Hallo!
Ich beschäftige mich gerade aus Spaß an der Sache mit der Mengenlehre nach Cantor. Dabei bin ich auf ein Mysterium gestoßen (jedenfalls im Rahmen meiner momentanen Begriffswelt wirkt es wie ein Mysterium):
Um den Satz von Cantor-Bernstein zu beweisen wurde in dem mir vorliegenden Buch zunächst bewiesen, dass für zwei Mengen N’ und M gilt |N’|=|M| falls |N|=|M| wenn N, N’ und M in der Beziehung N I,
wobei f(0,b1b2b3…b100a1a2a3…an999…)=0,a1a2a3…an999…
Dann existiert außerdem die injektive Funktion g:
g: I -> R,
wobei f(0,a1a2a3…an999…)=0,b1b2b3…b100a1a2a3…an999…
wobei bei g die Werte b1 bis b100 beliebig sein dürfen (natürlich aus der Menge {0,1,2,3}).
Das würde bedeuten, eine ganz konkrete Lösung für g könnte auch so aussehen:
g: I -> R,
wobei f(0,a1a2a3…an999…)=0,0…0a1a2a3…an999…
wobei die 0 genau hundert mal zu Beginn nach dem Komma auftaucht -> also alle bi sind 0.
So wie ich es verstehe würde es mit JEDER Kombination von bi’s funktionieren. Und das finde ich gelinde gesprochen paradox. Deswegen liegt die Vermutung nahe das ich irgend etwas nicht verstanden habe. Vielleicht kann jemand helfen?
Wenn man jedenfalls annehmen würde, dass alles soweit korrekt ist, würde hiernach gelten: Da f und g existieren, existiert auch ein bijektives h: I -> R, womit gilt: |I|=|R|.
Eine mögliche Schwäche dieser Überlegung sehe ich darin, dass ich von der Korrektheit des Satzes von Cantor-Bernstein ausgehe.
Florian