Hallo!
Eine meiner Freundinnen arbeitet an einer sehr kleinen Grundschule, an der nur sie und die Direktorin unterrichten. Für meine Freundin ist es ihr 3. Arbeitsjahr, das 2. davon an dieser Schule. Landidylle pur… wenn da nicht die Direktorin wäre, die sich ständig bei meiner Freundin beschwert, dass sie zu wenig Einsatz zeige. Und wie ich meine Freundin kenne, ist das sicher nicht der Fall. Sie ist sehr fleißig und bemüht und wird von ihren Schulkindern geliebt. Sehr häufig wird sie zu Fortbildungen geschickt, die teilweise auch am Wochenende, aber immer in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden. Das Bestreben der Direktorin ist es offenbar, überall einen guten Eindruck zu hinterlassen… so ist zum Beispiel die jahreszeitlich passende Schulhausdekoration von immenser Wichtigkeit. Weil am Wochenende z.B. eine Veranstaltung im Schulhaus stattfand, mussten extra Bastelstunden für die Osterdeko eingeschoben werden - meine Freundin musste einzelne Stücke auch in ihrer Freizeit fertigstellen. Nun hat meine Freundin um Versetzung angesucht „um nicht mehr so weit fahren zu müssen“ (was auch stimmt - tägl. fast 1 Std.) Die anderen Gründe wird sie ihrer Chefin dann sagen wenn die Versetzung gelungen ist. Auf ihr Ansuchen meinte die Direktorin nur: „Dass du mir jetzt aber nicht weniger arbeitest, gerade weil du dann weg bist!“ Heute ist meine Freundin wieder extrem niedergeschlagen, weil ihr wieder vorgeworfen wurde, sie würde zu wenig tun, obwohl sie, wie sie selbst sagt, „Das Beste gibt“. Was würdet ihr raten?
Danke und Gruß
Colette*
