Hi Mariella !
Bin zwar kein Lehrer, habe aber u.a. Englisch studiert und kann dir hier ein paar Tipps mitgeben:
Überall dort, wo die deutsche Grammatik komplexer ist als die Englische, wird es wohl für English speakers schwierig. Also zB. bei den Artikeln. Wann sagt man „der“, wann „die“, wann „das“ ? Hier gibt es einige Regeln, ZB. sind Substantiva, die auf „-ung“ und „-heit“ enden, immer feminin. Solche, die zB auf „is“ enden, neutra. Die Regeln stehen mE. im Duden.
Schwieriger ist Deutsch auch bei den Tempi. Man sagt zwar „ich BIN gelaufen“ oder „ich BIN gegangen“, aber „ich HABE gegessen“ oder „ich HABE geglaubt“. Im Englischen funktioniert ja die Present Perfect immer mit HAVE/HAS. Auch hier gibt es im Deutschen eine Regel: Bewegungs-Verba, so glaube ich zumindest, gehen immer mit SEIN, alle anderen mit HABEN. Obwohl es da oft auch zwei richtige Formen gibt: Man kann sowohl ICH HABE GESESSEN als auch ICH BIN GESESSEN sagen. Zumindest bei uns in Österreich gibt es nur die Form BIN GESESSEN. HABE GESESSEN kenne ich nur aus Deutschland.
Noch etwas fällt mir ein: Im Englischen sind Past Tense und Konjunktiv ident. Im Deutschen nicht, hier unterscheiden sich die Formen leicht: „durfte/dürfte“, „musste/müsste“, „ging/ginge“, „aß/äße“ - also meist durch Umlautbildung. Außerdem gibts im Deutschen den Konjunktiv II: "esse (I) /äße (II) ", „gehe/ginge“. Alles komplizierter als im Englischen.
Auch bei den vielen Konjunktionen und Deklinationen werden sich wohl English speakers schwer tun.
Noch was zur Aussprache: Schwer tun sich Engländer bei den phonetischen Kombinationen /pf/, /ps/, /kn/, und /ch/, weil es die im Englischen nicht gibt. Engländer/Amis sprechen sie /f/, /s/, /n/ und /k/ aus. Da wirst du wohl viel mit ihnen üben müssen…
Viel Spaß und viel Erfolg !
Pierre