Probleme mit der Schilddrüse verschleiert?

Hallo,

das Thema Schilddrüse hatte ich hier schon öfters angegangen.

Leider habe ich keinen eindeutigen Befund, der eine Behandlung rechtfertigt.

Also es ist so: in früheren Zeiten hatte ich manchmal akut sehr starken Stress, welcher zu allergischem Asthma geführt hat, später hatte ich sogar eine isolierte Myelitis nach einer sehr stressigen Zeit.

Mein Asthma ist mittlerweile verschwunden, aber nun rast mein Herz nach einer Stressituation unaufhörlich, obwohl die Sit. vorbei ist. Dies hält noch einige Tage an.

Bei einer Sonographie kam heraus, dass meine Schilddrüse sehr schlechte Reflexe zeigt. Und zwar hatte ich wieder mal eine sehr stressige Situation die auch lang andauernd war. Vorher war die Schilddrüse vom Gewebe her unauffällig.

Antikörper konnten jedoch nicht festgestellt werden.

Es ist aber so, dass bei Stress der TSH Wert stark sinkt, bis auf 0,40 und sich nach der stressigen Phase wieder einpendelt bei 2-3,5. Der Herzschlag ist dann auch eher langsam.
Bei niedrigen Wert ist er enorm schnell, sodass ich nicht schlafen kann, weil mir extrem heiß ist und ich erregt bin, als hätte ich Aufputschmittel zu mir genommen.

Die Werte sind aber noch in der Norm. Daher sieht der Arzt keinen Grund Medikamente zu verschreiben.

Gut, ich habe von der Endokrinologin bisher nur ein Medikament bekommen, als der TSH Wert etwas zu hoch war und es hat gut funktioniert. Denn ich hatte mich schlecht gefühlt, der Herzschlag war extrem langsam. Mit dem Thyrox wurde es dann besser. Aber irgendwann konnte ich es absetzen und brauchte es nicht mehr.

Dann hatte ich eine sehr stressige Zeit, der TSH Wert sank und sank, blieb aber noch in den „normalen Grenzen“

Wenn der TSH Wert also sehr niedrig ist und das Herz rast, bräuchte ich genau das Gegenteil. Was soll ich jetzt machen? Früher konnte ich beim schlimmsten Stress schlafen. Nun schwankt das mit der Schilddrüse immer so enorm.

Hat jemand einen Rat?

Liebe Grüße

-BABSI-

Hey Babsi,

der wohl wichtigste Rat : Verminder bitte bitte den Stressfaktor!

Deine Nachricht ist geprägt von dem Wort „Stress“, eine Strassphase nach der anderen, das ist klar, dass der Körper da auf Ewig nicht mitmacht.
Auch eine medikamentöse Einstellung gestaltet sich schwer, wen du ständige Stressphasen überstehen musst.

Denk an deine Gesundheit.

Viele Grüße
Marc

Hi Thrillboy,

mag sein, dass das Wort „Stress“ sehr oft im Text vorkommt, es sagt jedoch nichts aus, außer das ich versucht habe, nicht immer „er“ oder „das“ zu benutzen. Bitte keine Laien- bzw. Möchtegernpsyhologie.

Stressphasen habe ich nur noch wenige, mein Asthma ist daher komplett weg, seit einem Jahr keine Symptome mehr, auch keine Allergien.

Aber jeder hat mal im Leben negativen Stress, das kann man nicht beheben.
Ganz ohne solchen Stress lebt niemand, das kannst du mir nicht erzählen.

Nun, früher habe ich Kortison gegen die allerg. Reaktion in der Lunge genommen und konnte damit gut schlafen. Jetzt scheint das Problem die Schilddrüse zu sein. Da ich kein Mittelchen dagegen habe, kann ich dann viert Tage oder oftmals mehr hintereinander nicht gut schlafen, was sich auf den Alltag entsprechend auswirkt und auf die Dauer Schwierigkeiten mit sich bringt, wie man sich denken kann.

Ich habe um einen Rat zur medikamentösen Einstellung gebeten und nicht um einen Rat aus der Küchenpsychologie. Danke.

LG

BABSI

mag sein, dass das Wort „Stress“ sehr oft im Text vorkommt, es
sagt jedoch nichts aus, außer das ich versucht habe, nicht
immer „er“ oder „das“ zu benutzen.

Auch „er“ oder „das“ würde nichts daran ändern, dass negativer Stress in deinem Leben eine große Rolle zu haben scheint.

Aber jeder hat mal im Leben negativen Stress, das kann man
nicht beheben.

Stimmt. Was man aber beheben kann, ist mit diesem Umstand falsch umzugehen. Dazu gehört zu allererst, nicht nach einem

Mittelchen

zu schreien, sondern mal über seinen Lebenswandel nachzudenken, will man sich nicht

auf die Dauer Schwierigkeiten

und zwar ernste einhandeln. Schwierigkeiten übrigens, die mitnichten vordergründig psychologischer Natur sind, sondern handfeste körperlich sein können. Der Hinweis, dass dein Körper dir offenbar dabei ist, schon einige Signale zu senden, dass er mit deinem Stresshaushalt nicht ganz einverstanden ist, ist daher also keinesfalls ein Rat

aus der Küchenpsychologie

Es fällt auch nicht unter Küchenpsychologie, dass viele Patienten nicht gerne hören wollen, wenn sie selbst verantwortlich für ihre Gesundheit gemacht werden. Der Ruf nach einem Mittelchen ist halt bequemer. Und noch bequemer ist es, wenn man dann womöglich den dummen Arzt dafür verantwortlich machen kann, wenn es schief geht.

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Hallo,

Danke Janina, ich muss dir in allen Punkten zustimmen.

Barbara, deine Aussagen wie Küchenpsychologie oder ähnliches kannst du dir schenken! Es war ein ernst und nett gemeinter Rat, ich spiele mich hier nicht als Küchenpsychologe auf, solch eine Aussage deinerseits grenzt schon an das Unverschämte! Ich meinte es lediglich gut, und deiner Reaktion zu Folge, glaube ich doch, das du dein Stress noch nciht ganz unter Kontrolle hast.

Zur medikamentösen Einstellung geh bitte zum Arzt.

Hi,

was für ein „Lebenswandel“?

Wenn meine Mutter von heute auf morgen schwer krank ist, geht es mir ein paar Tage schlecht und die Schilddrüse dann geht mit. Der Zustand dauert ein paar Tage länger, weil sich das Organ eben erst später beruhigt. Selbst wenn der Stress und die negativen Gefühle längst vorbei sind.

Was soll ich da bitte schon machen? Andere nehmen dann in der Zeit ihre Magentabletten, ihr Asthmaspray oder ihre Migränetabletten.

LG

BABSI

danke, ich kann auf solche verständnislosen Antworten wie deine gut verzichten und ignoriere sie ab jetzt.

Barbara

Hallo Barbara,

um genaueres zu Deinem Problem sagen zu können, benötigt man mehr Informationen!

Liegen Dir aktuelle Schilddrüsenwerte (mit Normbereich) vor? Das wären die Werte TSH, fT4, fT3, TPO-AK (MAK), TG-AK (TAK), TR-AK. Was ergab die Ultraschall-Untersuchung? Echoarme/inhomogene Bereiche? Größe der Schilddrüse?

Welche Symtpome hast Du darüber hinaus noch?

Zur Funktionsweise von Stress: Wenn man sich in einer Stresssituation befindet, dann schütten die Nebennieren (genauer: die Nebennierenrinde) vermerht das Stresshormon „Cortisol“ aus. Cortisol wird außer zur Stressbewältigung auch z. T. noch von der Schilddrüse gebraucht, damit die Schilddrüsenhormone richtig verarbeitet werden können, d. h., dass die Schilddrüsenhormone im Blut mit Hilfe von Cortisol direkt an den Bestimmungsort (z. B. in die Zellen) transportiert werden. Nimmt man in dieser Situation eine Blutprobe, so ist die SD-Hormonkonzentration im Blut durchaus höher und das TSH niedriger. Das heißt aber nicht, dass hier nun etwas nicht stimmt. Es handelt sich um eine ganz normale Reaktion des Körpers. Deshalb wird auch immer berechtigter Weise empfohlen, einen Tag vor der Blutabnahme keine Aufregung zu haben und auch am Tag der Blutabnahme in einem ruhigen Zustand zu kommen!

Bei gesunden Menschen schwankt das TSH sowieso! Das ist völlig normal. Was mich eher beunruhigt ist, dass sich in ruhigeren Phasen Dein TSH-Wert zwischen 2 und 3,5 einpendelt. DAS ist nämlich nicht mehr normal, auch wenn das als Referenzbereich angegeben ist. Seit einigen Jahren wurde herausgefunden, dass ein TSH-Wert ab 2,5 bereits eine Unterfunktion anzeigt. Gute Ärzte behandeln bei Symptomen bereits bei einem TSH-Wert von 2,0. Ich rate Dir dringend, Dir einen anderen Arzt (Endokrinologe/Nuklearmediziner) zu suchen und Dir eine zweite oder dritte Meinung einzuholen. Solltest Du noch einen Arzt suchen, dann schaue doch einmal in die von betroffenen Patienten zusammengestellte Ärzteliste unter http://www.top-docs.de/ . Ansonsten kannst Du Dich auch gerne mit mir in Kontakt setzen. Ich habe leider auch eine weit über 10 Jahre lange Odyssee hinter mir.

Bitte lass uns auch Deine oben genannten Werte/Befunde einmal wissen. Denn dann kann man wirklich mehr dazu sagen.

Viele Grüße
Catlyn