Probs am Arbeitsplatz

Hallo,

ich bin jetzt in der 24. SSW und muss mit Resturlaub usw. noch bis Ende Dezember arbeiten.
Nun ist es so, dass mich einige Situationen am Arbeitsplatz schon belasten:

  1. Chef u. Chefin können selbst keine Kinder kriegen und sind daher etwas empfindlich, was meine Schwangerschaft angeht. Die neidischen Blicke auf meinen Bauch, die schnippigen Antworten auf einfache Fragen u.v.m. gehen mir schon auf die Nerven.
  2. Ich bekomme so gut wie keine Arbeit mehr, weil die Kollegin die mich während meinem Erziehungsjahr vertreten soll ja angelernt werden muss (aber mir deshalb wirklich fast GAR NICHTS mehr zu geben?!) Das heißt, ich sitze drei viertel der Arb.zeit rum und mach, als würd ich was tun, daraus folgt:
  3. Die ständige Sitzerei belastet mein Steiß und mein Kreuz, was zwischenzeitlich auch schon mal bis in den Bauch zieht.
  4. Die Kollegen, die einfach nicht verstehen können, warum zum Geier ich jetzt schwanger werden „musste“ lassen mich das auch spüren, in dem sie mich einfach meiden (is eigentlich nur einer, aber der mit dem ich eigentlich am meisten zu habe/hatte und der von Familie etc eh nicht viel hält)… *aaargh*

Ich kann das alles nicht verstehen. Ich war bis auf 3 Tage nie krank seit ich hier bin (3 J.), ich bin zuverlässig, arbeite sauber und schnell und dann sowas.
Ich bin eben ein Mensch, dem sowas nahe geht und ich kann da einfach nicht drüber weg schauen. Mich belastet das und ich will nicht, dass sich das auf meine Süße überträgt…
Wär sich arbeitsunfähig schreiben zu lassen hier übertrieben? Ich will ja in guter Erinnerung in einem/zwei Jahr(en) hier (evtl.) weiter arbeiten (wenn ich nix anderes finde in der Zwischenzeit).

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr damit umgegangen.
Um Rat bittet
Anke

Hallo Anke,

du tust mir leid und sicherlich kommen neben den körperlichen Beschwerden bei so etwas eines Tages auch die Seelischen dazu. Die Frage die du dir stellen solltest ist, ob du wieder in der Firma anfangen möchtest (dann kommst du um ein klärendes Gespräch nicht herum) oder ob du sagst du findest auf jeden Fall einen anderen Job (denk auch an Teilzeit etc.) und sagst ihr könnt mich jetzt alle mal.

Du hast nichts verbrochen, es ist nicht strafbar schwanger zu werden und man muss sich vorher auch keine Genehmigung einholen (Gott sei dank).

Ich kann verstehen, dass eine Schwangerschaft kleinen und mittleren Betrieben hier und da eine Strich durch die Rechnung macht aber so etwas darf man doch nur denken und nicht den anderen spüren lassen.

Meine emotionale Entscheidung stünde fest, bleibt noch die wirtschaftliche für die Zeit nach dem Mutterschutz zu klären.

Viel Glück und viele Grüsse
Me

Hi,

Wär sich arbeitsunfähig schreiben zu lassen hier übertrieben?

Zunächst mal ja, meine ich, zumindest, bevor Du nicht versucht hast, die unbefriedigende Situation zu ändern. Schwangerschaft ist schließlich keine Krankheit.

Punkt 1 und 4 halte ich so aus der Ferne für relativen(!) Kleinkram, aber hieran

  1. Ich bekomme so gut wie keine Arbeit mehr
  2. Die ständige Sitzerei belastet mein Steiß und mein Kreuz

kannst und solltest Du arbeiten.

Gruß,

Malte

Hallo Malte,

Punkt 1 und 4 halte ich so aus der Ferne für relativen(!)
Kleinkram,

Kleinkram, ja? :frowning:
Ok, die Wahrscheinlichkeit, dass du schwanger wirst, ist doch eher sehr gering, aber stell dir mal vor, du wärst es: Du würdest dich freuen wie ein Schneekönig und alles, was von den Menschen kommt, mit denen du täglich 9 Std. verbringen MUSST (hast ja leider keine andere Wahl), ist Ignoranz und Neid und böse Blicke. Und das alles ab dem Tag, an dem öffentlich wird, was mit dir los ist. Das belastet sehr!

Nichts für ungut und viele Grüße
Anke

Hallo Malte,

Punkt 1 und 4 halte ich so aus der Ferne für relativen(!)
Kleinkram,

Kleinkram, ja? :frowning:

Ja, für relativen KLeinkram, in Bezug auf Deinen Gedanken, die krank schreiben zu lassen.

Ok, die Wahrscheinlichkeit, dass du schwanger wirst, ist doch
eher sehr gering, aber stell dir mal vor, du wärst es: Du
würdest dich freuen wie ein Schneekönig und alles, was von den
Menschen kommt, mit denen du täglich 9 Std. verbringen MUSST
(hast ja leider keine andere Wahl), ist Ignoranz und Neid und
böse Blicke. Und das alles ab dem Tag, an dem öffentlich wird,
was mit dir los ist. Das belastet sehr!

Kann ja sein, aber es ist nunmal so, dass a) niemand verpflichtet ist, sich über Deine Schwangerschaft zu freuen und b) scheiß Kollegen erstmal kein AU-Grund sind.

Du hast gefragt, was Du ändern kannst, und dass sind imho erstmal die Sachen, die Dich in Deiner Arbeit und Gesundheit beeinträchtigen. Die anderen Geschichten mögen Deine Seele belasten, stehen aber auf einem anderen Blatt.

Gruß,

Malte

Team: Ein paar Aussagen „entschärft“

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Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr damit
umgegangen.

Zwar habe ich, da männlich, keine Erfahrung mit Schwangerschaften, indirekt als Vater und Arbeitgeber bin ich aber doch involviert.

Wär sich arbeitsunfähig schreiben zu lassen hier übertrieben?

Sprich mit deinem Frauenarzt über die Situation. Der Punkt

  1. Die ständige Sitzerei belastet mein Steiß und mein Kreuz,
    was zwischenzeitlich auch schon mal bis in den Bauch zieht.

spräche durchaus zumindest für eine Reduzierung der täglichen Arbeitszeit.

Dann scheint mir auch dein Betrieb gut vorbereitet in deine Erziehungszeit zu gehen. Wenn du für dich zum Schluss kommst, dir tut die Arbeit nicht mehr gut, dann bleibe zu Hause und bereite dich vor. Hier wird sich im Gespräch mit Frauenarzt bzw. Arbeitgeber bestimmt eine Lösung finden lassen, vielleicht mit einer Regelung, dass du bei Bedarf doch für eine gewisse Zeit zur Verfügung stehen kannst.

Ich will ja in guter Erinnerung in einem/zwei Jahr(en) hier
(evtl.) weiter arbeiten (wenn ich nix anderes finde in der
Zwischenzeit).

Anstatt dich noch einen Monat durchzuquälen würde ich empfehlen, nach der Geburt und während deiner Erziehungszeit regelmäßigen Kontakt zur Firma zu halten, Interesse an den Geschäften zu bekunden, bei den allerwichtigsten Dingen auf dem Laufenden zu bleiben. Ein Besuch alle ein, zwei Monate, natürlich mit Kind, bringt nach meiner Einschätzung mehr als das jetzige Durchhalten bis zum Schluss.

Aber natürlich ist jede Firma anders und vielleicht ist dies alles ganz falsch.

Hallo Anke,

Sicher mögen deine Probs manchen als Kleinkram erscheinen, aber jeden Tag Kleinkram gehäuft nervt auch schrecklich, noch dazu in deinem Zustand. Für die momentane Situation kann ich dir nur raten, inneren Abstand zu nehmen und es sind ja auch schon einige gute Tipps eingegangen. Ergänzend ist noch zu sagen: überleg es dir gut, ob du in diesem Betrieb weiterarbeiten willst!!! Ich sprech da aus Erfahrung. Du kannst dir, wenn dein Kind krank werden sollte, bis zu zehn Tagen im Jahr frei nehmen (und Kinder werden oft krank). Bei mir gabs da jedesmal Ärger von den „verständnisvollen“ Kollegen und dem Chef (alle kinderlos). Und solltest du selbst auch mal krank sein hast du dich „bestimmt beim Kind angesteckt“. Oder du musst mal später anfangen, oder außer der Reihe Urlaub nehmen (Ferien in der Kita, Läuse im KiGa etc). Das gibt auf Dauer nur Ärger. Denk mal drüber nach.
Aber vorerst alles Gute und viel Gelassenheit
Kay

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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b) scheiß Kollegen erstmal kein AU-Grund sind.

… Die anderen Geschichten mögen Deine

Seele belasten, stehen aber auf einem anderen Blatt.

Hi Malte,

das stimmt nur bedingt, die Zahl derer die aus seelischen Gründen an Kopfschmerzen, Rückschmerzen, Magen- und Nackenschmerzen, Hautkrankheiten (Schuppenflechte etc), Depressionen und dergleichen leiden nimmt stetig zu und oftmals sind es die Lebenssituationen die augenscheinlich nicht zu ändern sind.

So etwas sollte man nicht hinnehmen müssen und da sehe ich die Firma (Chef) in der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern.

Viele Grüße
Me

Team: Zitat bearbeitet

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b) scheiß Kollegen erstmal kein AU-Grund sind.

… Die anderen Geschichten mögen Deine

Seele belasten, stehen aber auf einem anderen Blatt.

So etwas sollte man nicht hinnehmen müssen und da sehe ich die
Firma (Chef) in der Verantwortung gegenüber seinen
Mitarbeitern.

Das sehe ich auch so, MeToo, aber ich denke, dass die unmittelbaren Beeinträchtigungen (Rückenschmerzen, „Wegnahme“ von Arbeit) a) erstmal Priorität haben, b) leichter anzugehen sind als die sozialen Probleme, c) geschickter angegangen werden, wenn man es Zug um Zug anspricht und nicht geballt auf einmal und d) im besten Fall eine Lösung konkret dieser Punkte die anderen gleich miterledigt, zumindest zum Teil.

Gruß,

Malte

Team: Zitat bearbeitet

huhu Malte,

Die anderen Geschichten mögen Deine
Seele belasten, stehen aber auf einem anderen Blatt.

warum so fies?

lg, Dany

Team: Erstes Zitat entfernt, weil im Original bearbeitet

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Hi Dany,

es geht doch hier gar nicht darum, welche Meinung ICH habe, sondern darum, wie Ankes Arbeitskollegen mit ihr umgehen, wie sie dadurch beein_trächtig_t wird, und was sie sinnvollerweise dagegen tun kann.

Es mag sein, dass ich nicht die bauchpinselndsten Formulierungen benutze, aber Buachpinselei hilft Anke nun auch wirklich nicht weiter. So wie ich sie verstehe, weht ihr in der Firma noch ein ganz anderer Wind entgegen, und vor allem passt dieser Wind nicht zu ihren Erwartungen.

Deshalb halte ich es für sinnvoll, zum einen ihre Erwartungen zu relativieren (denn ja verdammt, es ist offensichtlich so, dass ihre Kollegen es nicht „wunderschön“ finden, dass sie schwanger ist, und ja verdammt, das müssen sie auch nicht!) und zum anderen

Die anderen Geschichten mögen Deine
Seele belasten, stehen aber auf einem anderen Blatt.

warum so fies?

ist das nicht „fies“, sondern pragmatisch. Es kann sein, dass Schwangerschaft & Co bei Frauen die Hormone so durcheinanderbringen, dass das gaaaanz furchtbar ist, wenn jemand das nicht toll findet, aber das ist doch eine andere Kategorie als die Dinge, die sie auch objektiv beeinträchtigen und gegen die man mit viel besserer Argumentation und wahrscheinlicherem Erfolg was tun kann!

Schwangere sind nicht krank und Schwangere müssen erstmal (Ausnahme folgt stehenden Fußes) keinen Deut anders behandelt werden als sonst irgendjemand. Hier die versprochene Ausnahme: Rücksichtnahme auf die zwangsläufig mit Schwangerschaft verbundenen körperlichen Einschränkungen sowie Maßnahmen, um den Arbeitsausfall für beide Seiten verträglich zu machen.

Achja, ich unterstelle das jetzt nicht Anke, sondern meine allgemein: Wenn ich hier lese, was auf einmal für Maßstabe an den Tag gelegt werden und Extrawürste eingefordert(!) werden, nur weil jemand ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte, dann wäre ich da auch genervt von. Gute Sitten gelten für alle gleichermaßen.

Oder würdest Du einem (z.B.) 35jährigen Bankangestellten raten, sich AU schreiben zu lassen, weil er (subjektiv) mal „schnippische Antworten“, (subjektiv) „neidische Blicke“ und (von einem Kollegen) „Meidung“ erfährt? Ich denke nicht. Man kann das aber trotzdem ernst nehmen, indem man (ioho) wirksame Ansatzpunkte aufzeigt.

Gruß,

Malte

Team: Artikel bearbeitet

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Hallo Anke,

ich kann verstehen, dass Dich Deine Arbeitsplatzsituation sehr belastet. Zwar ist eine Schwangerschaft keine Krankheit, also folglich als diese auch nicht anzusehen, aber durch die Hormonumstellung knabbert man an manchen Situationen etwas mehr, als würden diese nicht-schwanger passieren.

Meine persönliche Meinung ist, dass Mitarbeiter einer Schwangeren gegenüber zuvorkommend sein sollten, das gebietet der Anstand, selbst wenn man nicht hocherfreut über diesen Umstand sein sollte. Dazu gehört sicherlich nicht dass man betr. Schwangere meidet und doof rum sitzen lässt.

Ich würde den Frauenarzt über die Arbeitssituation aufklären, da gesundheitliche Probleme durch das lange Sitzen auftreten und das Verhalten schon an Mobbing grenzt. Sollte Dein Gynäkologe Dir ein Attest ausstellen wollen, dann würde ich…

…an Deiner Stelle meine Chefs in einem Vier-oder Sechs-Augen-Gespräch um Klärung dieser Situation bitten. Darauf hinweisen, dass Du Dich auf Dein Kind freust und keiner deswegen das Recht hat Dich so zu behandeln. das Ganze sollte allerdings auf sachlicher Ebene stattfinden.

Die Kollegen würde ich direkt darauf ansprechen. Was haste schon zu verlieren, schlechter können sie Dich nun auch nicht mehr behandeln.

Sollte sich die Situation durch Eigeninitiative nicht deutlich verbessern, dann würde ich dem Chef das Attest vorlegen und den Arbeitsplatz verlassen. Im Laufe der Zeit kannst Du Dir immernoch eine neue Arbeitsstelle suchen. Was zwar nicht gerade einfach ist, aber dennoch schaffbar. Immerhin besser als in eine Firma zurückzukehren,in der sowenig von Kollegialität gehalten wird. Für sowas muss man sich nicht den Arsch aufreissen, finde ich.

Dir und Deinem Baby alles Gute

papillon

Hi!

Ich habe grundsätzlich nichts gegen spitzzüngige Formulierungen (im Gegenteil), aber:

ist das nicht „fies“, sondern pragmatisch. Es kann sein, dass
Schwangerschaft & Co bei Frauen die Hormone so
durcheinanderbringen, dass das gaaaanz furchtbar ist, wenn
jemand das nicht toll findet, aber das ist doch eine andere
Kategorie als die Dinge, die sie auch objektiv beeinträchtigen
und gegen die man mit viel besserer Argumentation und
wahrscheinlicherem Erfolg was tun kann!

Hier muß ich Dir widersprechen! Auch die psychische Ausnahmesituation, die (Über)Empfindlichkeit in der Schwangerschaft ist ein objektiv vorhandenes Symptom. Oder würdest Du Depressionen als „nur subjektiv und daher nicht beachtenswert“ abtun?

alien

P.S.: Daß es grundsätzlich einfacher ist, mit rein körperlichen Symptomen zu argumentieren, stimmt allerdings. Ganz pragmatisch gesehen.

Team: Artikel an die bereits erfolgten Artikeländerungen angepasst

Hi,

Hier muß ich Dir widersprechen! Auch die psychische
Ausnahmesituation, die (Über)Empfindlichkeit in der
Schwangerschaft ist ein objektiv vorhandenes Symptom. Oder
würdest Du Depressionen als „nur subjektiv und daher nicht
beachtenswert“ abtun?

Klar ist das ein objektives Symptom, die Empfindlichkeit - aber die „neidischen Blicke“ und das „Meiden“ sind keine objektiven Missstände, die sie beklagen kann, erst recht nicht, wenn das teils von denen kommt, bei denen sie sich beklagen müsste :smile:.

P.S.: Daß es grundsätzlich einfacher ist, mit rein
körperlichen Symptomen zu argumentieren, stimmt allerdings.
Ganz pragmatisch gesehen.

Meine Rede. Ich schrieb btw. auch, dass man auch das subjektive Unwohlbefinden ernstnehmen kann (und sollte). Aber nicht, indem man sagt „Ja, die sind alle ganz doooof!“

Gruß,

Malte

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Hallo Anke, ich wünsche Dir alles Gute und hoffe sehr, dass Du noch einen Weg findest, die letzten Wochen in der Firma erträglicher zu finden. Es hilft wohl wirklich nur ein offenes Gespräch und im übrigen kannst Du versuchen, Dich innerlich abzuschotten („was die andern machen, ist gar nicht mehr wichtig für mich“ - usw.)

Dass es Leute auf der Humanitätsstufe von Malte gibt, sollte Dich auch nicht sehr kränken. Sowas gibt es, wenn auch niemand weiß, wozu es gut ist - dies, sagen wir mal: Phänomen. Und wenn Du erst Dein Kind hast, erziehst Du es - wie Ingeborg Bachmann es so schön ausdrückte - sowieso „Halb nach den Regeln der Humanität und halb für die wölfische Praxis.“ Aber Dir und Deinem Kind soll es Freude machen! Marie grüßt

Moin,

ich bin auch der Meinung, dass du Punkt eins und vier ignorieren musst. Erstens kann das reine Einbildung sein, zweitens kann sich niemand aussuchen, ob die Kollegen einen mögen oder nicht, egal aus welchem Grund. Damit müssen andere auch klarkommen.

Allerdings musst du unbedingt klären, dass es dem Kind gut geht. Sprich, Rückenschmerzen etc. müssen vermieden werden. Egal wie dein Chef drauf ist, du wirst ihn wohl drauf ansprechen müssen.

Ich bin eben ein Mensch, dem sowas nahe geht und ich kann da
einfach nicht drüber weg schauen. Mich belastet das und ich
will nicht, dass sich das auf meine Süße überträgt…

Naja entschuldige, aber das wäre für mich kein Grund, mich krankschreiben zu lassen. Da musst du eher an dir arbeiten. Jeder erlebt im Berufsleben Dinge, die belasten. Gut, die können an die Gesundheit gehen, gut, du bist schwanger - aber du steigerst dich in meinen Augen ein Stück weit hinein. Kümmer dich lieber um deine direkte Gesundheit. Im Ernst: Was willst du später deinem Kind vermitteln? Weglaufen, wenns schwierig wird? Blaumachen/Krankschreiben lassen, wenn man sich unwohl fühlt?

Also, wälz mal ein paar Bücher / Internetseiten, was du gegen Rückenbeschwerden bei Schwangerschaft in Kombi mit Arbeitsplatz tun kannst, sprich mit deinem Chef, ob du irgendwie entlastet werden kannst (macht sicher einen guten Eindruck, wenn du zeigst, dass du ja arbeiten möchtest) und halt die kurze Zeit noch durch. Vielleicht wirkt sich der Einsatz sogar auf die Kollegen aus.

Gruß
Cess

Hallo!

Teilthread angeschlossen, um unnötige und unschöne Diskussionen zu vermeiden.

Danke für Euer Verständnis!

Hallo Anke,

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr damit
umgegangen.

Ja - es gab allerdings gesundheitliche Probleme meinerseits und die Kolleginnen u. Kollegen haben sich für mich gefreut. Mein Chef allerdings nicht wirklich und die Kollegin, die mit ihm zusammen war auch nicht.

In der achten SSW musste ich mit Blutungen ins Krankenhaus und war insgesamt 3 Monate arbeitsunfähig. Als ich zurückkam, habe ich um Entlastung gebeten. Mein Chef hatte kein Verständnis und seine Trulli meinte lapidar „Schwangerschaft ist ja keine Krankheit“.

Tja und dann stand ich da. Mit der Erfahrung, dass er menschlich ein A…loch war und sie (weiss der Geier, was sie ihm ins Öhrchen geflüstert hat) auch nicht besser. Dazu hatte ich noch nicht wirklich verarbeitet, dieses Kind beinah verloren zu haben, deshalb hat mich die Bemerkung der Kollegin ganz tief getroffen. Anstatt ihr gründlich die Meinung zu geigen, habe ich mich eine halbe Stunde im Klo eingeschlossen und mir ein Ströphchen geheult. Verdammte Hormone :smile:.

Nach 2 Wochen im Dienst gab es erneut Probleme und da hat es meinem Gyn dann gereicht und er meinte, wenn ich mir nicht etwas mehr Ruhe gönnen würde, dann… also blieb ich zu Hause.

Von den Kolleginnen, mit denen ich am engsten zusammengearbeitet habe, wurde ich jedoch nur darin bestärkt und das ist wohl der Unterschied. Wenn ich von ihnen auch noch mit Verachtung oder Missachtung gestraft worden wäre, dann hätte ich die zwei Wochen zwischendrin wohl auch nicht durchgestanden.

In Deinem Fall würde ich Dir raten, auf Dein „Bauchgefühl“ zu hören und wenn ein Gespräch nichts bringt die Konsequenzen zu ziehen.
Alle die nicht schwanger sind oder waren oder es niemals sein können, können nicht nachvollziehen in was für einem „Ausnahmezustand“ man sich in der Zeit befindet. Lass Dir nichts einreden und tue, was nach DEINEM Empfinden das Beste für Dein Kind und Dich ist.

Viele Grüße und alles Gute für Euch
Lilith

DANKE EUCH
Hallo nochmal,

ich möchte abschließend jedem nochmal für seine Meinung danken. Alle haben mir auf ihre Weise weitergeholfen.

Hatte auch gestern das Gespräch mit Chef und warte jetzt einfach nur noch, bis ich in die „Schonzeit“ entlassen werde.

Schönen Tag euch allen
Liebe Grüße
anke