Problem wegen nichterscheinens eines Probetages

Hallo ich habe ein rießen Problem und zwar ich bin seit ca 1 jahr bei einem Psychologen (früherer Hausarzt) in Behandlung wegen meiner Vergangenheit zum auf arbeiten er hat für mich bis jetzt alles was nur geht getan und gemacht weil ich auch keinen job gefunden habe bis jetzt und seit vorgestern hat er die Behandlung mit mir abgebrochen weil ich zu einem Probetag nicht erschienen bin in der Lebenshilfe da ich mir das nicht zumuten wollte einfach mit behinderten Menschen zu arbeiten bei dem Vorstellungsgespräch als ich mich dort in dieser Lebenshilfe war kam bei mir wieder alles hoch und als ich die Leute gesehen habe in der Werkstatt habe ich angefangen zu weinen ka warum auch immer
Seit er mir geschrieben hat per mail dass er mir keinen weiteren Termin geben möchte und jeglichen weiteren Kontakt zu mir abbricht bin ich total am Boden zerstört bereure zu tiefst was ich ihm damit angetan habe er war immer wie ein Vater für mich da ich ja leider keinen habe deswegen es tut mir sooo weh im Herzen möchte mich irgendwie entschuldigen bei ihm denn ich kann einfach nicht mit dieser Schuld leben das bricht mir echt das Herz bitte wisst ihr mir keinen Rat ansonsten verzweifle ich noch.
Ein paar Infos zu meinem Leben:

Lebe seit der Scheidung meiner Eltern im Jahre 1996 bei meiner Oma (Großmutter) bin 21 Jahre alt und habe sehr schwere Jahre hinter mir Jahrelanges extremstes Mobbing in der Hauptschule von der 5-9 Klasse dann habe ich auf die Berufsschule (Bvj) gewechselt da war es dann auch nicht besser mit dem Mobbing dann habe ich es dort auch abgebrochen weil die mich dort auch geschlagen haben usw…
Seit letzem Jahr habe ich aber Gott sei Dank meinen Hauptschulabschluss mit Erfolg abgelegt um den ich mich selber bemüht habe und zwar in der Volkshochschule Meine Oma macht mir auch das leben zur Hölle gibt mir wegen allem die Schuld das macht es grad auch nicht leichter seit dem geht es nur bergab mit mir…

Wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir da irgendwie weiter helfen könntet wie ich das wieder gut machen kann Bitte Bitte Bitte *heul* *heul* *heul*

Es grüßt euch ganz lieb Nicole

Hallo Nicole,

schwierig, schwierig. Du hast offenbar mehrere ernste Probleme. Das Forum kann da nur sehr begrenzt helfen.
Die Beziehung zu deinem Therapeuten (der Psychologe) erscheint mir seltsam. Er war/ist dir wie ein Vater (das sollte schonmal nicht so sein) und er hat dich fallenlassen wie eine heiße Kartoffel, nachdem du eine seiner Erwartungen nicht erfüllt hast, nämlich die, zu dem Probetag zu erscheinen. Das ist auch nicht normal, denn er kennt deine Probleme ja und wird wissen, dass du abhängig von ihm bist. Angesichts dessen ist ein solches Handeln von einem Psychologen nicht nur unprofessionell, sondern verantwortungslos und sogar fahrlässig (d.h. er nimmt es hin, dass du Schaden erleidest). Aber vielleicht hat diese Reaktion eine Vorgschichte, die wir nicht kennen.

Ich kann dir keinen Rat geben. Ich wollte nur einen Teil dessen widerspiegeln, was mir so durch den Kopf gegangen ist, als ich deinen Artikel las.

Alles Gute, Tychi

Hi Nicole!

Erst einmal: Du hast keine Schuld!

Es hat auch keinen Sinn, über irgendeine Schuldfrage zu diskutieren, das führt zu nichts.

Dein Hausarzt ist offensichtlich kein ‚richtiger‘ Psychologe, denn er hat sich in mehreren Punkten falsch verhalten, das hat Tychi schon sehr genau auf den Punkt gebracht.

Dass du in dem Umfeld der Behinderten überfordert bist, ist keine Überraschung bei deiner Geschichte und deine Reaktion zeigt, dass dies keine Lösung für dich war. Fühle dich dafür also nicht schuldig.

Du hast auch nichts wiedergutzumachen bei deinem Hausarzt, eher noch umgekehrt.

Meiner Meinung nach bedarfst du professioneller Hilfe und solltest dir umgehend einen anderen Psychologen suchen. Am besten auch einen neuen Hausarzt, der dich dann vermittelt. Erzähle deine ganze Geschichte, denn nur dann kann der die Situation beurteilen.

Lass dich auch nicht abwimmeln. Du hast ein Recht auf Hilfe!

Ich wünsche dir viel Kraft und Alles Gute dafür!

Liebe Grüße
vom
Erdfrauchen

Hallo Nicole,

sei nicht verzweifelt! Tychi und Erdfrauchen haben es schon gesagt: Einen Fehler (oder gleich mehrere) hat auch Dein Arzt oder Psychologe gemacht. Er ist jetzt einfach total sauer, aber dafür kannst Du nur zum Teil etwas. Allerdings wäre es wahrscheinlich besser gewesen, gleich nach dem Vorstellungsgespräch zu sagen, dass Du Dir die Arbeit bei der Lebenshilfe nicht zutraust. Einfach nicht hingehen ist nicht so ganz okay - aber soooo eine schlimme Sache hast Du damit nun auch wieder nicht angestellt.

Was Du jetzt tun kannst: Ich denke auch, Du solltest in allernächster Zeit mit einem „Profi“ über Deine Situation und Deine Vergangenheit reden. Einen Termin bei einer Psychotherapeutin / einem Psychotherapeuten zu bekommen, kann SEHR lange dauern (drei Monate bis ein halbes Jahr sind da durchaus möglich). Versuch es stattdessen erstmal bei einer Beratungsstelle. Sehr empfehlenswert sind die Sozial-Psychiatrischen Dienste. Schau mal in das Telefonbuch, ob es einen bei Dir im Ort oder in der nächsten größeren Stadt gibt, ruf an, schildere kurz worum es geht und vereinbare einen Termin.

Kopf hoch!

Gruß
Arbeyterson

Hey,

sorry, wenn ich mich mit einer anderen Meinung einmische.

Ich muss meinen Vorpostern widersprechen!

a)ist es nicht schlimm, mit behinderten Menschen zu arbeiten, vielleicht anstrengend, das ist aber jede Arbeit, aber nicht grundsätzlich schlimm. Im Gegenteil, die Arbeit mit Menschen scheint mir nach Deiner Vorgeschichte eine gute Idee!

b) Warum bist Du nicht da hingegangen, zum Probearbeiten? Überleg jetzt mal, und sei dabei ehrlich zu Dir selbst: W a r u m b i s t D u nicht d a h i n g e g a n g e n? Es war doch ein Probetag, der hätte auch Dir die Gelegenheit gegeben, mal zu sehen, was wirklich auf Dich zu kommt. Vielleicht hätte es Dir sogar Spaß gemacht!

c) Wenn die anderen schreiben, dass es nicht Deine Schuld sei (was auch immer sie damit meinen), dann haben Sie Unrecht!
Wenn ich es richtig verstanden habe, bist Du trotz Deiner Geschichte 21 Jahre alt geworden. Glückwunsch! Andere geben auf. (Das meine ich ernst!) Herzlichen Glückwunsch auch zu Deinem Abschluss, das ist doch fantastisch! Im Prinzip hast Du jetzt viel bessere Chancen, nur musst Du langsam selbst Verantwortung für Dein Leben übernehmen.
Der Arzt hat Dir schon den Kontakt zur Lebenshilfe besorgt, wie nett von ihm. Jetzt ist es an Dir, Initiative zu zeigen, zeig ihnen, dass Du einen Neuanfang machen willst. Denn auch in diesem Aspekt finde ich sein Vorgehen richtig, denn ohne Deine eigene Initiative kann er Dich auch nicht weiter behandeln.
Also übernimm die Verantwortung (das finde ich ein besseres Wort als Schuld) für Dein Verhalten, bitte bei Deinem Arzt um Entschuldigung, und zeige, dass Du es ernst meinst, indem Du vorher bei der Arbeit anrufst, Dich auch da entschuldigst und um einen neuen Probearbeitstermin bittest. Suche weitere Stelle, an denen Du arbeiten willst, und bewirb Dich auch da!

Du bist schon weit gekommen. Verfalle jetzt nicht in Selbstmitleid, sondern gehe Deinen Weg weiter!

Ich wünsche Dir viel Erfolg, nette Menschen und viel Spaß!

Grüße!

Hi Mira!

Ich bin der Meinung, dass du dich in diese Problematik wenig eingefühlt hast. Es ging nicht um die Bewertung, ob es sinnvoll ist, mit Behinderten zu arbeiten. Der UP konnte es nicht!

Menschen, die Probleme haben, können manche Dinge nicht tun, die dir einfach vorkommen. Und da ist es wichtig, und richtig, das zu verstehen und demjenigen zu helfen.

Vielleicht solltest du diese Schülerevaluation nicht so absolut und allgemeingültig nehmen.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen.

Grüße
vom
Erdfrauchen