Probleme mit neuem Teamleiter

Hallo!

Ein Team besteht aus sieben Mitarbeitern und einem Teamleiter. Alle Mitarbeiter sind schwache Persönlichkeiten, was z.B. Motivation, Durchsetzungsfähigkeit, Bildung, und Selbstvertrauen betrifft. Der Teamleiter ist eine starke Persönlichkeit. Er ist hilfsbereit und unterstützt, fördert, lehrt und ermutigt die anderen. Alle finden das angenehm. Der Teamleiter fühlt sich okay, weil er glaubt, viel gutes für die anderen zu tun. Er wird von allen gebraucht, alle sind von ihm abhängig und auf ihn angewiesen. Alle mögen ihn, und er genießt das. Im Team herrscht Harmonie.

Leider ist das Team leistungsschwach und erfolglos.

Der Chef will einen neuen Teamleiter einsetzen, um Leistung und Erfolg zu steigern.

Der neue Teamleiter ist eine noch stärkere Persönlichkeit als der bisherige und ist ihm in allen Bereichen überlegen.

Der alte Teamleiter versucht mit allen Mitteln und vielen Vorwänden zu verhindern, dass ein neuer Teamleiter ins Team kommt. Vielleicht kann mir jemand von euch den Grund erklären.

Was wird passieren, wenn der Chef trotzdem den neuen Teamleiter einsetzt?

Ist das ratsam?

Grüße

Andreas

Moin Andreas,

Ein Team besteht aus sieben Mitarbeitern und einem Teamleiter.
Alle Mitarbeiter sind schwache Persönlichkeiten, was z.B.
Motivation, Durchsetzungsfähigkeit, Bildung, und
Selbstvertrauen betrifft. Der Teamleiter ist eine starke
Persönlichkeit. Er ist hilfsbereit und unterstützt, fördert,
lehrt und ermutigt die anderen. Alle finden das angenehm. Der
Teamleiter fühlt sich okay, weil er glaubt, viel gutes für die
anderen zu tun. Er wird von allen gebraucht, alle sind von ihm
abhängig und auf ihn angewiesen. Alle mögen ihn, und er
genießt das. Im Team herrscht Harmonie.

Leider ist das Team leistungsschwach und erfolglos.

Dann ist de facto AUCH der Teamleiter erfolglos/fehl am Platz.

Der Chef will einen neuen Teamleiter einsetzen, um Leistung
und Erfolg zu steigern.

Logo - dafür ist er Chef und das ist seine Pflicht, sofern es sich um ein Wirtschaftsunternehmen handelt.

Der neue Teamleiter ist eine noch stärkere Persönlichkeit als
der bisherige und ist ihm in allen Bereichen überlegen.

Dann scheint der Chef eine gute Wahl getroffen zu haben und kann hoffen, dass dieser den Job besser macht als der alte.

Der alte Teamleiter versucht mit allen Mitteln und vielen
Vorwänden zu verhindern, dass ein neuer Teamleiter ins Team
kommt. Vielleicht kann mir jemand von euch den Grund erklären.

Auch logo - der möchte natürlich nicht seinen Job/seine Position und in gewisser Weise sein Gesicht verlieren, wenn ein anderer erfolgreicher sein könnte. Es sollte nicht einmal verwundern, wenn die Teammitglieder den alten dabei unterstützen, weil man sich mit ihm „gut eingerichtet“ hat. Man nennt das „Solidarität der Schwachen“.

Was wird passieren, wenn der Chef trotzdem den neuen
Teamleiter einsetzt?

M. E. hat er keine Alternative, zumal ihm ein Rückzieher nichts zur Änderung der unbefriedigenden Situation nützt und obendrein seine Stellung als Chef in Frage stellt.

Ist das ratsam?

M. E. kann er gar nicht zurück - er hat es angefangen und muss es (gut) zu Ende bringen. Ich würde den alten Teamleiter auf jeden Fall aus der Truppe nehmen.

Hallo Andreas,
vielleicht liegt das Problem nicht am Teamleiter, sondern im Team?
Auch ein neuer, noch durchsetzungsfähigerer Teamleiter kann das Gesamtergebnis des Teams nicht wesentlich vebessern, wenn das Team nicht effizient arbeitet.
Wie wäre es, die Teammitglieder in ihren persönlichen Stärken zu fordern und zu fördern?

Besten Gruss, Gabi

Hallo!

Vielen Dank für die klare Antwort.

Grüße

Andreas

Hallo Gabi!

Jetzt weiß ich, warum der Chef sich nicht entschließen kann. Du hast das Problem erkannt.

Grüße

Andreas

Supervision empfehlenswert
Hallo Andreas,

zu dem Konflikt in toto:
Was sagt die externe Teamsupervision dazu, die der Chef, wie es (leider nicht überall) üblich ist, eh regelmäßig engagiert?

Ein guter Teamsupervisior kennt das Problem (hier: die Ineffizienz des Teams) aus der Perspektive

  1. des Chefs
  2. des Teams - und speziell eines jeden Teammitglieds
  3. des (alten) Teamleiters
    und hat daher Wissen über die Ursachen, die sonst keine der drei Instanzen hat. Ohne dieses Wissen ist die Inthronisation, anders gesagt: ein VordieNasesetzen eines neuen Teamleiters für die Katz.

Ad „starke/schwache Persönlichkeit“: Das ist immer eine kontextrelative Eigenschaft. Ein Teamleiter ist „stark“ nicht durch eine (selbstverständlich vorauszusetzende) Durchsetzungs- und Strukturierungsfähigkeit, sondern durch die Fähigkeit zu motivieren. Das heißt: Er muß in der Lage sein, die jeweiligen Potentiale der Mitarbeiter zu erkennen und zu verstärken (Ressourcenaktivierung).

Fehlt es also (ich nehme deine Stichworte) bei den Mitarbeitern

  • an Motivation, dann muß eindeutig geklärt sein, ob der Grund auf Seite des MA liegt oder auf Seite des TL. Wenn Letzeres, dann → Supervision
  • Durchsetzungsvermögen (wem gegenüber?): Hier wäre „Hilfsbereitsschaft“ des TL wie öl aufs Feuer: Fehler des TL, der aber korrigierbar ist (das sollte dito die Supervision leisten)
  • Bildung: Liegt in Verantwortung und Initiative des Chefs
  • Selbstvertrauen: ist eine Sache der Führungsfähigkeit (zu er btw auch Empathie gehört) des TL. „Hilfsbereitsschaft“ alleine genügt da nicht, kann sogar den Mangel verstärken. Ist aber ebenfalls Sache einer speziellen TL-Supervision.

Er wird von allen gebraucht,alle sind von ihm abhängig

Das ist nicht unbedingt ein positives Resultat einer schon länger bestehen Teamarbeit. Jenachdem, um was für ein Projekt es geht, könnte das sogar eine Katastrophe sein, die aber ebenfalls nicht unbedingt am TL liegen muß. Manchmal auch am Chef (bzw. dessen Menschenkenntnis), der in der Regel das Team anfangs zusammengestellt hat.

Im Team herrscht Harmonie.

Ein unbedingtes Lob für den bisherigen TL. Dazu muß ein ggf. neuer TL erstmal viel Arbeit investieren - Arbeit an seiner Akzeptanz im Team. Dadurch kann viel unnötige Zeit verbraten werden.

Der Chef will einen neuen Teamleiter einsetzen, um Leistung und Erfolg zu steigern.

Ein TL ist etwas ganz anderes als ein Abteilungsleiter. Den kann man meist risikolos oktroyieren. Hier kommt es drauf an, woher der neue TL kommt. Aus dem Kollegium? Von sonstirgendwoher aus dem Unternehmen?

Ist jedenfalls erfahrungsgemäß nicht das erste Mittel der Wahl, um das o.g. Problem zu beheben.

Der neue Teamleiter ist eine noch stärkere Persönlichkeit als der bisherige und ist ihm in allen Bereichen überlegen.

Wenn der der bisherige im Team bleibt, werden die o.g. Punkte (Sympathie der Teammitglieder usw.) das Team sprengen. Die neue Teamarbeit wird mit Opposition des Teams beginnen - was andererseits nicht schlecht für dessen erwähnte fehlende Eigenschaften sein könnte.

Der alte Teamleiter versucht mit allen Mitteln und vielen Vorwänden zu verhindern, dass ein neuer Teamleiter ins Team kommt. Vielleicht kann mir jemand von euch den Grund erklären.

Ich kann nicht glauben, daß dir der Grund dafür undurchsichtig ist. Er wird degradiert, vor allen gedemütigt, und vor allem: Sein bisheriges, offenbar großes Engagement wird mit Auskanzeln belohnt.

Was wird passieren, wenn der Chef trotzdem den neuen Teamleiter einsetzt?

Siehe oben.

Ist das ratsam?

Auf der Bssis der bisherigen Informationen: Nein.

Gruß
Metapher (u.a. langjährig tätig als Team- und TL-Supervisor)

Hallo

Ein Team besteht aus sieben Mitarbeitern und einem Teamleiter.

angenehme Teamgrösse.

Alle Mitarbeiter sind schwache Persönlichkeiten, was z.B.
Motivation, Durchsetzungsfähigkeit, Bildung, und
Selbstvertrauen betrifft.

Wieviel davon ist hausgemacht, was wird getan um das zu ändern?

Der Teamleiter ist eine starke
Persönlichkeit.

Woran macht man das fest?
Daran dass er der grösste Spezialist im Team ist? Muss ich als Teamleiter nicht sein.

Er ist hilfsbereit und unterstützt, fördert,
lehrt und ermutigt die anderen.

Fordert er auch?
Er ist nämlich nach oben hin verantwortlich.

Alle finden das angenehm.

Wenn er ihnen so sehr den Job abnimmt:

Der
Teamleiter fühlt sich okay, weil er glaubt, viel gutes für die
anderen zu tun. Er wird von allen gebraucht, alle sind von ihm
abhängig und auf ihn angewiesen.

Mal ehrlich… ich war auch schon auf auf Temleiterworkshops wo Kollegen die halbe Zeit am Blackberry hingen um sicher zu sein dass alles läuft und alles zu dirigieren und korrigieren.

Ich wurde dann von einem dieser Typen gefragt wieso ich mich nicht ebenso betätige.
Klare Antwort: „Wenn der Laden in 2 Tagen zusammen bricht nur weil ich nicht da bin, dann hab ich das falsche Team und meinen Job nicht gemacht. Das muss auch ohne mich laufen.“

Alle mögen ihn, und er
genießt das. Im Team herrscht Harmonie.

Was auch der einzige Erfolg des Teamleiters zu sein scheint.

Leider ist das Team leistungsschwach und erfolglos.

Und damit wird es zum Problem nach oben.

Der Chef will einen neuen Teamleiter einsetzen, um Leistung
und Erfolg zu steigern.

Kann was bringen muss aber nicht.
Vielleicht braucht es auch Veränderungen im Team.
Das müsste ein TL aber erkennen.

Der neue Teamleiter ist eine noch stärkere Persönlichkeit als
der bisherige und ist ihm in allen Bereichen überlegen.

Oh… noch mehr Fachspezialist?
Oder einer der auch Leistung einfordern kann?

Der alte Teamleiter versucht mit allen Mitteln und vielen
Vorwänden zu verhindern, dass ein neuer Teamleiter ins Team
kommt. Vielleicht kann mir jemand von euch den Grund erklären.

Weil es sein job ist?

Was wird passieren, wenn der Chef trotzdem den neuen
Teamleiter einsetzt?

Weiss nur die Glaskugel.

Ist das ratsam?

So wie es aussieht möglicherweise.
Den Supervisionsansatz von Methapher finde ich einen Versuch wert.

Gruss HighQ

Hallo!

Vielen, vielen Dank!!!

Du weißt ja, dass ich viel ich von dir und deinen Antworten halte.

Was sagt die externe Teamsupervision dazu, die der Chef, wie
es (leider nicht überall) üblich ist, eh regelmäßig engagiert?

Das ist ja eins der großen Probleme. Der Chef will keine Supervision.

Ohne dieses Wissen ist die Inthronisation,
anders gesagt: ein VordieNasesetzen eines neuen Teamleiters
für die Katz.

Das habe ich befürchtet.

Ad „starke/schwache Persönlichkeit“: Das ist immer eine
kontextrelative Eigenschaft. Ein Teamleiter ist „stark“ nicht
durch eine (selbstverständlich vorauszusetzende)
Durchsetzungs- und Strukturierungsfähigkeit, sondern durch die
Fähigkeit zu motivieren. Das heißt: Er muß in der Lage sein,
die jeweiligen Potentiale der Mitarbeiter zu erkennen und zu
verstärken (Ressourcenaktivierung).

Ist klar. Und ich darf wohl ergänzen: Wenn kein Potential vorhanden ist, nützt der beste Teamleiter nichts.

Fehlt es also (ich nehme deine Stichworte) bei den
Mitarbeitern

  • an Motivation, dann muß eindeutig geklärt sein, ob der Grund
    auf Seite des MA liegt oder auf Seite des TL. Wenn Letzeres,
    dann → Supervision
  • Durchsetzungsvermögen (wem gegenüber?): Hier wäre
    „Hilfsbereitsschaft“ des TL wie öl aufs Feuer: Fehler des TL,
    der aber korrigierbar ist (das sollte dito die Supervision
    leisten)
  • Bildung: Liegt in Verantwortung und Initiative des Chefs
  • Selbstvertrauen: ist eine Sache der Führungsfähigkeit (zu er
    btw auch Empathie gehört) des TL. „Hilfsbereitsschaft“ alleine
    genügt da nicht, kann sogar den Mangel verstärken. Ist aber
    ebenfalls Sache einer speziellen TL-Supervision.

Ich dachte mir schon, dass es kompliziert ist.

Das ist nicht unbedingt ein positives Resultat einer schon
länger bestehen Teamarbeit.

Sehe ich auch so.

Jenachdem, um was für ein Projekt
es geht, könnte das sogar eine Katastrophe sein.

Danke, dass ich das nun schwarz auf weiß habe.

Manchmal auch am
Chef (bzw. dessen Menschenkenntnis), der in der Regel das Team
anfangs zusammengestellt hat.

Zusammengestellt hat es der TL selber.

Dadurch kann viel unnötige Zeit verbraten werden.

Eben. Das ist meine größte Sorge.

Ist jedenfalls erfahrungsgemäß nicht das erste Mittel der
Wahl, um das o.g. Problem zu beheben.

Das habe ich befürchtet.

Wenn der der bisherige im Team bleibt, werden die o.g. Punkte
(Sympathie der Teammitglieder usw.) das Team sprengen.

Da triffst du den Nagel auf den Kopf. Genau das ist meine schlimmste Befürchtung. Und der neue TL kriegt dann die Schuld in die Schuhe geschoben.

Ich kann nicht glauben, daß dir der Grund dafür undurchsichtig
ist.

Der Grund ist mir völlig klar. Ich wollte es nur mal von einem Experten bestätigt haben.

Er wird degradiert, vor allen gedemütigt, und vor allem:
Sein bisheriges, offenbar großes Engagement wird mit
Auskanzeln belohnt.

Genau das habe ich mir gedacht. Das ist ein großes Problem.

Auf der Bssis der bisherigen Informationen: Nein.

Das habe ich befürchtet.

(u.a. langjährig tätig als Team- und TL-Supervisor)

Gut zu wissen!

Du hast mir sehr geholfen.

Grüße

Andreas

Hallo!

Wieviel davon ist hausgemacht?

Darüber herrscht keine Einigkeit.

Was wird getan um das zu ändern?

Nichts.

Woran macht man das fest?

Das weiß ich.

Fordert er auch?

Nein.

Klare Antwort: „Wenn der Laden in 2 Tagen zusammen bricht nur
weil ich nicht da bin, dann hab ich das falsche Team und
meinen Job nicht gemacht. Das muss auch ohne mich laufen.“

So ist es.

Was auch der einzige Erfolg des Teamleiters zu sein scheint.

Augenzwinker.

Oder einer der auch Leistung einfordern kann?

Leistung fordern, wo es an Fähigkeit fehlt?

Ich bin mehr und mehr der Ansicht, dass ein neuer TL das Problem nicht lösen kann, egal wie gut er ist.

Danke, dass auch du mir geholfen hast, das zu erkennen.

Grüße

Andreas

Hallo,
aus welcher Perspektive kommt diese Analyse?
Der „gute“ alte Teamleiter wird als hilfsbereit und ermutigend beschrieben. Das ist ja schön, dass alle das als angenehm und harmonisch empfinden. Es nützt dem Betrieb / der Produktion nur leider nichts, wenn aus dieser Kuschelkiste nichts produktives herauskommt. Der Teamleiter ist dazu da das Team zu stärken und zu motivieren und das wiederum ist die Grundlage für eine produktive Arbeit. Wenn am Ende keine produktive Arbeit herauskommt, dann läuft etwas schief.

Die Gefahr eines neuen Teamleiters, der sich vielleicht sogar als „Bluthund“ unter Beweis stellen will / muss, ist dass das Team verunsichert wird und sich verweigert. Schlauer wäre es den alten Teamleiter (sofern er dafür die Qualifikation erweist) darauf zu schulen zielorientiert zu arbeiten.

Ich sehe die Qualifikation bei einem Teamleiter erstmal nicht in seiner Hilfsbereitschaft, sondern darin das Team zur guten Arbeit zu bewegen.

Ich gehe mal davon aus, dass es sich um einen wirtschaftlichen Betrieb handelt, und da ist es doch klar, dass man Gewinne erzielen möchte.

Wenn der Chef einen neuen Teamleiter einsetzt bedeutet es entweder top oder flop, denn ein neuer Mitarbeiter lässt sich nicht „kalkulieren“. Ich würde erst mal den Schritt probieren den alten Teamleiter zu schulen - mit klarem Ziel und mit einer Frist - wenn das nicht fruchtet, dann kann man immer noch einen Neuen einsetzen.

Viele Grüße

noch was…
ersterbenswert in der Teambildung ist eine Normalverteilung. Wenn alle im Team leistungschwach und unmotiviert sind, dann stimmt diese Normalverteilung nicht mehr. Die lässt sich verschieben in dem man schwache gegen stärkere Teammitarbeiter austauscht oder das Produktionsziel herunterschraubt (ganz pragmatisch betrachtet…).

Es muss also nicht nur am Teamleiter liegen, es kann auch in der Zusammensetzung des Teams liegen.

Was sagt die externe Teamsupervision dazu, die der Chef, wie
es (leider nicht überall) üblich ist, eh regelmäßig engagiert?

Das ist ja eins der großen Probleme. Der Chef will keine
Supervision.

Das ist nach all dem, was bisher geschrieben wurde, auch nicht verwunderlich. Es ist davon auszugehen, dass die Hauptursache für das, was sich da abspielt, nicht im Team (egal ob alter oder neuer Teamleiter) liegt, sondern eins höher.

Dabei würde ich Metaphers Satz:
„Manchmal (liegt es) auch am Chef (bzw. dessen Menschenkenntnis), der in der Regel das Team anfangs zusammengestellt hat.“
ergänzen: Es liegt manchmal nicht nur am Chef wegen dessen mangelnder Menschenkenntnis bei der Teamzusammenstellung, sondern solche Probleme können auch dann hausgemacht sein, wenn es „oben drüber“ knirscht.

Dafür gibt es ganz viele Gründe, bspw. die Unternehmens- bzw. Führungskultur allgemein, oder spezieller, dass die gar nicht mit Teamarbeit kompatibel ist. Wenn das der Fall ist, dann reisst man im Team selbst gar nichts.

Aber auch so eine Situation liesse sich mit Teamsupervision (bzw. einer anderen externen Intervention) lösen, aber gegen die vollständige Sperre des Chefs ist das schwierig. Manchmal besteht aber auch die Chance, einen solchen Supervisor derart ins Boot zu holen, dass man den Erstkontakt über eine Fortbildung herstellt.

Das müsste in der genannten Konstellation aber dann von einem Team ausgehen, dass sich insofern einig sein sollte, dass Änderungsbedarf und auch (eigener!) Änderungswille besteht.

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Deine jeweiligen Kommentare

Das ist meine größte Sorge.
Genau das habe ich mir gedacht. Das ist ein großes Problem.
Das habe ich befürchtet.

legen die Vermutung nahe, daß du von einer Position aus beschreibst, die gegenüber den drei Instanzen eine vierte darstellt. Eine, die selbst in diesem Problem engagiert ist, an der Entscheidung nicht beteiligt, dafür aber ggf. am Schaden?

Das ist ja eins der großen Probleme. Der Chef will keine Supervision.

Gibt es einen (hierarchisch horizontalen oder vertikalen) Einflußkanal?

Ich dachte mir schon, dass es kompliziert ist.

Konflikte - egal, ob zwischenmenschliche, sachliche oder bloße Entscheidungskonflikte - sehen immer kompliziert=unübersichtlich aus. Die Analogie zu einem Knoten liegt nahe (nicht nur metaphorisch, sondern auch strukturell). Und (wie in der mathematischen Knotentheorie) hat man Mittel zur Hand, um schnell und einfach zu entscheiden, ob (und wenn, dann wie) ein noch so komplexer Knoten alias Konflikt zielorientiert lösbar ist oder nicht. Unter vielem anderen ist auch das Aufgabe einer effizienten Supervision.

Gruß
Metapher

Hallo!

aus welcher Perspektive kommt diese Analyse?

Von außerhalb.

Der „gute“ alte Teamleiter wird als hilfsbereit und ermutigend
beschrieben. Das ist ja schön, dass alle das als angenehm und
harmonisch empfinden. Es nützt dem Betrieb / der Produktion
nur leider nichts, wenn aus dieser Kuschelkiste nichts
produktives herauskommt.

Sage ich auch.

Der Teamleiter ist dazu da das Team
zu stärken und zu motivieren und das wiederum ist die
Grundlage für eine produktive Arbeit. Wenn am Ende keine
produktive Arbeit herauskommt, dann läuft etwas schief.

Sage ich auch.

Die Gefahr eines neuen Teamleiters, der sich vielleicht sogar
als „Bluthund“ unter Beweis stellen will / muss, ist dass das
Team verunsichert wird und sich verweigert. Schlauer wäre es
den alten Teamleiter (sofern er dafür die Qualifikation
erweist) darauf zu schulen zielorientiert zu arbeiten.

Wurde schon versucht. Ich glaube nicht, dass er die Qualifikation hat.

Ich sehe die Qualifikation bei einem Teamleiter erstmal nicht
in seiner Hilfsbereitschaft, sondern darin das Team zur guten
Arbeit zu bewegen.

Sehe ich auch so.

Ich gehe mal davon aus, dass es sich um einen wirtschaftlichen
Betrieb handelt, und da ist es doch klar, dass man Gewinne
erzielen möchte.

Natürlich.

Schön, das ich nicht der einzige bin, der es so sieht.

Grüße

Andreas

Hallo!

Es muss also nicht nur am Teamleiter liegen, es kann auch in
der Zusammensetzung des Teams liegen.

Sehe ich auch so.

Grüße

Andreas

Hallo!

Das ist nach all dem, was bisher geschrieben wurde, auch nicht
verwunderlich.

Sehe ich auch so.

Manchmal
besteht aber auch die Chance, einen solchen Supervisor derart
ins Boot zu holen, dass man den Erstkontakt über eine
Fortbildung herstellt.

Gute Idee. Nützt aber nichts, wenn der Chef Fortbildungen für überflüssig hält.

Das müsste in der genannten Konstellation aber dann von einem
Team ausgehen, dass sich insofern einig sein sollte, dass
Änderungsbedarf und auch (eigener!) Änderungswille besteht.

Trifft nicht zu.

Grüße

Andreas

Hallo!

legen die Vermutung nahe, daß du von einer Position aus
beschreibst, die gegenüber den drei Instanzen eine vierte
darstellt.

So ungefähr.

Eine, die selbst in diesem Problem engagiert ist,
an der Entscheidung nicht beteiligt, dafür aber ggf. am
Schaden?

Ich versuche, Rat zu geben. Vor längerer Zeit, als das Team noch nicht in heutiger Form bestand, habe ich dem Chef geraten, die Person, die ich als „neuer TL“ beschrieben habe, ins Team zu holen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das zum damaligen Zeitpunkt eine gute Lösung gewesen wäre. Seit langer Zeit versuche ich den Chef davon zu überzeugen. In dieser Zeit hat sich die andere Person zum TL entwickelt und sich das Team eingespielt. Seit dem kommen mir immer mehr Zweifel, ob mein damaliger Vorschlag in der heutigen Situation noch immer die beste Lösung wäre. Ich denke, nein.

Konflikte - egal, ob zwischenmenschliche, sachliche oder bloße
Entscheidungskonflikte - sehen immer
kompliziert=unübersichtlich aus. Die Analogie zu einem Knoten
liegt nahe (nicht nur metaphorisch, sondern auch strukturell).
Und (wie in der mathematischen Knotentheorie) hat man Mittel
zur Hand, um schnell und einfach zu entscheiden, ob (und wenn,
dann wie) ein noch so komplexer Knoten alias Konflikt
zielorientiert lösbar ist oder nicht. Unter vielem anderen ist
auch das Aufgabe einer effizienten Supervision.

Klingt gut.

Grüße

Andreas

Noch was.
Auch, wer nur Ratgeber ist, kann durch seinen Rat großen Schaden verursachen. Das möchte ich vermeiden.

Unter Berücksichtigung deiner drei neuen Antworten:

legen die Vermutung nahe, daß du von einer Position aus
beschreibst, die gegenüber den drei Instanzen eine vierte
darstellt.

So ungefähr.

Eine, die selbst in diesem Problem engagiert ist,
an der Entscheidung nicht beteiligt, dafür aber ggf. am
Schaden?

Ich versuche, Rat zu geben. Vor längerer Zeit, als das Team
noch nicht in heutiger Form bestand, habe ich dem Chef
geraten, die Person, die ich als „neuer TL“ beschrieben habe,
ins Team zu holen.

Was war damals die Motivation für dein Eingreifen? Was ist sie heute?

Du hast nebenan geschrieben, das Team hat gar keine Änderungsmotivation. Wer von den Beteiligten Fraktionen hat deiner Meinung nach eine Änderungsmotivation, welche und warum?

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Hallo!

Was war damals die Motivation für dein Eingreifen?

Ich bin am Erfolg des Unternehmens interessiert.

Was ist sie heute?

Heute genauso.

Du hast nebenan geschrieben, das Team hat gar keine
Änderungsmotivation. Wer von den Beteiligten Fraktionen hat
deiner Meinung nach eine Änderungsmotivation?

Keine.

Grüße

Andreas