Problem mit Kanninchen

Hallo Experten,

unsere beiden Zwergkanninchen (Lars und Lena) lebten 2 1/2 Jahre glücklich und zufrieden als Freigänger in unserem Garten. Sie hatten natürlich ein festes Schlafhaus mit Futterplatz und wurden regelmäßg tierärztlich versorgt.
Sie haben sich zuvor aus jedem Gehege freigegraben, aber das ist eine andere Geschichte. Wir haben es letztlich aufgegeben die zwei „einzupferchen“ und alles lief wunderbar. Nun lag vor ein paar Tagen unsere Lena tot im Garten. Lars ist nun alleine und wir überlegen hin und her, ob wir ihn nicht ins Haus holen sollen. Hier würde er in einem Käfig leben mit mehreren Stunden Auslauf täglich.
Was ist für ihn die bessere Lösung? Alleine in Freiheit, oder mit menschlicher Gesellschaft nur noch mit eingeschränkter Freiheit?
Legt er überhaupt wert auf menschliche Gesellschaft, oder sollen wir ihn in seinen gewohnten Lebensraum belassen, auch wenn er in unseren Augen jetzt einsam ist?

Viele Grüße
Sarah

Hallo!
Ich würde ihn ins Haus holen oder wieder ein zweites Kaninchen dazusetzen.Das Kaninchen ist ja kein Einzelgänger und fühlt sich in Gesellschaft (ob in menschlicher oder in tierischer)wohler.
Wenn er ein paar Stunden Auslauf am Tag bekommt,ist das doch in Ordnung.Findet er bestimmt besser als alleine im Garten zu sein.

Gruß
purzel04

Hallo

Ich würde ihn ins Haus holen oder wieder ein zweites Kaninchen
dazusetzen.

Ich würde auf jeden Fall ein zweites oder mehr Kaninchen dazuholen. Ein Mensch ist kein Kaninchen und kann ebensowenig eine ausreichende Gesellschaft für ein solches sein wie z. B. ein Elefant für einen Menschen.

Allerdings muss man damit rechnen, dass man zwei fremde Tiere nicht einfach so zusammensetzen kann, da möglicherweise erstmal ernsthafte Revierkämpfe abgehen würden, mit Kaninchen kenne ich mich in der Hinsicht allerdings überhaupt nicht aus. Es gibt aber bestimmt spezielle Kaninchenforen, die man ergoogeln kann. Dort bekommt man dann bestimmt sachkundige Auskünfte.

Wenn er ein paar Stunden Auslauf am Tag bekommt,ist das doch
in Ordnung.

Glaube ich eher nicht. Wenn er es anders kennt, wird er sich in einem Kaninchenkäfig arg eingeengt fühlen. Und in der Wohnung kann er ja nicht graben, was aber doch ein elementares Bedürfnis für ein Kaninchen ist. Und knabbern die nicht auch immer alle Kabel an?

Findet er bestimmt besser als alleine im Garten zu
sein.

Kann sein, aber dass Kaninchen sehr viel Wert auf menschliche Gesellschaft legen, kann ich mir in Wirklichkeit gar nicht so richtig vorstellen.

Viele Grüße
Thea

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Hallo Sarah,

ich kann mich den bisherigen Aussagen nur anschließen!

Dein Lars ist erst 2,5 Jahre alt und hat noch ein langes Leben vor sich, dass er nicht alleine verbringen sollte. Ein Mensch kann einem Kaninchen nicht den Partner ersetzen. Nein, ein Kaninchen legt keinen Wert auf menschliche Gesellschaft. Es sei den, er hat was Leckeres in der Hand ;O)

Wenn Du das Ninchen jetzt in die Wohnung holen möchtest, beachte bitte das der Themperaturunterschied zu groß ist. Das belastet zu sehr den Kreislauf. Eine Umstellung sollte nur langsam geschehen. Ich denke auch, dass eine Käfighaltung mit Freilauf in der Wohnung nicht die richtige Lösung ist, auch nicht für zwei Tiere. Eine Alternative für in der Wohnung ist z.B. ein Gehege selber zu bauen mit mindestens 6 qm für 2 Tiere.

Auch wenn es Dir wahrscheinlich schwer fällt, möchte ich gerne den Tod Deiner Lena ansprechen. Ist bekannt woran sie gestorben ist, hast Du mit einem Tierarzt gesprochen? Waren vorher Anzeichen einer Krankheit zu erkennen? Ich frage, weil ausgeschlossen werden sollte, dass Lars sich angesteckt haben könnte.

Solltest Du Dich entscheiden, ein Kaninchen zu Deinem Lars zu setzen, ich bin ich geren bereit Dir bei der Vergesellschaftung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

LG, Elke

Hi Sarah,

besorge dem Überlebenden einen neuen Kumpel und lass sie draußen. Wenn du schon die Möglichkeit hast, ist das jeder Haltung in der Wohnung vorzuziehen. Frag ihn!

Gruß Ralf

Hallo Sarah,

dass Kaninchen Gruppentiere sind und nicht alleine gehalten werden sollen, wurde ja schon gesagt.

Eine weitere Möglichkeit wäre, wenn ihr kein weiteres Kaninchen mehr aufnehmen wollt, euren Lars in eine andere Gruppe in Außenhaltung zu vermitteln.

Manchmal bedeutet Tierliebe nämlich eben auch, auf eine Tierhaltung bzw. ein Tier zu verzichten.

Lieben Gruß
Carolin

Hallo

Ich würde auf jeden Fall ein zweites oder mehr
Kaninchen dazuholen.

Allerdings muss man damit rechnen, dass man zwei fremde Tiere

nicht einfach so zusammensetzen kann, da möglicherweise
erstmal ernsthafte Revierkämpfe abgehen würden.

Mit Revierkämpfen gibt es überhaupt keine Probleme, wenn sich die Tiere ausweiche können. Es genügt schon, wenn man in die Mitte eins Käfigs etwas stellt, damit die Tiere im Kreis renne können. Wenn dein Tier den Auslauf gewöhnt ist, solltest du es aber nicht einsperren.

Und knabbern die nicht auch immer alle Kabel an?
Doch!!! Das ist nicht nur ärgelich sondern auch sehr gefährlich für das Kaninchen. Man sollte Nagetiere nie alleine in der Wohnung laufen lassen.

An sonsten hat Thea in allen Punken recht. Du solltest dich an ihre Ratschläge halten.

Hallo Daniel,

es ist absolut davon abzuraten einen Käfig in der Mitte zu teilen, damit zwei Kaninchen sich nicht begegnen. Bei einem handelsüblichen Käfig, würde jedem Tier nur 50 cm Platz zur Verfügung stehen, da kann ein Kaninchen sich kaum bewegen. Bei einer Vergesellschaftung muß ein Tier sich zurückziehen können, dass hast Du völlig richtig geschrieben, dies ist aber bei einem geteilten Käfig unmöglich. In der artgerechtetn Haltung, müssen 2 Tiere mindestens 2 qm zur Verfügung gegestellt werden.

Richtig, im Freilauf ist darauf zu achten, dass die Kaninchen nicht an Kabel, Tapeten ect. nagen können. Das Problem der Kabel läßt sich z.B. gut mit Kabelröhren aus dem Baumarkt beheben. Es ist sehr wohl möglich, Ninchen einen unbeaufsichtigen Freilauf zu ermöglichen. Ich halte meine Tiere im 24 Stunden Freilauf ohne Käfig oder Gehege. Mit ein wenig Erziehung und Umgestaltung der Wohnung ist das sehr wohl möglich.

LG, Elke

Hallo Daniel,

es ist absolut davon abzuraten einen Käfig in der Mitte zu
teilen, damit zwei Kaninchen sich nicht begegnen.

Du hast recht!!!

Aber richtig gelesen hast du nicht!!!

Ich habe nichts davon geschrieben, einen Käfig zu teilen. Man kann in die Mitte des Käfigs aber z. B. einen kleinen „Baumstamm“ legen. Darauf können die Kaninchen toll herumturnen und knabbern. Natürlich muss das Holz unbehandelt sein, am besten frisch vom Garten, dann weis man, was man hat. Um so ein Hindernis können die Kaninchen auch herumspringen wenn es Meinungsunterschiede gibt. Ansonsten kann der Stärkere den Schwächeren in die Ecke treiben und ihn verletzen. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich halte selbst sehr viele Kaninchen.

Das Problem derKabel läßt sich z.B. gut mit Kabelröhren aus dem Baumarkt beheben.

Mit meiner Aussage war gemeint, das man die Kaninchen im Normalfall, d. h. ohne Vorbäugende Maßnahmen, nicht unbeaufsichtigt lassen darf.
An so etwas wie Kabelröhrchen habe ich nicht gedacht, da ich meine vielen Kaninchen nicht in der Wohnung herumlaufen lassen kann.

Viele Güße
Daniel

Hallo Daniel,

ja, ich habe das mit dem Käfig teilen in Deiner Mail herein gelesen, weil es leider häufig gemacht wird - sorry. Besonders wenn es schwierig wird mit den Tieren, z.B. bei Agressivität - nur leider wird es dann noch schlimmer.

Trotzdem finde ich es nicht richtig, Kaninchen in eine Käfig zu vergesellschaften, der Platz ist einfach zu gering. Es gibt keine Rückzugsmöglichkeiten. Die Rangordnung kann nicht ausgefochten werden, ohne Gefahr zu laufen das die Tiere sich verletzen. Davon abgesehen, bin ich grundsätzlich gegen Käfighaltung. Diese Dinger sind einfach zu klein für diese bewegungsfreudigen Tiere. Und mit ein wenig Kreativität und Erziehung geht es auch ohne, das ist mir wichtig es immmer wieder zu betonen.

By the way: Kaninchen sind KEINE Nagetiere!

LG, Elke

Hallo Elke,

schön, das du dich nochmal gemeldet hast. So etwas kann ja mal vorkommen. Macht ja nichts.

By the way: Kaninchen sind KEINE Nagetiere!

Mag sein, aber sie knappern trotzdem gerne an Holzstöckchen herum

Gruß
Daniel