Mahlzeit!
Ich bräuchte mal wieder Euren Rat 
Kurz der Sachverhalt:
Meine Mom hat einen Mobilfunkvertrag bei einem Provider, soll ja nix unübliches sein.
Stets und ständig liegt der Rechnungsbetrag bei ihr monatlich zwischen 10 und 20€, meist so bei um die 15€. Mehr als 20 waren es noch nie.
Eine einzige Ausnahme kam im Januar diesen Jahres. Im Januar wurden für Dezember plötzlich satte 133€ von ihrem Konto abgebucht. Nun erfolgte die Abbuchung bereits, bevor sie überhaupt eine Rechnung dafür bekommen hatte. Eigentlich bekommt sie immer eine Rechnung mit vollständigem Einzelnachweis, nur eben nicht für diesen Monat.
Natürlich hat sie sofort nach der Abbuchung beim Provider angefragt, ob bei denen noch alles im grünen Bereich liegt. Dort bekam sie (am Telefon) gesagt, das man sich nicht erklären könne, warum sie keine Rechnung bekommen hätte, man versicherte ihr jedoch, das selbstverständlich umgehend eine neue Rechnung mit Einzelnachweis zu ihr geschickt werden würde. Dieses Gespräch fand am 25.01.02 statt.
Am selben Tag erzählte sie mir davon. Und vorsichtig wie ich nunmal bin, empfahl ich ihr dringend, das gleiche auch nochmal schriftlich mit einer Fristsetzung beim Provider einzufordern. Also hat sie dem Provider auch nochmal geschrieben, verbunden mit der Ankündigung, den überhöhten Rechnungsbetrag zurückzubuchen, wenn nicht bis zum ??? eine Klärung erfolgt wäre.
Soweit so gut. Ab da hieß es still ruht der See. Es kam die nächste Rechnung im Februar (für Januar), wie immer knapp um die 14€. Sonst nix. Also ließ meine Mutter dann Anfang März die 133€ zurückbuchen. Laut ihrer Bank war es wohl der letztmögliche Termin für die Rückbuchung.
Auch darauf erfolgte keine Reaktion des Providers, bei einem weiteren Telefonat Anfang März wurde versprochen, sich umgehend darum zu kümmern.
Jetzt kam dann Anfang Mai(!) Post vom Provider. Enthalten war eine Kopie der Rechnung über 133€, jedoch ohne den vereinbarten Einzelnachweis. Auch damit war meiner Mom natürlich nicht geholfen, sie rief sofort den Provider an. Dort entschuldigte man sich mit vielen Worten und versprach, umgehend den Einzelnachweis nachzusenden.
Was soll ich sagen, bis heute ist der Einzelnachweis nicht da. Stattdessen stellte meine Mom gestern fest, das ihr Handy nicht mehr funktioniert. Sie kann also weder angerufen werden noch selbst telefonieren. Mit anderen Worten: Gesperrt.
Nachdem sie mir das nun heute früh alles so erzählte, habe ich mal mit dem Provider gesprochen. Vielleicht war ich nicht gar so nett am Telefon, wer weiss das schon.
Aber auf jeden Fall wurde ich schließlich aus dem kompetenzschattigen Call-Center zu einer Dame des Kundenservice verbunden. Diese teilte mir mit, das die Sperre erfolgte, weil die Januar-Rechnung nicht bezahlt wurde (als ob ich das nicht wüßte). Auf meine Erklärung, warum dies so wäre und meine Frage, ob denn schon der Einzelnachweis rauswäre, teilte mir die Dame mit, das nach so langer Zeit kein Einzelnachweis mehr erstellt werden könne und der Rechnungsbetrag bezahlt werden müsse, weil sonst Inkasso, Mahnbescheid, Klage und was weiß ich noch alles.
Ich gebe ja zu, das ich darauf wohl recht deutliche Worte fand. Jedenfalls wollte die Frau mit mir nicht mehr reden (versteh ich nich, ich bin doch eigentlich ein ganz netter *g*). Ich habe jedenfalls mit der Dame besprochen, das ich innerhalb der nächsten 48 Stunden eine Klärung erwarte. Mir wurde in Aussicht gestellt, das sich die Vorgesetzte der Dame bei mir melden wird (da bin ich ja mal gespannt).
Jetzt kurz meine Frage: Was machen wir, wenn die sich jetzt tatsächlich blöd stellen und ohne den Einzelnachweis die 133€ haben wollen? Eigentlich haben wir doch rechtzeitig darum gebeten, vereinbart war das von Anfang an.
Ist es das Problem meiner Mom, wenn die Rechnung nicht ankam? Fakt ist, das sie nie und nimmer soviel telefoniert hat. Von daher kann da nur ein Fehler vorliegen.
Müßte nicht der Provider nachweisen, das seine Forderung zu Recht besteht? Und müßten die nicht spätestens nach Erhalt des Widerspruchs gegen die Abbuchung die Verbindungsdaten sichern? Rechtzeitig bzw. innerhalb der üblichen 80 Tage war der Widerspruch jedenfalls dort.
Ich bin gespannt auf und dankbar für Eure Anregungen.
Gruß & Bye…
Der Dicke MD.