hallo Nina,
grüss dich nicole,
sie braucht so lange wie sie braucht für ihre erkenntnisse und
niemand kann ihr diesen aufzwingen - schlicht gesagt leidet
sie noch nicht genug um etwas zu begreifen und zu verändern.
ja stimmt… die Frage ist, wie schlimm muss es noch werden,
bis da was passiert?!?
im grunde ist das nicht die frage - es is deine frage.
für dich ists das so, du erlebst es so - sie aber geht ja zumindest noch einen andere weg - der wird diese frage nicht erlauben/zulassen.
und an der stelle muss ich sagen - du kannst ihr nicht deine sichtweise aufzwingen wenn sie ihre noch so sehr braucht - und das scheint so zu sein, sonst würde es ihr leichter fallen diese gefahren und auswirkungen für ihre kinder z.b zu erkennen.
wie ich schon erwähnte, je mehr du versuchst sie auf gefahren hinzuweisen oder ihr drohst - desto weniger wird passieren.
es gibt einen unterschied ob man sich selbst schützt - also du dich - und ihr freundlich aber konsequent mit auf den weg gibst, dass du ihr versuchst hast behilflich zu sein, ihr tips zu geben, aber nun an dene grenzen kommst (was, wie mir scheint, auch der fall ist).
dass du keinen kontakt wünscht bevor sie nicht wirklich bereit für veränderungen ist, auch wenn deine gefühle für sie als mensch die gleichen sind wie vorher.
evtl schliesst du dich mal mit einem fachmenschen in sachen psyche kurz oder beliest dich auch hier - die psyche ist nicht so einfach wie es dir so erscheinen mag und es ist nunmal ein unterschied ob man von aussen etwas beobachtet oder mitten drin steckt - und man darf sicher davn ausgehen, dass es bei ihr eine prägung gibt oder zumindest subjektive gründe, warum sie noch alles verteidigt und schönredet, bagalellisiert.
solange du das nicht hinterblickst und verstehst, wird das nix - egal wieviel druck du machst - du solltest im gegenteil - meiner ansicht nach den druck rausnehmen - damit sie mal irgendwann luft hat sich zu fragen was sie will und nicht was du willst was sie zu wollen hat und was ihr kerl will, ihre familie etc.
das z.b kann nämlich am ende bei zuviel druck herauskommen.
es wäre an der zeit nicht mehr zu helfen, denn nur so besteht
aussicht auf ausreichenden frust der sich dann in aktion
wandeln kann.
des weiteren übst du ohne es zu wollen druck aus und den hat
sie ja bereits genug.
sie kennnt die möglichkeiten - ich würde ihr mitteilen, dass
sie sich melden kann wenn sie bereit ist etwas zu verändern,
dass du sich unterstützt, aber solange sie in dem zustand
verweilen will, du dich distanzierst - und ich würde ruhig
auch erwähnen, dass die belastung für dich zu hoch ist - da
sie ja nichts verändern will.
Meine Idee war auch schon ihr eine Art Ultimatum zu setzen.
sorry, aber das ist der falsche weg - sie ist nicht dein kind in der pubertät und du überschreitest deine rechte als freundin und hilfst ihrso nicht.
du verhälst dich ja dann, als ginge es um dich! - dabei gehts doch wohl um sie und ihre kids… und nicht darum, dass sie macht was du sagst, deine sicht der dinge zwar nicht in der lage ist zu sehen, aber tut was du sagst weil sie verlustangst hat sonst? - das sind ja wohl u.a. gründe, warum sie bisher bei ihrem kerl bleibt und du würdest doch auf eine andere art und weise genau kopieren was in der familie läuft…
sie wird zerrieben zwischen positionen - das kann ja nicht dein ziel sein.
nochmal - es geht nicht um dich, es geht nicht darum ob du recht hast oder nicht, esgeht darum, dass du ihr klarmachst wie wichtig wie dir ist, du dich aber distanzierst. dazu müsstest du im vorfeld aber idealerweise selbst durchschauen warum sie noch nicht handelt und bei dir verstehen, warum du meinst sie muss dann handeln wenn du es für angemessen hälst und so wie du es für angemessen hälst.
ich stelle übrigens die lage an sich nicht in frage, darum gehts nicht.
ich habe nur gelernt, dass egal wie die lage ist, wenn eine seite die sich als helfende betrachtet nicht wirklich versteht warum sich die person wie fühlt und warum sie gewisse dinge so nicht, noch nicht, tun kann - dann ists für die katz was man versucht - es ist sogar „falsch“.
des weiteren frage ich mich spontan ob deine vorschläge evtl noch eine nummer zu gross sind für sie. evtl wäre es erstmal mit kleinen dingen, die ihr auf ihrem erkenntnisweg behilflich sind besser getan. - also z.b ein besuch bei einer gruppe von angehörigen von trinkern oder der ausdruck von seiten zu diesem thema.
sie braucht schliesslich noch mehr hintergrundwissen als du, sie ists um die es geht und wie soll sie was wahrnehmen und entscheiden ohne das - bisher gings nicht. es gibt also keinen grundanzunehmen, das es sich einfach so ändern würde.
Beispielsweise, wenn sie bis Ende diesen Jahres keine Schritte
unternommen hat, an denen man erkennen könnte, dass sich
wirklich was bewegt, dann soll sie mich nie wieder mit diesen
Problemen belasten, geschweige denn drüber reden. Ich denke
auch dass in diesem Fall nur noch Härte und Konsequenz etwas
bringt.
tja - sie scheint für dich eine art fall geworden zu sein und wieder habe ich das gefühl es geht um dich, dass du erfolg hast sie zu überzeugen und nicht darum, dass dir wichtig ist, dass sie fühlt was sie noch nicht fühlt.
will heissen - sich zu distanzieren kann man auf verschiedene arten und weisen machen - so wie du es beschreibst klingt es wie eine strafe.
aber das soll es nicht sein, sich nicht so anfühlen, für keinen von euch beiden.
distanz stellt hier aus meiner sicht das einzige mittel dar.
des weiteren täte es dir gut, du hängst dich zu sehr rein (die
frage nach dem warum - also den eigenen gründen wäre ja evtl
auch mal ein ansatz für dich selbst)
ich denke mal bei mir ist das Jobbedingt, ich bin bei der
Kriminalpolizei und sehe solche Zustände regelmäßig.
ein grund mehr mal zu versuchen hinter das zu blicken was man sieht.
hier gehts nicht um rechtfertigung von opfer oder täter - sondern darum zu verstehen was wie funktioniert, wie z.b eine frau wie deine freundin beschaffen sein muss um das alles mitzutragen, wie so eine bindung „funktioniert“… naja, da steckt so viel dahinter und für den job mag das nicht so wichtig sein, aber für den umgang meine ich schon.
Aber,
hier erlebe ich das alles aus einer anderen Perspektive, zumal
ich beruflich zu solchen Familien dann komme, wenn zumeist
leider alles zu spät ist.
das es meist zu spät ist, ists klar, liegt aber an vielen ursachen verschiedenster art und verschiedenster bereiche.
gäbe es menschen mit kompetenz in sachen verstehen, die in familien kämen bevor es zum äussersten kommt, liesse sich so einiges umgehen -
aber man kann ja nicht lauter psychologen eben mal so aus der hüfte in diese familien schicken, das ist schon klar.
aber nun, hier landen wir bei theorien die zu weit weg sind.
Ich weiß wozu solche Verhältnisse
führen können und versuche es in meinem Freundeskreis zu
verhindern…
auf deine weise und ich glaube, die art und weise ist - wie gut auch immer gemeint - nicht so wirklich erfolgsversprechend. das anzuerkennen und entweder neue wege zu suchen oder sich zu distanzieren ist eine entscheidung die du mit dir ausmachen musst - und ggfs. nat. auch im wie…
hmmm ist das schon ein Helfersyndrom???
das weiss ich nicht. aber für mich fühlt sich hier etwas „schief“ an.
also falsch im sinne von - das eine willst du gerne tun - aber das andere kommt dabei heraus - was nun nicht zwingend mit dir zusammenhängen muss, aber ich sehe selbst durch meine eigenen veränderungen im umgang mit menschen die hilfe suchen, wie sehr es davon abhängt wie man vorgeht - ob man jemanden erreicht.
und ich habe auch für mich begriffen, ich muss emotional eine gewisse distanz halten und darf nicht meinen ehrgeiz dranhängen - sonst gehts nämlich irgendwann in erster linie nur darum, dass du frustiert bist, weil du nicht erfolgreich bist - und diese selbsterkenntnis ssowie weitere können ganz schon schmerzen. sicher ist aber, niemand tut oder lässt etwas aus selbstlosigkeit - ich nicht, du nicht.
es geht also immer auch um den eigenen gewinn.
ob du z.b darüber hinaus in ansätzen irgendwie mal selbst ähnliches erlebt hast wie deine freundin, wäre z.b ein weiterer punkt.
wäre dem so, würde ich dein vorgehen besser verstehen können.
aber das wäre für die „sache“ ein zusätzliches problem. denn es wäre dir zu nahe…aber das ist wiederum ein sonderthema.
aber evtl liest du mal auf der HP von oliver oder anderen fachleuten hier und so kannst du allg. evtl einen weiteren zugang finden, das könnte dir helfen und ihr evtl.
LG Nicole
PS: was du evtl noch machen könntest, wäre in der tat dem
jungenamt mal einen deutlichen hinweis zu geben - denn wird
die mutter geschlagen und stimmt die beschreibung der
fam.-sit., herrscht ja eine form der gewalt im hause. mit
etwas glück stellt man diese familie zumindest unter
beobachtung.
In diesem Falle werde ich mich jetzt dann mal schlau machen!
gut! - wobei - in deinem job - weiss man das da nicht ohnehin?
und in deinem job gibts doch sicher auch polizeipsychologen oder
ähnliches .- evtl versuchst du da mal ein gespräch zu führen um dir
etwas über hintergründe von familien erkären zu lassen wie im fall deiner freundin.
noch eines, ich will nicht niedermachen wie du dich bemühst um sie.
ich hoffe, dass das so nicht rüberkommt, sonst wäre es ein gründliches missverständnis, aber ich bin etwas in sorge diesbezüglich.
LG
nina