Habe da eine „Erfindung“ gemacht die mich nicht mehr in Ruhe lässt. Fakt ist, das sich öffentlich ca 95% aller - nicht nur deutschen - über etwas aufregen, was mit einer Leichtigkeit zu bewerkstelligen ist. Das Produkt würde dann noch unter 100Mark pro Haushalt kosten und echt alle glücklich machen. Auch weltweit!!
Da ich nun aber nach Partnern Ausschau halten müsste die zur Realisierung des Projektes beitragen sollten stellt sich nun folgende Frage.
Ich muss denen ja vorher logisch sagen was ich vorhabe. Was aber ist wenn die mich dann über den Tisch ziehen wollen? Sagen einfach scheiss Idee und machen es dann selber. Am liebsten würde ich nur die Idee verkaufen und andere machen lassen. (gegen Provision)
Nun weiss ich aber auch, das man - wenn man etwas zum Patent anmeldet, es vorher nicht kundtun darf. Dies aus rechtlichen Gründen.
Reicht es wenn ich zu einem Notar gehe und dort meine Idee schriftlich hinterlege? Sozusagen als geistiges Eigentum.
Wenn mich dann einer ablinken würde könnte ich ja nachweisen das ich die Idee schon vorher gehabt habe als er.
Auch habe ich ernste Bedenken mich mit dieser Sache vertrauensvoll an einen Patentanwalt zu wenden. Was ist, wenn der mir das ausreden will und die Sache selber hochzieht?
Da wäre ich doch geschützt mit einem Eintrag beim Notar oder nicht?
Wer kann mir da helfen??
Danke schon einmal vorab
schau mal in das Archiv von w-w-w. Ich habe dort mehrmals Links zu diesem Thema gepostet. Vorab aber kurz eine kleine Hilfestellung.
Wenn es eine TECHNISCHE Neuheit ist, dann kommt NUR das Patentamt infrage. Ein Patentanwalt wird zu 99,9 % (Rest sind schwarze Schafe) NIEMALS eine Idee eines Erfinders für sich nutzen. Das ist ihm nämlich verboten! Dieser ist auch in der Lage für Dich zu prüfen, ob diese Erfindung überhaupt patentfähig ist, wenn ja, ob sie nicht schon vor grauer Urzeit von einem Anderen entdeckt und patentiert wurde. Alternativ kannst natürlich selbst in das Patentamt bzw. sog. Auslegestellen, die im ganzen Bundesgebiet vorhanden sind (nachschauen http://www.patentamt.de). Vom Patentanwalt bekommst auch die Info, ob sich ggf. ein kleines „Patent“ für Dich lohnt = Gebrauchsmuster.
Gehe mal davon aus, daß zu 99% Wahrscheinlichkeit Deine Idee schon vor anno tobaks Zeiten jemand schützen ließ, wenn nicht, dann beeile Dich. Wie man so etwas vermarktet - schaue in das Archiv. Ich habe vor einigen Wochen eine umfangreiche Anleitung dazu gepostet.
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Nutze die Hinweise von Klaus Christen. Verschwende keine Energie und kein Geld dafür, Dich vor dem Patentanwalt zu schützen. Die Aktion mit dem Notar ist überflüssig.
Für eine Verkaufschance der Idee ist neben der Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung ein überzeugend funktionierender und gut aussehender Prototyp erforderlich. Der Verkauf einer abstrakten Idee, Schutzrecht hin oder her, ist ein schwieriges Unterfangen. Viele Entscheidungsträger sind mit der Materie nicht vertraut oder nicht in der Lage, einen Patenttext zu lesen und dessen Hintergründe zu erkennen. Ein ansehnlicher Prototyp, den jeder angucken und befummeln kann, wirkt überzeugend.
Ich schrieb es in diesem Zusammenhang schon mehrfach: Du wirst keinen Menschen mit reinem Produktinteresse begegnen. Jeden interessiert nur, ob und wieviel Geld mit einem Produkt zu verdienen ist, mit welchen Risiken und Kosten das verbunden ist, über welche Vertriebswege die Sache laufen kann. Auch darüber solltest Du Dir Gedanken machen und diese Gedanken als kurzes, übersichtliches Zahlenwerk zu Papier bringen. Denn das ist der Kernpunkt: Du willst mit dem potentiellen Käufer zu einem an Dich zu zahlenden Betrag kommen. Dafür muß der Käufer den Nutzen für sein Unternehmen erkennen und er muß erkennen, daß auch Du um den Nutzen weißt. Deshalb sind solche Überlegungen im Vorfeld von Gesprächen auch für Dich wichtig, um zu einer realistischen Vorstellung eines Preises zu kommen. Wenn Du darauf wartest, was jemand anbietet, bist Du in der schwächeren Position. Du mußt also genau wissen, was Du willst. So wissen auch Deine Gesprächspartner sofort, von was und vor allen Dingen von welchem Betrag die Rede ist.