Probleme Anschluss Elektroherd

Ok, ich bin in einer dummen Situation mit meinem Herd.

Bevor ich anfange: Da ich Laie bin, habe ich selbstverstaendlich vor, alle erforderlichen elektrischen Arbeiten von einem Fachmann ausfuehren zu lassen. Mir geht es nur darum herauszufinden, welche technischen Loesungen es ueberhaupt gibt.

Hier das Problem:
Ich besitze einen Herd, aber keinen Herdanschluss. Gesamtleistung Herd: 8,einpaarzerquetschte kW.

Es gibt eine extra abgesicherte Steckdose, auf deren Sicherung steht 380V und 16A. Macht ca. 6kW (richtig?). 6 kW sind weniger als 8 kW.
Dann gibt es noch eine weitere Sicherung fuer die Kueche, auf der steht das Selbe.
Auf dem Stromzaehler steht Wechselstrom.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, faellt ein normaler dreiphasiger Anschluss damit aus. Einen ordentlichen Drehstromanschluss zu legen faellt Vermieterseits aus, und ich moechte auch nicht dafuer zahlen, da ich nicht besonders lange in der Wohnung wohnen werde. (Das Selbe gilt fuer die Installation eines Gasherds).

Ein erster Anruf beim Elektriker ergab die Aussage, dass ein einphasiger Anschluss auch nicht moeglich ist, da mein Herd mit 8kW nicht an eine 6 kW Sicherung geklemmt werden darf.
Das hat mich etwas verwundert, ich dachte naemlich ‚einphasig‘ bedeutet auch verminderte Leistung.

Meine Frage: ist es technisch moeglich den Herd doch zu installieren. Wegen kurzer Verweildauer in der Wohnung moechte ich nicht extra etwas neues kaufen, aber ein Backofen muss sein.

Ich waere zufrieden, wenn ich 2 Herdplatten und einen Backofen haette. Dann waere die Leistung doch deutlich niedriger als 6 KW. Gibt es eine einfache Moeglichkeit 2 Herdplatten nicht anzuschliessen oder abzuklemmen? Kann dass ein Elektriker machen? (Und wenn ja, warum hat mir dass der Elektriker nicht vorgeschlagen?)

Andere Idee:
Koennte man nicht einfach den einen Teil des Herds, zB. die Kochplatten an eine Steckdose anschliessen und den Backofen an die andere? Dann wuerde die Leistung der Geraete dir MAXLeistung der Sicherung doch nicht ueberschreiten. Ist das technisch aufwaendig?

Ich bedank mich schon mal fuer die Hilfe.
Alle weiteren Ideen fuer die Loesung der Situation sind ebenfalls willkommen. Ich bin fuer jede Hilfe dankbar!

Es gibt eine extra abgesicherte Steckdose, auf deren Sicherung
steht 380V und 16A. Macht ca. 6kW (richtig?).

Du hast einen (älteren, weil seit einigen Jahrzehnten die Nennspannung 230V/400V ist) Sicherungsautomaten, der BIS ZU 380V schalten darf. Real sind es bei Dir nur 230V.

6 kW sind
weniger als 8 kW.

Und 3680W (16A * 230V) sind noch weniger :frowning:

Dann gibt es noch eine weitere Sicherung fuer die Kueche, auf
der steht das Selbe.
Auf dem Stromzaehler steht Wechselstrom.

Wechselstrom ist immer unschön für große Lasten. Aber billiger bei Installation und Grundgebühr.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, faellt ein normaler
dreiphasiger Anschluss damit aus.

Mit nur einer „Phase“ = Wechselstrom: Ja, natürlich.

Einen ordentlichen
Drehstromanschluss zu legen faellt Vermieterseits aus, und ich
moechte auch nicht dafuer zahlen, da ich nicht besonders lange
in der Wohnung wohnen werde. (Das Selbe gilt fuer die
Installation eines Gasherds).

Welcher aber bestimmt vorgesehen ist.

Ein erster Anruf beim Elektriker ergab die Aussage, dass ein
einphasiger Anschluss auch nicht moeglich ist, da mein Herd
mit 8kW nicht an eine 6 kW Sicherung geklemmt werden darf.

„Darf“ eigentlich schon. Wird nur regelmäßig die Leitung grenzwertig belasten und die Sicherung schmeißen. Ist also keine Lösung. Man fährt ja auch nicht mit dem Auto regelmäßig gegen die Betonwand, nur weil der Sicherheitsgurt ja da ist.

Das hat mich etwas verwundert, ich dachte naemlich
‚einphasig‘ bedeutet auch verminderte Leistung.

Nö, man kann den Herd einphasig anschließen, dann benötigt er bei Volllast halt 8000W / 230V = 35A. In der Realität reicht ein 25A Automat (Fast nie sind alle Platten voll an, während gleichzeitig der Ofen voll heizt).

Ich waere zufrieden, wenn ich 2 Herdplatten und einen Backofen
haette. Dann waere die Leistung doch deutlich niedriger als 6
KW.

3,7kW sind aber die Grenze!
Rechne mal so 2,3-3kW für den Ofen und 1,8kW für ne große, 1kW für ne kleine Platte.
Jetzt könnte man sagen:
Hey, ich passe schon auf, ich betreibe nie mehr als zwei Platten gleichzeitig.
Andererseits: Jede Überlastung setzt die alte Installation der Gefahr einer Überhitzung aus.
Klar, die Leitungen halten 16A aus, die Klemmen auch. Wenn sie neu sind. Und vernünftig verlegt. Und saubere, fest sitzende Klemmen haben. Leider lässt ein Sicherungsautomat ja eine Zeit lang auch deutlich mehr als die 16A durch - gut für den Sonntagsbraten, schlecht für Wärmeentwicklung der Klemmen und Leitungen.

Gibt es eine einfache Moeglichkeit 2 Herdplatten nicht
anzuschliessen oder abzuklemmen?

Jeder mir bekannte Herd ist für drei Phasen vorgesehen.
Auf zweien sind zwei Platten, auf der dritten der Ofen.
Man kann also - wenn keine Elektronik verbaut ist - den Herd kastrieren. Nur leider sind zwei Platten UND Ofen schon mehr als verfügbar.

Andere Idee:
Koennte man nicht einfach den einen Teil des Herds, zB. die
Kochplatten an eine Steckdose anschliessen und den Backofen an
die andere? Dann wuerde die Leistung der Geraete dir
MAXLeistung der Sicherung doch nicht ueberschreiten. Ist das
technisch aufwaendig?

Oh, oh, das wäre sehr unschön. Ein Gerät aus zwei Stromkreisen zu versorgen ist technisch möglich, auch der „Rückleiter“ (Neutralleiter) muss beachtet werden, in jedem mir bekannten Herd gibt es schon zwei (normalerweise gebrückte) Klemmen für den N.
Also einmal zwei Platten und einmal den Ofen separat mit Phase und Null einspeisen, zwei Platten unbenutzt lassen.
Das ginge - aber ich würde so etwas niemals machen wollen.

Meine Empfehlung:

  1. Gasherd, gebraucht.
  2. Zwei Platten anschließen, separaten Tisch-Backofen an separaten Stromkreis packen.
  3. Zwei Platten und Ofen anschließen lassen, aber niemals Ofen und Platten parallel betreiben.

Vielen Dank fuer die Antwort, jetzt ist mir einiges klarer!