Probleme mit Trockenestrichverlegung!

Hallo zusammen!

Ich stehe momentan vor einem grösseren Problem und hoffe Ihr könnt mir dabei helfen!

Nachdem in meinem Keller ein Zimmer durch eintretendes Hochwasser geflutet wurde und der Fussboden entfernt werden musste (Gussasphalt) haben mir ein paar ominöse Handwerker (Subunternehmer eines Teppichverkäufers) einen Trockenestrich in das Zimmer verlegt.
Soweit so gut,
NUR ist jetzt das Problem vorhanden das der Boden teilweise an den Stosskanten Absätze von ca. 3-4 mm hat, einzelne Platten kippeln wenn man draufsteht.
Zu der Ausführung:
-Der Rohbetonboden wurde verspachtelt (Nivelliermasse)
-Auf die Nivelliermasse wurden nach dem aushärten die Platten verbaut (Rigidur 40mm mit Styropor an der Unterseite).

Nach der ersten Reklamation sind sie nochmal gekommen und haben die Platten gegen den Betonboden verdübelt.

Nun zu meinen Fragen:
Es wurde weder eine Dampfbremse noch ein Randstreifen eingebaut, Platten haben ca 3mm Luft zur Wand. Ist das Ok?
Die Stosskanten wurden nur geklebt, nicht verschraubt, ist das Ok?
Die wollen das ganze jetzt flächig verspachteln, ist das dauerhaft in Ordnung?

Danke Euch schonmal im voraus, und sorry für den langen Text! :smile:

Hallo,
leider habe ich mit Trockenestrich keine Erfahrung.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass deine Vermutungen mit der Dampfsperre und dem Randdämmstreifen richtig sind. Auf dem Produktdatenblatt habe ich gelesen, dass die einzelnen Platten verklebt und verschraubt werden müssen. Evtl. ist auch die vorher eingebrachte Spachtelmasse nicht planeben genug eingebracht worden.
Mein Tip: Wenn es ein Versicherungsfall ist, geh zu deinem Versicherer und lass die Sache von einem Gutachter prüfen. Oder wende dich an die örtliche Handwerkskammer, die können dir auch Gutachter nennen.
Aber um einen Gutachter wirst du, denke ich nicht herum kommen.
MfG
Estrochef

Da kann ich leider garnicht helfen, sorry.
Gruß,
Marcus

Hallo Basejumper,

auch ein Trockenestrich muss vor aufsteigender Feuchte geschützt werden. Bei Ihnen sind die einzelnen Elemente „geschüsselt“, des halb kippeln sie, wenn auf der Seite belastet. Das kommt vom Wasser im Beton und evtl. auch aus dem darunter liegenden, nicht abgesperrten Untergrund. Nach einem Hochwasser darf man nicht sofort wieder den Boden durch eien schlecht diffundierbaren Belag abdecken. Ich hätte Ihnen geraten, wenn Sie den Raum unbedingt benötigen, den Boden zu spachteln und einen preiswerten Textilbelag ohne Schaumrücken unverklebt darauf zu verlegen. Wichtig ist, dass der Belag „offen“ ist, dass Dampf aufsteigen kann. Erst nach ein paar trockenen Monaten hätte ich an eine aufwändigere Renovierung gedacht.

MfG
Ringo

Hallo Basejumper 1980,

die ganze Geshichte klingt etwas suspekt…
Um beurteilen zu können, ob da noch mehr falsch gemacht wurde, müsste man wissen woher das Wasser kam.
Aus der(den)Wand (Wänden), oder aus der Betonsohle?
Die Tatsache, dass der Gußasphalt ausgebaut werden musste, spricht zwar eher für aufsteigendes, bzw. drückendes Wasser aus der Bodenkonstruktion, aber man weiß ja nie…

Den Rohbeton zu grundieren und zu spachteln macht nur Sinn, wenn vorher sichergestellt ist, dass nicht beim nächsten großen Regen wieder Wasser nachdrückt…also eine intakte Absperrung vorhanden ist… andernfalls ist jeder weitere Aufbau sowieso für die Katz.

Wenn dann aber schon gespachtelt wurde, und die Estrichelemente Absätze an den Stößen von 3 mm und mehr aufweisen, spricht das wohl dafür, dass die Spachtelung nicht eben genug war.
Werden dazu die Stöße nur geklebt, und wenn schon nicht verschraubt, dann zumindest bis zum vollständigen Abbinden des Klebers fixiert, ist das schlicht und ergreifend Murks.

Die Elemente dann noch zu verdübeln macht das ganze eher schlechter als besser. Trockenestriche sind für die schwimmende Verlegung konzipiert. Wenn sie punktweise fixiert werden, besteht immer die Gefahr, dass sie sich aufwölben, und/oder verdrehen.

Der fehlende Randstreifen tut ein übriges. 3mm Abstand zur Wand sind definitiv zu wenig.
Unter den gegebenen Umständen ist es wohl das Beste, sich die nochmalige Spachtelung zu sparen, das ganze wieder zurück zu bauen, und von vorne beginnen.

Diesmal sollte das dann aber vielleicht jemand machen, der sich damit auskennt.

Sorry… aber bessere Nachrichten hab ich da leider nicht…

Gruß

Hallo,

danke ihnen für die Antwort!

Also das Wasser kam aus dem Treppenhaus, ist durch die Eingangstüre eingedrungen und von dort in den Keller gelaufen. Kam zum Glück nicht durch den Untergrund.
Passiert ist das ganze Anfang Mai, unmittelbar danach kam der Gussasphalt raus und für vier Monate Bautrockner rein.
Verlegt wurde der neue Trockenestrich vor knapp zwei Wochen und ich gehe auch davon aus das der Handwerker die ganze Geschichte neu aufbauen muss… Bezahlt haben wir zum Glück noch keinen Cent. :smile:
Sollte ich bei dem neuaufbau auf den Dämmstreifen und die Dampfsperre bestehen?

Danke nochmals!

Darauf würde ich auf jeden Fall bestehen.
Alles andere ist nicht fachgerecht.