Probleme mit IBM DTLA-GXP-307045

Zur Erklärung:
Ich habe mir heute eine IBM-EIDE-7200-45GB Platte gekauft, eingebaut und erst mal am 2. IDE-Controller angeschlossen, da ich noch Daten von meiner alten Platte (IBM-EIDE-5400-37.5GB Platte) am 1. IDE auf die neue Platte kopieren wollte. Mein BIOS hat die neue Platte richtig erkannt, ich habe sie partitioniert und formatiert; technisch gesehen hat also alles funktioniert. Ich habe dann die Daten von der alten auf die neue Platte kopiert, System übertragen und Partition 0 der neuen Platte als aktiv gesetzt. Dann habe ich die Platten getauscht. (neue Platte am 1. IDE).

Folgendes Problem:
Mir fiel schon beim Starten von Win98 mit der neuen Platte auf, dass sie extrem langsam ist. Vor allem die Zugriffszeit ist extrem schlecht. (Ausserdem war das Positionierungsgeräusch fast überhaupt nicht zu hören; das könnte ich mir aber durch die Flüssigkeitslager erklären). Darüberhinaus ruckelte meine Maus (PS2) über den Bildschirm, während ich von der Platte gelesen habe (so als wäre der DMA-Mode nicht gesetzt). Falsche Systemeinstellungen schliesse ich aus (DMA aktiviert, keine Konflikte, Festplatte als Master als einziges Gerät am IDE). Selbst beim sequenziellen Lesen waren nur 15 MB drinnen. (Bei meiner 5400er Platte waren es 22 MB). Ausserdem war die Geschwindigkeit beim sequenziellen Lesen nicht konstant, sondern sank zwischenzeitlich auf weniger als 1 MB/sek. Die Möglichkeit, das das Laufwerk im AAM (Advanced Acoustic Management = leiserer Betriebsmodus auf Kosten der Zugriffszeit) läuft, schliesse ich auch aus, da laut Drive-Info (vom IBM DRIVE FITNESS TEST) AAM deaktiviert ist. Wärmeproblem ist es auch keines, da der Slot unterhalb und oberhalb der Platte frei ist und ich ausserdem noch 3 Gehäuselüfter habe.

Ein Oberflächentest hat keine Fehler ergeben, allerdings ist die Testgeschwindigkeit zwischenzeitlich ziemlich runter gegangen und es waren auch „ungute“ metallische Geräusche zu hören (kann ich nicht anders umschreiben). War das vielleicht eine temperaturbedingte Rekalibrierung?
Ich habe auch den IBM DRIVE FITNESS TEST durchlaufen lassen (der testet Kabel, SMART, Controller, Oberfläche) mit dem Ergebnis das alles in Ordnung ist. Ich gehe auch davon aus, dass der Controller in Ordnung ist, da meine „alte“ IBM-Platte (Oktober 1999) einwandfrei auf meinen Controllern läuft.

Ich habe dann die Platten wieder getauscht (7200er an den 2. IDE, als Laufwerk D). Plötzlich hatte die 7200er volle Geschwindigkeit (auch schnelle Zugriffszeit). Ich kann mir das nicht erklären, da doch die 5400er an beiden IDEs gleich schnell läuft. Jedoch beim Oberflächentest ist immer etwa an den selben Stellen das unangenehme Geräusch zu hören, das jedoch beim Drive-Fitness-Test (nach einigen Studen Betriebszeit) nicht mehr zu hören war. Jedoch ruckelt die Maus immer noch während die Platte liest.

Meine Frage: Kenn jemand von Euch das Problem? Ist das normal? Ist die Platte defekt bzw. kurz vor einem Defekt (Oberflächentest kein Fehler, aber Geräusch??)? Soll ich die Platte zum Händler zurückbringen?

Ich wäre über Antworten dankbar, da ich selbst keine Idee mehr habe (Dabei habe ich selbst langjährige Erfahrung mit Hardware).

mfg (sorry für das lange posting)

hallo!
ich kann mich täuschen aber ich tippe eher auf ein softwareproblem, es gibt immer wieder probleme beim normalen kopieren des betriebssystems, oder hast du ein prof. programm dazu verwendet?
ich würde das OS neu aufsetzen oder driveimage oder ähnliches verwenden…
ist aber nur eine vermutung…
gruss Franz

Danke erstmal für die Antwort. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das Übertragen von Win98 falsch gemacht habe. (Zuerst habe ich das Swap-File deaktiviert, dann habe ich alles (bis auf die Temp-files) auf die 2. Festplatte kopiert und auch anhand der Dateianzahl überprüft, ob alles kopiert wurde.)

Darüberhinaus habe ich jetzt die neue Platte am 2. IDE angeschlossen und benutze die erste Platte (wie vorher auch schon) als Betriebssystemplatte. Am Betriebssystem hat sich also gar nichts verändert. (Ich hatte die 5400er Platte ja nicht gelöscht). Am 2. IDE verhält sich die Platte auch komisch: Einbruch bei der Datentransferrate; Ruckeln des Mauszeigers, als würde die Platte im PIO-Mode laufen.

mfg

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo!
ist die neue komplett in einer partition partitioniert?
win 98 hat probleme ab 32GByte…
vielleicht ist das das problem…
bei manchen festplatten gibt es einen jumper der die grösse auf 32 begrenzt, oder partition verkleinern und eine 2. erstellen…
gruss franz

Danke erstmal. Das Geräusch ist bei mir auch nicht mehr aufgetreten, aber ich habe Probleme mit der Performance. Während des Lesens ruckelt meine Maus als liefe die Platte im PIO-Mode als würde der Datenstrom meine CPU stark belasten. Ausserdem ist die Datenrate beim sequenziellen Lesen nicht konstant.

Ich habe das Progamm h2bench von heise - c’t benutzt um die Performance zu testen. Zugriffszeit ist okay und die max. lineare Lesegeschwindigkeit liegt auch im erwarteten Bereich (UDMA2 Interface Transferrate 9.2 MB/sek; h2bench wird im MS-DOS-Modus ohne busmaster-treiber ausgeführt, deshalb nur 9.2 MB; Dauertransferrate Lesen: 9395 KB/sek). Jedoch sieht man in der Grafik (anzuschauen unter http://www.sbox.tu-graz.ac.at/home/b/bbtk/ibm_hdd.jpg ) eindeutige Einbrüche beim Lesen. Zum Vergleich habe ich auch ein Bild des Benchmarks meiner alten 5400er Platte abgelegt. (Zur Erklärung: x-Achse = Festplattenzone in %. 0% = schnellster äusserer Bereich. 100% = langsamster innerer Bereich).

Meine Frage: Ist die Leistung der 7200er (ich meine nicht die max. Leserate, sondern die Einbrüche) normal? Hat vielleicht jemand die IBM DTLA 307045 und hat mit h2bench schon einen Test gemacht?

Vielen Dank schon mal

mfg

Lösung (Probleme mit IBM DTLA-GXP-307045)

Lustig, dass ich mal auf mein eigenes Posting antworte, aber ich habe die „Lösung“ für mein „Performance-Problem“ bei der IBM-DTLA-307045 gefunden. Es war eigentlich ganz einfach. Die Leserate ist zwischenzeitlich immer runter gegangen, weil CRC-Fehler aufgetreten sind und die Platten-Elektronik erst korrigieren musste. Deshalb hat auch meine Maus über den Bildschirm gezittert (so als wäre die CPU stark belastet). Während eines DMA-Transfers (bzw. bei gesetzter BG-Line der CPU) sind der Daten-Bus und die CPU gesperrt. Braucht der DMA jetzt länger für die Übertragung als gewöhnlich (weil die Laufwerkselektronik die Daten durch die Fehlerkorrektur verspätet liefert), ist die CPU so lange gesperrt, dass der Benutzer es merklich spürt.

Ich habe mir ausserdem noch den S.M.A.R.T. der Festplatte angeschaut und da waren schon mehr als 3000 CRC Errors. Die Platte habe ich zum Händler zurückgebracht und der hat sie anstandlos ausgetauscht (Dank an Firma ACTRON in Österreich). Die neue Platte arbeitet wie erwartet…

Danke trotzdem für die Antworten…

mfg