Hallo,
mal angenommen, ein Mieter hat einige Probleme und hofft hier die eine oder andere nützliche
Antwort zu finden 
Der Mieter wohnt mit seiner Freundinn seit ca. Oktober 2003 in einer 90qm 3-Zimmer Wohnung.
Es ist ein älteres Haus, Bj. 1905, kein Denkmalschutz oder ähnliches. 3 Parteien wohnen
darin. Der Vermieter (ein Ehepaar) wohnt ein Haus neben an.
Nun zu den Problemen:
- Kabel Anschluss: es gibt für dieses Haus nur einen Kabel- Hausanschluss für alle 3
Parteien (!). Aussen am Haus ist der Anschluss, ein Kabel wurde in das Arbeitszimmer des
Mieters geführt, dort befindet sich nun ein normaler Antennenverstärker (für gewöhnlich für
1 - 2 Tv´s!). Von diesem geht ein Kabel für die Mieter - Wohnung ab, 2 gehen für die beiden
Parteien darüber ab. Verständlicherweise hat der Mieter ein miserables Bild. Soweit, so gut.
Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass der Mieter die Kabelgebühren zahlen würde, wie die
beiden Parteien darüber auch. Also: 3 Parteien zahlen an Kabel-Deutschland Gebühren für
einen (!) Anschluss. Und wenn der Mieter den Stecker zieht, haben beide darüber kein Bild
mehr.
Es muss doch Sache des Vermieters sein, dafür Sorge zu tragen, dass jede Partei einen
Anschluss bekommt, oder?
Der Mieter hat sich mit den anderen Parteien bereits unterhalten. Kabel Deutschland kann da
nicht helfen. Der Mieter sieht es nicht ein, dass a) der Verteiler in der Mieter - Wohnung
ist, denn wenn etwas dran ist, müssen Techniker in diese Wohnung. Und der Mieter mag keine
fremden Menschen in seinen 4 Wänden
Zum anderen kann der Mieter z.Bsp. bei Renovierung,
etc. nicht einmal den Netzstecker ziehen, da sonst die darüber kein Bild mehr haben.
Vermutlich wird der Vermieter daran nichts ändern, daher müsste es doch gestattet sein, eine
SAT Schüssel auf dem Dach/ Aussenwand anzubringen, oder? Und da der Mieter dann kein Kabel
TV mehr benötigen, wird er anschliessend den Verstärker entfernen (aufbewahren) und
lediglich das Antennensignal unverstärkt weiterleiten. Falls dann das Bild darüber
schlechter wird, sollen sich die Nachbarn darum kümmern.
Oder gibt es da doch noch andere Vorschläge??
- Lüften: jedesmal wenn der Mieter den Vermietern über den Weg läuft, gibt es einen
„Anschiss“, da der Mieter angeblich niemals lüftet und sie um Schimmel fürchten. Das
entspricht nicht den Tatsachen, der Mieter lüftet meistens Nachts, und wenn der Mieter
tagsüber lüftet sind die Rolläden zur Hälfte unten wg. dem Lärm draußen. Logischerweise
sieht man es nicht von außen das gelüftet ist.
Frage: muss man sich solche Unverschämtheiten gefallen lassen, sich jedesmal (mind. 2 - 3 x
die Woche) sagen zu lassen, man lüfte nicht und beim Mieter müsse widerliche Luft etc. sein?
Der Mieter hat den Sachverhalt bereits mehrmals klar beim Vermieter geäußert!
- Nutzungsschäden: in allen Räumen - außer in Bad und Küche - liegt richtiger Holzfußboden,
Bj. 1905 (wie das Haus). Klar das die Vermieter darum Angst haben. Leider sind
Nutzungsschäden nicht immer vermeidbar. Der Mieter passt schon sehr auf (Filz unter die
Möbel etc.), aber es kann ja einmal etwas schweres aus der Hand rutschen etc., oder? Im
Mietvertrag steht nichts gesondertes darüber, aber in wie fern ist der Mieter beim Auszug
haftbar?
- Türschloss: das Thema Türschloss wurde hier ausführlich diskutiert, möchte das nicht
erneut aufrollen. Jedoch stellt sich die Sache hier etwas anders dar. Der Vermieter hat den
Mieter beim Einzug mündlich (nicht schriftlich) darauf hingewiesen, dass diese einen
Ersatzschlüssel besitzen. Der Mieter fühlt sich dabei sehr unwohl, da kein Vertrauen zum
Vermieter besteht. Zudem sind es magere Holztüren, kein Vergleich zu Standart Haustüren. Ein
Tritt und man hätte die Türe aus den Angeln getreten. Allerdings wurde auch gesagt (wiederum
mündlich) das an sämtlichen Türen keinerlei Veränderungen/ Austausch vorgenommen werden
dürfen. Aber geht die Sicherheit nicht über das Interesse des Vermieters? Die Türen sind
keine Antikmodelle, diese sind ohne weiteres auszutauschen, auf Wunsch auch aufzubewahren.
Darf man a) die Tür austauschen, wenn ja, kann der Vermieter dagegen vorgehen und b) darf
man zur Not die Türbeschläge/ Schloß etc. austauschen? Das zumindest ein stabileres Schloß
und ein einbruchsicherer Beschlag angebracht ist? Der Beschag z.Zt. ist ein Witz!
Der Zylinder wird am Wochenende ausgetauscht vom Mieter - in Eigenverantwortung, weder wird
dem Vermieter dies berichtet noch wird ein Schlüssel ausgehändgt.
- Eigenbedarf: die Mieter haben ab und zu das Gefühl, dass die Vermieter den Mieter gerne
draußen hätten. Ist es so einfach möglich den Vertrag zu kündigen wg. Eigenbedarf (von
Vermieterseite aus)? und wenn ja, kann man dagegen etwas tun? Eine andere Art Kündigung kann
es eigentlich nicht geben, da der Mieter nicht gegen die Hausordnung/ Mietvertrag verstösst.
- Säuberung: im Mietvertrag steht, dass der Hausflur 1x die Woche gereinigt werden muss. Das
ist auch soweit ok, wird Samstags immer erledigt. Nun kamem die Vermieter vorbei,
überreichten dem Mieter ein Papier „Zusatz Hausordnung“. Darin steht nun u.a. das der Mieter
verpflichtet wären, den Hausflur 2x in der Woche zu reinigen. Ist das rechtens? Zum einen
sind beide Mieter berufstätig und haben besseres zu tun als sich 2x die Woche hin zu stellen
und den Flur zu reinigen, zum anderen herrscht dort kein reger Durchgangsverkehr (3
Parteien). Demnach ist der Schmutz nicht weltbewegend. Und in den trockenen Tagen im Sommer
schon garnicht. Unterschrieben wurde nichts.
- und zu guterletzt: erreichbarkeit: der Mieter musste sich letztens am Telefon anhören,
dass man nie erreichbar wäre und das das kein Zustand wäre. Es ging wie immer um eine
Lapalie und da beide Mieter auf der Arbeit waren, war logischerweise niemand zu Hause und
die Vermieterin stand vor der Tür. Abends rief sie erneut an und sagte oben genannten Text.
Haben Mieter eine Erreichbarkeitspflicht??? Nein, oder? Wenn die Mieter mehr als 3 Tage weg
wären, würden sie Bescheid geben, aber wie kann sie erwarten, dass man unter der Woche um 10
Uhr zu Hause ist? Und dann noch so einen Text ins Ohr drücken?
Naja, es sind viele fragen, auf die der Mieter Antworten sucht
Vielen Dank im vorraus für
den/diejenigen, die sich damit beschäftigen,
vielen Dank
Timo