Probleme mit Plattenspieler

Hallo zusammen.

Habe folgende Probleme mit einem gebrauchten Plattenspieler:

  1. Bei LPs mit etwas längerer Spieldauer (sprich mit kleinem „Auslaufbereich“ - wenn ihr versteht was ich meine), bremst der Plattenteller schon vor Ende des letzten Stücks komplett ab, fährt dann nochmal kurz an und bremst sofort wieder ab und so weiter. Das Ganze macht er zwei bis drei Mal, bis er dann komplett stehenbleibt. Habe das Ganze mit mehreren LPs und mehreren Spielern getestet, sodass ein Fehler am Vinyl ausgeschlossen werden kann. Ist da vielleicht der Tonabnehmerarm zu schwer bzw. das Gegengewicht zu klein o.ä.?

  2. Die Geschwindigkeiten lassen sich nicht mehr umschalten. Der Spieler besitzt einen kleinen Schalter für 33, 45 und 78rpm - beim Umstellen passiert aber rein gar nichts, er bleibt immer auf 33.

Aufgrund des Alters kann ich den Spieler leider nicht umtauschen o.ä., würde ihn aber dennoch gern behalten, da er mir an sich sehr gut gefällt. Des Weiteren habe ich leider noch keinerlei Erfahrung mit Eigenreparaturen von Plattenspielern - ich traue es mir aber zu, mich an diesem zu versuchen. Dafür bräuchte ich aber einige hilfreiche Tips, um nicht völlig planlos dazustehen :smile:

Wäre sehr dankbar, wenn der ein oder andere von euch den ein oder anderen Tip zu meinen Problemen parat hätte (vielleicht gibt’s ja - besonders für den ersten Punkt - irgendwelche „Hausmittelchen“???).

Danke schonmal im Voraus, Gutes Neues noch und
mfg
teenagezombie

Hi

interessant wäre zu wissen was das für ein Gerät ist. Hersteller, Modell, Antriebsart, Was für ein Tonabnehmer? Vollautomat/halbautomat?

die 78er Geschwindigkeit lässt auf etwas grottenaltes schliessen, vermutlich was mit Idler-wheel-Antrieb und vomöglich Kristallsystem. Sollte das stimmen rate ich dir ab da irgend eine Platte die irgendwie was wert ist drauf abzuspielen. Aber solange du die Infos nicht gibst, ist das nur geraten.

  1. Bei LPs mit etwas längerer Spieldauer (sprich mit kleinem
    „Auslaufbereich“ - wenn ihr versteht was ich meine), bremst
    der Plattenteller schon vor Ende des letzten Stücks komplett
    ab, fährt dann nochmal kurz an und bremst sofort wieder ab und
    so weiter. Das Ganze macht er zwei bis drei Mal, bis er dann
    komplett stehenbleibt. Habe das Ganze mit mehreren LPs und
    mehreren Spielern getestet, sodass ein Fehler am Vinyl
    ausgeschlossen werden kann. Ist da vielleicht der
    Tonabnehmerarm zu schwer bzw. das Gegengewicht zu klein o.ä.?

Was für ein Gerät? was für ein Antrieb? Vollautomat, womöglich noch einer Mit Stapelautomatik?

  1. Die Geschwindigkeiten lassen sich nicht mehr umschalten.
    Der Spieler besitzt einen kleinen Schalter für 33, 45 und
    78rpm - beim Umstellen passiert aber rein gar nichts, er
    bleibt immer auf 33.

was betätigt der Schalter?

Aufgrund des Alters kann ich den Spieler leider nicht
umtauschen o.ä., würde ihn aber dennoch gern behalten, da er
mir an sich sehr gut gefällt. Des Weiteren habe ich leider
noch keinerlei Erfahrung mit Eigenreparaturen von
Plattenspielern - ich traue es mir aber zu, mich an diesem zu
versuchen. Dafür bräuchte ich aber einige hilfreiche Tips, um
nicht völlig planlos dazustehen :smile:

Vermutlich ist das ein Gerät, dem man guten Gewissens keine Platten anvertrauen sollte. Aber, sag erstmal was es ist.

Wäre sehr dankbar, wenn der ein oder andere von euch den ein
oder anderen Tip zu meinen Problemen parat hätte (vielleicht
gibt’s ja - besonders für den ersten Punkt - irgendwelche
„Hausmittelchen“???).

Hausmittelchen - so wie mit Franzbranntwein einreiben, heisse Wadenwickel oder Dampfbäder? näh.

teenagezombie

Gruss, Seniorzombie

Hi Helge.

Schonmal danke für die schnelle Antwort. Hab auch dadurch erst gemerkt dass ich in meine Frage relativ wenige Angaben gepackt hab :smile: Sorry dafür.

So grottenalt ist das Teil gar nicht (ca. 3 Jahre vielleicht - jedenfalls Garantie adé!). Aber dafür eher aus dem Low-Cost-Bereich. Ist so ne Plattenspieler-Radio-Kombi, die glaub ich zur Zeit recht in Mode sind.

Folgende Infos kann ich dir ausm Kopf geben (hab das Teil leider erst am Wochenende wieder direkt vor augen):
Hersteller: Treton (hab noch keine Homepage von denen gefunden :smile: )
Modell: 30349 (MT-PHO2)
Antrieb: halbautomatisch

In den wesentlichen Merkmalen sollte das Teil diesem hier entsprechen:
http://www.elta.de/de/artikel.asp?Artikel=2950&x=78&…

Ich weiß dass solche Modelle in Audio-Kreisen wahrscheinlich eher geringgeschätzt sind (von wegen Verarbeitung, Tonqualität etc), aber für die benötigten Zwecke ist es einfach genau das richtige. Und bevor ich ein neues kaufen muss, hoffe ich auf eine Möglichkeit der Eigenreparatur. Außerdem bin ich grundsätzlich „am Thema interessiert“, wenn man das so sagen kann :smile:

Freue mich auf weitere Antworten.

MfG
teenagezombie

P.S.: Schade, dass du Franzbranntwein, Wadenwickel und Dampfbäder schon ausgeschlossen hast :wink:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi

Schonmal danke für die schnelle Antwort. Hab auch dadurch erst
gemerkt dass ich in meine Frage relativ wenige Angaben gepackt
hab :smile: Sorry dafür.

no Prob :smile:

So grottenalt ist das Teil gar nicht (ca. 3 Jahre vielleicht -
jedenfalls Garantie adé!). Aber dafür eher aus dem
Low-Cost-Bereich. Ist so ne Plattenspieler-Radio-Kombi, die
glaub ich zur Zeit recht in Mode sind.

sorry, am liebsten hätt ich „ach du Sch****“ gesagt, aber ich konnt’s mir grad so verkneifen. So ein „Nostalgie-Deko-Teil“? sollen die überhaupt funktionieren?

Treton
Modell: 30349 (MT-PHO2)
Antrieb: halbautomatisch

Antrieb kann nicht halbatomatisch sein. Ist es ein Riemenantrieb oder direktantrieb? Reibrad schliess ich nach den Infos mal aus.

In den wesentlichen Merkmalen sollte das Teil diesem hier
entsprechen:
http://www.elta.de/de/artikel.asp?Artikel=2950&x=78&…

Grundgütiger Gott…

Ich weiß dass solche Modelle in Audio-Kreisen wahrscheinlich
eher geringgeschätzt sind (von wegen Verarbeitung, Tonqualität
etc), aber für die benötigten Zwecke ist es einfach genau das
richtige. Und bevor ich ein neues kaufen muss, hoffe ich auf
eine Möglichkeit der Eigenreparatur. Außerdem bin ich
grundsätzlich „am Thema interessiert“, wenn man das so sagen
kann :smile:

Das Problem ist, dass da KEINERLEI interessante Angaben stehen, nichts zu Motor, Antriebsart, oder anderer verwendeter Technik. Solltest du das Teil in eine Werkstatt bringen, wird die erste Arbeitsstunde den Wert des Teils bei weitem übersteigen.

Wenn du an dem Thema interessiert bist und nicht drei linke Hände hast, dann reiss das Unding halt auseinander und schau es dir von innen an. Schaden anrichten kannst du kaum, wenn du es aufmachst, selstverständlich bei gezogenem Netzkabel. eventueell kannst du ja bei abgenommenem Teller die Abläufe der Automatik beobachten, und sehen wo es hängt was nur be einem Riementriebler möglich wäre. Geht der Teller abzunehmen? wenn nicht, könnte es ein Direktangetriebener sein, dann sitzt der Motor direkt unterm Teller - dann wirst du von oben wohl nicht dran kommen. Wenn du es nach Einblick nicht freiwillig seiner Bestimmung übergibst, weiss ich auch nicht.

Für 35-70€ bekommt man gute bis sehr gute Plattenspieler, die dieses Gerät noch nicht mal als Verwandte bezeichnen dürfte. Falls du in der Richtung Interesse hast, kann ich dir gerne Konkrete empfehlungen geben, oder auch einen besorgen. Aber ehrlich: mit so etwas würde ich keine Zeit verschwenden, das ist Einweg-Kinderspielzeug, und noch nichtmal gutes, my first Sony ist sicher besser verarbeitet.

Darf ich fragen wie Alt und welchen Geschlechts du bist? das würde mir helfen einzuschätzen was ich dir zutrauen/-muten kann :smile:

teenagezombie
P.S.: Schade, dass du Franzbranntwein, Wadenwickel und
Dampfbäder schon ausgeschlossen hast :wink:

naja, Massagen oder Einrenken könnt noch gehen :smile:

Gruss, Helge

Hallo teenagezombie,

Habe folgende Probleme mit einem gebrauchten Plattenspieler:

  1. Bei LPs mit etwas längerer Spieldauer (sprich mit kleinem
    „Auslaufbereich“ - wenn ihr versteht was ich meine), bremst
    der Plattenteller schon vor Ende des letzten Stücks komplett

Unterhalb der des Tonarms, im innern des Gehäses, ist ein Hebel angebracht, welcher sich mit dem Tonarm bewegt. Damit wird die Position des Tonarm abgetastet.
Früher wurde das bei den billigen Dingern mechanisch mit vielen weiteren Hebeln gelöst. Im Prinzip lief darauf hinaus, dass am Ende der Plattenteller die Kraft lieferte einen mechanischen Schalte umzulegen.
Bei dir ist vermutlich eine Lichtschranke eingebaut, welche mit dem Hebel unterbrochen wird.
Entweder ist das Teil nur etwas verstaubt, verschoben oder die LED hat an Leuchtkraft verloren. Vielleicht haben die es auch fertig gebracht und eine Glühlampe eingebaut :smile:

  1. Die Geschwindigkeiten lassen sich nicht mehr umschalten.
    Der Spieler besitzt einen kleinen Schalter für 33, 45 und
    78rpm - beim Umstellen passiert aber rein gar nichts, er
    bleibt immer auf 33.

Falls es ein Direkantriebler ist, erfolgt die Umschaltung auf jeden Fall elektronisch.
Bei einem billigen Riemenantrieb, wird meist der Riemen mechanisch auf Scheiben mit unterschiedlichen Durchmessern umgeworfen.

Bei diesen Retrodinger weiss man aber nie, was da eingebaut ist.

MfG Peter(TOO)

Oh Gott
… es ist ein ELTA.

Die haben einen Gleichstrommotor aus dem Cassettenrecorder. Gleichlauf wie eine Wassermühle.

Die armen Schallplatten. Beim Gedanken daran zieht sich mir alles zusammen.

Darf ich fragen wie Alt und welchen Geschlechts du bist? das
würde mir helfen einzuschätzen was ich dir zutrauen/-muten
kann :smile:

MOD MOD MOD !!!

Die Frage danach ist sexistisch!

HM :smiley:

teenagezombie
P.S.: Schade, dass du Franzbranntwein, Wadenwickel und
Dampfbäder schon ausgeschlossen hast :wink:

naja, Massagen oder Einrenken könnt noch gehen :smile:

Gruss, Helge

Hi

Darf ich fragen wie Alt und welchen Geschlechts du bist? das
würde mir helfen einzuschätzen was ich dir zutrauen/-muten
kann :smile:

MOD MOD MOD !!!
Die Frage danach ist sexistisch!
HM :smiley:

okokokoko… ich ziehe diese Frage zurück, nur das Bild das ich durch den Nick vor mir sehe irritiert mich…

http://coolest-homemade-costumes.shippony.com/images…

… es ist ein ELTA.

ELektro-TechnischesAusnahmeprodukt?

Hallo!

…eher aus dem Low-Cost-Bereich. :http://www.elta.de/de/artikel.asp?Artikel=2950&x=78&…

Ich weiß dass solche Modelle in Audio-Kreisen wahrscheinlich
eher geringgeschätzt sind…

Du befleißigst Dich einer unnachahmlich vornehmen Ausdrucksweise. Würde ich schreiben, was Schallplattenliebhaber zu solchem Teil sagen, würde ich wegen Verstoßes gegen die Forumsregeln mit Schimpf und Schande lebenslang gesperrt. Das unsägliche Ding eignet sich zur spanabhebenden Verarbeitung von Schallplatten, sofern es sich um Exemplare handelt, die schon ein zweites Leben als Blumentopfunterlage hinter sich haben.

Weil man mit solcher Krücke Schallplatten nur unwiderbringlich verderben kann, kannst Du den Kasten als Briefbeschwerer oder Staubfänger benutzen, aber nie nicht als Plattenspieler. Egal wie viele Werkstattstunden man investiert, ein irgend tauglicher Plattenspieler wird es nicht. Durchaus brauchbare Plattenspieler kosten übrigens kaum mehr als eine Werkstattstunde.

Gruß
Wolfgang

Tach zusammen.

  1. Danke für alle Antworten.

  2. Wusste gar nicht, dass schon Bilder von mir im Netz kursieren :wink:

  3. Dass in diesem Brett erstmal Kommentare zur Qualität des Spielers an sich kommen, war mir bewusst. Deswegen auch mein Hinweis dazu gleich im ersten Post. Trotzdem merci für vielfältigen Bestätigungen.

  4. Es ist KEIN Elta, nur vergleichbar (dürfte also im Endeffekt auf dasselbe hinauslaufen).

  5. Besonderen Dank an Peter(TOO), vielleicht hilft mir deine Erklärung ja weiter. Werde mir jetzt auf jeden Fall den Rat von Helge zu Herzen nehmen und das Teil einfach mal auseinanderrupfen.

  6. Schöne Grüße vom geschlechtslosen, 589 Jahre alten
    teenagezombie

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