Probleme beim Stillen

Hallo,

wir haben eine inzwischen 7-wöchige Tochter, und neuerdings ein Problem mit ihr.
Meine Frau stillt. Seit fünf Tagen trinkt die Kleine nur sehr wenig, und schläft nach kürzester Zeit ein (und schläft so tief, dass man sie keinesfalls wach bekommt), um einige Minuten später wieder hungrig aufzuwachen und dies entsprechend lautstark kundzutun.

Das Stillen wird dadurch zu einer Vollzeit-Beschäftigung, und auch die Kleine ist offenbar mit der Situation nicht besonders zufrieden.

Wie können wir sie dazu bringen, mehr bzw. schneller zu trinken? Früher ging’s ja schließlich auch, wobei sie nie besonders schnell trank, aber nach 30 Minuten pro Seite war sie satt und für mindestens drei Stunden zufrieden…
Zufüttern mit der Flasche möchten wir möglichst nicht. Milch wäre reichlich vorhanden, Abpumpen und Eigenmilch per Flasche füttern geht derzeit auch nicht, da meine Frau ständig stillt.

Grüße
formica

ihr seid nicht allein
Hi,

nicht verzweifeln - ihr seid nicht allein:

http://www.mamiweb.de/landing/stillen?G=415&gclid=CM…

Ansonsten hilft unser allseits beliebtes google -> Stichworte: Stillen
So ganz nebenbei könnten die Probleme ja auch mal dem Kinderarzt gegenüber erwähnt werden.

Ich wünsche gute Nerven und hoffe, dass dieser kleine Hinweis hilfreich im Sinne der Anfrage war

Freundliche Grüsse
Ray

… vermutlich schraubt sie gerade einfach die Milchmenge hoch - unser Krümel (gleiches Alter) hat gerade auch so Ideen… gestern hat er mich auch fast wahnsinnig gemacht. Ein Glück hatten wir noch einen Vorrat von Mumi, so dass wir ihn damit zufrieden stellen konnten… nach endlosen Stillen und er hat definitiv immer was aus der Brust raus bekommen, und zwar mehr als genug ähnlich wie bei Euch - einschlafen, aufwachen, beschweren… wir haben ihm dann den Vorrat Mumi - ganze 100 ml das ist noch mal eine komplette Mahlzeit gegeben und danach ist er ab ins Bett und hat tatsächlich erst mal geschlafen. Heute Nacht ist er dann munter aufgewacht und hat uns zugetextet… war also wieder fit und hat vermutlich nur mehr Hunger als sonst gehabt, weil er so viel die letzten Tage erlebt hat und das wohl super anstrengend war…Irgendwann kommen die Kleinen an einen Punkt, wo sie nicht mehr können, weil ihnen alles fehlt - Schlaf, Hunger… da muss man ein Problem beseitigen und schauen, dass man die Minis wieder auf ein normales Level bekommt.

Mein Mann hat die Tage auf das Kind aufgepasst und da hat der Mumi-Vorrat auch nicht ganz ausgereicht…wir haben hier von Milsana noch ne Dose mit Trockenmilch stehen wenn alle Stricke reißen, da hat er ihm dann ne Flasche gemacht… dem Kind war es ziemlich egal, was es da zu trinken bekommen hat ---- die erste Runde war Mumi, direkt im Anschluss Schüttelshake bis er ganz satt war… ansonsten gibt es bei uns in der Regel nur Mumi… aber bevor ihr Euch selbst und das Kind terrorisiert… in der Praxis ist alle Theorie grau… ich wollte auch nie zufüttern, aber wenns eben anders nicht geht…und bevor die gestresste Mutter auch noch die Stimmung auf das Kind überträgt, weil man sich auch als Mutter irgendwann nur leer und genervt und müde und erschöpft fühlt und einfach mal ne Stunde ohne Kind an der Brust etwas für sich machen möchte…greift zum Schüttelshake… ihr werdet sehen, danach beginnt ein toller neuer Tag, an dem ihr wieder euren Grundsätzen nachgehen könnt…

…wenn Schüttelshake, dann auch hier den kleinsten Sauger verwenden!!!

…und ich wollte auch nie nen Schnuller - bis der Hund gestorben ist und das Kind so durch den Wind war, weil das wohl eine super Stressituation war, dass es nur noch nuckeln wollte…ok, es hat drei Tage lang genuckelt, seit dem ist der Schnuller wieder uninteressant und in den Tiefen der Wickeltasche verschwunden…

Hallo,

Hallo Formica,

Wie können wir sie dazu bringen, mehr bzw. schneller zu
trinken?

Es gibt aus der Osteopathie einen Griff der den Saugreflex anregen soll. Hierbei legst Du Deinen Daumen
auf die Nasenwurzel des Kindes und streichst die Haut Richtung Stirn aufwärts. Am besten laßt Ihr Euch das
live von einer gescheiten Hebamme oder einem Osteopathen zeigen. Bei einigen Säuglingen aus meiner
Umgebung hat das super geholfen. Bei uns leider nicht, aber ich war zu dem Zeitpunkt als ich davon erfuhr
auch schon am Rande des körperlichen und nervlichen Zusammenbruchs. Wie Ihr sicherlich wißt, hat eine
erfüllte und leichte Stillbeziehung viel mit der positiven Grundeinstellung der Beteiligten zu tun. Wenn man
irgendwann so weit ist, dass man nur noch weinen oder schreien möchte beim kleinsten Hungersignal des
Kindes, läßt sich diese Abwärtsspirale nur noch schwer umkehren.

Ich wünsche Euch alles Gute!
Andrea

Hallo,

ich hatte das gleiche Problem mit meinem Sohn. Es lag wohl an der von der Hebamme empfohlenen Wassertrinkflasche - da war das Saugen entscheiden einfacher und er hat wohl nicht eingesehen, dass er an der Brust mehr arbeiten muß (ist heute noch rel. faul). Es ist schließlich nach zwei Monaten so ausgeufert, dass ich doch auf Fläschchen umgestiegen bin, wir hatten sonst nur noch Geschrei Zuhause.
Bei meiner Tochter haben wir das Wasserfläschchen dann weggelassen, notfalls mit einem Löffel etwas Wasser gegeben, und siehe da - kein Problem mit dem Stillen.

Aber da natürlich eh alle Kinder unterschiedlich sind, sagt das auch nicht viel aus.

Alles Gute, Anne

Hallo,

Das Stillen wird dadurch zu einer Vollzeit-Beschäftigung, und
auch die Kleine ist offenbar mit der Situation nicht besonders
zufrieden.

Das ist ne schwierige Phase, besonders natürlich für die Stillende, aber auch die geht vorbei. Das große Saug- und Nuckelbedürfnis ist vollkommen normal in dieser Zeit.

Wie können wir sie dazu bringen, mehr bzw. schneller zu
trinken?

Alles so lassen wie es ist und es regelt sich von alleine.

Zufüttern mit der Flasche möchten wir möglichst nicht.

Was sollte das bringen? Kunstmilch hat weniger Kalorien als Muttermilch. Zudem riskiert man ne Saugverwirrung.

Milch
wäre reichlich vorhanden, Abpumpen und Eigenmilch per Flasche
füttern geht derzeit auch nicht, da meine Frau ständig stillt.

Ist doch prima, wenn reichlich Milch vorhanden! Genießt die Zeit mit dem Baby. Es kommen Zeiten, da kannst Du dann beim Füttern einspringen und Deine Frau hat Zeit für sich selbst.

Grüße,
Christiane

Hallo formica!

Ich weiss, das kann wahnsinnig aufreibend sein. Am schlimmsten fand ich es, immer zu warten bis die drei Stunden Stillpause rum waren.
Die wurden mir empfohlen, um die Brustwarzen zu schonen.
Aber als ich anfing, den Kleinen nach Bedarf zu stillen, wurde alles viel besser. Natürlich ist Stillen eine Vollzeitbeschäftigung und anstrengend noch dazu. Aber so kann das Kind sich holen was und wann es braucht. Der Bedarf beeinflusst die Milchmenge.
Mein Tipp: Nicht auf die Uhr schauen, einfach anlegen. Die Kleinen verändern sich im ersten Jahr so rasant, da kann das, was letzte Woche noch gut funktioniert hat, heute ganz anders sein.
Vertrau auf dein Kind, es sagt dir genau was es braucht.

Viel Kraft und Liebe wünscht euch
frowerpau

Hallo

Vertrau auf dein Kind, es sagt dir genau was es braucht.

Das stimmt, aber wenn du das Gefühl kriegst, dass es dich ärgert, immerzu und sofort alles zu machen, was das Kind gerade will, dann vertrau auch diesem Gefühl. - Bis es soweit ist, wird es aber noch einige Monate dauern.

Viele Grüße
Simsy

Zudem riskiert man ne Saugverwirrung.

… das Thema wird überbewertet - unser BAby wechselt ohne Porblme bei der gleichen Mahlzeit zwischen MUMI und Schüttelshake, Papa und Mama, Flasche und Brust hin und her und das scheint bei den meisten Babys zu klappen…habe gerade noch mal mit unserer Hebamme geredet.

…generell ja, die Kinder wissen was sie brauchen, einen Tag genuckel überlebt man auch, aber wenn das endlos wird… ich war nach 12 Stunden am Stück stillen echt bedient beim letzten Wachstumsschub und wenn ich am Stück sage, dann meine ich am Stück…

Hi,

Zudem riskiert man ne Saugverwirrung.

… das Thema wird überbewertet

Von wem?

Bei mir war’s nicht mal Thema. Ich gehöre eher zu den „faulen“ Müttern und habe weder Gumminuckel noch Flasche jemals angeschafft, da ich keine Lust hatte so etwas rumzuschleppen, denn meine Brust hatte ich eh immer dabei. Na ja, und nachts etwa aufstehen und ne Flasche machen kam eh nicht in Frage. Zudem sollte man’s nicht übertreiben mit der Unterstützung der Babyindustrie.:wink:

Aber da ich mit dem Stillen nicht hinter’m Berg halte, hab ich im Laufe der Zeit bestimmt Hunderte von Müttern getroffen, die zu mir meinten „ich hätte ja auch gerne, aber mein Baby zog die Flasche vor und wollte sich dann leider an der Brust nicht mehr anstrengen“. Irgendwo müssen sie sein, diese vielen Mütter…?

  • unser BAby wechselt ohne

Porblme bei der gleichen Mahlzeit zwischen MUMI und
Schüttelshake, Papa und Mama, Flasche und Brust hin und her
und das scheint bei den meisten Babys zu klappen…

Kann ich nicht sagen, hab nie ne Statistik gemacht. Und zum Schüttelshake sag ich jetzt lieber nix.:wink: