Problem mit der Lenkung

Hallo!
Ich fahre seit 10 Jahren einen Toyota Picnic. Vor einer Woche nun, ging plötzlich die Lenkung ziemlich schwer. Ich fuhr in die nächstbeste Werkstatt, was leider keine Toyotawerkstatt war. Ich traute mich einfach nicht mehr fahren. Der Mechaniker schaute sich den Wagen von unten an und meinte, dass es (auf Verdacht!) die Servopumpe sei. Diese wurde also bestellt und eingebaut. Ich holte das Auto vor ein paar Tagen ab und stellte ein Kratzen fest, das jedoch nur beim Rechtseinschlag da war. Der Mechaniker fuhr mit dem Wagen und meinte, dass das bei VW normal sei und die Autos dieses Kratzen links UND rechts hätten. Ich bestand jedoch darauf, dass der Wagen nochmal auf die Hebebühne kam und siehe da: Sie hatten einen Schraubenzieher zwischen den Lenkstangen vergessen! So, nun fuhr ich mit dem Auto nach Hause und einen Tag lang war alles o.k. Am nächsten Tag ging die Lenkung wieder genauso schwer! Ich fuhr wieder in die Werkstatt und der Mechaniker meinte nun, dass das Lenkgetriebe defekt sei. Durch diesen Defekt auch wieder die neue Servopumpe einen Schaden hat und diese auch wieder gewechselt werden muss! Kann denn das wirklich so stimmen? Ich habe die ehemalige Servopumpe mitgenommen und von einer anderen Werkstatt überprüfen lassen. Die ist völlig o.k.! Was kann denn nun wirklich mit der Lenkung nicht stimmen und was kann ich denn rechtlich unternehmen? Es kommt eine Rechnung von 3200,- € auf mich zu !

Das ist ja schon eher etwas für das Rechtsbrett.
Rein technisch kann natürlich sowohl die Pumpe als auch das Getriebe (also die Hydraulikeinheit in ihm) defekt sein.
Wenn eine Werkstatt im Rahmen einer Reparatur falsche Diagnosen stellt, dann ist dafür nicht immer die Werkstatt in die Verantwortung zu nehmen. Die Reparatur muss zielgerichtet sein, also nicht einfach mal dies und jenes tauschen. Fehlt zur Diagnose ein Gerät (Messgerät, Spezialwerkzeug,…) oder ist man einfach zu blöd oder zu faul, den Fehler zu suchen, dann ist das Verhalten nicht mehr zielgerichtet und Du wirst sicher nicht alle Kosten tragen müssen. Erstmal freundlich-sachlich beschweren, bei „tauben Ohren“ seitens der Verantwortlichen würde ich dann ein Schlichtungsverfahren anstreben.
Das ist für Dich kostenlos, der Schlichterspruch ist für die Werkstatt bindend, Du kannst aber ggf. noch den Rechtsweg gehen.
(Das gilt nur bei Werkstätten mit dem ZDK-Logo, aber das haben fast alle).

Vielen Dank! An welche Behörde müsste ich mich denn wegen eines Schlichtungsverfahrens wenden? Habe sowas noch nie benötigt.
Danke nochmal!

Hallo Jessy,

ist keine Behörde. Schau mal unter www.kfz-schiedsstelle.de

Viel Erfolg
Guido

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Hallo Guido,
vielen Dank!

Hallo,

nur mal so aus neugier: war das die Werkstatt-Kette mit den roten Schildern? Klingt genau danach… :smile:

Gruß