Hallo,
folgendes Problem: hatte neulich einen Kurzschluss an einer Steckdose ausgelöst. Komischerweise ist aber nicht die 10A-Sicherung im Sicherungskasten in der Wohnung geflogen, sondern die vorgeschaltete 20A-Sicherung im Keller!
Wie kann denn das sein?
Kann man etwas verändern, so dass dann die „richtige“ Sicherung augelöst wird?
Die Sicherungen sind übrigens nagelneue Sicherungsautomaten.
Es kann dürchaus sein, das der Sicherung in der Wohnung langsahmer auslöst ( Träge Auslösung ) und die Sicherung im Keller eine Flinke auslösung hat , und damit auslöst, sobald der Strom Anstieg so schnell ist, das der Scheitelwert im Keller erreicht ist und Auslöst, während bei der Wohnungs Sicherung der Scheitelwert noch nicht erreicht ist.
Lösung : In der Wohnung Schnelle Sicherung
Im Keller Träge Sicherung.
Ich hoffe, das Ich Sie geholfen habe.
Mit freundlichern Grüße,
Guy Slambrouck
Remscheid
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das mit der schnellen und der langsamen Sicherung hatte ich mir auch gedacht.
Beide sind Typ B, also müsste ich dann die im Keller gg. Typ C od. K ersetzen? Oder hat da Nennschaltvermoegen und Selektivitaetsklasse (derzeit beide Nennschaltvermoegen 10000 A und Selektivitaetsklasse 3) auch noch etwas damit zu tun?
Würde Ihnen raten im Keller die Stüfe K ein zu setzen.
Und im Keller eine höhere Selektivitaets Klasse zu wählen-- Am besten 2 Stüfen unterschied–
Mit freundlichen Grüße,
Guy Slambrouck
Remscheid
Auch Hallo,
stimmt, sollte eigentlich nicht sein.
Auch die VDE-Bestimmungen sagen, dass Stromkreise so aufgebaut sein sollen, dass eine Selektivität der zugehörigen und nachgeschalteten Sicherungseinrichtungen vorhanden sein muss. Ich gehe in diesem Fall davon aus, dass im Sicherungskasten ein Leitungsschutzautomat mit der Kennzeichnung B10 eingebaut ist und am Zählerplatz eine Schraubsicherung der Größe gl 20A eingebaut ist. Wenn dies passt ist der Sicherungsautomat selektiv bei Überlast und bei Kurzschluss bis zu einem Kurzschlussstrom bis 400A. Wenn jetzt der beschriebene Kurzschluss höher lag, muss die Schraubsicherung auslösen. Dies kann z. B. durch eine Schleifenwiderstandsmessung nachgewiesen werden. Ein Austausch der Schraubsicherung gegen eine Größe 25A würde bis zu einem Kurzschluss von 700A selektiv sein. Dabei ist jedoch auch der verlegte Leitungsquerschnitt und die Verlegeart zu beachten. Wenn dies ausreichend bemessen ist, kann die 20A Schraubsicherung gegen eine 25A Sicherung getauscht werden. Diese müsste dann einen Kurzschluss überstehen.
Rückfragen gerne.
MFG R.R.
Nochmal Danke 
Leider ist mein Fachwissen in Bezug auf Elektrik sehr begrenzt, ich hab mich nur im Internet schlaugemacht. „Selektivitaetsklassen“ übersteigt definitiv meine Verständnis. Ich habe nur gelesen, dass es drei Klassen gibt und dass die auf meinen Sicherungen mit 3 angegeben sind. Gibt es da noch eine um 2 Stufen höhere Selektivitaetsklasse? Und wenn, wie und wo finde ich sowas?
Und vor allem: wie kann es sein, dass der Elektriker beim Einbau vor ca. einem halben Jahr das nicht bemerkt hat und sein Chef mir vorgestern erzählt, das wäre „in Ordnung“ so?
Es kann eigentlich nur so sein, dass die vorgeschaltete
20A-Sicherung schneller auslöst als der 16A Automat.
Das kann man ersehen an dem Buchstaben vor der Ampereangabe.
LG Klaus
Die Frage ist nicht ohne Nachforschen in der Anlage zu beantworten:
War das Sicherungsorgan (20A) eine Sicherung oder ein „Automat“! Bei einem Automaten gibt es Abstufungen in dem Abschalten bei einem Kurzschluss „B“ oder „K“
Vielleicht war auch die 20A noch durch einen anderen Verbraucher vorbelastet und schaltete deshalb aus.
Dieses Verhalten, dass immer das vorgeschaltete Sicherungsorgan auslöst nennt man Selektivität einer Anlage.
Stimmt die nicht, so muss die Belastung pro Stromkreis und Abschaltorgan genau untersucht werden. Am besten einen Fachmann rufen.
Danke, aber ich hab vor 4 Stunden schon geschrieben:
„Beide sind Typ B.
Also müsste ich dann die im Keller gg. Typ C od. K ersetzen? Oder hat da Nennschaltvermoegen und Selektivitaetsklasse (derzeit beide Nennschaltvermoegen 10000 A und Selektivitaetsklasse 3) auch noch etwas damit zu tun?“
Zwischenzeitlich hab ich auch noch erfahren, dass ev. mein 150W-Strahler, der an einer Abzweigung der Phase betrieben worden ist, da mitgewirkt haben könnte…
Hallo, leider kann ich da aus der ferne nichts zu sagen. Mein Rat ist es das du dir für diesen fall doch einen Elektriker deines Vertrauens zu rate ziehst.
Denn für mich hört es sich an al ob, die Sicherungen alle falsch geschaltet sind und neu geordnet werden müsse… und das darf nur ein Elektriker!
Es kommt natürlich auf die Gesamtschaltleistung an.
Hallo,
Habe eben bei Google nachgeschlagen.
Und einen Link gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/leitungsschutzschalter
da mußten alle deinen Fragen beantwortet werden.
Mit freundlichen Grüße,
Guy Slambrouck
Remscheid
Nochmal Danke 
Leider ist mein Fachwissa mußten en in Bezug auf Elektrik sehr
begrenzt, ich hab mich nur im Internet schlaugemacht.
„Selektivitaetsklassen“ übersteigt definitiv meine
Verständnis. Ich habe nur gelesen, dass es drei Klassen gibt
und dass die auf meinen Sicherungen mit 3 angegeben sind. Gibt
es da noch eine um 2 Stufen höhere Selektivitaetsklasse? Und
wenn, wie und wo finde ich sowas?
Und vor allem: wie kann es sein, dass der Elektriker beim
Einbau vor ca. einem halben Jahr das nicht bemerkt hat und
sein Chef mir vorgestern erzählt, das wäre „in Ordnung“ so?
Hallo nochmals,
mir ist gerade aufgefallen, dass ich auf die Tatsache, dass der Sicherungsautomat nicht ausgelöst hat, überhaupt nicht eingegangen. Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders; bitte nachschauen, ob es wirklich ein Automat mit der Auslösecharakteristik B (also B10) ist. Wenn dies der Fall ist würde ich den Automaten auf alle Fälle erneuern lassen und die Kurzschlussverhältnisse durch eine Schleifenmessung vom Elektriker überprüfen lassen. Was ist den für ein Automaten-Hersteller verwendet worden. Bitte um kurze Rückantwort. Danke.
MFG R.R.
Hallo,
ich habe gerade Bilder der Sicherungsautomaten ins Netz gestellt:
http://cid-f3ee9098643e5f1d.office.live.com/self.asp…
Auf dem Automaten in der Wohnung steht: Kopp, MCB B10 ~230/400V, Nennschaltvermoegen 10000 A und Selektivitaetsklasse 3, IEC898.
Auf der im Keller steht unten: ABL SURSUM, weiter oben B20 KEMA/KEUR, ~240/415V, Nennschaltvermoegen 10000 A und Selektivitaetsklasse 3, 1B.20.
Beide Automaten sind erst vor ein paar Monaten eingebaut worden.
Hallo,
jetzt wird die Sache etwas klarer. Ich bin davon ausgegangen, dass die 20A-Sicherung eine Schraubsicherung ist.
Die 10A und 20A-Sicherung haben beide eine B-Auslösecharakteristik, d. h. bei einem Kurzschlussstrom lösen beide Automaten bei dem 5-fachen des Nennstromes innerhalb von 0,1 sek. aus.
10A-Automat = 50A Kurzschlussstrom
16A-Automat = 80A Kurzschlussstrom
Ich gehe davon aus, dass der aufgetretene Kurzschlussstrom bei dem Kurzschluss wesentlich höher war, so dass in diesem Fall der 16A Automat einfach ein paar Millisekunden schneller war und den Strom unterbrochen hat. So konnte der 10A Automat nicht mehr auslösen.
Der Fehler liegt eigentlich darin, dass diese Installation (Hintereinanderschaltung von zwei Sicherungsautomaten) nicht als fachgerecht bezeichnet werden kann. Damit kann die geforderte Selektivität nicht erreicht werden. Bitte prüfen (lassen). Eine Möglichkeit wäre die 3St. 20A-Automaten, die wohl als Vorsicherung dienen sollen, gegen Schraubsicherungen bsplws. Neozed 25A zu tauschen (dabei muss auf ausreichenden Querschnitt unter Berücksichtigung der Verlegeart geachtet werden). Weiter sollte geprüft werden, wie die Zuleitung zu dem Verteiler im Keller abgesichert ist. Wenn dies auch mit einem B-Automat vollzogen wurde, löst das nächste Mal vielleicht dieser aus.
Rückfragen gerne.
MFG R.R.
Hallo, wahrscheinlich ist die 20A Sicherung, eine Sicherung die schneller auslöst als die 10A Sicherung. Kontrollieren Sie bitte, ob beide Sicherung die selbe Auslösecharakteristik haben (B, C). Wenn im Keller eine flinke Sicherung (B) eingebaut ist, und in der Wohnung eine träge ©, kann das mal vorkommen. Ausserdem ist die Kellersicherung wahrscheinlich schon vorbelastet
die steckdose sollte minimal mit 16A abgesichert werden!
aber normalerweise ist das nicht möglich!schätze die sicherung ist defekt!
also die selektivität hat nicht richtig funktioniert
Wohnung 16A - Keller 20A - HAK 50/63A
Egal wehr welche, tip`s gibt! FACKT IST Arbeiten an der UV sprich (Unterverteilung) sind nur von Fachleuten vorzunehmen!!! Die kosten zwar was aber die wissen was sie tun, und mann hat zu dem auchnoch, gewehrleistungsanspruch falls was sein sollte! Is nur nen guter TIP.
MfG Marc