Hallo,
ich hatte Anfang März eine NNH-OP aufgrund einer massiven Entzündung, die auf kein AB mehr ansprach. Die OP wurde transoral durchgeführt (beiderseits) und es wurde noch rechts von der Nase aus gefenstert. Es wurde so ein Tamponadestreifen eingelegt, das Ende (entweder eine Schlaufe, ein Ende oder zwei Enden - keine Ahnung) wurde draussen auf meiner Oberlippe fixiert.
Leider ist dieser Streifen in meiner NNH zweimal irgendwie so verrutscht, dass er eine Schlaufe bildete, die mir den Rachen runterrutschte. Die Folge war, dass diverse überraschte und teilweise ratlosen Ärzte dann herumrätselten und mal hier, mal dort an dem Teil der Tamponade, die an meiner Oberlippe fixiert war, herumzogen. Irgendwie haben sie dadurch eher einen Teil der Tamponade in meiner NNH herausgezogen als die Schlaufe im Rachen zu schliessen. Dann rückten sie mit Pinzetten und Lampe an und haben wohl versucht, diese (vermutlich) Extraschlinge hinter dem Nasenfenster zu fassen und zuzuziehen. Das ist ihnen dann auch jedes Mal gelungen, aber es tat natürlich abartig weh, ich hatte die Augen zu und habe nicht wirklich mitbekommen, was sie da taten. Draussen haben sie dann das, was sie zu viel aus der NNH herausgezogen haben, wieder abgeschnitten und dann an meiner Oberlippe fixiert. Als vier Tage später die Oberärztin den Streifen ganz offiziell zog, war er nur noch recht kurz, sie war auch überrascht. 3m soll er original gewesen sein, naja, ich weiss nicht, er war sicherlich höchstens noch einen Meter lang, hab nur kurz hingeschaut.
Nun habe ich leider noch immer eine chronische Entzündung in meiner NNH. Während sich die linke beruhigt hat (nur noch ganz leichte Schleimhautverdickung, ist die rechte (die viel mehr entzündet war), noch immer am meckern, Druck auf der Wange, Zahnschmerzen (wohl Nervenschmerz, weil Zahn okay) und - seit der OP- eine permanent wechselseitig zuschwellende Nase, bin aber nachweislich allergiefrei. Lt. Röntgen aber sieht jedenfalls die rechte NNH auch ganz passabel aus, noch ein kleiner Schleimhauthuckel ist übriggeblieben, jedenfalls dürfte sie so, wie sie aussieht, keine wirklichen Probleme machen, die ich aber seitdem noch immer habe.
Nun, nach der damaligen viehischen Quälerei möchte ich wissen, ob der Tamponadestreifen auch ganz entfernt wurde, nicht, dass durch das Geschnippel irgendwas durchtrennt wurde und ein Rest noch in meiner NNH steckt. Ich habe mich nachträglich einmal röntgen lassen, es wurde ein CT und ein MRT gemacht. Meine Freundin aus Österreicht meinte, dass es bei denen standardmässig OP-Material gibt, das „röntgendicht markiert“ ist, damit man evtl. Vergessenes sofort auf dem Röntgenbild sieht. Nun meine Frage: Ist das in Deutschland auch Standard? Kann ich davon ausgehen, dass auf dem CT und dem MRT so ein Streifenrest zu sehen wäre und man als Laie oder wenigstens einer der Ärzte das dann auf den Bildern erkannt hätte?
Wer kennt sich damit aus?
PS: Noch eine OP kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, denn auch beim Intubieren gab es massive Probleme (gab es bei früheren OPs nicht), seitdem habe ich einen Pass. Und natürlich Angst vor jeder Vollnarkose.