Problem mit Professor! :-(

Die Klausur bei meinem Professor ist einfach nicht zu schaffen. Sie ist zu schwer! Letztens sind 70%, trotz herabsetzen der Punkte durchgefallen. Diesmal könnten es 90% sein. (nach herabsetzen der punkte versteht sich)
Es ist meine letzte Klausur die mich vom Diplom trennt. Wegen nur der einen Klausur bin ich nciht mehr in der Regelstudienzeit. Trotz intensivsten lernen hab ich es nicht mal ansatzweise hinbekommen nur in die Nähe der vier zu kommen. - Ich sehe auch keine Chance bei 3tn anlauf. Ich habe alles erdenkliche getan.
Das Problem sind ogenannte „Transferleistungen“. Das heißt die Aufgaben sind zwar vom Thema in der Klausur behandelt, nur die Lösungsstrategien die diese Klausur vorsieht sind mir jedesmal neu. Nach 1 1/2 Stunden geht mir vorallem schon bei der 3stündigen Klausur über 2 Semester, die Laut Prof. eigentlich drei für dieses Fach sein müßten, die Luft aus. Zumal ich dann demutivierenderweise feststellen muss, das ich kaum Punkte in der Zeit sammeln konnte.

Was kann ich tun. Nach Prüfungsordnung, hat ein Professor ABSOLUT freie Hand. Ich finde, ja das er die Studenten nicht gut an die Klausur heranführt. Doch selbst dahingehend kann man nichts machen! einen schriftlichen Widerspruch einlegen, bringt absolut wenig, da der Prof. einen sehr festen Standpunkt hat, und auch schon die Problematik kennt. Er lässt sich davon nicht abbringen. Das Problem besteht schon seit mehreren Semestern. (Als ich die Fachrichtung gewählt habe, hatte ich nie geglaubt das die Gerüchte sich wirklich so bewahrheiten würden.)

Soll ich jetzt noch ein Jahr lang meine Versuche nutzen, oder kann ich nach meiner Einsicht gleich aufgeben und mich als Studienabbrecher bewerben?
Bringt es was die Fachhochschule zu wechseln? Hat da vielleicht jemand Erfahrungen? Nur wegen einer Klausur die FH wechseln, kurz vor Ende des Studiums?
Was soll ich bei einer Bewerbung dann sagen?

Ich bin mit 180 gegen die Wand gefahren. Wahrscheinlich habe ich 5 Jahre meines Lebens vertan. Ich weiß zur Zeit gerade keinen Rat mehr. Ich weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll. - Ich kann jetzt jedem Schulamogläufer verstehen!

habt ihr einen Rat, Erfahrung, irgendwas was mir noch weiterhelfen könnte bzw. ich vielleicht noch als Lösung übersehe?

Mich kotzt das so dermaßen an, das sollte ich jetzt beim 3ten Versuch durch ein Wunder bestehen, mein Studium sich NUR wegen der einen Klausur auf 2 Semester verlängert hat. Und so wie mir gehts so ca. 15 von 20 Studenten in meinem Semester (die nicht unter den glücklichen 30% bei der letzten Klausur waren).

Du magst mich dafür hassen, aber ich finde es gut, dass es noch Professoren gibt, die Transferleistung in Prüfungen verlangen.

Wechsel an eine andere Universität, wenn an Deiner jetzigen das Niveau zu hoch ist.

Ich hatte ein ähnliches Problem, und ich kann nur raten, dranzubleiben und die Klausur endlich zu bestehen! Such Dir am besten Hilfe, am besten direkt von der Quelle. Frag den Dozenten, ob er mit Dir die Sachen durchsprechen kann, oder ob er einen HiWi hat, der ein zusätzliches Tutorium anbieten kann. Wenn Du jeden Tag bei dem Herrn auf dem Schoß sitzt, er sieht, wie fleißig Du bist, dann findet Ihr vielleicht beide heraus, wo der Knoten sitzt: entweder sieht er, dass man seine Klausur nicht schaffen kann, auch wenn man sich bemüht, oder Du hast eine Lernform gefunden, die Deinen Bedürfnissen besser entspricht. Denn - auch Transfer kann nicht so schwer sein.
Du hast ein Recht darauf, dass der Dozent Dir hilft! Nutze das doch! Wenn Du Engagement zeigst, und Fleiß, und ein bisschen Demut auch, wenn Du Lernpläne aufstellst und einhältst und eine Probeklausur nach der anderen durchhaust, kann er Dich nicht mehr durchfallen lassen.

Viel Erfolg!

Hi unbekanntster,

ja, so einen hatten wir auch. Das war die Elektronik im fünften Semester, die manche unglückliche Kollegen im neunten Semester und vollendeter Diplomarbeit dann endgültig versiebt haben.

Allerdings war bei uns der Professor äusserst hilfsbereit. Zumindest vorausgesetzt, man ist mit fundierten Fragen zu Übungs- oder Klausuraufgaben zu ihm hingekommen und hat nicht über Durchfallquoten oder so geredet :wink: Dann hat er sich echt so lange mit einem hingesetzt zum Lernen, bis man seine Denkweise verstanden hatte und zwar die Lösung nicht „sofort gesehen“ hat, aber doch das Handwerkszeug hatte, um irgendwie in ihre Nähe zu kommen…

Mir persönlich hat’s auch geholfen, dass wir in einer Lerngruppe gelernt haben. Irgendwie konnte doch jeder eine Kleinigkeit beitragen, und am Ende haben wir dann die Aufgaben auch rausgekriegt. Zu Anfang natürlich durch Rekonstruktion der Musterlösung, später in unendlicher Zeit und am Schluss dann sogar in endlicher Zeit. Klar, nicht alle Aufgaben, aber als man die Denkweise mal verstanden hatte, kam man schon irgendwie hin.

Ansonsten kann ich mich meinem Vorposter nur anschliessen: nutze Deinen dritten Versuch. Häng halt noch ein Semester dran, in dem Du Dich nur dieser Prüfung (sowie vielleicht 1-2 netten Wahlfächern) widmest. Wenn nötig, mach nebenher nen Job, der Dir aber echte 4 Studen Lernzeit täglich erlaubt. Und dann hockst Dich hin (sei es allein, in einer Lerngruppe, mit dem Prof/Assi oder alles zusammen) und kniest Dich richtig in die Sache ein. Ein verlorenes Semester ist weniger Schlimm, als 5 verlorene Jahre wegen einer einzigen Sch***prüfung!

Wichtig ist halt, dass Du in diesem Fach nicht stupide auswendig lernst, sondern versuchst, das tiefere Verständnis für die Sache zu bekommen. Nur damit verstehst Du die Gedankengänge und kannst die Transferleistung bringen.

Achja, noch was: Das hier

Zumal ich dann demutivierenderweise feststellen muss, das ich
kaum Punkte in der Zeit sammeln konnte.

klingt nach falscher Strategie in der Prüfung. Ich hab das in den späteren Semestern immer so gemacht: erstmal gemütlich die Klausur durchgelesen (da waren alle anderen schon hektisch am Werken), und dann die Aufgaben in eine Reihenfolge gebracht „weiss ich lockerlässig“, „müsste ich nachdenken“ bis „keinen blassen Schimmer“. Notfalls Stufe drei noch untergliedern und dann mit der die am wenigsten übel aussieht anfangen. Dann nochmal genau lesen was er eigentlich wissen will und erst dann hektisch loswerken. Entwickelt sich die Aufgabe (bzw. meine Lösung dazu) in die falsche Richtung - sprich: komme ich nicht weiter, lasse ich den Rest von diesem und das nächste Blatt frei und mache mit der nächst-einfacheren Aufgabe weiter.
Das heisst: im Worst Case habe ich zu jeder Aufgabe einen Ansatz. Der kann - je nachdem halt - richtig oder falsch sein. Viele richtige Ansätze bringen einen aber schon nahe an die 4 *erfahrunghab* Wenn man jetzt noch Zeit hat, guckt man seine stümperhaften Ansätze nochmal durch und überlegt, wo und wie man weitermachen könnte. Und oftmals passiert’s dann bei mindestens einer Aufgabe, dass einem irgendwas schlaues einfällt. Auf jeden Fall kriegt man auf diese Tour viel mehr hin, als wenn man panisch zusammenrechnet wie viele (oder besser: wenige) Punkte man bisher absahnen konnte.

ABSOLUT freie Hand. Ich finde, ja das er die Studenten nicht
gut an die Klausur heranführt.

Vielleicht kannst Du ergänzende Vorlesungen im gleichen/ähnlichen Fach bei einem anderen Prof. besuchen? Oder Wahlfächer?

Soll ich jetzt noch ein Jahr lang meine Versuche nutzen, oder
kann ich nach meiner Einsicht gleich aufgeben und mich als
Studienabbrecher bewerben?

Aufgegeben wird erst nachdem der dritte Versuch gescheitert ist!

Bringt es was die Fachhochschule zu wechseln? Hat da
vielleicht jemand Erfahrungen? Nur wegen einer Klausur die FH
wechseln, kurz vor Ende des Studiums?

Weiss nicht, vor allem dürfte da die Anerkennung Deiner Leistungen ein gewisses Problem sein. Da müsstest Du Dich aber konkret bei der Wunsch-FH erkundigen. Soweit ich weiss, sind das alles Einzelfallentscheidungen.

Was soll ich bei einer Bewerbung dann sagen?

Die Wahrheit :wink:

Ich kann jetzt jedem Schulamogläufer verstehen!

Och lass ma - die Blutspritzer kriegt man aus dem Teppichboden nie mehr raus… Ausserdem ist nix so wichtig wie Dein Leben und das von allen anderen Leuten.

Versuch durch ein Wunder bestehen, mein Studium sich NUR wegen
der einen Klausur auf 2 Semester verlängert hat.

Das ist zwar ärgerlich und teuer - aber sonst passiert nix schlimmes, oder?

*wink* und viel Erfolg

Petzi

Klausur nicht nochmal schreiben - nicht dort!
Hallo? Das schreit ja förmlich nach einem SOFORTIGEN Wechsel der Uni, und zwar bevor du ein drittes Mal zur Prüfung antrittst.

Zu den Details kann ich jetzt nicht so viel sagen, aber ich würde mir die Vorlesungen oder Übungen, über die du geprüft wirst, auch - Regelstudienzeit hin oder her - nochmal ein Semester lang anhören, da es doch nie 100% das Gleiche ist, und außerdem möchtest du wohl auch sicher sein, dass dieser Professor nicht ähnlich ist wie der jetzige.

Mal ehrlich - wenn 90% durchfallen, dann kann da etwas nicht stimmen. Dann liegt es wohl nicht an den Studenten.

Lass dich bei diesem Professor wenn möglich kein drittes Mal prüfen!

Schöne Grüße

Petra

hallo

Mal ehrlich - wenn 90% durchfallen, dann kann da etwas nicht
stimmen. Dann liegt es wohl nicht an den Studenten.

wäre schön, wenn das andere unis auch mal begreifen würden. die klausur für eine erstsemestervorlesung in physischer geographie ging bei uns letztes semester mit 80% verlusten vonstatten, wobei das die gymnasiallehrämter rausrissen, bei denen nur 64% durchgefallen sind. bei den restlichen gruppen waren es über 90%. kümmert aber leider keinen.
in der fortsetzungsveranstaltung in diesem semester lies der prof den blick über den weniger als halb so vollen hörsaal schweifen und sagte: „sind sie denn immer noch so viele? haben wir es nicht geschafft, sie rauszuprüfen?“

Schöne Grüße

Petra

gruß
yvi


schweifen und sagte: „sind sie denn immer noch so viele? haben
wir es nicht geschafft, sie rauszuprüfen?“

Durchfallquoten im Grundstudium von 70% sind völlig normal und gehören auch dazu.

Irgendwie muss sich ja ein Universitätsstudium unterscheiden, wir sind ja nicht in der 8. Klasse.

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Hi,

Hallo? Das schreit ja förmlich nach einem SOFORTIGEN Wechsel
der Uni, und zwar bevor du ein drittes Mal zur Prüfung
antrittst.

Ich fuerchte, das wird so nicht funktionieren. Der Kandidat befindet sich so zu sagen mitten in einer Pruefung (er hat sich dafuer angemeldet beim ersten Mal, er ist zur Pruefung angetreten). Wird der Prozess abgebrochen, wird diese Pruefung nach Verstreichen der Wiederholungsfristen als endgueltig nicht bestanden gewertet und das war’s dann, damit wird es reichlich schwer sein in Deutschland im gleichen Studienfach weitermachen zu koennen (es sei denn die neue FH der Wahl erlaubt die Pruefung nochmal mit nur noch einem Versuch, keine Ahnung ob das so geht). Realistisch sind eigentlich zwei Wege:

  • Pruefung bei einem anderen Prof machen
  • Auf den Prof zuzugehen, das Problem diskutieren, Schwerpunkte erfragen und mit diesem Wissen + den Kenntnissen ueber die bisherigen Klausuraufgaben sich kompetente Hilfe fuer die Pruefungsvorbereitung suchen, ruhig 2 Monate fuer die Vorbereitung einrechnen und in dieser Zeit nichts anderes Wichtiges anfassen sondern sich mindestens 5 Tage/Woche zu je 8 Stunden nur damit beschaeftigen.

Hoffe es klappt irgendwie
Gruss
Paul

Diesmal könnten es 90%
sein. (nach herabsetzen der punkte versteht sich)

Nach einer empirischen Untersuchung deinerseits?

Nach 1 1/2 Stunden geht mir vorallem schon bei
der 3stündigen Klausur über 2 Semester, die Laut Prof.
eigentlich drei für dieses Fach sein müßten, die Luft aus.
Zumal ich dann demutivierenderweise feststellen muss, das ich
kaum Punkte in der Zeit sammeln konnte.

Die Prüfung ist aber nicht zufälligerweise im Fach Deutsch, oder? Sonst würde ich die Problematik verstehen…

Soll ich jetzt noch ein Jahr lang meine Versuche nutzen, oder
kann ich nach meiner Einsicht gleich aufgeben und mich als
Studienabbrecher bewerben?

Wohl Ökonomie auch nicht…

Mich kotzt das so dermaßen an, das sollte ich jetzt beim 3ten
Versuch durch ein Wunder bestehen, mein Studium sich NUR wegen
der einen Klausur auf 2 Semester verlängert hat. Und so wie
mir gehts so ca. 15 von 20 Studenten in meinem Semester (die
nicht unter den glücklichen 30% bei der letzten Klausur
waren).

Ohje… Mathe? Na dann…

Ernsthaft, was studierst du denn an welcher Universität? Ich denke, dann kann man eine bessere Antwort geben.

Hallo,

Durchfallquoten im Grundstudium von 70% sind völlig normal und
gehören auch dazu.

Irgendwie muss sich ja ein Universitätsstudium unterscheiden,
wir sind ja nicht in der 8. Klasse.

na ja, wenn um des Siebens Willen gesiebt wird, nämlich weil man Studienplätze einsparen will, finde ich das nicht ok. Imho sollte ein guter Prof bemüht sein, alle Studis, die regelmäßig die Vorlesung ordentlich nacharbeiten und denen das Fachgebiet einigermaßen liegt, durchzubringen. Und zwar nicht aufgrund einer besonders einfachen Klausur, sondern durch angemessene Vorbereitung darauf: Didaktisch gut strukturierte Vorlesungen, Übungsblätter, Tutorien usw. Eine Durchfallquote von 70% empfinde ich keinesfalls als normal.

Grüße,
Anja

Hallo,

Durchfallquoten im Grundstudium von 70% sind völlig normal und
gehören auch dazu.

Irgendwie muss sich ja ein Universitätsstudium unterscheiden,
wir sind ja nicht in der 8. Klasse.

na ja, wenn um des Siebens Willen gesiebt wird, nämlich weil
man Studienplätze einsparen will, finde ich das nicht ok.

Keiner möchte Studienplätze einsparen. Am effizientesten ist es, wenn z.B. ein Raum komplett belegt ist.

sollte ein guter Prof bemüht sein, alle Studis, die regelmäßig
die Vorlesung ordentlich nacharbeiten und denen das Fachgebiet
einigermaßen liegt, durchzubringen. Und zwar nicht aufgrund
einer besonders einfachen Klausur, sondern durch angemessene
Vorbereitung darauf: Didaktisch gut strukturierte Vorlesungen,

Das ist evtl. an einer Schule noch der Fall, jedoch nicht mehr an der Uni. Es geht nicht mehr „um das Durchbringen“ sondern um Leistung. Leistung zeichnet sich auch dadurch aus, Durchhaltevermögen zu beweisen.

Später im Job ist das nochmals eine härtere Gangart. Da ist eine Uni noch die Kuschelgruppe.