Hallo!
Ich kann auf die Platte nicht mehr zugreifen.
Sie wird zwar als Laufwerk h:frowning:lokaler Datenträger) angezeigt,
wenn ich sie einstecke aber zugreifen kann ich nicht. Zwar
kommt das „autoplay“-Fenster von WinXp, wenn ich die Platte
einstecke aber Daten bekomme ich nicht zu sehen. Die Platte
rechnet lautstark vor sich hin.
Checkdisk ist nicht durchführbar sondern spuckt die
Fehlermeldung aus: EA Gerätefehler.
Ein EA-Fehler entsteht auch bei einem Timeout, also wenn die Platte die angeforderten Daten nicht innerhalb eine bestimmten Zeitfensters liefert.
Woran liegt das?
Hat der Defrag.-versuch alles kaputt gemacht?
JAIN.
Entweder war auf der Platte schon vorher eine Fehler, entweder ein defekter Sektor oder etwas war an der Dateistruktur „verbogen“ oder es ist ein Übertragungsfehler beim Lesen oder Schreiben eines Datenblocks aufgetreten.
Wenn eine Platte einen defekten Sektor hat wird das erst festgestellt, wen er benutzt wird.
Wenn sich im Sommer die Motten durch dein Wollpullover fressen, findest du die Löcher ja auch erst, wenn du den Pullover aus den Schrank nimmst. Die Löcher werden definitiv nicht durch die Kälte verursacht 
Defrag muss ja die Datenblöcke auf der Platte hin und her kopieren und auch mal Daten zwischenlagern. Aus verschiedenen technischen gründen, benutzt das Dateisystem die innersten Spuren nur wenn es unbedingt nötig ist. Deshalb legt Defrag sein Zwischenlager bevorzugt da an, wo nie ein normales Dateisystem arbeitet.
Damit bei einem Stromausfall möglichst keine Daten verloren gehen, werden die Blöcke erst kopiert und dann die neue Lage dieser Blöcke sofort im Dateiverzeichnis nachgetragen. Ist ein Fehler in der Struktur vorhanden, oder geht beim Schreiben etwas schief, sind die Daten weg. Dabei darf man nicht vergessen, dass Defrag auch die Verzeichnisse optimiert.
Da deine Festplatte allerdings rattert, sieht es sehr nach einem defekten Sektor aus.
Wenn nur Falsche Daten in einem Block stehen, kann die Platte diesen Block Problemlos lesen, aber dein Betriebssystem kann dann mit den fehlerhaften Daten nichts vernünftiges anfangen.
Trifft das Laufwerk aber auf einen defekten Datenblock sieht das anders aus. Ein defekter Block kann oft nicht gelesen werden, wird also nicht gefunden. Nach eine bestimmten Zeit nimmt die Laufwerkselektronik an, dass der Kopf auf der falschen Spur sitzt und versucht die Kopfpositionieren neu zu kalibrieren.
Zum Positionieren werden meist Schritt-Motoren verwendet. Die Laufwerkselektronik speichert die momentane Position dabei in einer Variablen ab und berechnet einfach die Anzahl Schritte welche der Schrittmotor erhalten muss um die neue Position anzusteuern. Die Positionierung arbeitet also relativ, rechnet also immer von der aktuellen Position aus. Praktisch kann es dabei schon einmal vorkommen, dass ein Schritt „verloren“ geht, also der Schrittmotor zwar den Impuls erhält, aber mechanisch die Drehung nicht vollzieht.
Beim Kalibrieren wird meist einfach gegen einen mechanischen Anschlag gefahren und die Positionsvariable auf Null gestellt.
Um Positionier-Fehler erkennen zu können werden neben den eigentlichen Daten auch noch die Spur-, Kopf- und Sektor-Nummern mit auf der Platte abgespeichert. Ist jetzt z.B. nur die Spurnummer falsch, kalibriert sich deine festplatte zu Tode, da sie zwar mechanisch die auf die richtige Spur positioniert aber immer eine falsche Spur zurückgemeldet bekommt …
Da dein Laufwerk nun mit Positionieren beschäftigt ist, liefert es keine Daten an den Computer zurück und dieser zeigt dir einen EA-Fehler an, weil das Laufwerk nicht antwortet.
Grundsätzlich sollte man bevor man Defrag startet immer zuerst CHKDSK/SCANDISK, mit einem Oberflächentest, über die ganze Platte laufen lassen. Dadurch kann einigermassen sichergestellt werden, dass die Dateistruktur keine Fehler enthält und defekte Datenblöcke können von dem Programm erkannt und entsprechend markiert werden, sodass sie nicht mehr verwendet werden.
Hmm, der Text ist doch etwas länger geworden …
MfG Peter(TOO)