Hallo liebe www`er,
(vorsicht lang)
ich habe vor 2 Wochen überraschenderweise eine Rechnung des Vermieters meiner letzten Wohnung erhalten.
Darin waren aufgeführt, daß ich Reparaturkosten und Austausch des Regelthermostaten der Gasetagenheizung(also das Ding, was im Wohnzimmer hängt), Reparatur und Austausch der Dunstabzugshaube in der Küche, Reparatur und Austausch des Waschmaschinengeruchsverschlusses im Bad zu zahlen hätte,
alles in allem sollte der Spaß so 500 Euro kosten.
So weit, so schlecht…
Ich bin mir nämlich keinerlei Schuld bewusst, irgendetwas in der Wohnung zerstört, beschädigt oder irgendwie anders außer Funktion gesetzt zu haben.
Ich habe die Wohnung fristgerecht zum 31.07.02 gekündigt und dann auch an diesem Tage fachmännisch renoviert und gesäubert übergeben.
Dabei sind keinerlei Mängel festgestellt worden.
Ich habe keinen schriftlichen Nachweis darüber, hatte allerdings meine Freundin bei der Abnahme dabei, die das Feststellen der Mängelfreiheit durch den Vermieter bezeugen kann.
Einen Tag später ist eine Nachmieterin eingezogen, hat die komplette Wohnung von Verwandten umgestalten lassen(Wände gleich umstreichen, Bad umbauen, neue Küche einbauen) und meldet sich dann Ende Oktober bei meinem Ex-Vermieter, weil die oben in der Rechnung angesprochenen Gegenstände „anscheinend vom Vormieter“ zerstört worden seien.
Ich muss erklärend dazu sagen, daß die Wohnung erst im Oktober 2001 fertiggestellt wurde, gebaut in einer alten Hinterhofwerkstatt, alle Geräte waren neu, bzw mehr oder weniger funktionsfähig.
Das „weniger“ galt ausnahmslos für alles, was von den Gas- und Wasserinstallateuren fabriziert wurde.
Die ersten 2 Wochen war die Wohnung unbewohnbar, weil schlicht „vergessen“ wurde, den 100 Jahre alten Abwasserkanal zu überprüfen; Gipskartonplatten hinter denen Gasrohre verlaufen, wurden erst nach 2 Monaten mit einer
Hinterlüftung versehen; das(jetzt angeblich beschädigte) Thermostat passte gar nicht zur Gastherme, die daraufhin 24 Stunden am Tag auf Volllast lief; das Abwasser der Therme lief die Wand entlang und ähnliche Zeugnisse verschlafener Berufsschulstunden waren die Regel.
Bei der genauen Prüfung der mir zugegangenen Rechnung fiel mir auf, daß zB das Thermostat(Standard, mit mechanischer Uhr) gegen ein hypermodernes mit elektronischem Schnickschnack getauscht wurde. Preisunterschied dabei allein min 150 Euro.
Offensichtlich ist mein Ex-Vermieter dabei übers Ohr gehauen worden.
Das alte Thermostat wäre laut Rechnung „total überdreht gewesen“.
Da ich in der letzten Woche meiner Wohnungsnutzung die Wohnung mit einem Bekanten renoviert habe und zwecks Trocknung der angelegten Wände die Heizung mit eben diesem Thermostat angesteuert habe, habe ich auch hierfür einen Zeugen, der die Funktionsfähigkeit bis zum letzten Miettag bestätigen kann.
Ich habe mit dem Vermieter gesprochen und ihm gesagt, daß er sich ruhig an die jetzige Mieterin halten könne, denn die Schäden seien ja offenbar bei den Aumbauarbeiten ihrer Verwandten entstanden.
Ich gab ihm freundlicherweise noch den Hinweis, daß er außerdem seine Heizungsbauer nochmal unter die Lupe nehmen sollte, da sie ja offensichtlich seine Unkenntnis ausnutzen würden, um ihm teurere Geräte einzubauen.
Er war soweit mit meinen Ausführungen zufrieden, verzichtete auf seine Forderungen und bittete mich am darauffolgenden Tag noch schriftlich, meine Vorwürfe zu den Heizungsbauern zu wiederholen.
Dazu kam ich bisher noch nicht, und so fand ich heute im Briefkasten einen Brief von ihm, der schon recht unfreundlich forderte, er habe mir den Betrag erlassen, weil er die Aussage haben wollte, falls ich sie nicht bringen wolle, solle ich den Rechnungsbetrag bei meiner Haftpflichtversicherung einreichen.
Nun, ich für meinen Teil gehe davon aus, daß ich meine Haftpflichversicherung keinesfalls für einen nicht von mir verursachten Schaden bezahlen lassen werde.
Irgendwie hat er nch nicht verstanden, daß ich keinesfalls der richtige Adressat für seine rechnung bin.
Kann mir einer der geschätzten Leser eine Empfehlung geben, was ich machen soll?
Irgendwie geht es mir gegen den Strich, so wie es gerade abläuft.
Danke für die Antworten und viele Grüße
Daniel