Problem mit Tierstimmen

Hallo zusammen,

es kostet mich immer wieder Kraft, dieses Problem zu beschreiben. Ich habe mir schon viele Internetseiten zu dem Thema angesehen, aber ich wurde nicht wirklich fündig. Und aus diesem Grunde denke ich, daß ich allein auf der Welt dieses Problem habe. Angefangen hat das Ganze vor ca. 3 Jahren, als ich im Frühling an einem See spazieren ging. Ich beobachtete Stockenten, die sich gerade um das Fressen gestritten haben. Zuerst amüsierte ich mich noch, aber als ich plötzlich „Du dumme Ente“ hörte, meinte ich, ich habe mich verhört. Anfangs dachte ich, es seien Menschen in der Nähe gewesen, die das sagten, dies konnte aber eigentlich nicht sein, da der See kaum von Fussgängern frequentiert wird. Also nahm ich das nicht ernst und beobachtete alles weiter. 2 Jahre später war ich wieder an diesem See, um meine Arbeit über die Stockenten und ihr Verhalten abzuschliessen. Wieder meinte ich, daß eine männliche Stockente zu einer anderen Ente sagte: „Verzieh Dich!“. Ich tat es wieder als Stimmen von Spaziergängern ab. Seit ein paar Monaten werden diese Stimmen von Wasservögeln immer deutlicher und werden zu regelrechten Dialogen. Es fallen ganze Sätze die meist mit Schimpfwörtern belegt sind, stutzig macht mich die Tatsache, daß es sich nun auch auf Graugänse (Anser anser) ausdehnt. Ich hörte wie sie über ihre Flugroute zum Guadalquivir diskutierten. Woher kommt es, daß ich plötzlich die Tiere verstehe? Bin ich noch normal?

Mit freundlichen Grüßen
Mahatma Josef G.

und achtet nicht auf die Stimme des Vogels in seinem Kopf!
Du solltest schleunigst eine wissenschaftliche Dissertation über das von dir beobachtete Phänomen schreiben!

Um wo ist jetzt dein Problem?
Bis jetzt kann ich nichts Ungewöhnliches an deiner Schilderung entdecken.

Was mir nur nicht ganz klar ist: Warum müssen sie die Flugroute zum Guadalquivir diskutieren? Hat der seinen Lauf geändert, oder warum besteht da Diskussionsbedarf? Oder waren es vielleicht dumme Gänse?

Stets gern zu Diensten
Miss E. Tat

Hallo,

daß Problem liegt darin, daß ich die Tiere eben höre. Du findest es also normal, daß man Tiere reden hört?

Mit freundlichen Grüßen
Mahatma Josef G.

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Hallo,

daß Problem liegt darin, daß ich die Tiere eben höre.

Das ist doch aber schön. Oder machen die sich über dich lustig?

Du
findest es also normal, daß man Tiere reden hört?

Na sicher. Aber frag sie doch mal, was sie da mit der Flugroute zu diskutieren hatten. Das würde mich echt interessieren.

Schöne Grüße
Miss E. Tat

daß Problem liegt darin, daß ich die Tiere eben höre. Du
findest es also normal, daß man Tiere reden hört?

Gibt es denn Menschen, die das nicht hören?

Verwundert fragt,

Nemo.

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Hallo,

ich habe den Eindruck, mein Problem wird nicht ernst genommen. Ich habe die Tiere schon oft angesprochen, sie reagieren in keinster Weise. Deshalb glaube ich ja auch an ein Problem meinerseits.

Mit freundlichen Grüßen
Mahatma Josef G.

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Hallo Mahatma,

ich habe den Eindruck, mein Problem wird nicht ernst genommen.

Wie meinst du das jetzt? Hast du etwa etwas an mir und meiner sorgfältigen Art auszusetzen, in der ich auf jede deiner Fragen eingehe?

Ich habe die Tiere schon oft angesprochen, sie reagieren in
keinster Weise. Deshalb glaube ich ja auch an ein Problem
meinerseits.

Das finde ich unhöflich von den Tieren, wirklich. Jetzt würde ich auch dein Problem verstehen. Allerdings weiß ich nicht, wie du den Tieren gegenüber aufgetreten bist. Die Begrüßungszeremonien bei transspezialer Kommunikation - besonders, wenn es das erste Mal bei dir ist - sind nicht ganz ohne, wenn du weißt, was ich meine.

Schöne Grüße
Miss E. Tat

PS: Ich hatte mal einen Kumpel, der hieß wie du.

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Irgendwie verstehe ich die Antwort nicht richtig. Lebt Dein Kumpel noch?

Mit freundlichen Grüßen
Mahatma Josef G.

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Irgendwie verstehe ich die Antwort nicht richtig. Lebt Dein
Kumpel noch?

Nein, leider nicht.

Schöne Grüße
Miss E. Tat

Hi,
Ich finde dein Problem sehr sympatisch *g*
Wenn ich das richtig verstehe, beschäftigst du dich näher mit solchen Vögeln…
Kennst du das, dass wenn man „nebenher“ in einer Fremdsprache, die man gut kennt, ein paar Wörter hört, und erst kurz danach darüber nachdenkt? Man erinnert sich an den Inhalt, aber mitunter nicht an die Sprache und damit den Wortlaut - und formuliert den Satz in einer anderen Sprache neu, ohne das direkt zu realisieren.
Wenn jetzt dazukommt, dass du durch deine Beschäftigung mit Enten gelernt hast, intuitiv die Bedeutung einiger Entenrufe zu kennen, könnte ja genau das passieren.
Dieser „Hau ab“/„Ich bin der tollste“-Ruf der Stockenten - ist das eigendlich derhier?: http://www.youtube.com/watch?v=0TwjjjRu3qg
Ciao!
Amoeba

Hallo,

PS: Ich hatte mal einen Kumpel, der hieß wie du.

Wie jetzt?
MJG?
Oder Josef?
Oder Mahatma?
Oder Herr Gamsbichler?

Gruß
Elke

Hallo,

eher so: „rääb-räb-räb-räb“ oder „wak wak wak“.

Das interessante an dem mitgehörten Gespräch über die Flugroute war die Tatsache, daß mir der Fluß nicht geläufig war.

Mit freundlichen Grüßen
Mahatma Josef G.

Hallo,
ich empfehle die Lektüre von W.Hauffs ‚Kalif Storch‘. Das Wort war übrigens ‚Mutabor‘, vielleicht wirkt das bei dir auch?
Ansonsten würde ich sagen ‚kürzer treten‘, ausspannen, mehr Schlafen. Wenn es dann noch stehts auftritt, unbedingt näher untersuchen. Wenn du das unter kontrollierten Bedingungen wiederholen kannst und die ‚Konversationen‘ in irgendeiner Weise belegbar sind ist dir ein Paper in ‚Nature‘ sicher.
Gruß, …lux

Hallo,

Das interessante an dem mitgehörten Gespräch über die
Flugroute war die Tatsache, daß mir der Fluß nicht geläufig
war.

und die Wildgänse sprachen den Flussnamen spanisch aus?

Gruß
T.

Nein, in unserer Landessprache.

Mit freundlichen Grüßen
Mahatma Josef G.

Hi Mahatma
Da gibt es mehrere Möglichkeiten, z.B.:

  1. Du hast den dritten Band von Carlos Castaneda „Eine andere Wirklichkeit - Reise nach Ixtlan“ zu oft gelesen, insbesondere die Stelle, wo er sich mit dem Koyoten unterhält oder
  2. Du hast deine neurolepotische Medikation wieder mal vernachlässigt
    oder
  3. Du bist halt Mahatma. Entweder „hat man"s“ oder man hat es nicht.
    Gruß,
    Branden

Ich nehme dann Punkt 1 und 3.

Mit freundlichen Grüßen
Mahatma Josef G.

Ich nehme dann Punkt 1 und 3.

Das beruhigt mich, Mahatma

Hallo!

Das Du Tierstimmen hörst beruhigt mich! Ich selbst höre morgens beim Füttern des öfteren die Pferde „sprechen“. Das geht dann immer so: „Ich will zuerst“ , „Nein du hast doch die halbe Nacht noch was gehabt!“, „Hallo geht das auch schneller?“, " Igitt was ist das den heute für ein Fraß?". Naja ich höre das nicht jedes Mal, aber schon recht oft… hab bisher immer gedacht ich hätte ne Schraube locker und würde mir das nur einbilden und hab mich nie getraut es jemandem zu erzählen. Ich bin echt froh, dass ich damit nicht alleine bin, auch wenn es sich bei dir um eine ganz ander Spezies handelt.

LG
und mach dir nicht so viele Gedanken! Wahrscheinlich findet man darüber nur nichts, weil sich keiner traut darüber zu sprechen bzw. zu schreiben…

Janine