Mein Sohn ist 17 Jahre alt. Als ich mich scheiden ließ, war er 12 Jahre. Seitdem macht er mir Probleme in der Schule. Er ist ziemlich faul und schwänzt ziemlich oft. Deshalb ist er schon zweimal sitzengeblieben und von der Realschule zur Hauptschule gewechselt. Ich hab wirklich alles versucht und weiß nicht mehr was ich machen soll!!!
dein sohn wird sicherlich das sog. 2-3 woechige berufspraktikum hinter sich haben.
da sollte er gelernt haben, worauf es bei
der findung eines jobs ankommt, naemlich topausbildung, loyalitaet, hoechstmotivation - alles bis zur selbstaufgabe.
das prinzip eines job/berufes ist: wenig spass + viel geld, oder viel spass + wenig geld.
also: testflipperer bei bally um highscores einzueichen wird schlechter bezahlt, als brennstaebe im akw zu verladen.
irgendwo dazwischen wird sich dein sohn bald finden muessen.
jeder ander job ist ein kompromiss dazwischen!
mach ihm das klar - jederzeit!
gruss
khs
Hallo Karin,
mein Vater hatte damals das gleiche Problem mit mir. Ich war 1975 in der 6. Klasse und so saumäßig schlecht, dass die Versetzung gefährdet war (ne 6 in deutsch).
Mein Dad hat mir damals klar gemacht, dass ich es ausschließlich nur für mich tue.
Bei mir hat es geholfen. Mitgeholfen hat dabei allerdings mein eigener Ehrgeiz.
Mein Dad hat einfach nur erzählt, was alles auf mich zukommen kann… keine Lehrstelle, Arbeitslosigkeit, Sozialamt… und hat zu mir gesagt: „wenn du das möchtest, dann mach nur so weiter.“ Danach hat er mich mit meinen Gedanken allein gelassen. Es ist nie wieder ein Wort darüber gefallen.
Ich hab meinen Realschulabschluss mit Durchschnitt 1,7 gemacht, ganz alleine für mich.
Schau einfach wo Du Deinen Sohn greifen kannst, so wie mein Vater wusste, dass ich ehrgeizig bin. Zur Not bekommst Du auch Hilfe beim Jugendamt.
Viel Glück
Heike
Hallo Karin,
in welchem Umfeld bewegt sich Dein Sprößling? Hat er Freunde, die das Hängenlassen cool finden? Hat er eine Freundin? Hat er Träume und Wünsche und hast Du überhaupt noch so viel Zugang und Einfluß auf ihn, daß Du darüber etwas weißt?
Wenn er sich also Dir gegenüber noch nicht völlig abgeschottet hat, hilft möglicherweise der Apell an Einsicht und das Wecken von Ehrgeiz. Wenn er einen Berufswunsch hat, wird er einsehen können, daß dieser mit einem miserablen Hauptschulabschluß nicht erfüllbar ist - oder besser positiv argumentiert, daß dafür aber ein ordentlicher Abschluß nötig ist.
Vielleicht hilft auch ein Gang mit ihm zum Arbeitsamt - in den Warteraum, wo die ungelernten Arbeiter und Hilfskräfte sitzen.
Dort kannst Du mit ihm zusammen die Stellenangebote auf dem Bildschirm durchsehen, damit er bemerkt, daß Eingangsvoraussetzungen zu erfüllen sind.
Mit 17 Jahren muß Einsichtsfähigkeit vorhanden sein. Wenn nicht, bist Du im Moment chancenlos.
Gruß
Wolfgang
hallo karin,
ja, da bin ich mal wieder mit meiner meinung, die irgendwie immer anders ist, als man es hören will, so gagt man mir oft, aber…
17, das ist noch verdammt jung, das leben so scheint es, geht an vielen kindern die den ernst des lebens schon begreifen, vorbei.
mit 17 sein ganzes leben schon vorzuplanen ist sehr hart und wiegt tonnenschwer, und doch haben wir es heute so einfach wie nie zuvor, wir haben selbst nach scheissabschlüssen wenn wir es wollen, die möglichkeit uns nochmals aufzuraffen und was zu tun, für uns, für unsere „karriere“ für unser leben.
er will vielleicht jetzt nict, weil ihn vieles nicht so wichtig erscheint, und vielleicht haben sie recht, die kinder die das alles nicht so glatt können, vielleicht ist es ja so, das das sterben der knallharten wege mit den top abschlüssen und dem ehrgeiz bis zur selbstaufgabe gar nicht so erstrebenswert ist, für den moment…
vielleicht sind einfach eine zeit andere dinge in seinem leben mal für ihn selber und persönlich wichtiger-
und vielleicht fängt er sich und findet den weg den er gehen möchte wieder und geht ihn dann.
natürlich weiss man nie genau wie jemand sich weiterentwickeln wird, aber auch jeder schwarzseher weiss das nicht so genau, das bedeutet, das alles nur spekulationen sein können und vielleict mit der realität nichts zu tun haben wird.
die kinder heutezutage haben ein schulpensum, das echt hart ist, und mit sicherheit unserem arbeitsdasein in nichts hinterhersteht, nur das sie eben noch kinder sind, bei einem „normalem“ elternhaus sollten sich auch kinder wieder fangen, die sich mal ein wenig eine auszeit nehmen, manchmal ist der kopf der kinder so voll mit dingen das einfach nichts mehr hineinpasst und wenn man noch so sehr versuchen würde das zeug reinzuhämmern-
ich denke das ihm bestimmt auch geholfen wird, wenn du viel mit ihm sprichst, aber ohne ihm das gefühl zu geben, das du nur forderungen stellst. was nun nicht bedeuten soll, das du nichts forden solltest. ich sehe im bekanntenkreis immer öfters, das die eltern die fast volljährigen kinder wie eben kleine kinder behandeln, und sie nicht richtig ernst nehmen, da manchen die kinder schon aus protest das gegenteil.
vielleicht sollte mal ein gespräch über die wünsche und bedürfnisse deines sohnes und deiner auch stattfinden, so von erwachsenem zu erwachsenem, schliesslich ist er ja schon fast volljährig also kein kind mehr…
lieben gruß
sonja
*die vom gymnasium zur realschule und von der reatschule auf die hauptschule kam und dann irgendwann die realschule nachgemacht hat*
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