Probleme mit 'zu'

Hallo Hanna!

Was ich aber mit „Sprachgefühl“ meine, ist die Begabung,
die Eigenheiten einer Sprache rasch zu durchschauen. Ähnliche
Begabungen finden wir im musischen Bereich oder auch im
mathematischen.

Ja.

Im Prinzip geht es doch nur darum, etwas, was von uns allen
als existent angesehen wird, richtig zu benennen, oder?

Nochmals ja.

Lassen wir doch das Wörterbuch entscheiden!
*dasdreibändigebrockhauswörterbuchausdemregalhole*
*emsigblättere*

DA! Sprache! Sprachakademie, …
Sprachgefühl , das (o. Pl.): a) Gefühl, Sinn
für den richtigen u. (im Sinne einer gültigen Norm)
angemessenen Sprachgebrauch:
ein gutes, kein S. haben;
nach meinem S. ist das falsch; **b)**Stilgefühl;

Wörterbücher listen nur Wörter auf, die vom Sprachvolk im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet werden. Sie sind keine zuverlässige Quelle für die Richtigkeit ihrer Anwendung. Durch falsche Anwendung hat schon des öfteren ein Bedeutungswandel bestimmter Wörter stattgefunden.

Dieses Argument kann ich also nicht anerkennen.

Mit „Stilgefühl“ kommen wir den Dingen schon näher.

Grüße
Barney

Hallo Barney!

Wörterbücher listen nur Wörter auf, die vom Sprachvolk im
allgemeinen Sprachgebrauch verwendet werden. Sie sind keine
zuverlässige Quelle für die Richtigkeit ihrer Anwendung. Durch
falsche Anwendung hat schon des öfteren ein Bedeutungswandel
bestimmter Wörter stattgefunden.

Dieses Argument kann ich also nicht anerkennen.

Welche Autorität im Bereich der deutschen Sprache erkennt der Herr der Buchstaben an?

Mit „Stilgefühl“ kommen wir den Dingen schon näher.

Barney! Achtung! Fritz schreibt: „Sprachgefühl ist kein Gefühl wie Liebe oder Glück oder Freude“.
Analog müsste das auch auf das Stilgefühl zutreffen. Wenn Du Fritz wegen des Sprach"gefühls" recht gibst, wie willst Du dann ein Stil"gefühl" akzeptieren?

Hanna

Hallo Hanna!

Welche Autorität im Bereich der deutschen Sprache erkennt der
Herr der Buchstaben an?

Etymologische Wörterbücher.

Mit „Stilgefühl“ kommen wir den Dingen schon näher.

Barney! Achtung! Fritz schreibt: „Sprachgefühl ist kein
Gefühl wie Liebe oder Glück oder Freude“
.

Achtung? Dagegen ist ja nichts zu sagen.

Analog müsste das auch auf das Stilgefühl zutreffen.

Nein. Die abstrakte Sprache (samt ihren Regeln!) kann man erlernen. Stil ist an die Persönlichkeit gebunden, ist individuell, und unterliegt daher nicht solchen Regeln. Der Versuch einen definierten Stil zu erlernen führte nur zur Nachahmung. Und wer will schon Nachahmungstäter sein?

Schönen Abend noch!
Barney

Hallo Barney!

Welche Autorität im Bereich der deutschen Sprache erkennt der
Herr der Buchstaben an?

Etymologische Wörterbücher.

Kluge nimmt an, dass „fühlen“ aus dem Griechischen kommt und ursprünglich „ich betaste, streichle, untersuche“ bedeutet.
Kann man nicht sagen, dass manche Menschen eine Sprache eher „erfühlen“ als sie nur nüchternen Regeln gemäß anzuwenden?

Stil ist an die Persönlichkeit gebunden, ist
individuell, und unterliegt daher nicht solchen Regeln. Der
Versuch einen definierten Stil zu erlernen führte nur zur
Nachahmung. Und wer will schon Nachahmungstäter sein?

Barney, willst Du damit aussagen, es gebe im Idealfall ebensoviele verschiedene Sprachstile wie sprechende Menschen?
Wenn ich mir hier im Forum die Postings durchlese, stelle ich fest, dass sich immens viele Artikel im Stil ähneln. Willst Du da wirklich Unterschiede festmachen? Falls nicht: Gibt es tatsächlich so viele verschiedene deutsche Sprachstile, dass jedem Deutschsprachigen einer übrigbleibt?

Auch Dir einen schönen Abend!

Hanna