Problem mit externer festplatte

Hallo!

Ich habe ein problem mit meiner ext Festplatte.
Wollte sie gestern defragmentieren aber nach ca. 1 Minute hat sich mein Laptop total aufgehängt und es ging garnichts mehr.
habe alles ausgemacht und bin schlafen gegangen.
heute morgen das böse erwachen:
Ich kann auf die Platte nicht mehr zugreifen.
Sie wird zwar als Laufwerk h:frowning:lokaler Datenträger) angezeigt, wenn ich sie einstecke aber zugreifen kann ich nicht. Zwar kommt das „autoplay“-Fenster von WinXp, wenn ich die Platte einstecke aber Daten bekomme ich nicht zu sehen. Die Platte rechnet lautstark vor sich hin.
Checkdisk ist nicht durchführbar sondern spuckt die Fehlermeldung aus: EA Gerätefehler.
Mein MP3 Player funktioniert am gleichen USB Anschluss ohne Probleme.

BS ist WinXp
Platte ist Packard Bell Store&Safe 3500, 340 GB
Laptop ist Asus A6TC

Was kann ich tun?
Woran liegt das?
Hat der Defrag.-versuch alles kaputt gemacht?
Ist was zu retten, ohne mit einem Datenrettungsprogramm die Platte auszulesen (habe keinen Ort zum hinspeichern der geretteten Daten)
Gibt es ein gutes Programm, der die Platte ansprechen kann, und fehler repariert? (Ähnlich Checkdisk)

Bin für jeden tip dankbar!

Gibt es ein gutes Programm, der die Platte ansprechen kann,
und fehler repariert? (Ähnlich Checkdisk)

Hallo,
möglicherweise ja, schau mal in dieses Forum: http://www.computerbase.de/forum/forumdisplay.php?f=78 und lade dir Testdisk runter. Frage Fiona nach der Vorgehensweise. Bei mir hat das schon mal eine USB-Platte mit vielen Daten gerettet.

Viel Erfolg
Max

Hallo!
Danke erstmal.
testdisk habe ich schon ausprobiert, Platte wird richtig erkannt und ich kann die Dateien einsehen. Alles kein Problem. Bootsektoren scheinen auch ok. Weiter kann mir testdisk da leider nicht helfen.

Es muss ja irgendwie an der Kommunikation zwischen den geräten liegen (EA Gerätefehler).
Ich versuche jetzt erstmal bei freunden, ob dort die Platte funktioniert.

Danke bis hierhin.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Ich kann auf die Platte nicht mehr zugreifen.
Sie wird zwar als Laufwerk h:frowning:lokaler Datenträger) angezeigt,
wenn ich sie einstecke aber zugreifen kann ich nicht. Zwar
kommt das „autoplay“-Fenster von WinXp, wenn ich die Platte
einstecke aber Daten bekomme ich nicht zu sehen. Die Platte
rechnet lautstark vor sich hin.

Checkdisk ist nicht durchführbar sondern spuckt die
Fehlermeldung aus: EA Gerätefehler.

Ein EA-Fehler entsteht auch bei einem Timeout, also wenn die Platte die angeforderten Daten nicht innerhalb eine bestimmten Zeitfensters liefert.

Woran liegt das?
Hat der Defrag.-versuch alles kaputt gemacht?

JAIN.

Entweder war auf der Platte schon vorher eine Fehler, entweder ein defekter Sektor oder etwas war an der Dateistruktur „verbogen“ oder es ist ein Übertragungsfehler beim Lesen oder Schreiben eines Datenblocks aufgetreten.

Wenn eine Platte einen defekten Sektor hat wird das erst festgestellt, wen er benutzt wird.
Wenn sich im Sommer die Motten durch dein Wollpullover fressen, findest du die Löcher ja auch erst, wenn du den Pullover aus den Schrank nimmst. Die Löcher werden definitiv nicht durch die Kälte verursacht :wink:
Defrag muss ja die Datenblöcke auf der Platte hin und her kopieren und auch mal Daten zwischenlagern. Aus verschiedenen technischen gründen, benutzt das Dateisystem die innersten Spuren nur wenn es unbedingt nötig ist. Deshalb legt Defrag sein Zwischenlager bevorzugt da an, wo nie ein normales Dateisystem arbeitet.

Damit bei einem Stromausfall möglichst keine Daten verloren gehen, werden die Blöcke erst kopiert und dann die neue Lage dieser Blöcke sofort im Dateiverzeichnis nachgetragen. Ist ein Fehler in der Struktur vorhanden, oder geht beim Schreiben etwas schief, sind die Daten weg. Dabei darf man nicht vergessen, dass Defrag auch die Verzeichnisse optimiert.

Da deine Festplatte allerdings rattert, sieht es sehr nach einem defekten Sektor aus.

Wenn nur Falsche Daten in einem Block stehen, kann die Platte diesen Block Problemlos lesen, aber dein Betriebssystem kann dann mit den fehlerhaften Daten nichts vernünftiges anfangen.

Trifft das Laufwerk aber auf einen defekten Datenblock sieht das anders aus. Ein defekter Block kann oft nicht gelesen werden, wird also nicht gefunden. Nach eine bestimmten Zeit nimmt die Laufwerkselektronik an, dass der Kopf auf der falschen Spur sitzt und versucht die Kopfpositionieren neu zu kalibrieren.

Zum Positionieren werden meist Schritt-Motoren verwendet. Die Laufwerkselektronik speichert die momentane Position dabei in einer Variablen ab und berechnet einfach die Anzahl Schritte welche der Schrittmotor erhalten muss um die neue Position anzusteuern. Die Positionierung arbeitet also relativ, rechnet also immer von der aktuellen Position aus. Praktisch kann es dabei schon einmal vorkommen, dass ein Schritt „verloren“ geht, also der Schrittmotor zwar den Impuls erhält, aber mechanisch die Drehung nicht vollzieht.
Beim Kalibrieren wird meist einfach gegen einen mechanischen Anschlag gefahren und die Positionsvariable auf Null gestellt.
Um Positionier-Fehler erkennen zu können werden neben den eigentlichen Daten auch noch die Spur-, Kopf- und Sektor-Nummern mit auf der Platte abgespeichert. Ist jetzt z.B. nur die Spurnummer falsch, kalibriert sich deine festplatte zu Tode, da sie zwar mechanisch die auf die richtige Spur positioniert aber immer eine falsche Spur zurückgemeldet bekommt …

Da dein Laufwerk nun mit Positionieren beschäftigt ist, liefert es keine Daten an den Computer zurück und dieser zeigt dir einen EA-Fehler an, weil das Laufwerk nicht antwortet.

Grundsätzlich sollte man bevor man Defrag startet immer zuerst CHKDSK/SCANDISK, mit einem Oberflächentest, über die ganze Platte laufen lassen. Dadurch kann einigermassen sichergestellt werden, dass die Dateistruktur keine Fehler enthält und defekte Datenblöcke können von dem Programm erkannt und entsprechend markiert werden, sodass sie nicht mehr verwendet werden.

Hmm, der Text ist doch etwas länger geworden …

MfG Peter(TOO)

Hallo!

Danke für die kompetente Antwort!
Jetzt verstehe ich zumindest ein bisschen, was passiert sein könnte.

Hast du auch eine Idee, wie ich die Platte wieder zum funktionieren bringe?

Liebe Grüße, Marei

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Marei,

Hast du auch eine Idee, wie ich die Platte wieder zum
funktionieren bringe?

Platte Formattieren, evtl. zuerst neu partitionieren.
Dann mit Scandisk einen Oberflächentest machen.

Achtung: Dabei sind dann deine Daten endgültig weg !!!

Wenn sich defekte Sektoren Zeigen, kannst du die Platte aber in die Tonne kloppen !!

Heutige Festplatten haben Reservespuren. Die Festplattenelektronik ersetzt automatisch defekte Sektoren durch Reservespuren. Dabei werden die Daten aus dem angeschlagenen Sektoren in diejenigen der Reservespur kopiert.
Bei der normalen Alterung werden Sektoren nicht sofort unleserlich, sondern das Signal wird mit der Zeit schwächer. Zudem wird mit dem eigentlichen Datenblock noch ein ECC-Block geschrieben, mit dessen Hilfe einerseits Lesefehler erkannt werden können und vereinzelte Bitfehler korrigiert werden können.
Wenn also defekte Sektoren für den Computer sichtbar werden, sind die Reservespuren aufgebraucht und die Festplatte am Ende ihrer Lebensdauer angelangt.

Wenn der Kopf aufschlägt, weil Z.B. die Festplatte runterfällt, werden natürlich zu viele Sektoren beschädigt und das kann die Reserven auf einmal aufbrauchen. Zudem kann dabei auch der Kopf zu schaden kommen …
Dabei macht es noch einen Unterschied ob der Stoss im Betrieb oder bei ausgeschalteter Festplatte erfolgt. Insbesonders bei Laptop-Festplatten, werden die Köpfe beim Abschalten auf eine Rampe, ausserhalb der Plattenoberfläche, gefahren.

MfG Peter(TOO)