Problem mit Geschenk lang

Liebe Gemeinde !
Hoffe ihr könnt mir etwas helfen, zu einer Entscheidung zu gelangen.
Zu Weihnachten haben meine Eltern mir und meinen Mann/meiner Schwester und Schwager eine Thailandreise( 1Woche Krabi, 1 Woche Phuket/Patong) in ihrer Begleitung geschenkt.Ist ja auch ganz lieb und nett gemeint.
Mein Problem damit ist folgendes :

  • ich glaube, dieses Geschenk ist in erster Linie für meine Schwester/Schwager gedacht, die seit 15 Jahren in die gleiche Unterkunft in Griechenland fahren und noch nie aus Europa rausgekommen sind.Mein Mann und ich sind aber schon öfters in den Tropen gewesen, darunter auch Thailand. Meine Mutter besteht aber auf die absolute Gleichbehandlung ihrer Kinder und mußte mich so ebenfalls einladen.
  • Seit Jahren diskutiere ich mit meiner Mutter über meine bevorzugte Form des Urlaubs. Wobei Diskussion eigentlich nicht statt findet.Ich erzähle ihr halt nach dem Urlaub, was wir gemacht haben und informiere sie über bevorstehende Planungen.Meine Form des Urlaubs (Selbstversorgung an abgelegenen, ruhigen Orten mit Aufstehen bei Sonnenaufgang, keine Discos, keine täglichen Shoppingrunden bei Händlern am Abend, etc) stößt bei ihr auf völlige Ablehnung und Unverständnis.

Und dann lädt sie mich ausgerechnet nach Patong(Unterkunft mitten drin) ein. Was soll das?

Beim letzten Telefonat war sie dann auch noch ganz beleidigt(damit arbeitet sie oft, notfalls unter Einsatz von Tränen,(Sich dagegen verwehren hilft nicht, weil mein Vater sich auf ihre Seite schlägt und mich als gemein und unfair beschimpft), als ich ihr meine Pläne für Phuket erzählte, z. B. Ausflüge machen, andere Strände aufsuchen, früh schlafen gehen… Ihre Argumente waren : ist zu schwül-heiß, andere haben erzählt lohnt sich nicht zum anschauen…
Wie gesagt, ich bin nicht mit ihr allein dort, mein Vater und die Schwester sind auch noch mit dabei. Unsere Männer haben sich auch schon ausgeklingt: meiner muß wirklich arbeiten und mein Schwager hat schon einen Urlaub mit ihnen mitgemacht(es muß alles nach ihrer Nase laufen, ansonsten gibts Schmollen und endlose Redereien) und täuscht Arbeit vor.

Irgendwie bekomme ich das alles noch nicht richtig auf die Reihe und tue mich sehr schwer mit einer Entscheidung. Auf der einen Seite freue ich mich über die Einladung, bin auch neugierig auf Krabi, das ich noch nicht kenne und würde sehr gerne Phuket auch mal in Ruhe an schauen.Auch möchte ich meine Schwester nicht alleine mit meinen Eltern hängen lassen.Das Ganze also nach dem Motto Augen zu , Ohrenstöpsel rein, Zähnezusammenbeissen und durch?
Wenn ich aber absage, bin ich nur wieder undankbar und sie verstehen dann erst recht nichts mehr. Sie um einen Gutschein bitten für einen anderen eigenen Urlaub ist auch nicht, da das Ganze schon unter der
Prämisse „mit ihnen zusammen“ stattfindet.Ich bin mit 42 alt genug, um zu wissen, was ich will oder nicht!!! Es wird halt nicht akzeptiert, bzw. ich habe das Gefühl, es soll mir mit Gewalt übergestülpt werden.

Ich würde mich freuen über eure Meinungen über das Ganze, vielleicht kommen von Euch ja noch ganz neue Aspekte und Betrachtungswinkel.
Bitte kommt nicht mit undankbar und ich soll mich freuen oder so. Ihr würdet ja auch nicht einen Riesenluftsprung machen, wenn jeder weiss, daß ein bestimmtes Lebensmittel bei Euch Brechreiz auslöst und dann kriegt ihr 10 Kilo zum Geburtstag.

Sabine
P.S. Bin gleich nicht mehr da, werde erst morgen bei evtl. Unklarheiten Auskunft geben können

Hallo, Sabine,

Ich bin mit 42 alt
genug, um zu wissen, was ich will oder nicht!!!

damit müsste doch alles klar sein - wenn ich dich richtig verstehe, willst du unter diesen Voraussetzungen nicht.

Es wird halt
nicht akzeptiert,

Ich finde, das ist in erster Linie das Problem deiner Eltern.

Wenn du es zu deinem machst und dich fügst, um den drohenden Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, wird dieses Schema (Vorwürfe, Verständnislosigkeit, Enttäuschung als Druckmittel) immer wieder funktionieren.

Ich wünsche dir, dass du eine Entscheidung findest, mit der du
gut leben kannst.

Gruß
Kreszenz

Oh je, das kommt mir sehr bekannt vor…
Meine Oma versucht auch ständig, unsere Familie herumzukommandieren & ihr ihren Willen aufzuprägen… Bei meiner Mutter (46) ist sie damit sehr erfolgreich: Auch wenn es ihr (meiner Mutter) dann schlecht geht, gibt sie eben lieber nach, um zu verhindern, dass meine Oma in Depressionen stürzt und sie für ihre schlechte Gesundheit verantwortlich macht.
Ich gehe auf dieses Verhalten meiner Oma schon lange nicht mehr ein und entwickle so langsam eine tierische Wut auf sie…
Ich würde dir raten, nicht auf Erpressungsversuche dieser Art einzugehen. Du bist - wie du selbst sagst - alt genug, dein Leben zu leben. So hart es klingen mag: Lieber verletzt du sie, als dass du dein Leben lang nach ihrer Pfeife tanzst und damit DICH verletzst!
Das ist das, was ich auch meiner Mutter (vergeblich) rate und vielleicht nicht auf deine Situation passend… ich habe mich nur wie gesagt sehr daran erinnert gefühlt.

Andrea

Deine Mutter klammert!
Hallo Sabine,

habe ich es richtig verstanden??? Zwangsurlaub mit Mami & Papi und Schwester & Schwager?!?!?! Das ist jetzt nicht Dein Ernst!

Ich bin zwar ein paar Tage jünger als Du, aber ich kenne den ganzen Scheiß von Heulkrämpfen, hysterischen Anfällen, Selbstmorddrohungen & Co.

Blas das Ding ab, wenn Dir der Urlaub nicht paßt! Punkt und basta! Ich schätze Deine Mom als eine recht dominante Person ein, die a) in ihrer Kindheit sehr auf ihren Vater fixiert war und b) Euch alle (inclusive Deines Dads) unter der Fuchtel hat. Es wundert mich ohnehin, daß Du es Dir mit 42 Jahren immer noch gefallen läßt.

Laß sie schmollen, Bäche von Tränen vergießen und Dich zigmal als undankbar beschimpfen. Sie muß begreifen, daß ihre Kinder ein eigenes Leben und ihre eigenen Vorstellungen haben. Da muß jetzt dringendst ein Cut her! Meine Mom hatte auch mal so einen Anfall, es endete damit, daß wir fast ein Jahr nicht miteinander sprachen. Sie hatte in dieser Zeit genug Gelegenheit, festzustellen, daß man Kinder irgendwann loslassen muß, wenn man den innigen Kontakt behalten will. Deine Mom hat das offenbar bisher nicht geschnallt.

Ach ja, Deine Schwester… Wie steht sie denn zu dieser Veranstaltung?

Beste Grüße

Renee

Hallo Sabine,
es haben Dir schon andere geantwortet, und ich stimme ihnen zu, dass Du Dich nicht unter Druck setzen lassen solltest (ich weiß, das schreibt sich leichter als es umzusetzen ist…). Ich möchte aber auch noch ergänzen, dass es nicht die einzige Möglichkeit ist, nicht mitzufahren, denn Du schreibst:

… Auf der
einen Seite freue ich mich über die Einladung, bin auch
neugierig auf Krabi, das ich noch nicht kenne und würde sehr
gerne Phuket auch mal in Ruhe an schauen.Auch möchte ich meine
Schwester nicht alleine mit meinen Eltern hängen lassen.

Solltest Du doch neugierig genug sein auf die Orte, könntest Du - evtl. in Absprache mit Deiner Schwester - auch das Beste aus der Situation machen und innerhalb des Urlaubs das tun, was Du möchtest. - Das ist sicher anstrengend, aber auch ein Weg zu zeigen, dass Du andere Vorstellungen hast. - Schließlich ist ein Geschenk kein Gefängnisaufenthalt…

Um herauszufinden, was Du lieber möchtest, könntest Du die berühmte Pro/Kontra-Liste für Dich machen, in der Du Argumente für und gegen die Reise tabellarisch auflistest. - Mir hat das schon geholfen, wenn ich keine Klarheit finden konnte.
Wie auch immer Du entscheidest, ich wünsche Dir alles Gute!
Gruß, Kathrin

Tscha, deine Sorgen und Mutters Geld, würde ich mal sagen. Schon mal
über eine Schenkung zu Lebzeiten nachgedacht? Spart auch Steuern und
entfremdet die Geschwister so rechtzeitig, daß solche Interferenzen
in Zukunft vielleicht ausgeschlossen werden.

Hallo Renee,

einen Cut habe ich eigentlich schon vor über 20 Jahren mal gehabt. Da hat mich mein Vater mit den Worten "Du willst erwachsen sein, dann sei es ", rausgeschmissen. Grund waren unterschiedliche politische Ansichten bzw. über das Leben überhaupt. Ich habe damals, und auch heute noch, eher in die Richtung Hippis, Grüne, AKW-Gegner etc. tendiert. Dann war erstmal ein paar Jahre Sendepause. Erst als ich meinen Mann kennenlernte und ein wenig gesetzter wurde, fand ein relativ regelmäßiger Kontakt statt.Der Kontakt findet seit ein paar Jahren in erster Linie übers Telefon statt, da sie 600 km entfernt wohnen. Man sieht sich meistens nur zweimal im Jahr, wenn sie sich kurz vor und nach ihrem Flug nach Thailand bei mir oder meiner Schwster einquartieren. Am Telefon kann ich meine Mutter eigentlich ganz gut abblocken und das Ganze nicht so an mich ranlassen und wenn sie da sind, werden von mir heiße Themen wie Politik nach Möglichkeit nicht angesprochen.
Tja und meine Schwester ist auch so ein Fall.Sie ist vier Jahre jünger als ich, hat mich also erlebt, wie ich in der Jugend mit meinen Eltern ständig zusammenrasselte. Da dies ja auch Stress und Kampf bedeutete, hat sie den „leichteren“ Weg des geringeren Widerstandes gewählt. Ihr Motto in der Familie lautet : wenn Eltern, Tanten, Onkels… mal nicht mehr sind, dann wird es uns noch leid tun.Eigentlich ist dies ihr Lebensmotto.Als sie vor anderhalb Jahren beim Radeln einen Gehirnschlag aufgrund von Überarbeitung, Rauchen und Alkohol mit Sturz vom Rad und anschließender Gehirnblutung und OP hatte, wollte sie nie mehr so viel arbeiten (100 Überstunden und mehr ist normal). Und was war, zwei Wochen nach Arbeitsantritt war sie im alten Trott und übernimmt die Arbeit der Kollegen wieder mit.Und wundert sich, das alle mit ihrer Arbeitszeit im grünen Bereich liegen.Sie schafft es nicht, ihre Arbeit zu delegieren und den Kollegen von Ihren Pensum auch mal was abzugeben, weil die machen ja alles verkehrt. Neuerdings kommt auch noch die irrelevante Angst um ihren Arbeitsplatz dazu, wobei das meines Erachtens nur in ihrer Phantasie besteht, genährt aus den schlechten Wirtschaftsnachrichten der Bild-Zeitung. Aber nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit und Sitz im Betriebsrat (sie hat sich überreden lassen, weil kein anderer wollte), dürfte eine Entlassung so schnell nicht möglich sein. Sorry für die Abschweifung, ich wollte nur ihre Denke verdeutlichen. Sie ist also auch nicht gerade eine Unterstützung.
Jetzt ist alles doch wieder länger geworden, aber Familienkonstellationen aufzudröseln ist eine ganze Menge Arbeit.Oh, gerade kam eine Suchmeldung nach mir rein, Büro und Heim liegen ein paar Kilometer auseinander.Melde mich Montag wieder

Habt Ihr viel Schnee in Kanada?

Danke auch an die anderen HelferInnen

Sabine

dem kann ich nur zustimmen.

auf den einen oder anderen mag diese haltung zwar egoistisch finden: dann kommen so sprüche wie „es ist ja nur gut gemeint“ oder „ein alter baum verbiegt sich nicht mehr“ - allerdings merkt die andere „gut meinende“ partei ja gar nicht, wie stark man sich selbst verbiegt, um ihren guten willen anzunehmen. daher habe ich es aufgegeben, mich zu verbiegen: wer meint, ich dürfe ihm nicht verbieten, sich in mein leben, soll ruhig wütend auf mich sein. ich kann nicht darauf warten, daß mir jemand gestattet, so zu leben, wie ich will.

daß es ausgerechnet nach thailand geht, wo dieses land mir so gut gefällt, und die eltern dies wissen, würde ich als entgegenkommen werten. allerdings haben die eltern mit diesem entgegenkommen nicht meine seele gekauft, dh. nur weil sie mir entgegenkommen, muß ich ihnen nicht sehr, sehr viel weiter entgegenkommen, als ich das möchte.

konkret auf die reise übertragen: ich würde mir überlegen, wie die reise aussehen wird. hätte ich 2 wochen wut-hinunter-schlucken vor mir, würde ich das ganze absagen. würde ich möglichkeiten sehen, aus dem urlaub auch ein bißchen vergnügen zu ziehen, auch wenn es nicht der perfekte urlaub wird, dann würde den urlaub machen.

Ich bin mit 42 alt
genug, um zu wissen, was ich will oder nicht!!! Es wird halt
nicht akzeptiert, bzw. ich habe das Gefühl, es soll mir mit
Gewalt übergestülpt werden.

Hallo, Sabine,
das Problem, sich gegen „gut gemeintes“ zur Wehr zu setzen, hat wohl jeder mal im Verhältnis zum Partner oder wie hier, zu den Eltern.
Wenn das, was Du dort oben schriebst, mehr sein soll, als nur ein verzweifelter Aufschrei (die drei Ausrufezeichen sind recht beredt), dann musst Du das eben durchsetzen, selbst auf Kosten eines Verlustes oder auf Risiko der familiären Missbilligung.

„Nein“ ist durchaus eine legitime Antwort, die zu respektieren ist.
Die Antwort des Schreibers Bartleby „I’d prefer not to!“ (Melville) muß man nur immer wieder nachdrücklich genug wiederholen.
Natürlich muß man sich auch danach verhalten und nicht beim nächsten auftauchenden Problem sich wieder in den Schoß der Familie zurückflüchten, sondern zeigen, dass man durchaus in der Lage ist, sein Leben selbst in der Hand zu behalten.

Welche Unterstützung gibt Dir im Falle dieser Reise denn Dein Mann? Was rät er Dir?

Vielleicht wäre es für Dich nützlich, eine Rangliste der Dir wichtigen Personen und Deiner Beziehung zu ihnen zu machen. Rang Nr 1 solltest auf jeden Fall Du selbst einnehmen. Die Besetzung der nächsten Plätze wird Dir sicher Aufschluß geben, welche Beziehung weniger eng gestaltet oder im schlimmsten Fall aufgegeben werden kann.

Grüße
Eckard.

Hallo, Sabine,

also grundsätzlich haben ja alle Recht, die sagen, dass Du das Recht auf einen klaren Standpunkt auch gegen Deine Mutter hast. Das meine ich auch. Auf der andern Seite hast Du selbst erklärt, dass Du (ohne den Familienstress) teilweise durchaus neugierig auf das von den Eltern ausgewählte Reiseziel bist.

Ich würde als vorletzte Lösung (die letzte Lösung ist die Absage und der nachfolgende große Knall, zu dem ich letztlich auch raten würde, wenn Deine Eltern auf das „Mittel- Angebot“ nicht eingehen) Schreibe einen Brief, in dem Du ganz deutlich all das darlegst, was Du auch hier geschrieben hast. Betone Eure Unterschiedlichkeit im Urlaub, Deine völlig andere Lebenseinstellung und Deine andere Art Urlaub zu machen. (ist Deinen Eltern alles nicht neu, sie sollen es aber einmal in Ruhe lesen können, vielleicht kommt Ihnen dann der Hauch einer Ahnung, was Sie von Dir verlangen). Und nun das „Angebot zur Freundschaft“: Bedanke Dich für das gut gemeinte Geschenk und zähle auf, wovor Du Angst hast, weil es Dir die Stimmung und den Urlaub vergällt: Die Vorstellung, dass Du jeden Abend shoppen gehen musst, nicht dahin gehen kannst, was Dich interessiert etc., etc. Und nun kommt Dein „Entgegenkommen“ (wenn auch das schon bei Dir Gänsehaut erzeugt, dann riskiere den Bruch!) dass Du klare Vorgaben setztst - Ich komme nur mit, wenn ich jeden 2. Tag morgens alleine an den Strand kann, jeden 2. Tag mir das Anschauen kann, was mich interessiert, etc. Als „Gegenleistung“ schluckst Du jeden 2. Abend die Kröte des Shoppens oder sonstiger wenig anregender Dinge. Du betonst damit auf der einen Seite Deine Eigenständigkeit und legst Deine Bedürfnissse klar offen, auf der andern Seite zeigst Du, dass Du Deine Eltern/ Deine Mutter ebenfalls nicht von Deiner Art Urlaub zu machen überzeugen willst.

Und nun kommt der Schlussatz: ich kann mir nur unter diesen Umständen vorstellen, mit Euch einen Urlaub zu verbringen, an den ich gerne zurückdenke und der nicht mit schwersten atmosphärischen Störungen belastet ist. Wenn Ihr Euch mit meinen Wünschen nicht anfreunden könnt und mir so zugesteht, dass auch ich in der Zwischenzeit erwachsen geworden bin, DANN FAHRE ICH NICHT MIT!

In vielen Fällen, die völlig verfahren aussahen, hat ein Brief Wunder gewirkt! Mit dem musst Du Dir richtig Mühe geben, damit er zum andern für beide Seiten klar ist und in keiner Weise als Angriff auf Deine Mutter gewertet werden kann. Das heißt, entwirf den Brief, lasse ihn von einer Freundin lesen, verbessere, lasse ihn zwei Tage liegen und erst nach einer Woche oder so weg damit. Je mehr Leute den Brief lesen und versteckte Vorwürfe, oder ähnliche Möglichkeiten, Dich misszuverstehen suchen und ausmerzen, desto wirksamer,

Ein Brief dieser Art hat den ungeheuren Charme, dass Du etwas in der Hand hast, wenn sich u.U. Deine Mutter in der Verwandschaft das Maul über Dich und Deinen unmöglichen, rücksichtslosen, undankbaren Stil zerreisst…

Viel, viel Glück wünscht Dir
Ingeborg

Familie …
hallo sabine ,

da sich hier alle „auf deine seite“ schlagen versuche ich das ganze mal aus der anderen Sicht darzulegen.
Du schreibst dass Du Deine Eltern nur sehr selten siehst und das Verhältnis zu Ihnen ohnehin schon immer „schwierig“ gewesen ist.
Ich unterstell Deiner Mutter jetzt einfach mal nur die besten Beweggründe für ihr Geschenk ( bezweifle ich doch dass Eltern ihre Kinder mit Geschenken „quälen“ wollen). SIE möchte wohl einfach nur mit ihren Töchter und deren Männern einen nach IHREN Vorstellungen schönen Urlaub verbringen. SIE kann DEINE Ansichten eines schönen Urlaubs genausowenig nachvollziehen wie DU IHRE. Menschen sind nunmal verschieden. Der Unterschied ist nur dass sie versucht mit euch etwas gemeinsames zu unternehmen/erleben.Dass nun fast alle Beteiligte diesen Versuch „boykottieren“ ist für Sie sicherlich schmerzhaft, allerdings entschuldigt dies auch nicht ihr Verhalten Dir ein schlechtes Gewissen machen zu wollen!

Im Idealfall würde ich einen Kompromiss vorschlagen … zb dass Du jeden zweiten Tag oder die letzten Tage des urlaubs so gestalten kannst wie Du es möchtest … Naja klingt wahrscheinlich einfacher als es in der realität ist :wink:

Ich habe sicherlich auch leicht reden, da ich nicht nur ein tolles Verhältnis zu meiner Mutter habe sondern auch echt gerne mit ihr in Urlaub gehe (wo wir beide eben auch Kompromisse eingehen … denn Interessen"konflikte" sind bei unseren 37Jahren Altersunterschied natürlich auch vorprogrammiert :wink: )

Letztendlich sind wir alle Egoisten, welche die heutzutage recht spärliche Freizeit nach unseren eignen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen gestalten wollen. Warum aber nicht mal über seinen Schatten springen um des „lieben Familienfriedens“ und jemandem einen Gefallen/Wunsch erfüllen ?

Achso und das hier bitte nicht als „Angriff“ gegen Dich sehen! Habe nur versucht dir zwischen all den Beiträgen die Dich unterstützen, dir auch mal die andere Seite zu zeigen … hätte Deine Mutter hier gepostet hätte ich das gleiche gemacht :wink:

Wünsch Dir so oder so einen wunderschönen Urlaub :smile:

lg,pat ( die auch schon im reisefieber ist :wink: )

1 „Gefällt mir“

Erst mal ein ganz dickes Danke an alle !

Habe mir alle Antworten sehr genau durchgelesen und durch den Kopf gehen lassen.Und nach dem gestrigen Telefonat mit meinen Eltern merkten auch sie, daß ich mit der Wahl des Urlaubsortes und der geplanten Durchführung nicht einverstanden bin.Da bei Gesprächen mit meinen Eltern grundsätzlich der Mithörlautsprecher auf ihrer Seite angestellt ist, konnte ich meinen „entnervten“ Vater aus dem Hintergrund hören, wie er giftig meinte : "Gib ihr doch das Geld ".
Okay, damit könnte ich leben, aber wie mach ich das mit meiner Schwester ? Wobei ich glaube, daß sie allein eh nicht mitfährt, da sie der Meinung ist, eine Reise ohne Ehepartner hat man nicht zu unternehmen. Oder nur ganz kurz.
Das Ganze hat mich scheinbar so aufgewühlt, daß sich nach Jahren Ruhe meine, fast chronische, Iritis (Regenbogenhautentzündung) wieder mal einstellt. Konnte ich aber bei aufwühlenden Sachen schon öfters erleben. Wird schon wieder.

Bis dann in anderen Brettern vielleicht mal

Sabine