn auch?! Wozu würdest Du Dir denn dann wirklich
überhaupt im umgekehrten Fall gebraucht vorkommen? Zum Zahlen,
ja.

Hört endlich auf mit diesen Scheißklischees!!! Das Geld ist mir latte und ich will, dass diese Unterstellungen ein für alle Mal aufhören!!!
Und dafür, dass ich dann zahle, habe ich einen Sohn, den ich sehen darf und trotzdem mein bisheriges Leben noch weiterführen darf und diese ganze Verantwortung nicht trage!

Und dann könntest Du vielleicht auch noch denken, Du bist

nur zum Pampern der Entscheidungen von ihm auf der Welt. Du
darfst Dir entweder anhören wie schlecht, falsch oder
beschissen Deine Vorschläge hinsichtlich Kindererziehung sind
oder sollst ihn dafür bewundern, anhimmeln und loben wie toll
seine sind, wenn ihr mal nicht einer Meinung seid. Und das
stelle ich mir bei Euch öfter vor, nicht weil es so sein
müßte, sondern weil Du gerne Machtkonflikte heraufbeschwörst.

Komm - also bitte. Woher ersiehst Du das denn? Ich muß doch gar keine Machtkonflikte heraufbeschwören - denn ich habe nun mal das Recht zu entscheiden. Dadurch, dass er es tut findet das doch alles statt. Aber es scheint ja für Dich das normalste der Welt zu sein, dass der Vater die „Hälfte deutsch“ an seinem Sohn verleugnet. Sowas müßte ich mal machen, Ihr würdet mich hier in der Luft zerreißen!

Ich kann nicht beurteilen wieoft er sein Kind sehen mag oder
letztendlich sehen wird.

Nun gut. Ich schon. Denn er hat es gesagt. Also? oder glaubst Du mir das nicht?

Ich finde nur, dass durch Konflikte

mit der Mutter sich das nicht gerade verbessert.

Das stimmt. Nur werde ich ihm nicht alle Wünsche erfüllen, damit er für seinen Sohn da ist! Das ist Erpressung!

Nunja,

außerdem wohnt er ja auch eine Ecke wohl weg. Dh. wenn so
stünde mal im Raum ob Du näher zu ihm hin ziehst oder er näher
zu Dir.

Er war während meiner Schwangerschaft auf Jobsuche. Er hätte auch in Berlin schauen können. Ich habe ihm das vorgeschlagen. Ich habe ihm auch gesagt, dass er hier ein Bett hat - immer wenn er kommt.
Nur für mich wäre es aus verschiedenen Gründen schwierig in Frankfurt. Hauptsächlich, wenn ich wieder arbeite. Und auch sonst bin ich hier gerade erst wieder in eine neue Wohnung gezogen. Und sowieso: Ihm liegt ja nicht sonderlich viel daran, seinen Sohn auch in seiner Nähe zu wissen. Wahrscheinlich hätte er dann auch Angst, dass er was aufgeben müßte…

Also, wenn Du auch von einem Unfall sprichst bei der

Schwangerschaft, so spielt halt die Entfernung auch eine
Rolle. Natürlich könnte er dennoch alle zwei Wochen kommen.
Lass’ es auf Dich zukommen.

Wieso soll ich das Gegenteil von Sachen annehmen, die er gesagt hat? Und ja, bisher lasse ich auch fast alles auf mich zukommen. Nur diese Sache nicht, weil ich die ganz ganz krass finde und die sehr gut zeigt, was dieser Typ will: Einen türkischen Sohn. Alles andere wird unter den Tisch gekehrt. Und da das jetzt so offensiv zu merken ist, gehe ich eben schon jetzt dagegen vor.

Bei einem Kind müsse jeder Abstriche machen… Was sind Deine?

Ähem - das muß ich Dir jetzt nicht alles aufzählen, oder? Du weißt schon so ungefähr, was eine alleinerziehende Mutter so macht - auch was für Abstriche???

Bekommt er alles was er gerne hätte? Denke nicht. Außerdem hat
er ja anfänglich auch gesagt, Du sollst machen wie Du willst.

Was er anschließend ja dann revidiert hat.

Dass er das Erziehungsrecht für sich mit in Anspruch nimmt,
kam ja erst später. Und wohl deshalb weil gleich ein
Machtkonflikt über den Namen entstanden ist.

Nein. Sofort als ich sagte, dass es ein Junge ist. Da ging es um den Namen noch nicht. Und auch vorher gar nicht. ER fing dann an mit Forderungen wegen des Namens - als ich mir erstmal um die „wichtigeren“ Sachen Gedanken gemacht habe und ihm auch gesagt habe, dass es vielleicht existenziellere Dinge gibt, über die man diskutieren und sich einigen sollte.

Ich kann ja

verstehen, dass Du dem Kind einen Namen geben magst, der Dir
gefällt. Das ist vollkommen klar. Doch auch der Kindsvater hat
hier ein Recht, finde ich. Du bezeichnetest es als
Zugeständnis. Ich weiß nicht ob es so gemeint war, doch es kam
für mich so als gnadenvoller Akt vor, dass Du das erlaubst,
dass der Junge auch einen türkischen Namen bekommt. Und da
fühlte ich mich sehr unwohl.

Nein. ich tue das auch, wenn der Vater sich jetzt wirklich ganz raushält. Aber für den Kleinen. Und wie gesagt - wenn er irgendwas tun würde und sich interessieren würde und irgendwie rüberbringen würde, dass ihn das Kind auch was angeht. Dann wäre die Sache doch anders! Aber wenn der sich seit der Schwangerschaft nicht einmal meldet, ich dem ständig hinterherjuckeln muß und er noch NICHTS gemacht hat oder sich mal informiert hat oder irgendwas - warum soll er dann das gleiche Recht haben? Nee, sorry! Ich bin für den Kleinen da. Er bisher noch null. Da hat (sorry) noch eher meine Mutter oder meine Schwester das Recht mituzentscheiden, denn die haben Interesse und fragen auch mal wie es mir und dem Kleinen geht. Ist jetzt überzogen - aber gebracht hat der Typ bisher noch nichts. Da ist dieses „Zugeständnis“ noch jede Menge mehr.

Klar, die meiste Zeit wird das Kind bei Dir sein und somit
solltest Du es auch am besten kennen. Ob das Kind nun gerne
Milch trinkt oder Linkshänder wird, ob er beim draußen spielen
sich leicht erkältet oder einfach ein sehr ernstes Kind
wird… diese Dinge werden Dir als erstes wohl auffallen und
es ist an Dir entsprechend darauf einzugehen, z.B. dann dem
Kindsvater zu sagen, dass es auch noch einen Schal braucht,
wenn es draußen gar nicht mehr so kalt ist. Oder wenn das Kind
eine Milchunverträglichkeit haben sollte, dass auch der Vater
für Alternativen sorgt. Klar, sowas ist doch
selbstverständlich. Und so gesehen wird vieles so laufen wie
Du es willst bzw. wie es für das Kind richtig ist. Es wird
jedoch aber auch andere Dinge geben. Was wenn Du möchtest,
dass der Kleine ins Ballett geht und der Vater möchte, dass er
Fußball spielt?

Da läßt man doch am besten den Kleinen entscheiden, oder?

Wäre es da nicht angesagt, den Sohn

entscheiden zu lassen und wenn er es nicht weiß, beide Sachen
ausprobieren zu lassen und dann entscheiden zu lassen?

Na klar! Habe ich einmal gesagt, ich wolle mein Kind nicht selbst entshceiden lassen???

Das

greift nun nicht wirklich, da es sich um fiktive Beispiele
handelt. Doch das was Du schreibst und wie Du es schreibst,
läßt mich nun mal denken, dass gleich wie der Kindsvater drauf
ist, Du ihn somit eher vertreibst bzw. so Probleme in Form von
z.B. Machtkonflikten vorprogrammiert sind.

Okay - ich kann Dir das wohl nciht ausreden, dass Du mich als machtgeilen Menschen siehst. Wäre ich das, hätte ich da noch mehr Möglichkeiten, z.B. wegen Unterhalt etc - aber da weiß ich, dass es das Wohl des Kindes nicht beeinträchtigt. Genauso wenn er so oft kommt wie er will - gerne!!!

Ja, was ist wenn er es nicht akzeptieren kann, dann soll er
vom Sohn ganz weg bleiben?

Das sage ich nicht, aber dann haben wir halt ein großes Problem, ja!!!

Wie ist es denn mit Deinem

Verständnis für seine Kultur, sein Denken… das Kind ist noch
gar nicht auf der Welt und schon wird bestimmt wie er gerufen
werden muss.

Das bestimmen wir beide! Ich erster Name, er zweiter! Nur soll er sich dem anderen Namen nicht verweigern. Ich glaube inzwischen einfach, Du checkst das immer noch nicht und man muß Dir das gaaaaaanz langsam erklären. Denn Du schreibst hier immer Sachen, die ja gar nicht stimmen!

Lass’ doch den Vater mal wie er meint. Das kann

sich doch auch wieder ändern. Wie ich geschrieben hatte,
könnte ich mir vorstellen, dass es für den Kindsvater auch
nicht einfach ist, wenn er sieht, dass seine Nachkommen immer
deutscher werden (was auch immer das heißen mag) und dass sich
nicht nur bei sondern auch durch ihn schon Türkisches verloren
hat und weiterhin verlieren wird, von Generation zu
Generation.

Entschuldige bitte - wenn er nicht möchte, dass seine türkischen Gene sich mit deutschen mischen, dann soll er nicht mit deutschen Frauen schlafen. Wenn irgendein Deutscher so einen Spruch wie Deinen hier losgelassen hätte - weißt Du, was dann hier los wäre? Man würde ihn als Nazi verschreien, das kannst Du mir glauben. Also denke bitte einmal genau nach.

Vielleicht macht ihm das auch zu schaffen und

vielleicht ist ihm deshalb ein türkischer Name wichtig.

Ja, und der JUNGE BEKOMMT DOCH AUCH EINEN! Geht das jetzt endlich mal in Deinen Kopf rein? Du hast immer noch einen total falschen Ausgangspunkt!

Und

wenn Du daran noch Forderungen knüpfst, ob, wann, wieoft er
seinen Wunschnamen sagen kann, da ist doch klar, dass er sich
dagegen wehrt.

Er darf den Wunschnamen so oft sagen, wie er will!!! Er soll sich nur dem deutschen nicht verweigern!!! Zum letzten Mal sage ich das jetzt - entweder verstehst Du das jetzt oder nicht.

Und verstehe auch mal weshalb für ihn der Name so wichtig ist,
konfrontiere ihn damit, vielleicht wird ihm dann auch manches
klar-er. Und im Laufe der Zeit wird sich das mit dem Namen
schon in eine Lösung einpendeln, die auch okay für den Sohn
ist.

So rigoros wie der drauf ist, glaube ich das nicht. Und das ihm das mit dem Namen wichtig ist, ist ja auch okay. Aber es darf ihm nciht wichtiger sein als das Kind.

Ja, das ist hochgradig frustrierend. Wir kennen ja ihn und
seinen Charakter nicht. Und niemand weiß hier was Euch sonst
aneinander gebunden hat, was Euch miteinander verbindet. Nun
ist eine neue Situation geschaffen, denn Ihr beide werdet
immer durch den Sohn auf gewisse Weise miteinander verbunden
sein. Vielleicht braucht er auch mal Zeit um sich an den
Gedanken zu gewöhnen, vielleicht weiß er selbst noch gar nicht
wie er mit der Situation umgehen kann / soll. Das entschuldigt
natürlich nicht sein scheinbar gleichgültiges,
desinteressierte Verhalten. Du mußt ja wissen, was Euch die
Jahre über verbunden hat. Und wenn es z.B. nur eine Sauftour
war, dann will oder kann er vielleicht auch gar keine größeren
Bindungen hier eingehen. Kläre einfach selbst für Dich die
Qualität Eures Kontaktes.

Es geht nicht um Bindungen zu mir, sondern um Bindungen zum Kind. Ich habe mich immer gut mit ihm verstanden - wenn auch eher oberflächlich. Und Zeit hatte er jetzt - 7 Monate. Und immer noch kein Mal gemeldet. Soll ich ihm noch länger Zeit geben, sich daran zu gewöhnen? Bis der Junge 18 wird? Ich werde auch ins kalte Wasser geworfen und mache das beste draus. Aber er ist halt jemand, der lieber jammert - und das weiß ich ganz bestimmt von ihm…

Er will sich nicht kümmern? ER wollte zahlen, er schrieb was
vom Kinderwagen… er ist zu Dir gekommen… Wie gesagt, ich
weiß nicht was für ein Mensch er ist und wie er zu Dir und zu
seinem Kind steht, doch dass er nichts tut, stimmt nicht. Er
macht vielleicht nicht das in dem Maß wie Du es möchtest, doch
er hat schon was getan. Du schreibst ihm nichts vor? Was ist
es denn dann? Entweder oder! Und Du nennst das als
Wahlmöglichkeit.

Entschuldige, jemand dem irgendwas daran liegt, dass er Vater wird müßte überhaupt nicht lange darüber nachdenken! Und dass er Sachen erzählt und versprochen hat? Yo, von Anfang an. Aber das zählt nicht, denn es ist nie was passiert. Auch vor dem Namensstreit nicht.

Dreh’ mal den Spieß um, wie würdest Du Dich

in selbiger Situation fühlen? Ich verstehe und würde
sicherlich ähnlich empfinden, wenn ein Kindsvater sich
scheinbar nur für den Namen interessiert. Doch ist dem
wirklich so? Ich weiß es nicht. Du meintest mal, Du hättest
ihm gesagt, dass er sich nicht kümmern würde, dass er sich
nicht mal dafür interessiere, wie es der werdenden Mutter und
dem Kind ginge. Du schriebst auch, dass er gemeint habe, er
würde sich sehr wohl dafür interessieren. Lügt er nun oder
kommt sein Interesse bei Dir nur nicht an?

Entschuldige - wenn jemand nicht einmal etwas fragt, ist es eine glatte Lüge, wenn er sagt, er hätte Interesse - ja!!! Denn er hat sich nicht einmal gemeldet! Wo siehst Du da Interesse? Ich bin gespannt…

Was meint er denn,

wie er sein Interesse äußert? Die Frage hatte ich schon mal
gestellt und keine Antwort erhalten.

Konnte er nichts zu sagen. Er hätte sich Gedanken gemacht - aha. Die wußte er dann aber auch nicht mehr so richtig, außer die zum Namen…

Witzig. Und wer gibt dem Kind den Namen? Du doch!

Nein, wir BEIDE! Lies halt einmal die vorherigen Postings!

Er solol sich nur nicht dem deutschen Namen, der

nun mal der Rufname ist verweigern. Und das tut er.

Lass’ das Kind erstmal zur Welt kommen, werde lockerer und ich
denke, auch der Kindsvater wird wieder loslassen können und
das Kind sowohl als auch rufen.

Okay - wenn Dir jetzt dann keine Argumente für den Vater mehr einfallen - dann soll ICH locker bleiben?

Meinst Du nicht, dass Du hier sehr generalisierst? Was ist
ALLES das er hier untergraben soll? Er würde ja dennoch zahlen
wollen, das Kind sehen wollen, sich um das Kind kümmern
wollen…

Nein, stimmt nicht. Das Kind sehen und sich darum kümmern ja wohl eher nicht… Zahlen muß er halt. Ist nicht meine Idee.

Das ist für mich eine doofe Aussage. Wenn der Sohn als
Deutscher nichts wert wäre, so ist der Junge immer noch ein
Teil von ihm und somit zur Hälfte deutsch, und wenn Deutsch
nichts wert ist, wieso ist er dann in Deutschland und wieso
verhält er sich dann „deutsch“ aus Deiner Sicht?

Keine Ahnung?!

Solche Aussagen habe ich schon öfter gehört, also das ist
nichts Spezielles von ihm. :smile: Ich denke solche Sätze sind
teils unreflektiert übernommen. Warum ist er denn in
Deutschland?

Weil es für ihn angenehmer ist wegen job und so.

Hätte die Türkei ihm das alles geboten was er

hier auch hat, so wäre er kaum hier, sondern dort geblieben.

Er hat dort nie gewohnt, er ist hier geboren.

Mag sein, dass er dafür hier auf manches widerum verzichten
muss, doch jeder Mensch wählt das kleinere Übel in der Regel.
Und die Bereiche in denen die verschiedenen Kulturen
aufeinander prallen und wo man die andere Kultur nicht
verstehen kann oder der eigenen zugegen läuft, wird dann wohl
pauschalisierend als „schlecht“ abgetan.

Er kennt aber die deutsche Kultur inzwischen.

So freizügig wie

manche Mädchen hier rumlaufen, mag einen konventionell
denkenden Türken eher schockieren und da mag schnell der
Gedanke an „Nutte“ da sein, auch wenn dem gar nicht so ist.

Wie gesagt, er ist hier geboren. Wenn er sich daran immer noch nicht gewöhnen könnte…

Ich hatte mal eine Klassenkameradin, die von ihrer Schwester
jeden Tag zur Schule gebracht wurde und wieder abgeholt wurde.
Nur unter dieser Voraussetzung überhaupt durfte sie die Schule
besuchen, und das war eh schon was Tolles angeblich. Sie
erzählte von einer Freundin deren Eltern mit ihrem Freund
nicht einverstanden waren. Daraufhin wurde die Freundin als
Hure aus dem Haus geworfen und entsprechend geächtet. Ich
denke, in so Aussagen, wie dass der Junge sonst nichts wert
sei, stecken halt diese Sachen mit drin, deren Kultur, die
dann stellenweise unsere nicht verstehen will / kann und auch
nicht annehmen möchte. Doch da er hier lebt und sich ein Stück
auch angepaßt haben dürfte, ist wohl nicht alles so schlecht.
Vielleicht wäre ein Forum für Eltern unterschiedlicher
Kulturen doch eine gute Idee? :smile:

Ich merke nur, dass er sich äußerlich angepaßt hat und jetzt in so einer Situation aber mit solchen Sprüchen kommt. Und das macht mir auch Angst. Und ich hab mich jetzt genaug um ihn bemüht. Dann muß er wohl seinen Atsch auch mal erheben.

Wenn er nun den Sohn nicht mal in Kombination beider Namen
ansprechen möchte, so hat sich doch das auch erst entwickelt.
Anfänglich war er doch noch gar nicht so stur drauf, oder?

Er hat gesagt, dass er den Sohn nur beim türkischen Namen nennen wolle. Daraufhin hab ich gesagt, dass ich da grundsätzlich nichts dagegen habe aber mich erstmal erkundigen möchte, ob das problematisch für das Kind werden kann.

Du

siehst leider nicht, dass Du ihn auf Deine Weise genauso zu
epressen versuchst. Von daher noch mal möchte ich Dir eine
Beratungsstelle, einen Mediator, ein paar Therapiestunden nahe
legen.

Nochmal - brauche ich nicht. Was offensichtlich dem Kind schadet wird nicht gemacht - basta. Wenn das für Dich Erpressung ist, bitte. Und ich habe bereits mit der Psychologin von Pro Familia gesprochen und mit dem Jugendamt. Die haben das irgendwie ganz anders gesehen als Du…

Soweit? Wie weit? Das hört ja schon am Anfang beim Namen auf.
Wie empfindet er das? Was bedeutet der Name für ihn? Ich
könnte mir vorstellen, dass er das Gefühl hat, das Türkische
verleugnen zu sollen im Kind bzw. er weiß und erlebt, wie nun
immer mehr Deutsches das Kind annehmen wird und Türkisches
verlieren wird. Versuche doch bitte auch mal das zu sehen und
dass dieser Prozess möglicherweise schmerzhaft für ihn ist und
auch etwas Zeit braucht.

Soweit heißt, dass er seinem Sohn alles zeigen und beibringen darf, was türkisch ist! Und der kann sich irgendwann mal ensctheiden, ob er vielleicht Moslem werden will etc… Das finde ich okay! Was denn noch??? Und dadurch dass ich Deutsche bin und er Türke vermischt sich das nun mal. Und das seine türkische Kultut nun mal hier in Deutschland verschwimmt ist doch normal! Als ich in Spanien gewohnt habe, habe ich erhlich gesagt auch nicht gemeckert, dass mir meine deutsche Kultur zu sehr verloren geht. Und er ist außerdem hier geboren.

Wenn Du locker läßt, wird er es wohl

auch wieder tun (können). Lass’ ihn das Kind rufen wie er mag
und Du kannst ja beide Namen verwenden.

Ja, klar! Nö - wieso? Nur, weil er das gerade so will? Und dann darf der ihn mal Ufuk nennen und mal Mehmet oder was? Kommt nicht in Frage - auch er muß sich an gewisse Regeln halten.

Ich denke schon, dass

er im Laufe der Zeit durchaus sich dann auch für beide Namen
erwärmen können wird. Und irgendwann wird der Sohn vielleicht
auch sagen, wie er denn gerufen werden möchte.

Schön, dass Du das denkst. Aber nach seinen radikalen Mails ist das sehr unwahrscheinlich.

Wer unterstellt hier wem was? Okay, Du hast nicht nein gesagt,
doch Du hast bestimmen wollen, wie den Bedingungen sind unter
denen der Junge den Namen bekommt. Wie würde Dir das umgekehrt
passen?

Ach ja? Welche Bedingungen sind das denn, die ich gestellt habe, damit der Junge den Namen bekommt? Dass der andere Name auch noch existiert. Der, den ich dann halt ausgesucht habe.

Das tust Du nicht minder.

Wie gesagt - ich hab das nicht nötig. Ich versuche nur zu vermeiden, was dem Kind nicht gut tut.

Frau orientiert sich aber bewußt oder unbewußt an dem wie sie
ihren Vater erlebte, so das nicht - sofern nötig -
aufgearbeitet wurde. Du hast mal geschrieben, Du könntest ihn
Dir als Vater vorstellen. Was hätte ihn denn da als Vater
ausgezeichnet? Und was hat Euch die 10 Jahre über miteinander
verbunden?

Nun, ich hielt ihn bisher für vernünftig und lieb. Und interessiert. Nicht so aggressiv wie jetzt und auch nicht so auf seinen Stolz versessen.

Klar, so wie Du es hier nun so schreibst, kann kaum jemand da
was dagegen haben. Doch wie kam es dazu, dass er alles
mitentscheiden wollte. Das war nicht von Anfang an so.

Als ich ihm sagte, dass es ein Junge wird.

Und was

hast Du dazu beigetragen? Das wäre mal interessant zu
ergründen.: Ob er nun im Grunde sowieso keine innigere Bindung
zum Kind aufbauen wollte / könnte, vermag ich nicht zu sagen,
doch dass Du auch Deinen Teil zum Misslingen beiträgst. Siehe
Machtspiele, Erpressungsversuche…

Was habe ich wozu beigetragen? Ich habe ihn jedes Mal nach dem Arztbesuch angerufen, habe ständig zwischendurch angerufen - emails geschrieben. Von ihm kam da gar nichts. Und ich mußte ständig fragen, ob wir uns nciht mal treffen und reden können. Da hab ich ihn schon sehr überreden müssen!

Momentchen… wie soll denn bitte die Verantwortung aussehen?
An was soll er denn bitte Interesse entwickeln können, was er
nicht fühlt so wie Du. Das mag nun nicht schön sein, doch so
mag es einigen Männern erstmal gehen. Doch auch in Folge, wie
soll er eine Beziehung zu einem Kind aufbauen wollen oder gar
können, wenn er kein Mitspracherecht im Grunde hat? Stell’ Dir
vor, Du finanzierst einen Urlaub,

HALLO!!! Du tust ja so, als müsse er das Kind alleine finanzieren. Der Vergleich hinkt ja mal so was! Ich hab bisher tausende von Euro da reingesteckt und es wird mich auch viel mehr kosten als seine 150 Euro im Monat!

doch der Partner bestimmt

wohin es geht, in welche Lokale ihr geht, was ihr gemeinsam
unternehmt… Du darfst zwar auch Vorschläge machen, doch es
wird gemacht was der Partner will. Wieso solltest Du dann
zahlen wollen bzw. den Urlaub überhaupt machen wollen?

Dann überleg mal - wie ist es denn, wenn der andere ungefähr ein fünftel des Urlaubs mitbezahlt - man selbst die ganze Zeit die Bude saubermacht und der Partner seinen Spaß haben kann wie er will. Dafür darf er dann aber uach entscheiden, wie Du die Bude saubermachst. Na??? Paßt das nciht besser?

Du hast

von vorneweg schon bestimmen wollen wie er sich zu kümmern
hat.

Ach ja, und wie???

immerhin ist er gekommen wenn Du es wolltest. Das mag nicht
viel sein, aber es ist mehr als nichts.

Und dafür soll ich dankbar sein? Dass er sch mit mir darüber unterhält? Ach komm. Und das mit der Namensgebung aber ist eine Selbstverständlichkeit - verschrobene Sichtweise…

Und er hatte sich zu

manchem bereit erklärt.

Was er nie getan hat - auch vor dem Streit nicht!

Vielleicht lief es auch nicht so wie

Du es wolltest, dass er von sich aus Dir das anbietet… doch
er sagte auch nicht nein. Lass’ Deine Wunschvorstellungen los
so wie er sein sollte und lernen ihn als Kindsvater so zu
nehmen wie er ist, was er Dir und dem Kind geben kann.

Bisher konnte er nichts geben, nur fordern. und Wunschvorstellungen habe ich schon lange nicht mehr - außer vielleicht, dass er mich nicht weiterhin so unter Druck setzt. Und nicht leugnet, dass ich Deutsche bin. Denn sowas tut dann acuh weh. Und nciht leugnet, dass das Kind ein halber Deutscher ist. Denn das tut vielleciht irgendwann dem Kind weh.

Mag sein, dass es auch Stolz ist. Doch vermutlich stecken noch
andere Gründe dahinter. Und vielleicht beginnt das Kind für
ihn auch mit dem Namen erst. Versuche ihn und seine Kultur,
seine Denkweise besser zu verstehen. Unterhalte Dich auch mal
mit seiner Schwester oder anderen Menschen aus der Türkei
kommend.

Warum? Ich war da schon sehr oft, auch mit ihm zusammen. Es hat auch ncihts mit Türkei zu tun. Bei nem Franzosen, Spanier, Kroaten, Schweden wäre das genauso. Ich kenne seine Kultur und verstehe sie. Wahrscheinlich besser als er selbst! Ich war auch 1 Jahr lang mit einem Türken zusammen. So what?

Nee, nur Neurose. :smile: Du hast um Meinungen gebeten und ich
habe davon eine abgegeben. Sie passt Dir nicht und nun ist
mein Ruminterpretieren peinlich? Auch gut. Doch dann frage
bitte nicht bzw. schreibe nicht, dass Du Antwort von mir haben
möchtest.

Mir gefällt einfach nciht, wenn man ständig Sachen schreibt, die nicht stimmen. Z.B: ich wäre gegen einen türkischen Namen etc… Stänsig muß ich das revidieren. ich glaube langsam, Du willst mir was einreden. Das paßt mir nicht, ja.

Naja, Jugendamt weiß auch nicht immer alles und hat Zeit sich
beide Seiten anzuhören. Da sitzen auch nur Menschen.

Okay - entspricht natürlich nciht Deiner Ansicht - also schlecht, oder? Ich war sehr lange dort, das kannst Du mir glauben…

Und was

soll bitte heißen, dass Du auf keinen Fall drauf eingehen
sollst? Worauf auf keinen Fall? Auf den zweiten Namen? Dachte
der ist beschlossene Sache. Verstehe nicht. Tja, dass er das
Kind mit einer dritten Person sehen darf, mag bei manchen
Menschen sicherlich seine Berechtigung haben. Wie das bei dem
Kindsvater hier ist, ob er seinen Sohn beispielsweise
entführen würde, weiß ich nicht. Ich kann mir nur vorstellen,
dass je weniger ihr einem gemeinsamen Nenner findet, umso
weniger könnte er sich überhaupt interessieren für’s Kind oder
umso mehr könnte der Gedanke in ihm wachsen, dass das Kind als
Türke in der Türkei aufwachsen soll. Von daher bitte ich Dich
nochmal in Deinem eigenen Interesse und vor allem auch im
Interesse des Kindes, besucht mal gemeinsam eine
Beratungsstelle.

Ich soll ihm seinen Willen geben, damit er nicht vielleicht irgendwann das Kind entführt? Ja, geht’s denn noch?

Ciao.
M.

Ciao,
Romana