Also ich kann mir einfach mittlerweile nicht mehr erklären was mit mir los ist. Mein Problem bezieht sich auf Männer. Früher hatte ich absolut nie irgendwelche probleme jemanden kennenzulernen und der person näher zu kommen. Vor ca. 1,5 jahren habe ich einen Mann kennengelernt und mich nach einiger Zeit sehr in ihn verliebt. Am Anfang war alles bestens. Wir haben uns blendend verstanden aber die meiste Zeit stundenlang miteinander telefoniert und seltener persönlichen kontakt gehabt. Er ist sehr selbstsicher, hatte aber noch nie eine beziehung (22 jahre alt) weil ihm keine frau gut genug ist und er die absolute traumfrau sucht. Alles hat bestens funktioniert aber er wollte dass alle grundlegenden schritte von mir aus kommen aber das konnte ich einfach nicht weil ich eher zurückhaltend bin. Also hat er sich immer mehr von mir entfernt ohne mir irgendeinen grund zu nennen. Ich war total traurig, verzweifelt und hab versucht mich irgendwie mit der siuation zu arragieren. Bei einer Party bin ich weinend wo gesessen und einer guter freund von ihm hat sich um mich gekümmert und anschließend haben wir uns geküsst etc. während dessen ist er dann in das zimmer gekommen und er hat nachher zu m.besten freundin gemeint: siehst du jetzt weißt du wieso ich nix von ihr wollte. Es sind eh alle frauen gleich…
Ich habe ihn sehr lange nicht verarbeiten können weil ich immer noch genauso jemanden möchte der so eine art und so einen charakter hat. Seit 1jahr habe ich niemanden kennengelernt oder an mich herangelassen und ich weiß nciht wieso ich es nicht kann. Ich versuche wirklich neue leute kennenzulernen aber sobald ich mir sicher bin, dass ich etwas mit der person haben könnte oder ich ihr gefalle, habe ich sofort das bedürfnis wegzulaufen. jedes mal…kaum interessiert sich jemand für mich, will ich ihn nicht mehr, ich will nur weit weg. es ist wie wenn ich einen punkt erreiche und plötzlich ist es wie eine barriere. ch kann nicht weiter…aber das kann es ja nicht sein…Ich will wieder jemanden kennenlernen und eine glückliche beziehung haben. was kann ich tun?
alle Akteure in der von dir beschriebenen Handlung stimmen mich sprachlos. Nicht im Sinne von Empörung, ich weiß einfach nicht, was ich dazu sagen soll. Das hinterlässt überhaupt keinen Eindruck.
Was du schreibst hat etwas von einer Daily-Soap in der ein paar vor sich hin existierende Charaktäre ohne nachvollziehbare Beweggründe irgendwas machen und dabei ein undurchschaubares Beziehungskonstrukt entwerfen.
Vielleicht liegt es daran, dass es eigentlich gar kein wirkliches Problem gibt.
Klar, das werden Dir schon viele gesagt haben, und Du wirst es ungern
hören, aber es ist einfach so: Du bist ja noch jung…
Du wirst noch ganz viele verschiedene Phasen durchleben. Du wirst
immer eine Zeitlang eine Art Beziehung zu Männern haben, und dann
wieder eine Zeitlang eine andere Art. Du wirst viele Männer
kennenlernen, und seltsamerweise werden einige wenige von denen bei
Dir ein stärkeres Gefühl hinterlassen als andere. In solchen
Situationen entwickelt sich einfach Dein Charakter.
In jeder schwierige Phase wie die momentan wirst Du wahnsinnig viel
lernen, und das wirst Du erst im Nachhinein feststellen.
Also Kopf hoch! Es ist völlig normal, dass Du nicht Dein ganzes Leben
lang die gleiche Art hast, mit Männern umzugehen.
Lass diesen Reifeprozess zu.
also ich finde die Antworten die Du bislang bekommen hast nicht sonderlich hilfreich, wenn man bedenkt, daß es hier ein Experten-Forum ist.
Ich bin leider auch kein Experte und kann Dir wahrscheinlich auch nicht helfen…
Ich habe eine Freundin, die ist 36 und der geht es genauso. Sie ist supernett und lustig, gutaussehend… und seit 8 Jahren schon solo.
Ich denke manchmal, daß sie vielleicht deshalb immer wegrennt, sobald sich etwas anbahnen könnte, weil sie Angst vor einer Enttäuschung hat. Lieber im Schmutz weitersuhlen, als sich verletzen zu lassen.
Vielleicht trifft dies Euer Problem?
Vielleicht solltest Du einfach mal das Risiko einer Enttäuschung eingehen? Die Chancen stehen immer 50/50, also MACHS DOCH einfach - egal mit welchem Ergebnis. Und wenn Du nur ein paar schöne Tage oder Wochen hast, ist das immer noch besser als keine schönen Tage und keine schönen Wochen…
Selbst wenn Du einen tollen Mann kennenlernst und 10 Jahre glücklich mit ihm zusammen bist, ist das keine Garantie fürs Leben…
Mann muß diese Dinge irgendwie gelassener sehen…
Weiß jetzt nicht, ob Du mit meiner bescheidenen Meinung was anfangen kannst…
hallo Elisabeth,
was Du tun kannst, ist: Dich trösten (mit aller Kraft und Entschlossenheit). Andere Väter haben auch tolle Söhne. Später wirst Du sehen, was daraus geworden ist (auch: aus dem, den Du gern zum Freund gehabt hättest).
Fragt sich doch: warum sucht er „die absolute Traumfrau“?
Warum soll „sie“ jede Aktivität der Annäherung übernehmen? Wenig realistisch: eine „Traumfrau“ ist nicht unbedingt auch noch auf Werbe-Füßen … Ist er feige? Einfallslos? Fürchtet er jeden Hauch einer etwaigen Zurückweisung, braucht er die völlige Sicherheit? Ist er ein Narzist, der sein hohes Selbstbild nur im Spiegel anbetender Frauen sucht/ bestätigt findet? Warum lange Telefongespräche, und real ging nichts richtig? Weil sowas risikolos ist? Wozu brauchte er diese Ausrede:„Darum wollte ich nichts von ihr“? Du selbst weißt doch, was in Dir vorging, warum brauchte er, das zu mißdeuten? Brauchte er eine Ausrede (vor sich selbst), daß er „gekniffen“ hatte?
Wieso warst Du so hingerissen von ihm? Wovon, real? Welche tollen Charakterzüge mag er wohl wirklich gehabt haben … Mut hat vielleicht nicht gerade zufällig dazugehört?
Ich habe im Grunde erweitert, was Ulf Eberling in einem Satz schrieb.
Kümmere Dich um Dein Leben, dann kümmert es sich um Dich. Gruß, I.
Meiner laienhaften Diagnose liegt bei dir etwas vor, das man
Vermeidungsverhalten nennt. Lies mal den wikipedia-Artikel, damit du
weisst, was das ist und wie es entsteht: http://de.wikipedia.org/wiki/Vermeidung
Wenn dir irgendwas unklar ist (der Stil ist recht wissenschaftlich),
frag hier nochmal nach.
Dein Problem kannst du in den Griff kriegen, indem du dir klar
machst, dass deine Angst unbegruendet ist, bzw. indem du akzeptierst,
dass Enttaeuschungen zum Leben dazugehoeren und dich weiser machen.
U.a sind folgende Fragen relevant. Denke gut ueber sie nach.
Was kann passieren, wenn ich mich verliebe? (Gutes und Schlechtes)
Wenn etwas Schlechtes passiert: Was waere das?
Koennte ich damit leben oder wuerde ich dann nie mehr gluecklich
werden?
Gibt es nur den einen Mann, den ich unbedingt haben muss, oder gibt
es viele Maenner, mit denen ich gluecklich sein koennte?
Bemuehe dich darum, Woerter wie „darf nicht“, „muss“, „unbedingt“,
„Katastrophe“ und „schrecklich“ aus deinem Vokabular zu streichen,
wenn du ueber Beziehungen und deine Wuensche nachdenkst.
Starte langsame, spielerische Annaeherungsversuche ohne den
Gedanken an eine Beziehung. Unterhalte dich unverbindlich mit netten
Maennern, tanze mit ihnen, kuesse sie usw. ohne den Gedanken
an eine Beziehung. Nicht jeder Kontakt mit Maennern muss auf eine
Beziehung hinauslaufen. Erst wenn du locker mit Maennern und
Beziehungsanbahnungssituationen umgehen kannst, gehe die naechsten
Schritte (nach Hause einladen, uebernachten…)
Das ist, was mir so auf die Schnelle in Kurzform einfaellt.
Gehe davon aus, dass es nicht einfach wird. Sei geduldig.
Dein Problem kannst du in den Griff kriegen, indem du dir klar
machst, dass deine Angst unbegruendet ist, bzw. indem du
akzeptierst,
dass Enttaeuschungen zum Leben dazugehoeren und dich weiser
machen.
aber ist nicht genau das, was sie tut?
Sie hat gemerkt, dass sie verletzt werden kann, wenn sie jemanden zu nah an sich heran lässt und zieht aus diesem Wissen die Konsequenz, niemanden mehr so nah an sich ranzulassen, dass Verletzungen möglich sind.
Also lernt sie eigentlich nur aus ihren Fehlern und vermeidet es, sie zu wiederholen, oder?
Dein Problem kannst du in den Griff kriegen, indem du dir klar
machst, dass deine Angst unbegruendet ist, bzw. indem du
akzeptierst,
dass Enttaeuschungen zum Leben dazugehoeren und dich weiser
machen.
aber ist nicht genau das, was sie tut?
Sie hat gemerkt, dass sie verletzt werden kann, wenn sie
jemanden zu nah an sich heran lässt und zieht aus diesem
Wissen die Konsequenz, niemanden mehr so nah an sich
ranzulassen, dass Verletzungen möglich sind.
Also lernt sie eigentlich nur aus ihren Fehlern und vermeidet
es, sie zu wiederholen, oder?
Hallo Sue
Voellig richtig deine Beobachtung. Jedoch ist elisabeth mit diesem
„Lernerfolg“ nicht zufrieden. Sie haette bei gleichen Ereignissen
auch „lernen“ koennen, dass dieser Mann nicht der richtige ist und
daraufhin motiviert weitersuchen koennen. Das Ereignis allein legt
noch nicht fest, was gelernt wird, sondern es kommt immer noch die
persoenliche Interpretation hinzu. Und diese ist in elisabeths Fall
so beschaffen, dass sie ungluecklich geworden ist.
Deshalb heisst es umdenken. Wer Enttaeuschungen oder peinliche
Erfahrungen nicht ueberwinden kann, der vermeidet am Ende nur noch
und traut sich nicht mehr seine Wohnung zu verlassen.
Deshalb heisst es umdenken. Wer Enttaeuschungen oder
peinliche
Erfahrungen nicht ueberwinden kann, der vermeidet am Ende nur
noch
und traut sich nicht mehr seine Wohnung zu verlassen.
Es gibt aber Menschen, die eben diese Erfahrungen verinnerlichen. Angst vor der Angst kann richtig schlimm enden. Es hilft auch kein „Umdenken“ wie du es sagst. Es wird (kann) irgendwann zur Psychose werden. Und Vermeidung ist ein möglicher Weg damit eben keine Enttäuschung dieser Art entsteht. In Endkonsequenz bedeutet das Einkapselung und Abschied vom gesellschaftlichen Leben (im Extremfall).
Sich in ein neues Abenteuer stürzen ist ein anderer Weg, jedoch nicht für jeden eine Möglichkeit, weil eben kein Abenteuer ansteht. Dann ist viel Zeit zum Nachdenken und sich sein Leben selbst zu vereinsamen. Jedoch ist genau das der Weg zur Verarbeitung dieser Probleme, ein langer und schmerzvoller, aber ein sicherer Weg.
Gib uns mal eine kleine Rueckmeldung. Wenn wir, die wir uns bemuehen,
dir zu helfen, gar keine Reaktion bekommen, macht die Sache wegen
Verdachts auf Sinnlosigkeit nur halb so viel Spass.
Ich schrieb in meiner Antwort
Starte langsame, spielerische Annaeherungsversuche ohne den
Gedanken an eine Beziehung. Unterhalte dich unverbindlich mit netten
Maennern, tanze mit ihnen, kuesse sie usw. ohne den Gedanken
an eine Beziehung.
Ein anderer Nutzer wies mich in einer Privatmail darauf hin, dass
diese Anweisung in die Irre fuehren an, denn es ist nicht moeglich
mit Absicht an etwas nicht zu denken. Jegliche Selbstermahnung bringt
den Gedanken wieder ins Bewusstsein und festigt ihn darin.
Deshalb ist mein Text so zu verstehen, dass du dich auf die
Annaeherungsversuche, das Tanzen, das Kuessen usw. konzentrierst.
Diese Dinge sind deine Ziele und nicht die Beziehung. Kommt der
Gedanke an eine Beziehung, lass ihn einfach im Regen stehen. Du
akzeptierst, dass er da ist, aber sonst ist er dir egal. Du hast
andere Absichten, was der Beziehungsgedanke will, ist egal.