Problemhund?

Hallo,

vor 1 Jahr haben wir einen damals 6jährigen Schäferhund aus schlechter Haltung übernommen (10kg Untergewicht, Stachelhalsband in Kombination mit 5m Laufleine, Schläge usw). Er hat sich prima bei uns eingewöhnt.
Nach ein paar Wochen knurrte er plötzlich, wenn wir uns in der Küche aufhielten während er fraß. Das ging dann bis hin zum Beißen, als wir auf Anraten eines Tierarztes ihn der Küche und dann noch seiner Decke verwiesen.
Eigenartigerweise knurrte er nur bei uns zu Hause. Waren wir bei Verwandten und haben ihn dort gefüttert und uns in der Küche aufgehalten, ist ihm das egal.
Wir haben uns einfach damit beholfen, die Küche einfach nicht zu betreten, wenn er abends sein Fressen kriegt. Ist das okay, oder könnte das ernsthaft dazu führen, dass er eines Tages die Küche als sein Revier betrachtet?

Ich muss dazu sagen, dass das mit dem Knurren anfing, als wir die Rangigkeit noch nicht ausgekämpft hatten. Inzwischen weiß er, dass im Rudel hinter uns steht, akzeptiert es auch, wenn man kurz in die Küche geht (beim Fressen) - guckt aber, so dass ich das Gefühl habe, er würde knurren, wenn wir zu lange blieben.

Freue mich über Antworten.
Andrea

Hallo!
Wäre mir da nicht so sicher, dass der Hund weiß, welche Position er im Rudel hat bzw. dass er annimmt, er hätte eine niedrige. Laut deinen Erzählungen scheint es eher so, als denke der Hund, er sei der Boss! Denn nur Alphatiere dürfen in Ruhe fressen und jeder, der es wagt, dass anzuzweifeln, wird angegriffen.
Ganz klar darf der Hund euch NIEMALS anknurren! Schon gar nicht, wenn er Futter hat! Im Gegenteil müßte er sich das Futter jeder Zeit weg nehmen lassen!
Meiner Meinung nach müßtet ihr die Rudelordnung noch mal ganz klar definieren, und der Hund muss für ihn ersichtlich die untergeordnetste Rolle einnehmen! Das heißt: Das Alphatier (also ihr) geht zuerst durch die Tür, begrüßt als erstes den Besuch, frisst zuerst, bestimmt, wann gespielt und geschmust wird und wann nicht.
Auf keinen Fall darf der Hund in diesem Fall Ruheplätze wie das Sofa oder Bett einnehmen! Die sind nur für Alphatiere bestimmt!
Am besten besucht ihr mit eurem Hund eine Hundeschule und macht gezieltes Unterordnungstraining!
Bei einem kleinen Hund würde ich euch raten, in der Fressenssituation zu versuchen, den Napf wegzunehmen und bei Drohung des Hundes diesen auf den Rücken zu werfen. Bei einem größeren Hund ist das natürlich problematischer. In einer Hundeschule kann aber durch gezielte Übungen dazu beigetragen werden, dass der Hund seine Position innerhalb des Rudels verändert.
Auf keinen Fall die Küche meiden! Verändert den Fressplatz! Der Hund muss „Sitz“ und „Warte“ ausführen, bevor er fressen darf!
Viel Glück!
Bei Fragen könnt ihr euch gerne noch per e-mail an mich wenden!
Galli

Schlimme vorgeschichte…
Naja, zu deinem problem:
Mein Hund knurrt auch ab und zu wenn einer meiner beiden kater beim fressen in die küche kommt-das ist ein natürlicher instinkt und ist nur wegen dem futterneid.
er macht es bei verwandten nicht, weil es nicht sein zuhause ist. von daher hat er seine stellung im rudel begriffen.
Macht euch da keine sorgen solange er euch nicht angreift. Falls dieser moment kommen sollte wehrt euch auf keinen fall mit schlägen, sondern stellt euch so über ihn, dass ihr mit euren beinen zwischen rippen und hüften seid, damit er nicht weg kann und haltet ihm mit einer oder ggf. auch beiden händen die schnauze zu(also so übergreifen). dazu redet mit ihm, dass er das nicht darf,etc.
das wurde mir in der hundeschule beigebracht und hat bis jetzt bei jedem hund funktioniert. Das übergreifen sieht man oft bei hundemüttern, die das bei den kleinen machen. die schnauze ist sehr empfindlich, daher lässt sich ein hund damit zügeln.

Hallo,

ich würde auch meinen, dass Galli recht hat. Dein Hund ist mit Sicherheit nicht der Rangniedrigste in euerem Rudel.Auch wenn es nicht dem Anschein hat; dennoch zeigt sich sein Rang beim „Fressen“ Hier ist der Hund auf jedem Fall der Boss ! Heute ist es nur bei Fressen und morgen vielleicht macht er in einer anderen Situation deinen Rang streitig, wenn du nichts dagegen unternimmst. Du darfst dann auch keine Angst zeigen Und aus der Küche gehen, wenn dein Hund meint Dich anknurren zu müssen. Wenn du ihn gwähren läßt, hat er genau das erreicht, was er wollte.

GRüße Baja

Mein Hund knurrt auch ab und zu wenn einer meiner beiden kater
beim fressen in die küche kommt-das ist ein natürlicher
instinkt und ist nur wegen dem futterneid.

Bei anderen Tieren ist das aber auch was anderes, weil die in der Rangordung evtl. unter ihm stehen. Der Mensch darf das nie!!

Macht euch da keine sorgen solange er euch nicht angreift.

Bitte?? Solange er nicht angreift ist alles ok? Das ist doch Quatsch! Für den Hund reicht es ja anscheinend aus, nur ein bißchen zu knurren, und das ist schlimm genug! Der Hund darf NIEMALS seinen Menschen anknurren! Da läuft dann was ganz verkehrt!

Falls dieser moment kommen sollte wehrt euch auf keinen fall
mit schlägen, sondern stellt euch so über ihn, dass ihr mit
euren beinen zwischen rippen und hüften seid, damit er nicht
weg kann und haltet ihm mit einer oder ggf. auch beiden händen
die schnauze zu(also so übergreifen). dazu redet mit ihm, dass
er das nicht darf,etc.

Nicht mit dem Hund reden, im Sinne von „auf ein einreden“! Ein klares „NEIN!“ und ein gezielter, unmittlebarer Schnauzgriff. Über den Hund stellen muss man sich dabei aber nicht unbedingt. Ein SChnauzgriff allein muss reichen. Sollte der nicht funktionieren und der Hund knurrt noch mehr, dann muss er mit einem Ruck umgeworfen werden, und zwar auf den Rücken. Das ist die schlimmste Unterwerfung für den Hund!
Ich bin allerdings der Meinung, dass erst mal in anderen Dingen die Rangordnung geklärt werden muss (s. die Dinge, die ich in meinem anderen Posting aufgelistet habe). Wenn man sich sofort mit der brenzligen Situation konfrontiert, sprich den Hund in der Fresssituation „angreift“ (und das ist es ja aus seiner Sicht), dann zieht man unter Umständen den Kürzeren, weil der Hund körperlich überlegen ist. Und dann hat man ein ernstes Problem!
Also erst mal klein anfangen, dem Hund nach und nach seine Position klar machen. Dann legt sich das Verhalten in der Küche evtl. von alleine oder kann dann nach einiger Zeit noch gezielt angegangen werden.
Sorry, wenn ich dir so widerspreche! Aber aus hundepsychologischer Betrachtung ist es einfach falsch, was du geschrieben hast.
Gruß, Galli

Danke für Eure Antworten,

wir machen das schon so, dass wir zuerst zur Tür reinkommen, wir zuerst essen, er nie auf die Couch oder ins Bett darf usw… allerdings haben wir das erst nach 4 oder 5 Monaten angefangen, als wir uns ein bißchen informiert hatten.
Seitdem wurde sein Gehorsam schlagartig besser. Als wir diesen argen Futterstress hatten, knurrte er auch schon mal, wenn man sich sich zu ihm runterbeugte, wenn er irgendwo auf einer seiner Decken lag.
Wenn ich mich jetzt zu ihm runterbeuge, legt er sich sofort auf die Seite und hebt seine Pfote, damit wir ihn am Bauch kraulen können. Ich denke schon, dass er begriffen hat, dass er nicht Chef ist.
Die Vorbesitzerin hatte wohl 2 Katzen. Wir vermuten, dass die evt. mit aus seinem Napf fraßen … und das dann in Verbindung mit dem argen Hunger, den er immer gehabt haben muss… vielleicht ist er deswegen ja so mißtrauisch?
Früher lief er auch ganz schrecklich an der Leine (ist ja klar bei einer Laufleine, die er vorher hatte - dank dem Stachelshalsband war er auch abgehärtet, was Schmerzen anging). Inzwischen läuft er ganz gut, bleibt auch hinten, wenn man an einer engen Stelle ist (natürlich möchte er gern nach vorn, aber er akzeptiert inzw., dass wir vorn laufen). Früher war er da immer voller Hektik.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin mir schon sicher, dass er weiß, wo er im Rudel steht, mag ihn aber beim Fressen auch nicht provozieren - er hatte genug Stress in seinem Leben. Da wir ihn sonst zwar streng, aber mit viel Liebe behandeln, hoffe ich, dass er diesen Freiraum nicht ausnutzt.

In diesem Fall würde ich euch vorschlagen, sein Futter gegen etwas besseres zu tauschen! Ihr nehmt irgendetwas, was er super gerne frisst. Käse oder bestimmte Leckerchen oder so. Irgendwas, was er super gerne mag. Und während er frisst, bietet ihr ihm dieses Leckerchen an und sagt dabei „Aus“. So lernt er, dass es für ihn von Nutzen ist, wenn er euch an sein Futter läßt.
So übt man auch bei Welpen den Befehl „Aus“.
Nach und nach die Leckerchen minimieren und später ganz weglassen.
Der Hund muss begreifen, dass er einen Vorteil hat, wenn ihr in die Küche kommt und sein Futter weg nehmt.
Zusätzlich würde ich die Futterstelle verändern und die Decke aus der Küche nehmen. Er darf die Küche nicht mehr als SEIN REVIER betrachten.
Füttert ihn mal woanders, das bringt ihn ein wenig durcheinander.
Auf jeden Fall würde ich an der Sache arbeiten, denn gut ist es nicht, dass er auch dabei anknurrt. Das kann schnell schlimmer werden!
Bleibt dran und akzeptiert sein Verhalten auf keinen Fall!
Galli

Hallo Galli!

Bitte fühl dich jetzt nicht angegriffen, aber einige deiner Tipps sind aus der Mottenkiste der Hundeerziehung.

Geh doch mal zu http://www.spass-mit-hund.de/

und dann schnüffel dich mal in der Rubrik „Mehr Wissen“ durch die 4 Punkte durch. Ich versprech dir, du wirst dort viel Neues lernen und die Inhaberin dieser Seite wird auch gern deine Fragen beantworten.

Einige der dort empfohlenen Hundebücher habe ich mir auch geholt und seit dem versteh ich unsere beiden Burschen viel besser, ohne dieses ganze Dominanzgedöhns.

Die anderen Themen auf dieser HP sind auch seeeehr empfehlenswert.

Liebe Grüße von Beate

Meiner Meinung nach müßtet ihr die Rudelordnung noch mal ganz
klar definieren, und der Hund muss für ihn ersichtlich die
untergeordnetste Rolle einnehmen! Das heißt: Das Alphatier
(also ihr) geht zuerst durch die Tür, begrüßt als erstes den
Besuch, frisst zuerst, bestimmt, wann gespielt und geschmust
wird und wann nicht.
Auf keinen Fall darf der Hund in diesem Fall Ruheplätze wie
das Sofa oder Bett einnehmen! Die sind nur für Alphatiere
bestimmt!
Am besten besucht ihr mit eurem Hund eine Hundeschule und
macht gezieltes Unterordnungstraining!
Bei einem kleinen Hund würde ich euch raten, in der
Fressenssituation zu versuchen, den Napf wegzunehmen und bei
Drohung des Hundes diesen auf den Rücken zu werfen. Bei einem
größeren Hund ist das natürlich problematischer. In einer
Hundeschule kann aber durch gezielte Übungen dazu beigetragen
werden, dass der Hund seine Position innerhalb des Rudels
verändert.
Auf keinen Fall die Küche meiden! Verändert den Fressplatz!
Der Hund muss „Sitz“ und „Warte“ ausführen, bevor er fressen
darf!
Viel Glück!
Bei Fragen könnt ihr euch gerne noch per e-mail an mich
wenden!
Galli

Hallo!
Ich glaube nicht, dass meine Einstellung Hundeerziehung gegenüber „aus der Mottenkiste“ ist! Ich habe deine empfohlene Seite angeschaut und auch nichts neues gelesen.
Ich bin dennoch der Meinung, dass Gesten wie der „Schnauzgriff“ oder das „Unterwerfen“ für einen Hund von großer Bedeutung sind.
Ich habe ebenfalls zahlreiche Bücher (aktuelle) zum Thema gelesen.
Natürlich lernt der Hund am besten durch positive Verstärkung, besonders durch das Clickertraining. Positive Verstärkung ist das A und O der Hundeerziehung. Aber ganz ohne Strafe kommt man eben nicht immer aus! „Strafen“ bedeuten ja nicht Schläge oder so etwas.
Aber wenn man sich ein Wolfsrudel betrachtet, dann wird einem schnell auffallen, dass da nicht nur mit positiver Verstärkung „gearbeitet“ wird, im Gegenteil!
Bei „schweren Vergehen“ wird der Hund bzw. der Wolf sofort „bestraft“, und zwar im Sinne der Unterordnung.
Hunde wie Wölfe leben nun mal in einer Hierarchie, sie brauchen die hierarchische Ordnung für ihr Wohlbefinden! Und Hierarchie bedeutet nun mal, dass einer „die Hosen an hat“, und das ist im Falle des Haushundes eben der Mensch.
Bei leicht zu beeindruckenden Hunden reicht es sicherlich, durch Ablenkung und positive Verstärkung das gewünschte Erziehungsziel zu erreichen. Aber Hunde, die ein dominantes Verhalten an den Tag legen, also quasi versuchen, die Rolle des Alphatieres anzufechten und zu erobern, müssen zurechtgewiesen werden.
In einem Wolfsrudel geht es dabei heiß her!
Ich finde Handlungen wie den Schnauzgriff, das Umwerfen, als erster durch die Tür gehen, als erster Besuch begrüßen, etc. keineswegs veraltet, denn genau so läuft es ja noch heute in einem Wolfsrudel ab!
Das Alphatier frisst zuerst, kriegt die besten Stücke ab, liegt auf dem erhabensten Platz, verteidigt zuerst das Revier usw.
Wenn ich also als Mensch die Rolle des Alphatieres übernehmen will - was ich tun muss!- dann muss ich mich im Prinzip ähnlich einem Alphawolf verhalten. Nichts anderes verdeutlichen die von mir genannten Verhaltensweisen. Noch mal zum Verständnis: all diese Dinge wende ich NUR bei einem dominanten Tier an, dass meine Rolle anficht.
Und das tut ein Hund nun mal, der mich anknurrt.
Ich ahme ja nur das Alphatier nach, was soll daran veraltet sein??
Galli

Hallo Andrea,

das Problem hatten wir auch mal mit einer Doggenhündin, die wir aus zweiter Hand übernommen hatten. Sie knurrte uns an, wenn wir ihr an den Fressnapf wollten.

Wir haben sie dann sofort energisch auf ihren Platz geschickt und ihr das Fressen weggenommen. Nach einer Wartezeit (20 min.) wurde sie wieder gerufen und bekam das Fressen wieder vorgesetzt. Knurren? Gleiches Spiel von vorne.

Sie hat ziemlich schnell gelernt, dass wir uns das nicht gefallen lassen und dass Knurren genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich bezweckte, und fortan kam das nicht mehr vor. Jeder Hund lernt aus Erfolg, aber auch aus Misserfolg.

Wenn ein Hund lernt, dass er seine „Eltern“ durch Knurren aus der Küche vertreiben kann, wird ihn dieser Erfolg irgendwann dazu bewegen, auch bei anderen Gelegenheiten seinen Willen mit dem gleichen Mittel durchzusetzen. Hat einmal funktioniert, wird wieder funktionieren.

Ich kann mich aus meiner praktischen Erfahrung den Ausführungen von Galli anschließen. Die neuen Erkenntnisse über die Rangordnung von wild lebenden Wölfen, auf die Beate verweist (siehe http://www.spass-mit-hund.de/) mögen zwar richtig sein, aber auf dieser Seite selbst wird ja auch ausgeführt, dass das Wolfsverhalten gar nicht zu 100% auf das Hundeverhalten übetragbar ist.

Ich kann aus meiner eigenen jahrelangen Erfahrung mit Hunden nur bestätigen, dass die Rangordnung sehr wichtig ist, wenn man vermeiden will, dass einem der Hund irgendwann „auf dem Kopf herumtanzt“.
Die Durchsetzung der Rangordnung hat dabei nichts mit Unterdrückung oder gar Gewalt zu tun, sondern in erster Linie damit, wer agiert und wer reagiert. Ich muss als Chef das Heft in der Hand haben, ich bestimme, wann was geschieht. Wenn man das konsequent einhält, ergibt sich die Rangordnung meistens nebenher von alleine.

Wir überschütten unsere Hunde wirklich mit Liebe und Zärtlichkeiten, aber sie wissen sehr genau, wer der Boss ist, und obwohl unsere „Kleine“ extrem verfressen ist, lässt sie sich das Fressen jederzeit wegnehmen, und sie bleibt auch mit triefender Schnute vor dem vollen Napf sitzen, wenn wir sagen „Warte!“.

Ich kann Dir nur raten, dieses Knurren konsequent zu unterbinden. Nicht den Napf wegnehmen, das könnte in’s Auge gehen, sondern den Hund erst energisch wegschicken und dann den Napf hochstellen.

Grüße
Sebastian

Hallo Andrea,

es ist zwar schlimm aus welchen Verhältnissen Ihr den Hund geholt habt, aber auch dieser Hund muss lernen das Ihr die Alphatiere seid und nicht er. So wie Ihr das handhabt kann das saugefährlich werden. Das mit der Tür und mit dem „vor dem Hund essen“ ist ja schon ganz gut aber die anderen Kleinigkeiten solltet Ihr schon auch noch in den Griff bekommen. Der Hund wird ja damit, das er der letzte in der Rangordnung ist, nicht gequält. Er fühlt sich nur nicht wohl wenn er nicht seinen festen Platz in der Rangordung hat. Und den hat er bei euch Meiner Meinung nach nunmal nicht. Meint Ihr ehrlich der Hund würde es auf längere Zeit darauf belassen euch schief anzugucken wenn Ihr es wagt die Küche während des Fressens zu betreten? Er wird diese Freiheit auch auf die anderen Bereiche ausweiten,früher oder später, und dann habt Ihr ein echtes Problem. Informiert euch doch mal bei einer Hundeschule oder einem Hundetrainer. Wenn Ihr wollt kann ich euch mal die E-Mail-Adresse meiner Freundin schicken,die ist Hundetrainerin und richtig gut!Vermeidet aber bitte solche Hundeschulen die so nen Scheiß angeben wie über den Hund stellen und so weiter. In so einer Situation fühlt sich euer Hund nämlich dann voll von euch bedroht und könnte zubeißen. Ein Mensch der sich über den Hund beugt wird generell als bedrohlich angesehen ob er nun streichelt oder nicht. Manche Hunde scheint dies zwar nicht zu stören (Ausnahmen bestätigen die Regel) aber es ist dennoch mit Vorsicht zu genießen. Gegen den sogenannten Schnauzgriff ist generell ja nichts zu sagen aber bitte nicht in so einer Situation.
Und überhaupt wird der Besitzer nicht angeknurrt. Daran müßtet Ihr eigentlich schon sehen das da was mit der Rangordnung wohl doch nicht so in Ordnung ist. Klar machen viele Menschen Fehler im Umgang mit Hunden aber so wie das bei euch ist scheint mir dies einfach ein Dominanzproblem zu sein.

Auch schreibt Ihr das er nie auf der Couch liegen darf. Was macht er wenn Ihr weg seid? Ich würde alle erhöhten Sitzplätze verbarrikadieren so das er notgedrungen auf dem Boden liegen muss.
Sollte er euch noch einmal anknurren würde ich Ihn energisch wegschicken. Damit fühlt er sich vom Rudel ausgestoßen und das ist mal gar nicht toll für den Hund, außerdem kriegt er so auch schnell mit das er was falsch gemacht hat.

Ich hoffe, auch für euren Hund, dass Ihr euch alles nochmal gut überlegt bevor Ihr das so laßt wie es im Moment ist.

Viel Glück und liebe Grüße Yvonne

wir machen das schon so, dass wir zuerst zur Tür reinkommen,
wir zuerst essen, er nie auf die Couch oder ins Bett darf
usw… allerdings haben wir das erst nach 4 oder 5 Monaten
angefangen, als wir uns ein bißchen informiert hatten.
Seitdem wurde sein Gehorsam schlagartig besser. Als wir diesen
argen Futterstress hatten, knurrte er auch schon mal, wenn man
sich sich zu ihm runterbeugte, wenn er irgendwo auf einer
seiner Decken lag.
Wenn ich mich jetzt zu ihm runterbeuge, legt er sich sofort
auf die Seite und hebt seine Pfote, damit wir ihn am Bauch
kraulen können. Ich denke schon, dass er begriffen hat, dass
er nicht Chef ist.
Die Vorbesitzerin hatte wohl 2 Katzen. Wir vermuten, dass die
evt. mit aus seinem Napf fraßen … und das dann in Verbindung
mit dem argen Hunger, den er immer gehabt haben muss…
vielleicht ist er deswegen ja so mißtrauisch?
Früher lief er auch ganz schrecklich an der Leine (ist ja klar
bei einer Laufleine, die er vorher hatte - dank dem
Stachelshalsband war er auch abgehärtet, was Schmerzen
anging). Inzwischen läuft er ganz gut, bleibt auch hinten,
wenn man an einer engen Stelle ist (natürlich möchte er gern
nach vorn, aber er akzeptiert inzw., dass wir vorn laufen).
Früher war er da immer voller Hektik.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin mir schon sicher, dass er
weiß, wo er im Rudel steht, mag ihn aber beim Fressen auch
nicht provozieren - er hatte genug Stress in seinem Leben. Da
wir ihn sonst zwar streng, aber mit viel Liebe behandeln,
hoffe ich, dass er diesen Freiraum nicht ausnutzt.

Hallo Yvonne,

vielen Dank für Deine Tipps.
Wenn wir weg sind, legt er sich gern auf die Couch bzw. würde er gern … wir machen es ihm da immer hübsch ungemütlich - fällt also aus.
In 14 Tagen haben wir Urlaub. Dann wollen wir das Fütterungsproblem angehen. In einem Buch oder hier im Forum hab ich ein Tip bekommen, den wir ausprobieren möchten:

Neben den Napf stellen, wenn er knurrt, der Küche verweisen, Futter dann wegstellen…nach ein paar Minuten Prozedur wiederholen usw solange bis er aufgibt. Wir wollen extra noch warten, bis wir Urlaub haben, weil das sicher Zeit und Geduld erfordert.
Ein anderer Tip war auch, sich mit etwas noch viel leckererem neben den Napf zu stellen und ihm das anzubieten.
Klingt auch gut.
Wir werden wohl beides ausprobieren und hoffentlich erfolgreich sein.
Falls nicht, gehts zur Hundetrainerin.

Er ist halt bereits 7 Jahre alt, für einen Schäferhund somit also schon sehr alt, ist auch nicht der Gesündeste. Ich hoffe sehr, wir haben Erfolg

Liebe Grüße
Andrea

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Hallo Andrea,

erstmal danke. Hab hier vielleicht noch was interessantes. Ist mir auch noch eingefallen.
Helfen kann auch wenn Du ihn einige Zeit aus der Hand fütterst, half bei einem Problemhund den meine Freundin im Training hatte auch sehr gut. Die Leute hatten die gleichen Probleme wie Ihr.

Hoffe ich darf bald noch mehr positives von euch lesen!

Wünsche viel Glück und bis bald.

Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallochen,

wir hatten ja das Problem, dass unser Hund knurrte, wenn wir während des Fütterns in der Küche blieben. Das hatte er angefangen, kurz nachdem wir ihn damals von der Vorbesizerin übernommen hatten und die Rangfolge noch nicht klar war.
Ich hatte ja allerlei Tipps dazu bekommen.

Gestern haben wir ihn während des Kochens gefüttert - waren also beide in der Küche und … nichts. Er fraß seelenruhig sein Futter und wurde anschließend natürlich sehr gelobt.

Meine Hoffnung ist nun, dass es vielleicht gar kein Problem mehr gibt.
Oder könnte das ein einmaliger positiver Ausrutscher gewesen sein???
WIr werden es wohl heute abend wissen.

Hoffnungsvoll
Liebe Grüße
Andrea

Hi Andrea,

naja, nach allem was ich gelesen habe wäre ich zu nächster Zeit noch vorsichtig. Könnte wirklich ein positiver Ausrutscher gewesen sein.
Bei dem Problemhund den ich beschrieben habe war es auch nicht ständig so das er geknurrt bzw. gebissen hat.
Bin mal gespannt wie es weitergeht.
Hoffe natürlich das Ihr das in den Griff gekriegt habt.

Viele liebe Grüße

Yvonne

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