Probleme mit der Bootselektrik

Hllo Ihr Schwachstromelektriker!
In meinem Motorboot ist der Shunt, der die Ampergröße der eingeschalteten Verbraucher mißt, durch Galvanisation zerfressen.
Ich wollte im Internet einen Neuen bestellen, da gibt es so viele verschiedene Größen und Bezeichnungen. Mein Alter hatte drei Kupferstäbe von ca. 5 mm Durchmesser. Ich habe keine Ahnung, was ich für einen brauche, oder ob ich den Alten drinnen lassen kann, denn ein Stab ist noch total OK. die Anderen stark angefressen, der Untere vielleicht sogar durchgefressen. Habe die Oxidationsschicht noch nicht entfernt. Ist alles total verpilzt davon. Wie kann das überhaupt passieren? Der Shant sitzt vorn im Bug bei den Batterien, da ist es trocken.
Zweites Problem: Das (digitale) Ampermeter zeigte trotz ausgeschalteter Verbraucher 29 A an. Ist mir unerklärlich.War früher nie. Wenn alles ausgeschaltet war, stand die Anzeige auf Null.  Wo könnte denn da Strom fließen?  Wenn ich den Hauptschalter ausmache, geht sie auf Null. Wie könnte ich vorgehen, den Fehler zu finden?
Würde mich freuen, wenn mir jemand Hilfe anbietet, den ich auch mal telefonisch erreichen kann, an so einer Bootselektrik trit  öfter mal ein Problem aut. Das ist am unangenehmsten, wenn man draußen auf dem Wasser ist und man kann den Motor  nicht mehr starten, wie schon passiert.
Also, ich danke Euch im Voraus für Eure Hilfe

Hallo!

Shunt heißt der Bursche ( deutsch Nebenschluss-Widerstand).

Der Shunt muss zum verwendeten Messgerät passen. Denn am Shunt fällt ja bei jedem Strom ein bestimmte Spannung ab. Eigenlich ist das also eine Spanungsmessung, keine Strommessung. Das Voltmeter ist nur mit einer Ampereskala versehen.

Der Shunt muss einen möglichst kleinen Widerstand haben, damit nicht unnötig Spannung verloren geht. Deshalb sind wohl 3 Metallstäbe parallel gelegt. Ist nur noch 1 OK, die anderen unterbrochen oder sonst verändert, dann erhöht sich der Widerstand.

und es fällt mehr Spannung ab und WICHTIG das Amperemeter zeigt ZU VIEL an !

Das nun aber bei Strom AUS überhaupt ein Strom angezeigt wird ist ein anderer Fehler.

Leckstrom kann es m.E. nicht sein, nicht allein jedenfalls.

Denn um 29 A falsch anzuzeigen müsste ja bei hohem (falschen) Shunt trotzdem ein Strom fließen.

Vielleicht kannst Du den Stromkreis oder Verbraucher einkreisen,in dem Du Sicherung für Sicherung rausnimmst und das Amperemeter beobachtest.

Zur Auswahl eines neuen Shunt muss man wissen welchen Wert der alte hatte  bzw. wie das Amperemeter misst, also welchen Spannungsabfall es als 1 A anzeigt.

MfG
duck313

Danke für deine Ausführung.
Also, ich bin noch nicht weiter gekommen, hatte wenig Zeit.
Bei Gründl, Bootszubehör, hatte ich angerufen wegen einem Shunt. Die könnten mir zwei bestellen, 600 oder 300 A, kostet weit über 100 €. Beraten, was ich brauche, konnten die mich nicht. Der Beschädigte, den ich noch habe, weist keinerlei Beschriftung auf. Den hatte ich vor mehr als 10 Jahren gekauft. Ob das der Richtige war, den ich hätte haben müssen, weiß ich nicht, kann mich auch nicht mehr erinnern, wie das damals war. Ein junger Elektriker hatte mir das Ampermeter selber gebaut, mit einer Digitalanzeige. Da gab es dann große Probleme, weil die Digitalanzeige nicht von der Bootsbatterie gespeist erden darf, sonst funktioniert das Ganze dann wohl nicht. Das hatte er vorher nicht gewußt. Er hatte dann kleine 9 V Blockbatterien eingebaut zur Speisung der digitalen Anzeigen ( Voltmeter und Amperemeter) Das Ding funktionierte dann. Ob die angegebnene Werte jedoch richtig waren, habe ich leider nie geprüft, bin einfach davon ausgegangen, daß sie richtig sind.
Heute habe ich festgestellt, daß die 12 V Versorgungsbatterie Batterie schon wieder leer ist, also irgendwo geht da Strom verloren. Habe momentan aber keine Zeit, die Sache näher zu untersuchen. Am Wochenende fahre ich erst einmal für 2 1/2 Wochen in den Urlaub, leider ohne Boot. Danach muß ich mich ernstlich bemühen, die Sache irgendwie in den Griff zu bekommen.