Probleme im Vorfeld der Diplomarbeit

Hallo zusammen,

drei Wochen nach meiner letzten Diplomprüfung habe ich den Eindruck bekloppt zu werden. Ich finde weder ein für mich akzeptables Thema noch einen Betreuer für eine Diplomarbeit.
Hauptproblem an unserer Fakultät ist, dass drei Professoren, deren Fächer meine Schwerpunkte bilden, im Sommer pensioniert wurden. Die Lehrveranstaltungen finden zwar wie gewohnt statt (oder wie gewohnt auch nicht), aber in Sachen Diplomarbeit sieht es sehr übel aus.
Betreut werden Diplomarbeiten bei uns i.d.R. durch die Assistenten und Mitarbeiter der Profs. Diese „Betreuer“ sind entweder nicht sicher ob ihr Beschäftigungsverhältnis verlängert wird oder mit sovielen Diplomarbeiten belastet, dass sie eine Betreuung weiterer Arbeiten ablehnen. (Anmerkung: Vor ein paar Monaten kamen noch andere Aussagen) Zudem kommt noch hinzu, dass man die jeweils für Diplomarbeiten Verantwortlichen nicht einmal in ihren Sprechstunden antrifft.
Obwohl meine „Zornesader“ mittlerweile ordentlich schwillt, bemühe ich mich um eine vernünftige Lösung des Problems. Nach durchforsten der Prüfungsordnung ergeben sich für mich aber mehr Fragen denn je.

In der Prüfungsordnung steht:
Kann ein Kandidat keinen Betreuer benennen, sorgt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des Kandidaten dafür, dass er rechtzeitig ein Thema für eine Diplomarbeit und einen Betreuer erhält.

Wie kann ich das verstehen? Muss ich jetzt jedes Thema akzeptieren? Was heisst rechtzeitig (sofort/in ein paar Monaten)?

Weiter steht in der Prüfungsordnung, dass der Betreuer der Fakultät angehören muss, in begründeten Ausnahmefällen jedoch auch einer anderen Universität angehören darf.

Was ist denn ein begründeter Ausnahmefall? Muss ich mich dazu an einer anderen Uni immatrikulieren? Wenn ja, geht das auch während des Semesters? Hat jemand sowas schon mal (z.B. an der Fernuni Hagen) gemacht?

Ich hoffe hier kann mir jemand Hinweise/Tips geben, wie ich mit der Situation umzugehen habe. Insbesondere unter dem Aspekt „Studiengebühren“ (für so einen Scheiß soll man auch noch bezahlen?) habe ich es z.Z. sehr eilig fertig zu werden und möchte keine weitere Zeit mehr verlieren. Außerdem bin ich es langsam satt auf dem Campus von Pontius nach Pilatus verwiesen zu werden.

Danke für jede Hilfe.

MfG
Stephan

PS: Einige meiner Kommilitonen haben in jüngster Vergangenheit 08/15-Praxis-Themen (Kooperation des Lehrstuhl mit einem Unternehmen) bekommen. Die Lehrstühle erhalten, wegen des „erhöhten“ Betreuungsaufwandes *wegbrüll*, von den Unternehmen einiges gezahlt, was die Betreuungswilligkeit sicherlich erhöht.
Wie kommt man an sowas ran, wenn die Lehrstühle gerade nix in dieser Hinsicht anzubieten haben? Gibt es da eine Plattform im Internet, wo man gezielt suchen kann?

Hallo,
eigentlich freut sich jeder über eine kostenlose Arbeitskraft. Kann es sein, dass es im Vorfeld noch andere Probleme gab, die Du nicht genannt hast?
Wahrscheinlich bist Du aber einfach das Opfer der neuesten Sparwelle.

drei Wochen nach meiner letzten Diplomprüfung habe ich den
Eindruck bekloppt zu werden. Ich finde weder ein für mich
akzeptables Thema

Es gibt also Arbeiten. Dann liegt das aber an Dir, oder? Was ist denn für Dich akzeptabel?

noch einen Betreuer für eine Diplomarbeit.

Hauptproblem an unserer Fakultät ist, dass drei Professoren,
deren Fächer meine Schwerpunkte bilden, im Sommer pensioniert
wurden. Die Lehrveranstaltungen finden zwar wie gewohnt statt
(oder wie gewohnt auch nicht), aber in Sachen Diplomarbeit
sieht es sehr übel aus.
Betreut werden Diplomarbeiten bei uns i.d.R. durch die
Assistenten und Mitarbeiter der Profs.

Das ist völlig normal. Deshalb verstehe ich nicht, weshalb die Pensionierung ein Problem ist. Üblicherweise kann ein Prof nach seiner Pensionierung noch etwa ein Jahr lang (oder länger) Prüfungen abnehmen (Ich weiss natürlich nicht, wie das an Deiner Uni geregelt ist).

Diese „Betreuer“ sind
entweder nicht sicher ob ihr Beschäftigungsverhältnis
verlängert wird

Soetwas ist im Moment ein echtes Problem. Mit den Einstellungsstopps an einigen deutschen Hochschulen kann es sein, dass etliche Assistenten kalt gefeuert (=Vertrag wird nicht verlängert) werden. Von einem entlassenen Betreuer hast Du auch nichts.

oder mit sovielen Diplomarbeiten belastet,
dass sie eine Betreuung weiterer Arbeiten ablehnen.
(Anmerkung: Vor ein paar Monaten kamen noch andere Aussagen)

Du hast leider einen äusserst ungünstigen Zeitpunkt (Jahresende, Haushaltssperre etc.) erwischt. Einige Assistenten werden vielleicht gefeuert und müssen zusehen, dass ihre Diss fertig wird. Klar das sich die Arbeit bei den „glücklichen“ häuft.

Zudem kommt noch hinzu, dass man die jeweils für
Diplomarbeiten Verantwortlichen nicht einmal in ihren
Sprechstunden antrifft.

Anrufen? E-mail?

Obwohl meine „Zornesader“ mittlerweile ordentlich schwillt,

vergiss Deine Zornesader ganz schnell wieder. Du suchst jemanden der sich für Dich einsetzt. So wirst Du niemanden finden. Wenn Du Dich mit jemanden streiten willst, musst Du Dich an „Dein“ Kultusministerium wenden. Die haben die finanzielle Situation zu verantworten.

bemühe ich mich um eine vernünftige Lösung des Problems.

Du suchst eine Diplomarbeit, das ist ein Prüfung, auf die Du Anspruch hast (Du hast keinen Anspruch auf ein bestimmtes Prüfungsthema). Das ist eine zwar im moment gewisse Herausforderung, aber insgesamt normal (jeder Deiner Kommilitonen muss da durch) und damit kein „Problem“.

Nach
durchforsten der Prüfungsordnung ergeben sich für mich aber
mehr Fragen denn je.

In der Prüfungsordnung steht:
Kann ein Kandidat keinen Betreuer benennen, sorgt der
Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des Kandidaten
dafür, dass er rechtzeitig ein Thema für eine Diplomarbeit und
einen Betreuer erhält.

So ist das an den meisten Unis geregelt.

Wie kann ich das verstehen? Muss ich jetzt jedes Thema
akzeptieren?

In der Regel: ja. Vergiss nicht, dass die Diplomarbeit eine Prüfungsleistung ist.

Was heisst rechtzeitig (sofort/in ein paar
Monaten)?

Das ergibt sich aus den anderen Paragraphen der Prüfungsordnung. Es kann sein, dass Du beispielsweise x-Monate nach der Y-Prüfung zur Diplomarbeit angetreten sein musst. Näheres erfährst Du bei Deinem Prüfungsamt.

Weiter steht in der Prüfungsordnung, dass der Betreuer der
Fakultät angehören muss, in begründeten Ausnahmefällen jedoch
auch einer anderen Universität angehören darf.

Was ist denn ein begründeter Ausnahmefall?

Faustregel: Ausnahmeregelungen sind ziemlich harte Regelungen. Schliesslich will man nur extrem gelagerten Einzelfällen gerecht werden.
Die Tatsache, dass Du die Themen an Deiner Uni nicht akzeptabel findest, ist mit Sicherheit keine Ausnahme (Es wird vielen Deiner Kommilitonen so gehen).
Wenn aber Deine Vertiefungsrichtung an Deiner Uni durch Todesfälle/Pensionierungen plötzlich nicht mehr durch entsprechende Professuren vertreten ist, könntest Du eine Chance haben.

Aber: Weshalb sollte ein Prof einer anderen Uni sich Deiner annehmen?
Sie/Er ist in keiner Weise dazu verpflichtet. (Er/Sie wird nicht dafür bezahlt). Du brauchst eine gute Projektidee, oder ein Unternehmen, dass dafür zahlt.

Muss ich mich dazu
an einer anderen Uni immatrikulieren?

Normalerweise: Nein.

Wenn ja, geht das auch
während des Semesters? Hat jemand sowas schon mal (z.B. an der
Fernuni Hagen) gemacht?

Ich hoffe hier kann mir jemand Hinweise/Tips geben, wie ich
mit der Situation umzugehen habe. Insbesondere unter dem
Aspekt „Studiengebühren“ (für so einen Scheiß soll man auch
noch bezahlen?) habe ich es z.Z. sehr eilig fertig zu werden
und möchte keine weitere Zeit mehr verlieren.

Warum nimmst Du nicht einfach die nächst beste schnell zu bearbeitende Arbeit, ohne über „akzeptabel oder nicht“ nachzudenken? Es geht um eine Prüfungsleistung und nicht um einen Job für’s Leben.

Schnell geht es sicher nicht, wenn Du an eine andere Uni willst. Da wirst Du Dir erst recht die Füsse plattlaufen.

Kopf hoch, es sind schwere Zeiten. Du wirst es aber schaffen, da bin ich mir sicher.
Rossi

PS: Einige meiner Kommilitonen haben in jüngster Vergangenheit
08/15-Praxis-Themen (Kooperation des Lehrstuhl mit einem
Unternehmen) bekommen. Die Lehrstühle erhalten, wegen des
„erhöhten“ Betreuungsaufwandes *wegbrüll*, von den Unternehmen
einiges gezahlt, was die Betreuungswilligkeit sicherlich
erhöht.

Klar. Vom deutschen Staat/ von den Ländern kommt ja kaum noch Geld.
Das sind die Schattenseiten der aktuellen Sparwelle. Die Alternative wäre wohl weniger Assistenten zu beschäftigen.
Ausserdem: Warum sollte Die Uni nicht eine industrieübliche Vergütung verlangen, wenn eine Beratungsleistung erbracht wird? Das wäre ja sonst eine Verschwendung von Steuergeldern und zudem wahrscheinlich noch illegale Subvention.

Wie kommt man an sowas ran, wenn die Lehrstühle gerade nix in
dieser Hinsicht anzubieten haben? Gibt es da eine Plattform im
Internet, wo man gezielt suchen kann?

Hmm, in Deinem Fach kenne ich mich nicht aus, sorry.

Hallo Rossi,

Es gibt also Arbeiten. Dann liegt das aber an Dir, oder? Was
ist denn für Dich akzeptabel?

es gibt leider nicht wirklich Themen, mit denen ich sofort beginnen könnte. Akzeptabel wäre für mich ein Thema unter dem ich mir, ohne mich erst schlau machen zu müssen, im entferntesten etwas vorstellen kann. Es sollte also während des Studiums zumindestens angerissen worden sein. Außerdem sollte ausreichend deutschsprachige Literatur zum Thema verfügbar sein, da ich zumindestens von Seminararbeiten weiss, wie ätzend es ist, wenn dies nicht Fall ist.

Betreut werden Diplomarbeiten bei uns i.d.R. durch die
Assistenten und Mitarbeiter der Profs.

Das ist völlig normal. Deshalb verstehe ich nicht, weshalb die
Pensionierung ein Problem ist. Üblicherweise kann ein Prof
nach seiner Pensionierung noch etwa ein Jahr lang (oder
länger) Prüfungen abnehmen (Ich weiss natürlich nicht, wie das
an Deiner Uni geregelt ist).

Ist ja schön, wenn der Prof das kann. Was ist aber, wenn er es nicht will?

Warum nimmst Du nicht einfach die nächst beste schnell zu
bearbeitende Arbeit, ohne über „akzeptabel oder nicht“
nachzudenken? Es geht um eine Prüfungsleistung und nicht um
einen Job für’s Leben.

Das Thema der Diplomarbeit kann aber den Job fürs Leben bescheren. Es kommt für mich nicht in Frage ein Thema zu akzeptieren, von dem ich noch nie gehört habe bzw. welches nicht in mein erhofftes Berufsbild passt. Bei der schlechten Betreuung wie sie hier gegeben ist, würde dies zwangsläufig zu einer schlechten Note führen. Ich habe aber keine Lust meine bisher guten Noten durch eine schlechte Diplomarbeit zu versauen. Die durchschnittliche Studiendauer an unserer Fakultät, die ich leider auch anpeile, ist sowieso schon eine Katastrophe. Ich sehe eine gute Gesamtnote für mich als zwingend an, um einen guten bzw. überhaupt einen Job nach dem Studium zu finden.

MfG
Stephan

Hi,

leider sehe ich nicht, welches Fach du studierst.
Ich hatte im Physikstudium ein ähnliches Problem.
Deshalb bin ich zur elektrotechnischen Fakultät gegangen (in eine Abteilung, die sehr viele Physiker beschäftigt) , und die haben mich sofort genommen.
das Geschrei des Physikdekans war dann zwar gross, aber es ging durch.
Hätte dies nicht geklappt, dann hätte ich mit Uniwechsel gedroht (nur 30 km weiter)

Gruss,

Was studierst du denn?
Hi Stephan,

es gibt leider nicht wirklich Themen, mit denen ich sofort
beginnen könnte. Akzeptabel wäre für mich ein Thema unter dem
ich mir, ohne mich erst schlau machen zu müssen, im
entferntesten etwas vorstellen kann. Es sollte also während
des Studiums zumindestens angerissen worden sein.

Das sehe ich ganz und gar nicht so.

Außerdem
sollte ausreichend deutschsprachige Literatur zum Thema
verfügbar sein, da ich zumindestens von Seminararbeiten weiss,
wie ätzend es ist, wenn dies nicht Fall ist.

Jetzt wäre ich fast vom Stuhl gefallen.
Was sind denn das für Ansprüche? Meiner Meinung nach hast du dich in deinem Bildungsweg vergriffen. Du hättest nicht studieren sollen.

Das Thema der Diplomarbeit kann aber den Job fürs Leben
bescheren. Es kommt für mich nicht in Frage ein Thema zu
akzeptieren, von dem ich noch nie gehört habe bzw. welches
nicht in mein erhofftes Berufsbild passt.

Dazu ist es jetzt viel zu spät. Da hättest du dich früher drum kümmern sollen.

Bei der schlechten
Betreuung wie sie hier gegeben ist, würde dies zwangsläufig zu
einer schlechten Note führen.

Das kann ich nicht nachvollziehen.

Ich habe aber keine Lust meine
bisher guten Noten durch eine schlechte Diplomarbeit zu
versauen. Die durchschnittliche Studiendauer an unserer
Fakultät, die ich leider auch anpeile, ist sowieso schon eine
Katastrophe. Ich sehe eine gute Gesamtnote für mich als
zwingend an, um einen guten bzw. überhaupt einen Job nach dem
Studium zu finden.

Mit dieser Einstellung?
Angenommen du kriegst die Diplomarbeit deiner Wahl, glaubst du dass du mit deiner bisher geschilderten Einstellung attraktiv für Arbeitgeber bist?
Ich frage nochmal, was studierst du eigentlich?

Kopfschüttel und Gruss,

Ich frage nochmal, was studierst du eigentlich?

Wirtschaftswissenschaften (siehe Profil)

Ich frage nochmal, was studierst du eigentlich?

Wirtschaftswissenschaften (siehe Profil)

Hach ist das schön, wenn sich Vorurteile auf solch wunderbare Weise immer wieder bestätigen.

Gruß

Fritze

1 „Gefällt mir“

So kann´s auch gehen

Hach ist das schön, wenn sich Vorurteile auf solch wunderbare
Weise immer wieder bestätigen.

Das mein lieber Fritze empfinde ich als bösartig und persönliche Beleidigung. :smile: Lebensunfähige Akademiker findet man doch an jeder Straßenecke und Fakultät.

UNd an den Ausgangsposter gerichtet kann ich nur empfehlen sich an ein Unternehmen Deines Interesses zu richten und als erstes auf der Homepage nach Diplomarbeitsangeboten zu suchen und 2. diese Unternehmen direkt anzusprechen, denn Du wirst es kaum glauben, aber die haben auch ein Interesse daran gute Mitarbeiter (=ehemalige Diplomanden) zu finden und Themen die Ihnen schon lange unter den Nägeln brennen abgearbeitet zu bekommen. Über Dipl. Arbeiten geht das meistens billiger als mit eigenen MA.

Ich habe mein Dipl.Arbeit vor 11 Jahren bei AUDI über Messung von Dienstleistungsqualität und deren Verbesserung geschrieben. Dafür, daß das 1.000.000 x interessanter als jede Literaturarbeit war habe ich sogar noch ein paar tausend Mark bekommen. Gekostet hat mich das ein Praktikum dort und sechs Monate sauinteressanter Arbeit während der Dipl. Arbeit in Ingolstadt und Neckarsulm. Ach ja, ein Anruf und Besuch bei denen, dann war der Vertrag unterschrieben.

Gruß
Falckus

2 „Gefällt mir“

In der Prüfungsordnung steht:
Kann ein Kandidat keinen Betreuer benennen, sorgt der
Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des Kandidaten
dafür, dass er rechtzeitig ein Thema für eine Diplomarbeit und
einen Betreuer erhält.

Wie kann ich das verstehen? Muss ich jetzt jedes Thema
akzeptieren? Was heisst rechtzeitig (sofort/in ein paar
Monaten)?

das thema wird sicher unabhängig von deinen wünschen zugeteilt. wenn die möglichkeiten an eurem fachbereich so rar sind, wie du sie beschreibst, dann hat der vorsitzende des prüfungsausschuss keine großen möglichkeiten (er kann sich die themen/ betreuer nicht aus den rippen schneiden).

was „rechtzeitig“ ist… da würde ich mich dirket beim prüfungsausschuß erkundigen.

Weiter steht in der Prüfungsordnung, dass der Betreuer der
Fakultät angehören muss, in begründeten Ausnahmefällen jedoch
auch einer anderen Universität angehören darf.

Was ist denn ein begründeter Ausnahmefall?

man könnte zb. anführen, daß der fachbereich gerade im umbruch ist (etliche profs gegangen, niemand neues nachgekommen), was es erschwert, eine diplomarbeit am fachbereich zu schreiben. die studienzeit würde sich verlängern, wenn man diese situation aussitzt - und das wollen wir doch alle nicht :o)

man könnte auch anführen, daß das thema, das man ergattert hat, so wunderbar zur angepeilten beruflichen tätigkeit passt, und ein verbot, dieses thema ausserhalb des fachbereichs zu bearbeiteten, die berufschancen schmälern würde.

Muss ich mich dazu
an einer anderen Uni immatrikulieren?

ich denke nicht. als ich meine diplomarbeit schrieb, hat meine betreuerin, die mich direkt anleiten sollte, die uni gewechselt. ich blieb aber an der alten uni. sie wurde dann zweitgutachter. erstgutachter wurde allerdings ihre ehemalige chefin.

links zu diplomarbeitenbörsen: http://www.google.de/search?q=diplomarbeitenb%C3%B6r…

Hallo,

also wenn Du nicht willens bist, Dich auch mit anderssprachlicher Literatur auseinanderzusetzen, seh ich ziemlich schwarz für Deine berufliche Zukunft. Wobei ich englischsprachige Sachen schon fast nicht mehr als fremdsprachig bezeichnen möchte.
Aber das nur nebenbei.

Wenn es an Deiner Uni keine Themen gibt, geh an eine andere oder versuche, die Arbeit extern zu machen.

Über Dein Fachbereichbüro solltests Du Adressen kriegen, im Internet gibt es sicher auch die eine oder andere Börse. Sei mir bitte nicht böse, daß ich Dir nichts rausgesucht hab, ich komm aus einer ganz anderen Ecke und hätte wirklich nichts davon.

Noch was zu Fremdsprachen.
In vielen Stellenanzeigen wird nicht mehr explizit nach Englischkenntnissen gefragt, weil man einfach voraussetzt, daß Du in der Lage bist, Fachtexte zu lesen und zu schreiben. Nur wenn besonders gutes Englisch verlangt wird fragt man nach z.B. verhandlungssicherem Englisch, aber dann verlangt man von Dir, daß Du fließend sprichst und nicht nur Fachenglisch, sondern daß Du auch in der Lage sein solltest, über Literatur, Kunst, Geschichte und was es immer da an schöngeistigem gibt reden zu können, wie man über Frau und Kind spricht und fragt natürlich auch.

Warum ich das so betone?
Wenn Du es noch nicht kannst, solltest Du Dich schnell(!) drangeben es nachzuholen.
Es sei denn Du möchtest Dich nur bei kleinen Klitschen bewerben, die nicht vorhaben Kunden zu bedienen die im Ausland sitzen.

Gandalf

Hallo Stephan!

Da ich gerade meine Diplomarbeit fertig habe (ich studiere BWL), liegt bei mir die Themen- und Betreuersuche noch nicht lang zurück…Ich habe die Antworten, die Du bekommen hast, nur stichprobenartig gelesen bzw. nur angelesen.
Richtig ist, dass wirklich viele Firmen tolle und interessante Themen anbieten!
Also mein Rat an Dich wäre, wenn Du schon konkrete Vorstellungen davon hast, in welchem Berufsfeld Du später tätig werden willst, such Dir ein Unternehmen, das Du interessant findest und das Dich Deinem Berufsziel näher bringt. Man bekommt einen tollen Einblick in die Praxis und i.d.R. begeistert eine solche Arbeit dann auch zukünftige Arbeitgeber. Es ist zwar manchmal etwas nervig, weil man teilweise Unterstützung von verschiedenen Mitarbeitern braucht, um an Informationen zu kommen. Aber dafür ist es auch wesentlich spannender als eine reine Literaturarbeit…natürlich musst Du Dich dann auch mehr „ranhalten“, weil eine Praxis-Arbeit gern etwas mehr Zeit einnimmt als die üblichen 3 Monate. Themen findest Du auf jeden Fall auch im Internet.

Aber ich weiß auch, dass Dir das alles nix bringt, solange Du keinen Betreuer für Deine Arbeit hast…das ist wirklich ein Problem!
Ich bin mit mehreren Themen, die mir das Unternehmen vorgeschlagen hat (alle aus meinem Schwerpunkt) zu meinem Professor gegangen und hab zusammen mit ihm ein Thema ausgewählt (natürlich das, was ihm am besten gefallen hat…ein paar Kompromisse muss man schon eingehen…).
An Deiner Stelle würde ich mir ein paar mögliche Themen suchen und damit (wenn sich die Betreuer-Situation bei Euch bis dahin nicht gebessert hat) mich wirklich an den Prüfungsausschuss wenden!
Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück!
Übrigens finde ich Deine grundsätzliche Einstellung absolut in Ordnung! Ein bisschen sollte man von dem Thema wenigstens gehört haben und ich würde mir auch nicht mit der Diplomarbeit, die doch eine Art „Aushängeschild“ ist, meine guten Noten verderben wollen…lass Dich nicht verunsichern!
Gruß, Anna

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

sorry, ich habee gerade nicht die Zeit die anderen Antworten zu lesen, falls mein Tipp schon dabei war, einfach ignorieren.

Damals waren zu meinem Thema auch die Profs pensioniert worden - dennoch kontne ich den einen dazu gewinnen, meine Diplomarbeit anzunehmen. Vielleicht ist das bei euch auch möglich? Könnte aber sein, dass einer der Betreuer noch aktiv im Dienst sein muss. Vielleicht mal erkundigen, ob da eine Chance besteht.

Es grüßt Phil