Hallo an alle!
Vor vier Wochen habe ich nach einer Reihe von Beschwerden
(Ohnmachtsanfälle, Herzrasen, Panik-Attacken, Depressionen)
die Diagnose erhalten, ich sei an Hashimoto erkrankt. Der
TSH-Wert liegt seither nach der Einnahme von 75 mg L-Thyroxin
immer noch bei knapp 6.
Zunächst einmal ist der TSH-Wert immer noch zu hoch, was bedeutet, daß L-Thyroxin 75 zu wenig sind.
Und jetzt kommt’s
Mir geht’s immer noch schlecht, am Abend habe ich schon Angst
vor dem nächsten Tag und stelle mir die Frage, wie ich den
wieder bewältigen soll. Ich war nie wehleidig und eigentlich
immer gesund und leistungsfähig, aber inzwischen fühle ich
mich wie eine gebrechliche, alte Frau.
Das ist das Bild der nicht korrekt = ausreichend arbeitenden Schilddrüse, was zu dem erhöhten TSH-Wert paßt.
Ich würde die Sache so sehen: Sie hatten eine Hashimoto-Thyreoiditis. Diese Kranknheit „brennt aus“, das heißt, sie hinterläßt eine praktisch funktionslose Schilddrüse. Diesen Mangel an Schilddrüsenhormon spüren Sie jetzt, das bedeutet, daß man die Thyroxin-Dosis (wahrscheinlch kräftig) erhöhen muß, dann schwinden auch die Beschwerden.
Ziel ist eine Senkung des TSH auf unternormale Werte, damit man keinen Kropf kriegt. Und natürlich normale Werte des Schilddrüsenhormons, welches regelmäßig zu kontrollieren ist.
Die Behandlung ist selbstverständlich lebenslang. Eine Alternative gibt es nicht. Das Schilddrüsenhormon gehört zu den absolut lebenswichtigen Hormonen und kann durch nichts ersetzt werden (nur falls hier ein Heilpraktiker oder eine eine Hausfrau mit Trieb zu medizinischen Ratschlägen auftaucht).
Der Nuklear-Mediziner sagte zu mir: „Ihr Körper befindet sich
jetzt dauerhaft im Kriegszustand, die Wahrscheinlichkeit, dass
er auch andere Organe angreift, liegt bei 1:4.“ Diese Aussage
hat mich erstmal nicht so sehr geschockt, aber in meinem Kopf
hat sich jetzt festgesetzt, dass ich nicht mehr stimme.
Sie stimmen schon! Sie haben eine Autoimmunkrankheit, weiter nichts. Das kann man heutzutage sehr gut behandeln.
Ich gebe zu bedenken: Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Krankheit, die man oft gar nicht bemerkt, erst die Folgen kommen später, wenn kein Hormon mehr da ist. Und eben diese spüren Sie jetzt.
Gibt es unter Euch andere Betroffene, die auch in einem
solchen Loch steckten?
Ich bin nun kein Betroffener, sondern ich weiß nur, was man dagegegen machen kann.
Wie kann man sich da selbst wieder
rausholen?
Gar nicht. Das ist eine Frage der Medikamenteneinnahme, vor allem in richtiger Dosis. Und in Ihrem Fall scheint mir diese zu niedrig zu sein.
Aber wenn Sie gar so verzweifelt sind: Suchen Sie einen Endokrinologen auf.