Probleme mit 2. Rechner an einem WLAN-Router

Hallo,
ich versuche, einen 2. Rechner über einen WLAN-Router ans Internet anzubinden. Das Problem ist, dass der Router nicht mir gehört sondern mienem Arbeitgeber und entsprechend verschlüsselt / geschützt ist. Die Kollegen wollen mir (korrekterweise!) diesen Schlüssel nicht preisgeben.

Frage: Wie kann ich dennoch einen 2. Rechner ins Internet bringen?

Offensichtlich ist es möglich, dass ich den Schutz auf dem WLAN-Router deaktiviere, aber das kann ja nicht die Lösung sein. Andererseits habe ich gehört, dass es Router gibt, die quasi 2 verschiedene Connections unterschiedlich handeln können, also z.B. einen Rechner mit dem Firmenkey verschlüsselt, der andere mit einem eigenen Key oder garnicht. Aber welche Modelle gibt es hier???

Ich bin für jeden Hinweis, der mich hier weiterbringt dankbar!!!

Viele Grüße
Klaus-Peter

+++

Hallo Klaus-Peter!

Sagen wir es mal so. Wenn der Router deinem Arbeitgeber gehört und du einen weiteren Rechner ans Netz hängen möchtest, dann muss er damit einverstanden sein und dir die Zugangsdaten geben oder dich mit deinem Rechner auf dem Router freischalten.

Mir kommt es aber so vor, als wenn du unerlaubt ins Netz möchtest und somit wirst du hier wohl auch keine Hilfe bekommen.

Viele Grüße
André

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
ich versuche, einen 2. Rechner über einen WLAN-Router ans
Internet anzubinden. Das Problem ist, dass der Router nicht
mir gehört sondern mienem Arbeitgeber und entsprechend
verschlüsselt / geschützt ist. Die Kollegen wollen mir
(korrekterweise!) diesen Schlüssel nicht preisgeben.

Ohne Schlüssel kein Zugang zum WLAN. Punkt. Dazu ist der Schlüssel da.

Offensichtlich ist es möglich, dass ich den Schutz auf dem
WLAN-Router deaktiviere, aber das kann ja nicht die Lösung
sein.

Halt, Stopp Moment! Dazu brauchst Du das Administratorkennwort des Routers. Wenn Du das nicht hast, oder der Router nicht unvorsichtiger Weise offen herumsteht, landest Du wieder bei den Kollegen :smile: Was mich wundert: wenn Du das Passwort hast, kannst Du den WPA PSK bei vielen Routern direkt aus dem Router auslesen und brauchst den Chef nicht zu fragen (rein technisch). Also wage ich zu bezweifeln dass Du wirklich Konfigurationszugang zum Router hast. Manche Router zeigen ohne Passwort unbedeutende Statistikbildschirme an, aber Werte Ändern geht dann nicht.

Andererseits habe ich gehört, dass es Router gibt, die
quasi 2 verschiedene Connections unterschiedlich handeln
können, also z.B. einen Rechner mit dem Firmenkey
verschlüsselt, der andere mit einem eigenen Key oder garnicht.

Das halte ich für ein Gerücht. Aber Du bräuchtest in jedem Fall jemanden, der das eingibt --> schon wieder die Kollegen. Ich denke aber, dass hier eine Verwechslung vorliegt: WEP hatte bei manchen Routern die Möglichkeit, mehrere Keys zu hinterlegen, um das Keywechseln zu erleichtern, aber es war natürlich immer nur einer davon aktiv. Und wenn Du die Verschlüsselung abschaltest kannst - wozu dann überhaupt noch einen Key? Ein Angreifer benützt den offenen Zugang und ist drin. Die Kombination verschlüsselt+unverschlüsselt macht also keinen Sinn.

Und was soll die Frage nach einem „Modell“? Du würdest den Router also kaufen, und ohne Wissen des Chefs aufbauen, und die bösen Kollegen würden sagen toll dass wir jetzt noch einen Router haben und ihn willig ans LAN anschließen? Oder Du denkst, der Chef würde Dir einen neuen Router spendieren, aber nicht den WLAN Key für den bestehenden Router? Aber OK, ich kenne Deinen Chef und Deine Kollegen nicht persönlich …

Einige Dich mit den Kollegen. Biete ihnen Alkohol und Weiber. Und wenn das nichts nützt, frag einfach den Chef um Erlaubnis. Und wenn Du die nicht bekommst, lass es.

(aber technisch interessant ist die Frage doch, und deshalb geht es noch ein wenig weiter, obwohl Du das was jetzt kommt natürlich nie tun würdest, denn es wäre nicht erlaubt!)

Du könntest natürlich einen fiesen Trick benützen. Dein PC hat sicher auch eine Kupfer-Schnittstelle. Da hängst Du mit einem Crosskabel Deinen 2. PC an, und aktivierst auf Deinem 1. PC die Netzwerkbrücke über das WLAN und die LAN Schnittstelle. Theoretisch kannst Du dann mit dem 1. Rechner „Relais“ für den 2. Rechner spielen. Dazu musst Du allerdings Administrator auf Deinem Rechner sein, und ich gebe zu, ich habs noch nie ausprobiert, ob das dann klappt, oder ob die gebrückte Verbindung einen neuen WLAN Key anfordert oder am möglichen MAC Filter des Routers scheitert. Wenn Du es schaffst: der DHCP Server in eurem Netz wird den 2. PC sehen und protokollieren, also erwarte schon mal Besuch von der werten Kollegenschaft.

Du könntest auch das „Internet Connection Sharing“ aktivieren, das ist in etwa das Selbe, braucht auch die lokalen Admin-Rechte und die 2. Schnittstelle und das Crosskabel, hat einige Einschränkungen, aber immerhin den Vorteil, dass Du im DHCP Server der Firma nicht mit dem 2. PC auftauchst. Dafür musst Du mit einer sogenannten „Proxy-Lösung“ leben, es geht also nicht alles was im Internet geht, aber Standards wie surfen und Mail abholen sind OK. Aus der Sicht des LAN „versteckt“ sich der 2. PC hinter der Netzwerkadresse des 1. PCs.

Und mir schick einen Gutschein über Alkohol und Weiber wenn es klappt, und verpetz mich nicht an den Chef.

…Armin

Hallo,

ich versuche, einen 2. Rechner über einen WLAN-Router ans
Internet anzubinden. Das Problem ist, dass der Router nicht
mir gehört sondern mienem Arbeitgeber und entsprechend
verschlüsselt / geschützt ist. Die Kollegen wollen mir
(korrekterweise!) diesen Schlüssel nicht preisgeben.

Frage: Wie kann ich dennoch einen 2. Rechner ins Internet
bringen?

Nein, die Frage ist, wie schnell Du einen neuen Job findest!

Ganz klare Ansage: Wer bestehende Sicherheitsvorkehrungen im Firmen-LAN vorsätzlich umgeht, ist ein Kandidat für einen sofortigen und achtkantigen Rauswurf. Dies decken auch die Arbeitsgerichte. Sollte durch die vorsätzliche Umgehung zudem ein Schaden entstanden sein, darf man auch noch die entsprechenden Kosten tragen.

Es hat seinen Sinn, dass an dem Router nur ein unter Kontrolle der Firma stehender Rechner betrieben werden darf, und dies muss man akzeptieren.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,
danke für die Antwort und deine Hinweise. Natürlich will ich die Sicherheitsvorkehrungen der Firma gerade nicht umgehen, denn diese haben ja einen Sinn, und arbeitsrechtliche Konsequenzen sind mir durchaus bewusst. Deshalb schreibe ich ja auch, dass die Kollegen den Netzwerkschlüssel „korrekterweise“ nicht herausgeben. Leider ist es in unserer Wohnung aber so, dass ich mit dem 2. PC keine Kabelverbindung zum 1. PC oder zum Router herstellen kann (jedenfalls nicht ohne großen Aufwand), sondern auf WLAN angewiesen bin.
Gibt es denn eine Möglichkeit, an die Telefondose bzw. das Modem 2 WLAN-Router anzuschließen, einen geschützten von der Firma, der nur und ausschließlich mit PC 1 kommuniziert, und einen 2. mit einem eigenen Schlüssel, nur für den 2. PC? Oder muss ich gar einen 2. Telefonanschluss beauftragen für so ein Konstrukt?
Viele Grüße
Klaus-Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Armin,
vielen Dank für die ausführlichen Hinweise und Tipps. Mit Grauzonen und möglicherweise illegalen oder zumindest arbeitsrechtlich fragwürdigen Methoden und Tricksereien will ich allerdings nichts zu tun haben, ich suche schon eine saubere Lösung (nichts gegen Alkohol und Weiber …), und denke, dass ich doch nicht der erste sein kann, der eine solche Konstellation vorfindet.

Oder muss ich tatsächlich einen 2. Telefonanschluss und/oder einen 2. Router anschaffen?

Viele Grüße
Klaus-Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo André,
danke für deinen Hinweise. Keinesfalls will ich unerlaubt ins Netz, mit dem 1. Rechner bin ich es ja sowieso schon. Wie schon Armin geschrieben: Mit Grauzonen und möglicherweise illegalen oder zumindest arbeitsrechtlich fragwürdigen Methoden und Tricksereien will ich nichts zu tun haben, ich suche schon eine saubere Lösung, und denke, dass ich doch nicht der erste sein kann, der eine solche Konstellation vorfindet.

Oder muss ich tatsächlich einen 2. Telefonanschluss und/oder einen 2. Router anschaffen?

Viele Grüße
Klaus-Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Oder muss ich tatsächlich einen 2. Telefonanschluss und/oder
einen 2. Router anschaffen?

Na ja, wenns nicht anders geht, gehts nicht anders. Aber ich schüttle beim Lesen Deiner Ausführungen (nix für ungut) innerlich dauernd den Kopf … was ist das eigentlich für eine eigenartige Firma? Ich fasse mal zusammen: es gibt ein WLAN, da hängt Dein 1. PC dran, jetzt hast Du einen 2. PC (Privateigentum …?), aber die Kollegen lassen Dich nicht ins WLAN rein mit dem 2. PC (warum?), zum Chef gehen nützt auch nix (warum nicht?), aber Chef und/oder Kollegen hätten nichts dagegen wenn Du Deinen eigenen Router mitbringst oder jetzt sogar einen eigenen Telefonanschluss legen lässt?

(Kopfkratz).

Die technischen Möglichkeiten habe ich ja schon aufgezeigt … erzähl doch ein bisschen was über die Hintergründe. Wieso darf der 2. PC nicht ans WLAN? Warum dürftest Du aber Deinen eigenen Router aufbauen?

…Armin

Hallo,

danke für die Antwort und deine Hinweise. Natürlich will ich
die Sicherheitsvorkehrungen der Firma gerade nicht umgehen,
denn diese haben ja einen Sinn, und arbeitsrechtliche
Konsequenzen sind mir durchaus bewusst.

Je nach Konstellation würdest Du aber genau dies tun. Wenn z.B. ein VPN-Router eingesetzt wird, der eigenständig eine VPN-Verbindung zur Firma aufbaut, dann müssen grundsätzlich alle hieran hängenden Geräte auch den Sicherheitsanforderungen der Firma genügen. Stell dir vor, über den „unsauberen“ privaten PC schafft es jemand über den VPN-Tunnel in die Firma zu kommen, oder wird der Firmenrechner verseucht, der dann wieder irgendwelche Schädlinge in die Firma spült, … Wie konkret diese Gefahren sind, kann man hier nur höchst abstrakt darstellen, aber viele Sicherheitskonzepte sind recht knapp dimensioniert. Da verlässt sich dann jemand (sträflich) auf VPN und legt dahinter die Sachen sehr großzügig offen, und schon hast Du den Salat.

Die Frage ist insoweit insbesondere wem hier was "gehört/es beauftragt hat/es bezahlt. Ist das ein von der Firma allein beauftragter und bezahlter Internetzugang, solltest Du die Finger davon lassen. Ist es ein privater Anschluss, und gehört nur der Router mit dem ersten PC der Firma, kann man überlegen, ob man den Router nicht einem zweiten Router nachschaltet, der parallel auch eine private Nutzung des Anschlusses ermöglicht. Hier hängt aber auch viel von den verwendeten Komponenten ab.

Gruß vom Wiz

Hallo Klaus-Peter,

Leider ist es in unserer
Wohnung aber so, dass ich mit dem 2. PC keine Kabelverbindung
zum 1. PC oder zum Router herstellen kann (jedenfalls nicht
ohne großen Aufwand), sondern auf WLAN angewiesen bin.

Kannst du denn per LAN-Kabel über den Router ins Internet? Dann kannst du auch einen WLAN-Access-Point per Kabel an den Router anschließen und den konfigurieren, wie du willst.

Cheers, Felix