Probleme 8 Monate nach Hausverkauf

Hallo, vielleicht kann mir hier jmd. einen Rat geben, wie ich mich weiter verhalten soll. :smile:
Am 27.04.07 war die Kaufvertragsunterzeichnung. Auf dem verkauften Grundstück befinden sich Gewerberäume, die vermietet waren. Der neue Eigentümer ist lt. Kaufvertrag in den vorhandenen Mietvertrag eingeteten. Der Mietvertrag für die Gewerberäume ist unbefristet und hat eine Kündigungsfrist von 12 Monaten. Letzte Woche hat mir ein Bekannter erzählt, dass der Mieter der Gewerberäume von den neuen Eigentümern einen neuen Mietvertrag angeboten bekommen haben soll, mit folgenden Konditionen: Miete steigt von 1200,- auf 1400,- (netto), bei Auszug sollen die Räume komplett renoviert übergeben werden (übernommen worden sind sie in nicht renoviertem Zustand), bei Auszug soll ein Nachmieter gebracht werden. Daraufhin hat sich der Mieter Ende letzten Jahres neue Räume gesucht und den Mietvertrag mit den neuen Eigentümern zum 30.06.08 gekündigt. Wie dieser Termin zustande kommt, weiss ich nicht, habe es wie gesagt nur von einem Bekannten erzählt bekommen.
Am 19.01.08 habe ich nun ein Schreiben der Anwälte der neuen Eigentümer bekommen mit der Aufforderung, 2/3 des Kaufpreises + Maklergebühren + Anwaltskosten bis 30.01.08 zurückzuzahlen. Evtl. Rückabwicklung des Kaufvertrages lassen Sie sich auch noch offen. Begründung ist, dass ich, bzw. nicht mal ich, sondern der mit dem Verkauf beauftragte Makler, darüber zum Zeitpunkt des Verkaufs infomiert gewesen wäre, dass der Mieter der Gewerberäume die Absicht gehabt hat, seinen Mietvertrag zu kündigen. Mir war definitiv davon nichts zu Ohren gekommen. Der Makler hat mir auch bestätigt, dass er einige Kaufinteressenten gehabt hat, die sich mit dem Mieter unterhalten haben, ob er die Absicht hat auszuziehen. Da diese Interessenten die Räume selber nutzen wollten. Diesen Interessenten hat der Mieter immer gesagt, dass er nicht die Absicht hat, auszuziehen. Im Schreiben der Anwälte steht allerdings drin, dass der Mieter sich gebenüber den Anwälren anders geäussert hat, nämlich, dass er dass dem Makler gegenüber schon so gesagt hat, dass er ausziehen will.
Habe mit verschiedenen Leuten gesprochen, die etwas Ahnung von der Materie haben (meine Freundin hat scho als Anwältin gearbeitet, der Mann meiner Kusine hat beruflich mit Immobilien zu tun). Die haben mir geraten, erstmal gar nichts zu machen und abzuwarten, was kommt. Was meint ihr, ist das die richtige Strategie?
Danke + Grüße, D.

Immobilien zu tun). Die haben mir geraten, erstmal gar nichts
zu machen und abzuwarten, was kommt.

Das ist sicherlich das schlechteste, was Du machen kannst.

Was meint ihr, ist das die richtige Strategie?

Sofort anwaltlichen rat einholen und sich in dieser Angelegenheit anwaltlich vertreten lassen. Es geht sciherlich um ansehnliche Summen, da würde ich mich als Laie nicht mit Anwälten der Gegenpartei anlegen.

Immobilien zu tun). Die haben mir geraten, erstmal gar nichts
zu machen und abzuwarten, was kommt.

Das ist sicherlich das schlechteste, was Du machen kannst.

Dein Anwalt wird Dich Geld kosten, das abwarten und nichts unternehmen vielleicht noch mehr.
Abwarten und nichts machen ist definitiv der schlechteste Weg.
Ein Anwalt, inkl. der damit verbundenen Kosten, brauchst Du derzeit nur, wenn du dir nicht zutraust die richtigen Antwortschreiben aufzusetzen. Vielleicht können deinen „Profis“ dir dabei helfen.

Was meint ihr, ist das die richtige Strategie?

Sofort anwaltlichen rat einholen und sich in dieser
Angelegenheit anwaltlich vertreten lassen. Es geht sciherlich
um ansehnliche Summen, da würde ich mich als Laie nicht mit
Anwälten der Gegenpartei anlegen.

Ich würde erstmal diese „von zweiter Hand habe ich gehört“ Ding klären und telefonisch mit den Mietern klären was da eigentlich läuft. Und dann schriftlich deine Sachlage fixieren und beweisfähig machen.

Also NOCH brauchst Du keinen Anwalt, wenn du in der Lage bist selber dich abzusichern. Aber bei der Form dieser Anfage würde ich dir auch zu einem Anwalt raten.

Danke Euch für den Rat.

Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung. Kann also teuer werden. Oder richten sich die Kosten bei einer bloßen Beratung noch nicht nach dem Streitwert?

Wo sollte ich denn am besten den Anwalt nehmen. Wenn es zu einer Klage kommt, wird der Gerichtsstand sicher dort sein, wo sich die Immobilie befindet, das ist ca. 430 km von meinem jetzigen Wohnort entfernt. Werde sehr wahrscheinlich auch bald wg. neuem Job umziehen und die Entfernung ist dann noch größer. Also am besten den Anwalt dort nehmen, wo es evtl. zu einer Verhandlung kommen könnte, oder?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die neuen Eigentümer mit ihren Forderungen vor Gericht Chancen haben. Die Vorwürfe sind doch aus der Luft gegriffen.

Mit dem Mieter hatte ich selber schon nur den notwendigsten Kontakt, so dass ich, wenn ich ihn jetzt anrufen würde, mir keine Chancen ausrechne, irgendwelche vernünftigen Aussagen geschweige denn eine Kopie des neuen Mietvertrages, der ihm angeboten wurde, zu bekommen. Er war doch ziemlich sauer wegen dem Verkauf und konnte sich schon ausrechnen, dass er bei den neuen Eigentümern nich so viel „Freiraum“ bekommen würde wie bei mir.

Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung. Kann also

Die hääte Dir auch nicht geholfen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kauf oder Bau einer Immobilie sind nicht mehr versicherbar.

teuer werden. Oder richten sich die Kosten bei einer bloßen
Beratung noch nicht nach dem Streitwert?

Du kannst auch ein Zeithonorar vereinbaren.

Wo sollte ich denn am besten den Anwalt nehmen. Wenn es zu

Da, wo Du ihn ereichen kannst, ob es zu einer Klage kommt, ist noch lange nicht raus.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die neuen Eigentümer mit
ihren Forderungen vor Gericht Chancen haben.

Vor Gericht bist Du in Gottes Hand. Deswegen sachkundigen Anwalt nehmen.

Hallo Dagmar,

grundsaetzlich kann ich mich meinen Vorpostern nur anschliessen - Rechtsanwalt, denn

Gewerberäume, die vermietet waren.

Die erste Frage die die sich mir stellt ist das ueberhaupt ein Mietvertrag sondern ein Pachtvertrag. Dann kommt noch hinzu wenn es sich um Gewerbetreibende handelt wodurch eine komplett andere Rechtslage zwischen Kaufleuten ergibt - das hat dann m.E. alles nichts mehr mit dem Mietrecht zu tun.

Gruss Keuper

das ist doch alles hahnebüchener Unsinn. Du sollst arglistig über die Absicht eines unbeteiligten Dritten getäuscht haben ? Kann mir kein Rechtssystem auf dieser Erde vorstellen wo diese Frage überhaupt justiziabel wäre…

dass der Mieter der Gewerberäume von den neuen Eigentümern
einen neuen Mietvertrag angeboten bekommen haben soll, mit
folgenden Konditionen: Miete steigt von 1200,- auf 1400,-
(netto), bei Auszug sollen die Räume komplett renoviert
übergeben werden (übernommen worden sind sie in nicht
renoviertem Zustand), bei Auszug soll ein Nachmieter gebracht
werden. Daraufhin hat sich der Mieter Ende letzten Jahres neue
Räume gesucht und den Mietvertrag mit den neuen Eigentümern
zum 30.06.08 gekündigt. Wie dieser Termin zustande