Ein Freier Mitarbeiter arbeitet etwa 350 Stunden in der Firma eines guten Freundes. Der geschlossene Arbeitsvertrag besagt, dass der Freie Mitarbeiter im Vertrieb beschäftigt ist und dass die Vergütung rein auf Provisionsbasis (10% vom VK) erfolgt.
Trotzdem hilft der Freie Mitarbeiter im Warenein- und ausgang, außerdem hilft er bei der Messevorbereitung oder beispielsweise bei der Erstellung von Werbematerial. Diese Aufgaben werden ihm von seinem Freund und Vorgesetzten übertragen, ohne über eine gesonderte Vergütung zu sprechen. Der prozentuale Anteil dieser Tätigkeiten beträgt etwa 50% seiner Gesamtarbeitszeit.
An Provision fallen nach den geleisteten 350 Stunden mickrige €280,- an, wovon der Arbeitgeber bereit ist €200,- auszuzahlen, da einige der aquirierten Aufträge angeblich storniert wurden. Darüberhinaus ist er unter Berufung auf den Arbeitsvertrag nicht bereit, weitere Zahlungen an den Freien Mitarbeiter zu leisten.
Hat der Freie Mitarbeiter hier die Möglichkeit, eine zusätzliche Vergütung einzufordern?
Wie geht er hier am besten vor?