Probleme mit verstopfung re oberschenk amput

70 Jahre, weibl., vor 5 1/2 Jahren wegen Sepsis operiert. Mein Leben war dann nur noch jedermanns nur nicht meines! Habe jetzt einen sehr starken Bauch, rund und hart, den ich im Krankenhaus, GYN Arzt untersuchen ließ. Es soll meine übergroße Leber sein, die das Wasser auch zurückdrängt und das Fett und daher der Bauch. Außerdem natürlich auch unbeweglich im Rollstuhl, dick geworden und furchtbar depressiv und traurig über mich selbst. Kein Vertrauen in Ärzte, nach Erfahrungen, außerdem nach einigen malen von sehr unangenehmen Untersuchungen, die keine Befunde brachten, habe ich keine Interessen mehr an weiteren Untersuchungen! Habe viele Probleme mit dem Stuhlgang, habe Diabetes II und Herz ist nicht so ok also eine ziemlich „schwierige“ Patientin. Man fühlt sich auch so bei manchen Ärzten, die keinerlei Interesse haben. Ich wäre so sehr dankbar, wenn ich ein paar Tipps bekommen könnte.

Hallo,

ich denke, es gibt mehrere Probleme, die bei dir zusammenkommen.

Bezüglich der Verstopfung kann man natürlich anführen, dass sowohl das Sitzen im Rollstuhl als auch der Diabetes natürlich nicht ganz unbeteiligt sind.

Wichtig, aber das weißt Du sicher, ist die Flüssigkeitszufuhr. Nun wirst Du jedoch mit den Vorerkrankungen (Herzinsuffizienz, fraglich Leberinsuffizienz mit Aszites) nicht umher kommen, mit deinem Hausarzt zu sprechen, ob es für Dich eine Flüssigkeitsbeschränkung gibt.

Unterstützen kann man dann zusätzlich z.B. mit Flohsamen. Aber auch hier gilt: Man muss viel trinken, sonst gibt es eher Verstopfungen.

Einfacher ist es da z.B. Macrogol-haltigem Pulver (z.B. Movicol Beutel, Macrogol-Pulver usw.). Diese nimmt man am besten mit z.B. Joghurt ein und trinkt noch ein Glas nach. Im Magen-Darm-Trakt wird das dann zu einer Art Gel / glitschigen Masse, die die Darmtätigkeit anregt.

Wichtig ist, dass man Flohsamen als auch Macrogol-Pulver regelmäßig anwendet (1 - mehrmals täglich) und nicht erst dann, wenn die Verstopfung schon da ist, weil beide Mittel natürlich nicht die vorhandene Verstopfung auflösen sondern verhindern sollen, dass sich eine neue bildet.

Auch gibt es die Möglichkeit ergänzend von außen durch tiefe, kräftige Massage des Bauches die Darmtätigkeit anzuregen (sogenannte Colon-Massage). Hierzu könntest Du dich bei einem erfahrenen Masseur anleiten zu lassen. Das darf durch den Hausarzt rezeptiert werden.

Wenn Du an alternativen Heilverfahren interessiert bist, so bieten vielleicht auch die traditionell chinesische Therapie oder Akupressur und -punktur interessante Ansatzpunkte.

Viele Grüße,
(B)Engel

Moin Renate,

mir hat ein Proktologe nach einer OP geraten Sauerkrautsaft zu trinken, ja, schmeckt nicht wirklich gut, aber als Medizin ok. Es war ein durchschlagender Erfolg, also nicht zuweit von der Toilette aufhalten :wink:

Alles Gute!

LG Volker